Autor*innen
Axel Laimer

Ausgabe
N°3 (Seite 36-37)

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Vergnügungsparks um die Jahrhundertwende und deren Auswirkung auf die Entwicklung der Stadt im 20. Jahrhundert. Eine Buchempfehlung: „Delirous New York” von Rem Koolhaas. Ende des 19. Jahrhunderts entstanden am Rande der Metropolen Europas und der Vereinigten Staaten Vergnügungsparks mit teilweise immensen Ausmaßen. Schein- und Traumwelten wurden erdacht und umgesetzt, dabei griffen die DeveloperInnen und ArchitektenInnen auf neueste technische Errungenschaften zurück, je spektakulärer desto
Autor*innen
Sonya Menschik

Ausgabe
N°3 (Seite 38)

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Mit seiner selbst gestellten Aufgabe „die Geschichte der Bedürfnisanstalten möglichst umfassend aus hygienischer, technischer, architektonischer, sozialer, denkmalpflegerischer und stadtgestalterischer Sicht zu beleuchten”, schrieb der Autor Peter Payer nicht nur seine Dissertation, sondern bringt auch Licht ins dunkle eines Themas, das wirklich jeden betrifft, dessen geschichtliche Entwicklung aber bisher eher unbekannt war. Er stellte sich die Frage „welche gesellschaftlichen Entwicklungen
Autor*innen
Christina Nemec

Ausgabe
N°3 (Seite 49)

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Schon am Reumannplatz stehen sie. Polizisten, deren Aufgabe es ist, den FPÖ-Parteitag in Oberlaa zu bewachen. Die Kälte lässt mich wünschen, dass diese um die tausend OrdnungshüterInnen sich alleine draußen den Arsch abfrieren. Während mutmaßlich drinnen ein Kabas-der-Exhump, davon spricht, wie toll es nicht ist, dass die Linke am Sonntagmorgen auch lieber länger pennt (ein paar Hundert waren schon da). Der Saal wird eingeheizt. ATV und ORF zeigen Ausschnitte - die nicht einmal annähernd
Autor*innen
Ljubomir Bratić

Ausgabe
N°3 (Seite 50)

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Österreich existiert nicht. Das ist ein Satz als Pendant zu Magritts Pfeife, die bekannterweise keine ist, obwohl sie, damit wir den Dualismus erhalten können, so ausschaut, wie wenn sie eine wäre. Ein nicht-existentes Österreich und eine Pfeife, die keine ist. Und alle zwei da, wo sie nicht sind, was sich im Übrigen für einen Sätzeschreiber, wie ich einer bin, ja auch so gehört. Und was natürlich nicht besagt, dass das Ostarrichi nicht woanders sei. Bespielweise in der Fiktion der
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°3 (Seite 33-34)

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Centrum, das Jahrbuch Architektur und Stadt, bietet in seiner aktuellen Ausgabe 2000/2001 einen breiten Überblick zum aktuellen Stadtdiskurs, der unter dem Titel Instant City 1 + 2 zusammengefasst wird. Instant City 1 umfasst Berichte, Interviews und Kommentare zum Strukturwandel in den Metropolen New York City, Rotterdam, Hamburg, Berlin, Frankfurt am Main, Sydney, Melbourne. Instant City Teil 2 bietet Aufsätze und Reportagen zu Stadtsurrogaten und symbolischen Räumen: New Urbanism, Event
Autor*innen
Josef Kohlbacher, Ursula Reeger

Ausgabe
N°2 (Seite 05-07)

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Integration ist, vernachlässigt man jetzt einmal die üblichen Verdächtigen, ein von allen Seiten positiv bewerteter Begriff. Von den Grünen über LIF, SPÖ und ÖVP bis zu den allermeisten NGOs können sich alle darauf einigen, dass Integration notwendig und wünschenswert ist. Sieht man von der rundum zu unterstützenden Forderung nach rechtlicher Gleichstellung für alle Menschen, die in einer Gesellschaft leben, ist sehr fraglich, wozu Integration gut sein soll. Welche Gesellschaft strebe ich an,
Autor*innen
Antonia Ramirez

Ausgabe
N°2 (Seite 48-50)

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Die Integration der Ausländer (ab jetzt hier weiblich verbal radical chic, auf p.c.-Wortendungen pfeifend, Tschuschinnen genannt) ist selbstverständlich ein aufgeklärtes Ziel moderner, demokratischer Staaten, für die frau sich heutzutage in Europa mit der ganzen Seele engagiert. Denn Tschuschinnen sind gut für die Wirtschaft. Im Post-Sanktionen-Haider-Österreich quasseln alle, sogar die Freiheitlichen, von "Ausländerintegration". Das heißt, sogar wenn die Einsatzmöglichkeiten der
Autor*innen
Dagmar Grimm-Pretner

Ausgabe
N°2 (Seite 11-13)

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Städtische Parks und Plätze sollten Ausdruck urbaner Vielfalt und Lebensqualität sein, sind jedoch in den meisten Großstädten ausgesprochene Mangelstrukturen. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist durch die Belegung des größten Teiles der städtischen Freiräume mit Verkehr und das Verschwinden nutzungsfreier Zwischenräume durch bauliche Erschließung im Zuge der inneren Stadterweiterung der Nutzungsdruck auf die gewidmeten Freiräume gestiegen. Besonders akzentuiert ist diese
Autor*innen
Kanak Attak

Ausgabe
N°2 (Seite 19-20)

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Kanak Attak ist ein selbstgewählter Zusammenschluß verschiedener Leute über die Grenzen zugeschriebener, quasi mit in die Wiege gelegter "Identitäten" hinweg. Kanak Attak fragt nicht nach dem Paß oder nach der Herkunft, sondern wendet sich gegen die Frage nach dem Paß und der Herkunft. Unser kleinster gemeinsamer Nenner besteht darin, die Kanakisierung bestimmter Gruppen von Menschen durch rassistische Zuschreibungen mit allen ihren sozialen, rechtlichen und politischen Folgen
Autor*innen
Sonja Brünzels

Ausgabe
N°2 (Seite 41-46)

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Der 18. Juni 1999 war wohl der erste internationale antikapitalistische Aktionstag, der als ‚Karneval' angekündigt und an über 40 Orten auf allen Kontinenten mit entsprechend unkonventionellen Mitteln durchgeführt wurde: Anti-business-lunch in Sydney, öffentliche Verbrennung eines Arschlochs in Kanada, Straßentheater vor der Weltbank in Mexiko, öffentlicher Thesenanschlag im Lutherschen Stil an den Toren der Amsterdamer Börse, Verwandlung einer Hauptstraße in einen Strand in Barcelona,
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°2 (Seite 39-40)

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Reclaim the Streets (RTS) formierte sich 1991 in London und widmete sich in der ersten Phase ausschließlich dem Thema Auto: In einem der ersten Flugblätter hieß das "FOR walking, cycling and cheap or free public transport, and AGAINST cars, roads and the system that pushes them." RTS unterschied sich so gesehen in den ersten Jahren ihres Bestehens der inhaltlichen Orientierung nach nicht sehr von einer einfachen BürgerInneninitiative. Was sie bereits damals zu etwas Besonderem
Autor*innen
Christoph Gollner

Ausgabe
N°2 (Seite 36-37)

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Man würde beim ersten Anblick einer Ausgabe von hintergrund nicht unbedingt ein Magazin eines Architekturzentrums vermuten: so glanz-, design- und zeitlos kommt es im unauffälligen, aber praktischen A5-Format daher. Dünn gesäte Schwarzweiß-Fotos und viel kleine Schrift füllen das grobe Naturpapier. Designlos? Nun ja, irgendwie 70er-Jahre-Alltagsdesign. Erinnerungen an die ganz normale Kindheitsumgebung. Und das so unprätentiös echt, so fern der momentanen modisch-nostalgischen
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°2 (Seite 34)

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Im Juli fand in Berlin die Weltkonferenz Urban 21, eine Fortsetzung der Rio-Konferenz von 1992, statt. Dazu ist ein Weltbericht für die Zukunft der Städte - Urban 21 erschienen. Die Arbeitsgruppe Enquete, der Redaktion des Berliner Mieter-Echos hat einen Reader zu diesem Weltbericht veröffentlicht. Die Redaktion hat StadtexpertInnen eingeladen zur ersten, englischen Version des Weltberichts, Reinventing the City - Urban Future 21, Stellung zu nehmen. Der Weltbericht wurde unter Federführung
Autor*innen
Jonas Marosi

Ausgabe
N°2 (Seite 50)

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die herbstwelt hat sich wieder ausgebreitet und ein wenig traurig blickt man auf die vergessene zeit des sommers, in der zeit so einfach verstrichen war. ein leises rauschen legt sich in den hintergrund der gedanken und zeit wird zur begleiterscheinung - etwas macht sich auf Ihr zu folgen ... angestrengt überlegt man, was die zeit zum stillstand geführt hatte, sollten es gedanken sein, die sich jetzt ausbreiteten. man hatte den körper auf einen bequemen Wohnzimmerstuhl gelegt, so wie man es
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°2 (Seite 02)

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Zuerst einmal ein großes Dankeschön für die vielen Reaktionen auf unsere erste Ausgabe. Es hat uns sehr überrascht und gefreut, wie schnell sich das Wissen um die Existenz von dérive verbreitet hat und welch unterschiedliche "Szenen" wir erreichen konnten. Trotz einiger Schwierigkeiten - wir mussten den geplanten Schwerpunkt Stadtökologie leider verschieben und durch den nicht minder interessanten Schwerpunkt Reclaim the Streets ersetzen - haben wir es geschafft, die zweite Ausgabe
Autor*innen
Axel Laimer, Sonya Menschik

Ausgabe
N°2 (Seite 37)

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Vor einigen Monaten ist im Promedia-Verlag das Buch "Das Neue und die Stadt", herausgegeben von Wiens Bürgermeister Michael Häupl, erschienen. Im Gegensatz zur oberflächlich gehaltenen Einleitung von Autor Michael Häupl, in der es hauptsächlich um die Errungenschaften der SPÖ im Bereich des Zusammenwirkens von Kommunalpolitik und Bereichen wie Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft geht, wirken die Themen der drei Kapitel vielversprechender. Dem Inhaltsverzeichnis nach sollte man
Autor*innen
Ljubomir Bratić

Ausgabe
N°2 (Seite 48)

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Vom Konzert der hegemonialen Sozialpartnerschaft, das in den vergangenen 50 Jahren zu hören war, hat sich Österreich zu einem überaus komplexen Gebilde von kultur- und politischen Kämpfen gewandelt. Österreich ist mittlerweile das Land - das einzige Land -, in dem alle unsere Probleme als MigrantInnen besprochen, entschieden und gegen unsere Interessen angewendet werden. Selbst diejenigen unter uns, die auf das Prinzip der Selbstorganisation setzen - die im Schatten der Öffentlichkeit immer
Autor*innen
Christina Nemec

Ausgabe
N°2 (Seite 48)

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Ich habe letzte Nacht von den Ratten geträumt, die im Verbindungsgang zwischen Hofburg und Bundeskanzleramt leben. Und davon, wie verwundert die waren, als die neue Regierung ihnen einen Besuch abstattete. Noch bevor sie sich den Medien präsentierte. Hübsch war sie anzusehen. Dachten die Ratten. Und freuten sich gleichzeitig über die große mediale Aufmerksamkeit, die ihnen und ihrer Lebensumgebung zukam. Ein halbes Jahr später kommt jemand und fragt grinsend: "Bist du konkret betroffen
Autor*innen
Martin Krenn

Ausgabe
N°2 (Seite 28-29)

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Das Projekt bietet durch Kooperation mit einzelnen TeilnehmerInnen Einblicke in die sogenannten Donnerstag-Demos. Der Titel verweist durch die Nicht-KursivStellung von "Demon" auf die von rechter Seite versuchte Dämonisierung der Demo-teilnehmerInnen. Demonstrate kann aber auch als Veranschaulichung (Demonstration) der Inhalte, die hinter dem Phänomen der Donnerstagdemos stehen, gelesen werden. Durch das Ausrufezeichen am Ende des Titels wird die Parteinahme des Künstlers für den
Autor*innen
Michael Zinganel

Ausgabe
N°1 (Seite 04-07)

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Paradigmenwechsel räumlicher Kontrolle Während in elektronischen Netzwerken sogenannte dezentrale "Communities" neu erfunden werden und gleichzeitig Risikokapital beträchtlichen Ausmaßes verschoben wird, wächst die Tendenz zur Selbsteinschließung nicht nur im Wohnbereich sondern auch in der Konsum- und Freizeitindustrie: der Mittelstand pendelt zunehmend nicht nur zwischen seinem Schlafplatz in der "Gated Community" - abgeschlossenen, eingezäunten und bewachten
Autor*innen
Axel Laimer, Sonya Menschik

Ausgabe
N°1 (Seite 36)

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Kein Text vorhanden.
Autor*innen
Daniela Hohenwallner

Ausgabe
N°1 (Seite 15-18)

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Als einen "Gürtel grünen Angers", als eine Art Korrektiv für die nicht mehr rückgängig zu machende dichte Verbauung der Vorstädte, so sah Eugen Fassbender die Ausgestaltung des ehemaligen Territoriums des Linienwalles. Diese Grünflächen stünden somit "der armen, der arbeitenden Bevölkerung" zur Verfügung, die sich Ausflüge in Naherholungsräume schlichtweg nicht leisten konnten. Fassbender erhielt einen der beiden zweiten Preise, die im Zuge des
Autor*innen
Manuel Castillo

Ausgabe
N°1 (Seite 26)

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Präsentation der Gruppe Tschuschenpower von Manuel Castillo

Autor*innen
Erik Meinharter, Nina Danklmaier, Phillip Rode, Silija Tillner

Ausgabe
N°1 (Seite 11-14)

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Mag. a arch Silija Tillner ist maßgeblich an der Konzeption und Umsetzung der Gürtelsanierung im Rahmen des EU-Urban Projektes beteiligt. Das Gespräch führten Nina Danklmaier und Phillip Rode, für dérive moderierte Erik Meinharter. dérive: Inwieweit stehen analytische Bestandteile Ihrer Vorstudie mit der gestalterischen Umsetzung im Zusammenhang? Tillner: Vor meiner Studie gab es noch unzählige andere Studien zum Gürtel, die ich natürlich alle studiert habe, sie hatten jedoch alle einen
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°1 (Seite 37-38)

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Seit Mitte der 90er Jahre gelangen regelmäßig Berichte über Polizeiübergriffe auf Schwarze in Zusammenhang mit Drogenrazzien und Kontrollen an die Öffentlichkeit. Dabei sagt die Zahl der Fälle, die medial präsentiert werden und wurden, noch gar nichts über die wahren Verhältnisse aus. Bei Befragungen und Projektstudien stellt sich immer wieder heraus, dass es kaum Menschen mit dunkler Hautfarbe gibt, die noch nicht rassistisch beschimpft oder diskriminiert worden sind. Obwohl von hohen
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°1 (Seite 39-40)

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Laut dem Jahresbericht der Zentralstelle für die Bekämpfung der Suchtgiftkriminalität aus dem Jahr 1997 waren nur ein Drittel der bei Suchtgiftermittlungen Verhafteten keine ÖsterreicherInnen, von diesen kamen 7% aus Liberia, 3,5% aus Nigeria und 1% aus dem Sudan. Der Anteil der SchweizerInnen betrug 5,3%, derjenige der Deutschen sogar 12,8%. Trotzdem wurde in dieser Zeit nicht die "Soko Tschüs", sondern die "Sonderkommission Jambo" gegründet, die "das Treiben
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°1 (Seite 48)

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Obiora C-Ik Ofoedus erzählt in seinem Buch von den Ereignissen am Tag seiner Verhaftung bis zu seiner Entlassung aus dem Wiener Landesgericht. In Rückblicken berichtet er über seine Organisationstätigkeiten im Rahmen der Demonstration rund um den Tod Marcus Omofumas. Das Buch ist kein hasserfülltes Pamphlet gegen die rassistische Politik dieses Staates, sondern ein fast nüchtern erzählter Bericht über die Ereignisse. Es wundert eineN bei der Lektüre gelegentlich, dass Ofoedus Sprache nicht
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°1 (Seite 35)

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Bevor die beiden letzten Bücher von Mike Davis vorgestellt werden, soll noch einmal auf sein mittlerweile zurecht als "Klassiker" gehandeltes Buch City of Quartz hingewiesen werden, das eine umfangreiche stadtsoziologische Darstellung von Los Angeles enthält und nicht ganz unverantwortlich für die Existenz dieser Zeitschrift ist - unbedingt lesen! Die beiden neuen auf deutsch erschienen Bücher von Mike Davis (beide sind 1999 erschienen), sind die Artikelsammlung Casino Zombies und
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°1 (Seite 02)

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Der Untertitel von dérive lautet Zeitschrift für Stadtforschung. Ein Untertitel der die Sache vermutlich nicht ganz trifft, weil er zu eng gefasst scheint, da es uns in erster Linie um gesellschaftliche Entwicklungen geht, die in der Stadt besser erkennbar sind, weil sie früher und konzentrierter auftreten. Die immer intensivere Überwachung des öffentlichen Raums, Zero-Tolerance-Politik, Rassismus, Erlebniswelten und Multiplexe, Gentrifizierung, Migration und Integration, Stadtplanung,
Autor*innen
Obiora C-lk Ofoedu

Ausgabe
N°1 (Seite 47)

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Jeder, der Drogen und das mit ihnen verbundene Übel anprangert, ist ein Heiliger. So gesehen haben wir viele Heilige in unserer Gesellschaft. Die Parias wären demnach diejenigen, die von Drogen leben. Um das eigene Gesicht zu wahren, mochte schon mancher von ihnen seine Spießgesellen an Polizeiagenten verraten. Ungeachtet dessen, dass eine Krähe der anderen kein Auge aushackt. Die Sicherheitskräfte taten ihre Pflicht und verhafteten oder töteten diejenigen, die das Glück verlassen hat.
Autor*innen
Christoph Laimer, Erik Meinharter, Klaus Ronneberger

Ausgabe
N°1 (Seite 19-21)

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dérive: Tendenzen sind in Hinblick auf die Abschreckung unerwünschten Publikums von privatisiertem öffentlichem Raum in Zukunft verstärkt zu erwarten? Läuft es eher in Richtung offensiver Abwehr durch Wachpersonal oder wird eher versucht werden durch architektonische Mittel eine unangenehme Atmosphäre für marginalisierte Gruppen zu schaffen? K. Ronneberger: In den Metropolen lassen sich gegenwärtig unterschiedliche Kontrollstrategien beobachten, die sich gegenseitig stützen und verstärken.
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°1 (Seite 39-47)

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Die Verantwortlichen der "Operation Spring" standen von Anfang an unter großem Druck. "Operation Sping" musste endlich der große Erfolg werden. Nachdem trotz intensivster Bemühungen in den Jahren zuvor stets nur afrikanische Klein- und KleinstdealerInnen und keineswegs "Drogen-Barone" festgenommen werden konnten und auch die beschlagnahmten Drogen kaum den Aufwand wert waren, sollte nun endlich die "perfekt organisierte" nigerianische Drogenmafia
Autor*innen
Jonas Marosi

Ausgabe
N°1 (Seite 17-18)

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Die Grammatik ist »Geschichte« oder »historisches Dokument«: Sie ist »Photographie« einer bestimmten Entwicklungsphase einer nationalen (kollektiven), historisch entstandenen und in ständiger Entwicklung begriffenen Sprache, oder sie enthält die grundsätzlichen Elemente einer solchen Photographie. Die praktische Frage kann sein: Wofür eine solche Photographie? Um einen Aspekt der Kultur in seiner Geschichte zu beschreiben, oder um einen Aspekt der Kultur zu verändern?
Antonio Gramsci: Notizen zur Sprache und Kultur

Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°1 (Seite 21)

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Klaus Ronneberger, Stephan Lanz und Walther Jahn zeigen in ihrem Buch Die Stadt als Beute am Beispiel einiger deutscher Städte, wie sich die aktuellen ökonomischen Entwicklungen auf Kommunen auswirken. Die kontinuierliche Verringerung der Finanzmittel für die Städte durch die neoliberale Wirtschaftspolitik zwingt die Stadtverwaltungen auf der einen Seite ihre Ausgaben zu senken und auf der anderen Seite für Mehreinnahmen zu sorgen. Mehreinnahmen durch Unternehmenssteuern, Gewinnsteuern etc.
Autor*innen
MAIZ-Frauen

Ausgabe
N°1 (Seite 49)

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Letztes Jahr, genau zu diesem Zeitpunkt, geschah das unerwartete Pinkwerden der einst blauen Donau. Das Pinkwerden des Wassers verursachte eine bis dato von der Wissenschaft noch nicht erklärte Färbung der Lebewesen dieses ökologischen Raumes. Die einzige Feststellung, die bis jetzt angekündigt wurde, bezieht sich auf die Tatsache, dass nur ausländische Amphibien vom Phänomen des Pinkwerdens betroffen sind. Die MAIZ-Frauen setzen sich für die Rechte der pinkgewordenen Amphibien ein und bieten
Autor*innen
Klub Zwei/Maiz

Ausgabe
N°1 (Seite 22)

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Betrifft: Zensur? Vorauseilender Gehorsam? Oder "nur" ein veralteter, repressiver Medienkunstbegriff? Gesendet an: Kunst- und Kulturinstitutionen, KünstlerInnen, Kuratorlnnen, Kritikerlnnen, AktivistInnen und „Journalistlnnen im In- und Ausland. Im Januar 2000 wird Klub Zwei eingeladen, im Rahmen der steirischen Landesausstellung gr2000az eine Arbeit auf einem Großbild in den Arkaden des Schlosses Eggenberg in Graz zu präsentieren. Wir entschließen uns, auf die aktuelle politische
Autor*innen
Christina Nemec

Ausgabe
N°1 (Seite 49)

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"mein" bezirk ist der zehnte, favoriten - nicht draußen in oberlaa - sondern dort wo die häuser nach dem krieg aus schutt einfach wieder zusammengeklebt wurden - d.h. wenn ich einen nagel in die wand schlage, rinnt diese förmlich aus - zurück bleibt ein großes loch, ecke columbusgasse/davidgasse. ich gehe fast täglich zur U1 station reumannplatz. sobald es wärmer wird und der tichy aufsperrt, sitzen die leute auf immer unbequemeren bänken. wenn ich durch den park gehe, komme ich an
Autor*innen
Angelika Schuster, Christoph Laimer, Tristan Sindelgruber

Ausgabe
N°1 (Seite 30-33)

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Spiegelgrund ist eine Filmdokumentation über Menschen, die während des Nationalsozialismus vom Erziehungs- und/oder Euthanasieprogramm an der Wiener Jugendfürsorgeanstalt und Kinderfachabteilung Am Spiegelgrund als Opfer und Angehörige betroffen waren und es bis heute sind. Der Bogen ihrer Erzählungen spannt sich von der Zeit zwischen 1940 und 1945 bis in die Gegenwart. Das Interview mit den RegisseurInnen Angelika Schuster und Tristan Sindelgruber führte Christoph Laimer. dérive: Was hat