»Die Stadt in der Revolte« revisited: Revolten und Platzbesetzungen

FESTIVALAUFTAKT mit
PRÄSENTATION derive 49: STADT SELBER MACHEN VORTRAG Ellen Bareis: DIE STADT IN DER REVOLTE revisited
ERÖFFNUNG FESTIVALZENTRALE: ZIRKUS MAXIMUS DJ-Kollektiv
Eat, Meet, Greet

ERÖFFNUNGS-BYO-SIEBDRUCK-WERKSTATT: STADT SELBER MACHEN zum Selberdrucken: Bring your own Shirts, Skirts, Taschen, Stoffe (Cotton!) and get the Festival-Print

Occupy, Foto: Simon Ostermann
Occupy, Foto: Simon Ostermann

Seit geraumer Zeit ist der öffentliche Raum wieder verstärkt Ort gesellschaftspolitischer Auseinandersetzungen: Riots, die Besetzung städtischer Plätze, Demonstrationen, Blockaden, neue und „alte“ Artikulationsformen stellen Herrschaftsregime in Frage, fordern und praktizieren direkte Demokratie, setzen soziale Fragen gegen die Hegemonie neoliberaler Logik auf die Agenda, greifen alltäglichen und institutionellen Rassismus an. Kairo folgt auf Tunesien, Madrid auf Kairo, die Jugendlichen in Großbritannien erheben sich, New York nimmt Praktiken aus Madrid auf (oder umgekehrt?), in Israel folgen Platzbesetzungen – eine offen Dynamik.

Wie aber ordnet die kritische Stadttheorie die jüngsten Ereignisse gesellschaftspolitischer Auseinandersetzungen ein? Welche Theorien kommen zum Tragen, welche historischen Bezüge und Denktraditionen werden in Anschlag gebracht? Ellen Bareis nimmt die Diskussionsstränge „post 2011“ in den Blick und beleuchtet in ihrem Vortrag die Zugänge der kritischen Stadttheorie zu den weltweit entstehenden urbanen Bewegungen.

Ellen Bareis
Gesellschaftswissenschaftlerin, Professorin für gesellschaftliche Ausschließung und Partizipation an der Hochschule Ludwigshafen, promovierte in Frankfurt/M. über Konflikte, alltägliche Nutzung und Kontrolle in urbanen Shoppingmalls. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind Alltag und soziale Kämpfe, die Produktion des Sozialen from below, Transformationen des Städtischen.