Urbane Raumproduktion II: Interventionen im öffentlichen Raum

Fotos: Cornelia Dlabaja, Michaela Rotsch
Fotos: Cornelia Dlabaja, Michaela Rotsch

Der Workshop Urbane Raumproduktion II: Interventionen im öffentlichen Raum am Wiener Reumannplatz nutzt den Stadtraum als Rahmen, um biografische Verknüpfungen lokaler AkteurInnen und NutzerInnen einzufangen und Wissen über das Grätzel in Form von erzählter und erlebter Geschichte zu sammeln. Dabei werden die NutzerInnen und AnrainerInnen des bespielten Ortes eingeladen, ihre Geschichte des Platzes und seiner Umgebung bei Grätzelgesprächen oder mittels selbst verfasster Texte zu erzählen, um gemeinsam die Oral History des Reumannplatzes zu erkunden.

Den Schauplatz der Interventionen bildet der Stadtraum selbst und der Syntopian Vagabond, ein rundum transparenter und mobiler Kubus der bildenden Künstlerin Michaela Rotsch, der temporär am Reumannplatz Station macht. Im Rahmen des Workshops fungiert er als Schnittstelle zwischen privatem/privatisiertem, öffentlichem und institutionellem Raum ebenso wie zwischen Imagination und Wirklichkeit.

Aufbauend auf den vorhandenen Narrationen sammeln und entwickeln die TeilnehmerInnen gemeinsam mit lokalen AkteurInnen Wünsche und Visionen für den Platz. Die Erzählungen der BewohnerInnen Favoritens bilden somit den Ausgangspunkt für eine Reise in eine mögliche Zukunft für diesen öffentlichen Raum. Sichtbar in den Stadtraum eingeschrieben, verwandeln sich die Wünsche in eine temporäre Ausstellung zwischen Wirklichkeit und Stadtutopie.

Termine:

Samstag, 5. Oktober 2013, 16 Uhr - Treffpunkt Reumannplatz / Syntopian Vagabond
Grätzelspaziergang mit der GB*10 - Gebietsbetreuung Stadterneuerung.
Anschließend Informationen zu Workshop und Intervention.

Die Interventionen finden nach Absprache am Freitag, den 11. Oktober und Samstag, den 12. Oktober von 15 bis 19 Uhr statt.

Der Workshop steht allen Interessierten offen. Teilnahme am Grätzelspaziergang erwünscht.

Weitere Informationen: http://urbaneraumproduktionen.wordpress.com

Besten Dank an die GB*Stern 10 - Gebietsbetreuung Stadterneuerung und Michaela Rotsch / Syntopian Vagabond.

Cornelia Dlabaja forscht und arbeitet als Soziologin mit den Schwerpunkten Stadtforschung und Planungssoziologie. Im Zuge ihrer Masterarbeit Urbane Raumproduktionen analysierte sie den Wandel des Stadtraums am Beispiel des Wiener Brunnenviertels.

Carmen Keckeis arbeitet als Soziologin mit dem Schwerpunkt Stadt- und Raumforschung. Sie ist Doktorandin im DFG-Graduiertenkolleg 1681 "Privatheit" und befasst sich in ihrer Dissertation mit der Konstitution und Konstruktion von Privatheit.

Michaela Rotsch ist bildende Künstlerin und lehrt an Hochschulen und Universitäten im In- und Ausland, in den Fachbereichen Architektur, Kunst, Design, Public Art. Seit 2007 entwickelt sie die interkulturelle Werkstruktur GOBOTAG // gobotag.net. 2009 gründete sie zusammen mit Roland Essl und Ildiko Meny den SYNTOPISCHEN SALON, eine urbane Schnittstelle zwischen Kunst und Wissenschaft.