Artikel
Radio
7. Juni 2011
Die Stadt als Lebensraum nimmt weltweit eine immer bedeutendere Stellung ein. Seit einigen Jahren lebt erstmals die Mehrheit der Menschen in Städten. Der Stadtraum ist ein Ort der Verdichtung und deshalb der Platz, an dem sich gesellschaftspolitische Entwicklungen am deutlichsten und schnellsten zeigen. dérive – Radio für Stadtforschung bringt ausgehend von einem multiperspektivischen und interdisziplinären Ansatz Beiträge, die diesem Umstand Rechnung tragen und analysiert Aspekte dieser Entwicklung. Dabei geht es einerseits darum, einen genauen Blick auf diese oft ebenso spannenden wie problematischen Entwicklungen zu werfen, andererseits aber auch darum zu zeigen, wie lustvoll, bereichernd und anregend es sein kann, sich für den Lebensraum Stadt zu engagieren.
5. März 2019
Von der Situationistischen Internationalen zu den Pariser Mairevolten und ihren Bezügen zur Pariser Commune von 1871, von den Amsterdamer Provos bis zum Frankfurter Häuserkampf: Die 68er Bewegung ist tief im Urbanen verwurzelt. Kampagnen gegen die kapitalistische Sanierungspolitik, die verbreitere Praxis der Hausbesetzungen, Auseinandersetzungen um die Nutzung des öffentlichen Raums oder Proteste gegen Fahrpreiserhöhungen waren allesamt zentrale Bestandteile des Kampfes um ein »Recht auf Stadt«. Radio dérive lädt mit dem Frankfurter Stadtsoziologen Klaus Ronneberger zu einem Streifzug durch ein lang andauerndes Jahrzehnt der Revolte.
5. November 2019
Radiophone Komposition von Gerald Fiebig mit Texten von Friederike Brenner, Guy Debord, Gilles Ivain und Thomas Stangl.