Grafik: Atelier Anna Liska

dérive. Horizont Stadt

Ausstellungen zu 25 Jahre dérive – Zeitschrift für Stadtforschung

Programm

Sa, 9. Mai 2026, 18 Uhr
Architekturzentrum Wien
dérive. Horizont Stadt

Schweifend und Streifend durch den urbanen Raum
Ausstellungseröffnung und Fest

Mi, 13. Mai 2026, 17 — 21 Uhr
FLUCC Marina, hoast, Sussudio,
Sehsaal, Size Matters, SUPER,
Bezirksmuseum Mariahilf, Ve.Sch
dérive. Horizont Stadt
25 Künstler:innen für 25 Jahre
Ausstellungseröffnung

Mi, 20. Mai, 16 — 17 Uhr
Architekturzentrum Wien | Galerie
dérive. Horizont Stadt
Methodische Erkundungen in 25 Jahren und 100 Heften
Kurator:innenführung
Christoph Laimer, Elke Rauth und Elisabeth Haid führen durch die Arbeit der Zeitschrift dérive und erläutern anhand exemplarischer Hefte und Themen die spezifische Arbeitsweise von dérive in den Feldern Stadtforschung, Kunst und Aktivismus.

Sa, 23. Mai 2026, 15.30 – 18 Uhr
Treffpunkt: Sehsaal (Zentagasse 38, 1050 Wien)
dérive. Horizont Stadt
25 Künstler:innen für 25 Jahre
Kurator:innenführung
Andreas Fogarasi und Michael Klein laden zur Führung durch die Ausstellungen im 5. + 6. Bezirk: Besucht werden die Kunsträume Sehsaal, Size Matters, SUPER und das Bezirksmuseum Mariahilf.
Teilnahme mit Rad, Öffis oder (flott) zu Fuß

Do, 28. Mai 2026, 19.30 Uhr
Ve.Sch Kunstverein (Mariahilfer Straße 101, 3. Hof, rechts, erster Stock, 1060 Wien)
Artist Talk
moderiert von Hans Jürgen Hauptmann mit Aldo Giannotti , »W.T.F.« und Bernhard Fruer, »Double O Negative«

Fr, 29. Mai 2026, 18 Uhr
Treffpunkt: Sussudio (Wolfgang–Schmälzl–Gasse 19, 1020 Wien)
LEGEND*INNEN-WALK
Performativer Spaziergang der Künstler*innen Simone Barlian und Viktoria Schlögl im Rahmen des Independent Space Index

Sa, 30. Mai 2026, 18 Uhr
Size Matters (Margaretenstraße 110, 1050 Wien)
Artist Talk
Katrin Hornek (Künstlerin) im Gespräch mit Michael Klein (Kurator) im Rahmen des Independent Space Index

So, 31. Mai 2026, 11 Uhr
Bezirksmuseum Mariahilf (Mollardgasse 8, 1060 Wien)
Familie Schick und der Duft der Kiefern
Ein Dialog zwischen Bianca Pedrina und Bianca Schaalburg über die Möglichkeiten und Perspektiven der Third Generation

dérive diskursiv

Fr, 15. Mai 2026, 16 — 18 Uhr
Architekturzentrum Wien | Galerie
The making of your magazine
Über Stadt schreiben und Zeitschriften machen
Robert Temel (Architektur- und Stadtforscher) im Gespräch mit Christoph Laimer, Elke Rauth und Manfred Russo (dérive)

Do, 21. Mai, 18 — 20 Uhr
Sussudio, 1020 Wien
Was kann Kunst?

Künstlerisches Arbeiten im öffentlichen Raum
Michael Klein (dérive) im Gespräch mit Simone Barlian (raumarbeiterinnen), Jochen Becker (station urbaner kulturen/nGbK Hellersdorf) , Cornelia Offergeld (Kunst im öffentlichen Raum Wien), Katrina Petter (Kunst im öffentlichen Raum NÖ), Paul Rajakovics (transparadiso)

Mi, 27. Mai 2026, 18:30 — 20 Uhr
Architekturzentrum Wien | Galerie
Wiens vergessener Gemeindebau — die Nachkriegsjahre
Christina Schraml (dérive) im Gespräch mit Julia Edthofer (Soziologin), Brigitte Felderer (Social Design) und Catherine Sark (BMWKMS, Abt. für Architektur, Baukultur, Denkmalschutz und UNESCO-Welterbe)

Wien gilt als Musterstadt des sozialen Wohnbaus – getragen vom ›Roten Wien‹ der 1920er-Jahre. Das Narrativ beginnt bei den berühmten Superblocks der Zwischenkriegszeit, und endet oft auch dort. Der soziale Wohnbau der Nachkriegsjahre spielt in der Erzählung hingegen kaum eine Rolle. Die Wohnanlagen der 1950er- und 60er-Jahre eignen sich nicht als Heldengeschichte. Sie gelten als architektonisch banal und politisch irrelevant. In der Not entstanden, und bis heute Wohnraum großer Teile der Wiener Bevölkerung, stehen die Nachkriegsbauten vor umfassenden Veränderungen: vielfach sanierungsbedürftig, müssen sie dringend an heutige Standards angepasst werden; zugleich gelten ihre großzügigen Freiflächen als ›Nachverdichtungspotential‹. Was steht auf dem Spiel? Was ist von den ursprünglichen Ideen geblieben? Und kann die Transformation gelingen – nicht nur baulich, sondern auch als sozial gelebte Nachbarschaft?

Mi, 3. Juni 2026, 18 — 20 Uhr
Architekturzentrum Wien | Galerie
Wem gehört die Straße?
Der Kampf um öffentlichen Raum in der Mobilitätswende
Emilia Bruck (dérive) im Gespräch mit Vic Gabriel (mobyome), Benjamin Herr (FORBA/Universität Wien) und Christoph Schwarz (Initiative Gürtelliebe)

Die Veränderung der Mobilität bietet großes Potenzial: Weniger Autoverkehr, höhere Öffi-Nutzung und mehr aktive Fortbewegung mit dem Rad und zu Fuß senken die CO2-Bilanz, schaffen Platz für kühlende Begrünung und vielfältige Nutzungen des Straßenraums in allen Teilen der Stadt. Doch der ›Kampf‹ um die Straße als öffentlichen Raum ist in vollem Gang: Tief verankerte Mobilitätsgewohnheiten und ein autonormatives Selbstverständnis bremsen die notwendige Veränderung aus, wie auch der aktuelle Mobiltätsbericht der Stadt Wien zeigt. Unter die Räder kommen dabei vor allem vulnerable Gruppen: Kinder und ältere Menschen, Radfahrer:innen, Essenslieferanten mit ihren E-Mopeds, Anrainer:innen am verkehrsbelasteten Gürtel. Die Frage der Mobilitätswende ist wie die Klimaanpassung eine zutiefst soziale Frage. Wie gestalten wir eine faire Mobilität, die den Bedarf nach Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum berücksichtigt und ein sicheres und gesundes Leben in der Stadt für alle ermöglicht? Welche Allianzen, welche Öffentlichkeit braucht die Mobilitätswende, um voran zu kommen? Was gibt es zu gewinnen, wenn Nutzungsvielfalt in unsere Straßen einzieht?

Mi, 10. Juni 2026, 18:30 — 20 Uhr
Architekturzentrum Wien | Galerie
Heiße Sache: Klimagerechtigkeit in der Stadt
Erik Meinharter (dérive) im Gespräch mit Eva Schwab (TU Graz) und Michael Szeiler (con:sens mobiltätsdesign)

Wenn von Klimagerechtigkeit in der Stadt die Rede ist, wird oft der Konsens über die Anpassungsmaßnahmen im öffentlichen Raum hervorgehoben. Die Wandlung zur klimagerechten Stadt muss aber auf mehreren Ebenen funktionieren. Um Klimagerechtigkeit überhaupt als Ziel definieren zu können, braucht es mehr Aufmerksamkeit auf die sozialen und räumlichen Strategien. Doch in Zeiten gekürzter Budgets wird sichtbar, wie in Aushandlungsprozessen Anpassungsmaßnahmen unterschiedlich gewichtet werden und die Transformation des urbanen Freiraums Gefahr läuft zum Flickwerk zu verkommen. Wie können verschiedene Maßnahmen und Ebenen der Klimaanpassung verschränkt werden, um die notwendige Transformation kostengünstiger zu machen? Welche sozialen, welche räumlichen Strategien zeigen die besten Resultate? Wie lässt sich Klimagerechtigkeit trotz knapper Budgets herstellen?

Mi, 17. Juni 2026, 18 — 20 Uhr
Architekturzentrum Wien | Galerie
Wer plant die Stadt? Wer macht die Stadt?
Zwischen Planung, Selbstorganisation und urbaner Praxis
Andre Krammer (dérive) im Gespräch mit Markus Vogl (Architekt, Stadtplaner), Lisa Bolyos (Augustin) und Elke Krasny (Universität für bildende Kunst Wien)

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