Urbane Raumproduktionen – Visionen & Wirklichkeiten

Lucky Town, Foto: SKuOR
Lucky Town, Foto: SKuOR

Zum Auftakt der Workshop-Reihe stellen AkteurInnen ihre künstlerische, aktionistische und interventionistische Praxis vor und werfen Spotlights auf unterschiedliche Dimensionen der Raumproduktion. Dabei sollen drei Ebenen von „Visionen und Wirklichkeiten urbaner Raumproduktionen“ diskutiert werden:

Wahrnehmung und Umdeutung: Wer nimmt Raum wie und auf welchen Ebenen (visuell, auditiv, kinästhetisch, olfaktorisch, …) wahr? Wie können Wahrnehmungen verändert und somit Raum umgedeutet werden?

Gelebter vs. konzipierter Raum: Welche Wünsche werden auf den Raum projiziert und wie verhalten sich diese zur alltäglichen Nutzung? Wie gelangt man von Wunsch und Vision zur Realisierung?

Individuelle und kollektive Zugänglichkeit und Teilhabe: Welche sichtbaren und unsichtbaren Grenzen manifestieren sich im Stadtraum? Wie können diese aufgebrochen und umgedeutet werden? Welche Aneignungs- und Gestaltungsmöglichkeiten gibt es auf individueller, welche auf kollektiver Ebene?

Gemeinsam erfolgt die Bündelung von räumlich-konkreten, theoretisch-reflexiven und visionären Fragestellungen, aus denen heraus im Rahmen der Workshop-Tage Interventionen angedacht, entwickelt und erprobt werden. Den Abschluss bildet eine Spotlight-Präsentation mit Erfahrungsaustausch im Rahmen der urbanize! Nightline in der Zentrale: Was ist entstanden, als WER, WIE, WO, WARUM interveniert hat? Das Workshop-Programm „Urbane Raumproduktionen“ wird konzipiert und durchgeführt von den SoziologInnen Cornelia Dlabaja, Florian J. Huber und Carmen Keckeis von der ÖGS – Sektion Soziale Ungleichheit, in Zusammenarbeit mit Johanna Aigner/Raumplanung, Anja Steglich/Landschaftsarchitektur und Tihomir Viderman/Architektur-Urbanismus für SKuOR – Arbeitsbereich für Stadtkultur und Öffentlicher Raum.

Geladene Gäste:
Günther Friesinger, Monochrom
Kristina Kölblinger, Yvonne Kaufmann, Silo
Korinna Lindinger, freischaffende Künstlerin
grundstein und Frank Gassner, freischaffender Künstler
Christina Nemec, Klangkünstlerin, comfortzone
Theresa Schütz, Gehsteig Guerrilleros
Robert Foltin, Aktivist und Philosoph

Programmablauf:
Verbindliche Teilnahme an der Auftaktveranstaltung, Sa, 6.10.2012, 14:00 Uhr, danach individuelle Teilnahme an den offenen Werkstätten und Talks je nach Interesse und zeitlichen Ressourcen.

Sa, 6.10. 2012, 14-18h | Lectures und Talks @ Zentrale
So, 7.10. 2012, 10-18h | Offene Werkstatt 1 @ 24 Hour Kampolerta City
Mo, 8.10. 2012, 11-17h | Offene Werkstatt 2 @ Zentrale
Di, 9.10. 2012, 10-17h | Lectures, Talks & Interventionen @ urbaner Raum
Mi, 10.10. – Do, 11.10. 2012 | Interventionen @ urbaner Raum
Fr, 12.10. 2012, 21h | Get Active! Abschluss-Präsentation @ Zentrale

Der Workshop steht allen InteressentInnen offen. Die Auftaktveranstaltung am Samstag ist obligatorisch, die weiteren Termine können je nach geplanter Intervention individuell gestaltet und wahrgenommen werden. Die Interventionen werden am Freitag in einer Abschlusspräsentation vorgestellt und besprochen. Verbindliche Anmeldung unter: mail@urbanize.at, Kennwort: Raumproduktion

Österreichische Gesellschaft für Soziologie – ÖGS | Sektion „Soziale Ungleichheit“ – Schwerpunkt Stadt und soziale Ungleichheit
Die Frage nach sozialer Ungleichheit ist eine Kernfrage der Soziologie. Als „Querschnittsmaterie“ kommt der Ungleichheitsforschung in zahlreichen soziologischen Forschungs- und Arbeitsfeldern eine große Bedeutung zu, so auch in der Stadtforschung. Im Schwerpunkt Stadt und soziale Ungleichheit werden soziale Ungleichheiten in urbanen Kontexten aus einem interdisziplinären Blickwinkel bearbeitet. Der Themenkomplex wird über den universitären Kontext hinausgehend diskutiert, um neue Perspektiven und Ansätze zu entwickeln.

SKuOR – Arbeitsbereich für Stadtkultur und Öffentlicher Raum
Interdisciplinary Centre for Urban Culture and Public Space
SKuOR besteht seit 2008 als Pilotprojekt an der Fakultät für Architektur und Raumplanung an der TU Wien. Das Lehr- und Forschungsprogramm ist an der interdisziplinären Analyse, Diskussion und Darstellung der Verflechtungen von Stadtkulturen, öffentlichen Räumen, und städtischen Planungs- und Gestaltungspraktiken orientiert. Es geht der Frage nach, wie Stadtplanung öffentliche Räume als Sozialräume stärken kann, und wie Kultur in Städten zur Stimulierung sozialen Austausches beitragen kann.