Universitäre Freiräume, strukturelle Bedingtheiten, soziale Bewegungen
Der folgende Text unternimmt eine Selbstbefragung zu den Bedingtheiten universitärer Strukturen, soziale Bewegungen anzustoßen, mitzutragen und Universitäten als Freiräume aufzumachen. Er beschreibt die Widersprüche zwischen universitären Strukturen und dem, was sie vorantreiben und auszulösen vermögen oder vielleicht auch verlangsamen und gar verunmöglichen: soziale Bewegungen. Als Beispiel dafür dient Social Design – Arts as Urban Innovation, ein Masterstudium an der Universität für angewandte Kunst Wien, dessen Leiterin die Autorin ist.
Brigitte Felderer ist Kuratorin und Leiterin der Abteilung Social Design-Arts as Urban Innovation. In ihren Projekten wie in der Lehre verfolgt sie transdisziplinäre und themenübergreifende Fragestellungen, beschäftigt sich mit der Kultur des Alltags und untersucht die vielfältigen Verbindungen zwischen Wissenschaft und Kunstbewegungen, Populär- und Hochkultur. Ihre Forschungsinteressen konzentrieren sich auf die emanzipatorischen Potenziale von Design und Kunst. Zu ihren jüngsten Projekten zählt die Ausstellung The Fest. Zwischen Repräsentation und Aufruhr, die 2022/23 im Wiener MAK zu sehen war.