Städtebau als Praxis des Ermöglichens
Im Gespräch über die Zukunft des Städtebaus in Praxis und Lehre – als Auftakt einer losen Interviewreihe zum Thema – skizzieren Markus Vogl und Martina Baum die Disziplin im Wandel: weg vom fertigen Masterplan, hin zu offenen, prozesshaften Ansätzen. Sie verstehen Planung als Praxis des Zuhörens, Verstehens und Ermöglichens und begreifen Städtebau als interdisziplinäre und gesellschaftliche Aufgabe. Dabei betonen sie die Bedeutung lokaler Wissensformen und kollektiver Raumproduktion. Die Rolle der Planenden verschiebt sich in diesem Kontext hin zu Vermittler:innen, Übersetzer:innen und Gestalter:innen von Räumen und Prozessen. Lehre wird damit zum Experimentierfeld für neue Formen des Entwerfens und Handelns. Markus Vogl ist seit September 2025 Professor für Städtebau und Raumplanung/Urbanistik an der Kunstuniversität Linz, Martina Baum ist Direktorin des Städtebau-Instituts an der Universität Stuttgart und Professorin für Städtebau und Entwerfen.
Emilia M. Bruck ist Stadtplanungs- und Mobilitätsforscherin am Institut für Raumplanung der TU Wien und war 2023—2024 Mobility Network Postdoctoral Fellow an der University of Toronto Mississauga.
Andre Krammer ist Architekt und Urbanist in Wien, Redakteur von dérive und lehrt am Forschungsbereich Städtebau an der TU Wien.
Martina Baum ist Direktorin des Städtebau-Instituts und Professorin für Städtebau und Entwerfen an der Universität Stuttgart. Sie ist Gründerin des Studio Urbane Strategien.
Markus Vogl ist Partner im Studio Urbane Strategien und seit September 2025 Professor für Städtebau und Raumplanung/Urbanistik an der Kunstuniversität Linz.