Urban Bodies – Theater im öffentlichen Raum, Foto: Bjoern Freiberg
Urban Bodies – Theater im öffentlichen Raum, Foto: Bjoern Freiberg

URBAN BODIES setzt sich mit der Stadt als (Lebens-)Raum auseinander: Wie fühlt sich Stadt an? Wie atmest du Stadt? Welche Wahrnehmungsebenen von Stadt können über den Körper erschlossen werden? Was passiert bei einer theatralen Alltags-Intervention im Stadtraum?

Im ersten Teil des Workshops geht es um ein Kennenlernen der Workshop-TeilnehmerInnen: Einfache Improvisations-Spiele und -Übungen, die Ausdruck, Stimme und Körper wecken, machen Mut, auch außerhalb des gesetzten Rahmens „zu spielen“ und bereiten auf die aktive Beschäftigung mit dem Stadtraum vor. Anschließend erarbeitet die Gruppe verschiedene Charaktere, die ein zeitgenössisches Stadtbild beleben, die vertraut sind oder unabdingbar für den Charakter der Stadt erscheinen. Nach Spiel und Rollentausch entscheiden sich die TeilnehmerInnen für einen bestimmten Charakter und gemeinsam wird spielerisch die Geschichte dieses Charakters entwickelt. Schminke und Kostüme sind vorhanden und können eingesetzt werden.

Im zweiten Teil geht es hinaus ins echte (Stadt-)Leben. Die TeilnehmerInnen verlassen den sicheren Hafen des Proberaums und begeben sich auf die Straße. Das Setting für die performative Intervention ist ein Platz in der Nähe der urbanize! Festivalzentrale, der zu Fuß erreichbar ist. Auf dem Weg dorthin sollen angeleitete Übungen neue Wahrnehmungsebenen von Stadt erschließen. Am Platz angekommen, entsteht plötzlicher Tumult: Jemand erscheint und verkündet, eine von der Bezirksverwaltung entsandte Person zu sein: Der Platz soll neu gestaltet werden – aber wie?

Keine Vorkenntnisse nötig. Unkostenbeitrag: freiwillige Spende. Beschränkte TeilnehmerInnenzahl: 15 Personen. Verbindliche Anmeldung: mail@urbanize.at, Kennwort: Urban Bodies - !! AUSGEBUCHT !!

Sophia Leona Rut
seit vielen Jahren theatralisch aktiv, seit den Uniprotesten 2009 Arbeit mit den Methoden Augusto Boals und dem „Theater der Unterdrückten“ unter anderem im Rahmen der Studierendenproteste und der AG für bedingungsloses Grundeinkommen. Lehrgang „Theater nach Augusto Boal“ bei Birgit Fritz. Gründungsmitglied der feministischen Theatergruppe „La Troppa“.

KuKuMA
ist ein dezentrales Netzwerk, das Räumlichkeiten, Ressourcen und Know-How anderen zur Verfügung stellt. Es besteht seit Herbst 2005 aus verschiedenen Kunst(Ku)- Kultur(Ku)- und Medien(M)-Projekten. Ziel von KuKuMa ist der Aufbau von Alternativen(A) in diesen Bereichen. Die Gruppen agieren frei und selbständig. Dem Anspruch gerecht zu werden, vom (selbst)Geschaffenen leben zu können, ist dann wirklich Kunst. Erst wenn wir Netzwerke bilden, kommen wir weiter.