
»Es geht um jeglichen Bestand!«
Planerische und bauwirtschaftliche Notwendigkeiten angesichts der Klimakrise»Not a single sparrow shall be displaced«
Jane Jacobs, New York 1961
Etwa 10 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen werden durch die Produktion von Bauprodukten sowie die Bauausführung verursacht, weitere 27 Prozent durch den Betrieb von Gebäuden. Grund genug, sich intensiv mit der Frage auseinanderzusetzen, wie Bestandsgebäude möglichst langfristig genutzt werden können. Die Frage, welche Konzepte es braucht, um Bestandsstrukturen zu erhalten und wenn notwendig zu transformieren, ist deswegen mindestens so aktuell wie dringend. Ute Schneider, Architektin, Stadtplanerin und Leiterin des Forschungsbereichs Städtebau der TU Wien sieht es als eine zentrale Aufgabe ihrer Disziplin, Antworten und Lösungen dafür zu finden. Im Gespräch mit dérive legt sie ihre Sicht der Dinge dar, nimmt zu aktuellen Debatten wie beispielsweise derjenigen rund um die Alte WU in Wien Stellung und nennt Beispiele, die als Vorbild dienen können.
Ute Schneider ist Professorin am Institut für Städtebau der TU Wien und Partnerin bei KCAP.
Andre Krammer ist Architekt und Urbanist in Wien, Redakteur von dérive und Lehrbeauftragter am Institut für Städtebau an der TU Wien.