Grafik: Atelier Anna Liska

dérive. Horizont Stadt

Ausstellungen zu 25 Jahre dérive – Zeitschrift für Stadtforschung

10. Mai – 21. Juni 2026

Ausstellungseröffnung mit Performance (Lars Moritz) & Fest: 9. Mai, 18 Uhr
Architekturzentrum Wien


13. Mai – 31. Mai 2026
Eröffnungen in allen Kunsträumen: 13. Mai, 17 – 21 Uhr
und FLUCC Marina und Ve.Sch 17 – 24 Uhr
FLUCC, hoast, Sussudio
sehsaal, Size Matters, SUPER
Bezirksmuseum Mariahilf, Ve.Sch

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Bevor dérive eine Zeitschrift wurde, war dérive schon Praxis. Die situationistische Technik der Stadterkundung – ein zielloses, aber nicht weniger revolutionäres Umherstreifen im Raum, um der Langeweile einer zunehmend kommerzialisierten Welt im fortgeschrittenen Kapitalismus zu entfliehen, war für die Gründung der Zeitschrift Inspirationsquelle und Namensgeberin zugleich. Den Anfang von dérive markieren das Interesse an der Auseinandersetzung mit dem städtischen Raum und der urbanen Gesellschaft ebenso wie die Liebe zum Medium Zeitschrift. Seither sind über 100 Ausgaben mit rund knapp 2.000 Artikeln, Rezensionen und Kunstinserts erschienen. Die über 1.000 Autor:innen sind Ökonom:innen und Stadtaktivist:innen, Geograph:innen und Soziolog:innen, Architekt:innen, Stadt- und Landschaftsplaner:innen, Philosoph:innen, Politikwissenschaftler:innen, Europäische Ethnolog:innen, Sozial- und Kulturwissenschaftler:innen, Ökolog:innen, Urbanist:innen und Künstler:innen.

Die Ausstellung im Architekturzentrum Wien feiert diese Vielfalt und präsentiert sämtliche dérive-Ausgaben als zentrales Wissensarchiv einer andauernden Erkundung und als Einladung zum Blättern und Lesen. Videointerviews mit dérive-Redakteur:innen und dérive-Autor:innen geben Einblick in die facettenreiche Beschäftigung der Zeitschrift mit dem urbanen Raum und behandeln aktuelle Fragen für die Stadt der Gegenwart und Zukunft. Exemplarische Sammlungen von Fotografien, Zeichnungen, stadtaktivistischen Materialien, Videos und Hörbeiträgen zu den Themen Wohnen, Stadt und Demokratie, Stadtraum als öffentlicher Raum und zu dérive selbst illustrieren die vielschichtige Wissensproduktion und widmen sich den Ursprüngen von dérive als Methode und Projekt.

25 Künstler:innen für 25 Jahre

Die Beschäftigung mit dem urbanen Raum, die dérive als Zeitschrift kennzeichnet, umfasst seit den Anfängen neben Untersuchungen aus den Bereichen der Wissenschaft oder des Stadtaktivismus stets auch solche aus dem Feld der Kunst. 25+1 Positionen zu Stadt und Raum – für 25 Jahre dérive – zeigen einen Querschnitt aus diesen künstlerischen Auseinandersetzungen, die in den über 100 Ausgaben von dérive versammelt sind. Verteilt in ausgewählten selbstverwalteten Off-Spaces im 2., 5. und 6. Bezirk Wiens, laden die Beträge zu einem dérive durch die Stadt und eröffnen dabei Themen wie Geschichte und Erinnerung (SUPER, Bezirksmuseum Mariahilf), Landschaft und Stadt (FLUCC) alternative Geographien und die Erkundung städtischer Zusammenhänge (hoast und Sehsaal), Sphären der Arbeit (Size Matters) oder Aktivismus und die Aneignung des öffentlichen Raums (Sussudio und Ve.Sch).

Gemeinsam laden die Ausstellungen im Az W und in den Kunsträumen, sowie das Begleitprogramm zur Auseinandersetzung mit der Stadt in Wissenschaft, Kunst und Aktivismus ein – am Horizont das ›Recht auf Stadt‹ (Henri Lefebvre) als Vision einer emanzipatorischen Gesellschaftsordnung.

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dérive. Horizont Stadt

Methodische Erkundungen in 25 Jahren und 100 Ausgaben

10. Mai – 21. Juni 2026
Architekturzentrum Wien
Museumsplatz 1, 1070 Wien
Critical Mass, Iva Čukić, dérive, Deutsche Wohnen & Co. enteignen, Alexa Färber, Susanne Heeg, Andrej Holm, IWI, Michael Klein, Sabine Knierbein, Christoph Laimer, Xavi Matilla, Erik Meinharter, Lars Moritz, Valerio Muscella, Ne Davimo Beograd, Elke Rauth, Christina Schraml, SOS Nordbahnhalle, Westbahnpark Jetzt!

Öffnungszeiten
Montag – Sonntag 10–18 Uhr, Mittwoch 10–20 Uhr

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25 Künstler:innen für 25 Jahre

Öffnungszeiten
Freitag und Samstag 14–18 Uhr
und im Rahmen von Independent Space Index
Sonntag, 31.5. 14–18 Uhr
FLUCC Marina (öffentlicher Raum) jeweils 0-24 Uhr

1020

13.–31. Mai
FLUCC Marina
Praterstern/Kaiserwiese, 1020 Wien
24/7 sichtbar, Plakate am Zaun
Anna Meyer
Herwig Turk
Johanna Tinzl

13.–16. Mai
hoast
Große Sperlgasse 25, 1020 Wien
Peter Bartoš
Jakob Kolding
Stephen Willats

13.–31. Mai
Sussudio
Wolfgang–Schmälzl–Gasse 19, 1020 Wien
Lotti Brockmann
Cäcilia Brown
Halt+Boring (Catrin Bolt, Marlene Haring)
Anna Jermolaewa
Jakob Kolding
Transparadiso (Barbara Holub, Paul Rajakovics)
Simone Barlian & Viktoria Schlögl

1050

13.–31. Mai
Sehsaal
Zentagasse 38, 1050 Wien
Sabine Bitter & Helmut Weber
Eva Engelbert
Michael Hieslmair & Michael Zinganel
Dorit Margreiter
Christoph Schäfer

13.–31. Mai
Size Matters
Margaretenstraße 110, 1050 Wien
Katrin Hornek
Allan Sekula
Selma Selman

13.–25. Mai
SUPER
Schönbrunner Str. 10, 1050 Wien
Iris Andraschek
Klub Zwei
Isa Rosenberger

1060

13. Mai – 30. Juni
Bezirksmuseum Mariahilf
Mollardgasse 8, 1060 Wien
Bianca Pedrina

13. Mai – 11. Juni
(Donnerstags 18-24h, 29./30./31.5. 14-18h)
Ve.Sch
Mariahilfer Straße 101, 1060 Wien
Aldo Giannotti
(in Kollaboration, kuratiert und organisiert von Ve.Sch Kunstverein)


Grafik: Atelier Anna Liska

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Kurator:innen
Christoph Laimer, Elke Rauth, Elisabeth Haid (Ausstellung dérive. Horizont Stadt im Az W)
Andreas Fogarasi, Michael Klein, Paul Rajakovics (25 Künstler:innen für 25 Jahre)

Ausstellungsgrafik und Gestaltung (Az W)
Atelier Anna Liska und tracing spaces (Michael Hieslmair, Michael Zinganel)

Produktionsteam tracing spaces
Christian Frieß, Max Weidacher, Paul Papalecca

Grafik
Atelier Anna Liska (Anna Liska, Marlene Leonie Posch, Lucia Elena Průša)

Lithografie
Branko Bily

Produktion
Paul Simon

Pressearbeit
Vanessa Lindenau
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Vielen Dank an alle, die das Projekt möglich machen, an alle Ausstellungsräume und alle Beteiligten.


Mit Unterstützung von
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