Fürsorgegerechtigkeit durch Infrastrukturwandel
Sorgezentren als Infrastrukturen gleichberechtigter caring communitiesSorgezentren lassen sich als Infrastrukturen verstehen, die caring communities konstituieren und alltägliche Fürsorgebeziehungen reorganisieren. Ausgehend von feministischen Fürsorgedebatten und Infrastrukturanalysen wird Fürsorge als zentrale, jedoch strukturell geschlechterungerecht organisierte Grundlage des Alltags gefasst, die weitgehend vernachlässigt in die Kernfamilie zurückgedrängt ist. Am Beispiel einer kontextspezifischen Konzeption in München zeigt sich, wie Sorgezentren Fürsorgeinfrastruktur nicht als fixierte Typologie, sondern als relationalen Prozess fassen, der kollektive Fürsorge als egalitäre Praxis stärkt und zur Transformation des Raums beiträgt.
Theresa Klingler studierte Architektur mit Schwerpunkt auf Stadträumen in München. Dort arbeitet sie in der planerischen Praxis im Büro sowie im Kollektiv hitzefrei und befasst sich mit feministischen räumlichen und theoretischen Zusammenhängen.