Grenzenlose Tage
Grenzenlose Tage

Die Mitmarsch-Performance Grenzenlose Tage! lässt hautnah erleben, was im urbanen Freiraum, im Park, am Platz möglich ist, wenn die Grenzen fallen. Planende, Fachleute aus Landschaftsarchitektur, Architektur, Kunst und Technik, StadtbewohnerInnen und -benützerInnen demonstrieren, wie(viele) Grenzen überwunden werden können und laden ein, sich an dieser Überwindung aktiv zu beteiligen. Ausgehend vom Treffpunkt am Loquaiplatz wandert die Mitmarsch-Performance unter Trommelwirbel entlang gedachter Linien geradewegs und unaufhaltsam in die Festivalzentrale zum grenzenlosen Finale. Die Aktion zeigt auf, wie im Freiraum der Stadt das säuberliche Separieren der NutzerInnengruppen und Ausstattungen - selbst Pflanzen werden ordentlich sortiert und eingezäunt - eine fortlaufende Verkleinerung des ohnehin knappen Guts Freiraum zur Folge hat. Auseinandersetzungen sind nicht mehr nötig, alles kann in die Schranken gewiesen werden. Der urbane Raum mit seiner verdichteten Unterschiedlichkeit aber bedeutet per se Konflikt und Aushandlung, ohne die kein „Ballett der Straße“ existiert, sondern statt lebendiger Heterogenität nur Homogenität regiert. Die Gestaltung unseres Stadtraumes folgt der allgemeinen Tendenz, sich abzuschotten, andere und anderes nicht zuzulassen, Claims gesondert abzustecken und Konflikte auf Autoritäten abzuwälzen. Da machen wir nicht mit. Am Sonntag fallen die Grenzen!

Eine Performance-Aktion des BLA - Büro für lustige Angelegenheiten (Hannes Gröblacher, Lilli Lička, Karoline Seywald) voraussichtlich mit Martine Claus, Jürgen Furchtlehner, Dieta Drack, Pixie Jacobs, Ursula Kose, Christian Krölpfl, Barbara Mayer, Paul Neuninger, Andreas Reisinger, Thomas Sandri, Stephanie Seifriedsberger, Roland Tusch, Liz Zimmermann u.a.m.

Erreichbarkeit: Treffpunkt Loquaiplatz (14 Uhr) - U3 Zieglergasse, U4 Pilgramgasse, 13a Magdalenenstraße
Finale Festivalzentrale (ca. 16.30 Uhr) - U3, U4, S-Bahnen, Landstraße-Wien Mitte

Dauer: ca. 2,5 h

BLA – Büro für lustige Angelegenheiten besteht seit 2012 aus dem Kernteam und einer flexiblen Gruppe von Fachleuten aus Landschaftsarchitektur, Architektur, Kunst und Technik. Das BLA widmet sich gesellschaftlichen Phänomenen und Konflikten, die sich im Freiraum manifestieren und wollen performativ zu neuen Denkansätzen anregen.