Autor*innen
Roland Tusch, Udo W. Häberlin

Ausgabe
N°10 (Seite 34-37)

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Das Projekt „Sargfabrik“ ist ein Wohn- und Kulturprojekt, das aus einem Kreis an Interessierten entstanden ist, der sich zum „Verein für integrative Lebensgestaltung“ zusammengeschlossen hat und – in Österreich ziemlich einzigartig – als Bauträger aufgetreten ist. Was dabei auf dem Gelände einer alten Sargfabrik in Wien Penzing in der Matznergasse entstanden ist, ist eine multifunktionale Wohnanlage, in die unterschiedlichste Kultureinrichtungen (Veranstaltungs- und Seminarraum, Kindergarten, Badehaus, Lokal) und Gemeinschaftsräume integriert sind. Das von BKK-2 geplante „Wohnheim“, das nun mittlerweile in die Jahre geht – Fertigstellung war 1996 – ist in Architekturkreisen weithin bekannt, das Kulturzentrum ist fixer Bestandteil des Wiener Kulturlebens. Seit gut zwei Jahren gibt es einen Ableger in nächster Nähe der „alten“ Sargfabrik: die MISS Sargfabrik in der Missindorfstraße. Unabhängig davon ist nun ein weiteres sehr ähnlich aussehendes Projekt entstanden: das Impulszentrum IP.ONE in Wien Favoriten, ein Gewerbezentrum mit Gemeinschaftseinrichtungen, geplant von BKK-3 – in Nachfolge von BKK-2. Und ob der großen Nachfrage treten Know-how-Träger der Sargfabrik nun auch in einem eigens gegründeten Verein als Projektentwickler auf.

Autor*innen
Jonas Marosi

Ausgabe
N°10 (Seite 49-50)

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„Setzen Sie sich doch“, so war die Aufforderung der inzwischen bekannten unbekannten Stimme gewesen. (Die Stimme klang einladend und vertraulich.) Draußen war es bereits Abend geworden und es sprach nichts dagegen der freundlichen Aufforderung zu folgen, sich ein gutes Glas Whiskey einzuschenken und das Gesäß dem Wohnzimmerstuhl anzuvertrauen. (Die fremde Stimme, die wie immer aus dem Nirgendwo zu kommen schien, sprach sogar dafür.) Gegen ein Stück der Erholung, einen kurzen Stillstand, sei
Autor*innen
Peter Kloser

2004 wird Litauen ein Teil der EU werden und somit von der Peripherie des Ostens in die Peripherie des Westens wechseln. Dennoch versucht sich Vilnius mit dieser Triennale schon jetzt seinen Platz unter den internationalen Ausstellungsplätzen für aktuelle Kunst zu sichern. Mit dem Contemporary Art Center (CAC), einem bemerkenswert eleganten Museum von 1968, hat Vilnius auch die ideale Voraussetzung gefunden. Weiters wurde ein ehemaliges Druckereigebäude für die Ausstellung adaptiert, welches
Autor*innen
Michael Zinganel

Ausgabe
N°10 (Seite 24-26)

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Die MIPIM versteht sich naturgemäß explizit nicht als cultural studies Workshop, sondern sie ist ganz im Gegenteil vom Blickwinkel der die Planung von städtischen Gefügen zunehmend dominierenden anonymen InvestorInnen(-gruppen) und Entwicklungsgesellschaften gekennzeichnet und reflektiert daher die Mechanismen des internationalen real estate business. Dass NutzerInnen und BewohnerInnen Raum nicht (immer) in der von PlanerInnen vorgesehenen Art aneignen, wird umso interessanter, wenn auch die
Autor*innen
Christoph Gollner

Ausgabe
N°10 (Seite 40)

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Einfamilienhaus. Zersiedelung. Ein Thema, das unter Fachleuten meist spürbares Unbehagen auslöst. Von ArchitektInnen mit Anspruch meist verächtlich links liegen gelassen und von engagierten PlanerInnen mit dem resignativen Prädikat „Dilemma“ versehen. Dilemmata und Missverhältnisse tun sich hier in der Tat einige auf: angefangen von der offenen Schere zwischen stagnierender Bevölkerungsentwicklung und rasant steigendem Wohnflächenbedarf über die Diskrepanz zwischen standardisierten Warnungen
Autor*innen
Christa Kamleithner

Ausgabe
N°10 (Seite 41)

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„Nie vereinte Dinge rauschen plötzlich zusammen“ (S. 250). So könnte man die moderne Großstadt beschreiben, wie sie im 19. Jahr-hundert entstanden ist. Damit verbunden ist eine Neukoordination der Wahrnehmung: Das Auge verliert den Überblick, die Beobachter-perspektiven vervielfältigen sich und geraten ins Schwanken. Das Leben in der Großstadt – synonym mit der modernen Verfasstheit schlechthin – scheint geprägt vom Verlust des Gleichgewichts; es steht im Zeichen des Schwindels und der Lust
Autor*innen
Paul Rajakovics

Ausgabe
N°10 (Seite 47)

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Gerade noch rechtzeitig zum Erscheinen von „Produkt Wohnen“ ist Kursiv Nr. 9-3/4/02 zum Thema Idylle herausgekommen. Und wieder überrascht die Kunstzeitschrift, diesmal in dunkelrosé-farbenem Cover (Andrea van der Straeten), wie locker und doch auch präzise man sich an dieses umfangreiche Thema heranmachen kann. Gleich zu Beginn führt uns Slavoj Zizek in seinem Beitrag „Bill Gates oder die schöne Welt des Kulturkapitalismus“ in das Zeitalter des „postindustriellen“ Kapitalismus, wo es zu
Autor*innen
Ursula Maria Probst

Ausgabe
N°10 (Seite 46-47)

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Jede urbane Ökonomie benötigt ihr konstitutives Außen, das laut Jacques Derrida als eine Sphäre des Nichtökonomischen ein Terrain ausbildet, das für Geld nicht zu haben ist. Derrida kultiviert in diesem Kontext erneut den Slogan von Liebe-Kunst-Gerechtigkeit und erteilt einer konsumorientierten Freizeitgestaltung eine klare Absage. Mit dem Projekt fluctuated images im Fluc am Praterstern verlassen KünstlerInnen die ihnen von der Gesellschaft zugewiesenen marktstrategisch funktionierenden
Autor*innen
Iris Meder

Ausgabe
N°10 (Seite 44)

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Dass in den letzten Jahren ein Mangel an Publikationen über das Haus Tugendhat geherrscht hätte, kann man nicht behaupten. Abgesehen von allen „Mies in …“, „Mies am …“, „Mies-Möbel“ usw. -Katalogen haben sich in jüngster Zeit vier Bücher speziell mit Mies’ ikonischem Brünner Bau beschäftigt. Den Anfang machten zwei bei Pustet und Springer erschienene Bände, die erstmals auch die erhaltenen Möbel bzw. die Amateurfotografien Fritz Tugendhats ausführlich vorstellten. Möbel wie Fotos sind zum
Autor*innen
Christa Kamleithner

Ausgabe
N°10 (Seite 43)

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Die Studie Medienstadt gibt einen Überblick über sozialgeographische Ansätze, die nicht das „Ende der Geographie“ beschwören, sondern die auch in Zeiten zunehmender Globalisierung die Wirksamkeit räumlicher Faktoren anerkennen. Unter dem Titel einer „Geographie der wissensbasierten und kreativen Produktion“ wird die Wichtigkeit räumlicher Nähe und Vernetzung für Produktionen beschrieben, die auf informellen Austausch angewiesen sind, wie etwa jene der Medienwirtschaft. Weiters gibt es einen
Autor*innen
Jo Schmeiser

Ausgabe
N°10 (Seite 42)

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Wie wird Antirassismus heute gedacht? Können wir antirassistische Kämpfe überhaupt beschreiben, ohne sie sofort und ausschließlich als temporäre oder lokale Reaktionen auf die vielen Formen von Rassismus in westeuropäischen Gesellschaften zu verstehen? Wie lässt sich ein politischer Antirassismus denken und praktizieren, der nicht nur zum Ziel hat, rassistischer Gewalt punktuell entgegenzutreten, oder die Wirkungsweisen unterschiedlicher Rassismen zu erklären, sondern der grundlegende
Autor*innen
Costance Weiser

Ausgabe
N°10 (Seite 41-42)

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Mit diesem weiteren Band zum Jahresprogramm des Postgraduate Kollegs der Stiftung Bauhaus Dessau reiht sich die Edition Bauhaus in die Reihe „dicker Bücher“ im Rahmen von internationalen Architektur-Ausbildungsstätten, wie sie Rem Koolhaas mit dem Harvard Design School Guide to Shopping begonnen hat. Zur Debatte steht die in Mode gekommene Verknüpfung von Event und Stadt im Zuge der Erlebnisorientierung unserer Freizeitgesellschaft. Welche Auswirkungen haben die Praktiken des Konsums und
Autor*innen
Robert Temel

Ausgabe
N°10 (Seite 43-44)

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Der Titel erzeugt heterogene Bilder, er ist programmatisch für die hier versammelten Texte: räumen – Baupläne zwischen Raum, Visualität, Geschlecht und Architektur ist der von Irene Nierhaus und Felicitas Konecny herausgegebene Tagungsband des 2001 von der Österreichischen Gesellschaft für Architektur veranstalteten Symposions. Die vier Begriffe des Untertitels spannen trotz ihrer Hybridität ein klares thematisches Feld auf: „Raum“ wird als eigener Leitbegriff eingeführt, um den
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°9 (Seite 02)

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Der Schwerpunkt zu dieser Ausgabe ist eine Kooperation mit dem Tanzquartier Wien. Im Mai und Juni veranstaltete das Tanzquartier die Veranstaltungsreihe Wien umgehen. Wir dokumentieren in gekürzter Form vier der acht Vorträge und Materialien, die die KünstlerInnen, die vom Tanzquartier zu Bezirksbetrachtungen eingeladen waren, produziert haben. Mehr dazu im Einführungsartikel zum Schwerpunkt von Patricia Köstring. Zum ersten Mal seit der ersten Ausgabe von dérive ist wieder etwas über die
Autor*innen
Jonas Marosi

Ausgabe
N°9 (Seite 50)

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in einem Raum, indem die zeit stehengeblieben ist, spielt es keine Rolle, ob man sich vorwärts oder rückwärts, oder aber seitlich bewegt. zeit, so scheint es, hat in diesem Raum ihre Linearität verloren und Gedanken verhalten sich unordentlich. In einem Raum, indem die reale Zeit stehengeblieben ist, wechseln die symbolischen Zeiten der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft laufend ihre Positionen - die Handlung ist brüchig geworden. man war mit dem finger immer und immer wieder über die
Autor*innen
Jutta Blume

Ausgabe
N°9 (Seite 04-07)

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In Spanien existiert praktisch kein sozialer Wohnungsbau. Ebenso wenig existiert ein Markt an Mietwohnungen, der von Bedeutung wäre. Und während es einen immensen Leerstand an Wohnungen gibt, hält der Bauboom zumindest in Madrid an und die Wohnungspreise steigen ins Unermessliche (120 % in den letzten 20 Jahren). Diese Tatsachen scheinen den Gesetzen von Angebot und Nachfrage völlig entgegen zu stehen. Erklären lässt sich dies nur mit der Bedeutung von Immobilien als Spekulationsobjekt. Ein
Autor*innen
Christina Nemec

Ausgabe
N°9 (Seite 49)

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Kein Text vorhanden.
Autor*innen
Udo W. Häberlin

Ausgabe
N°9 (Seite 48)

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Kein Text vorhanden.
Autor*innen
Iris Meder

Ausgabe
N°9 (Seite 45)

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Kein Text vorhanden.
Autor*innen
Iris Meder

Ausgabe
N°9 (Seite 45)

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Kein Text vorhanden.
Autor*innen
Manfred Russo

Ausgabe
N°9 (Seite 43)

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Kein Text vorhanden.
Autor*innen
Andre Krammer

Ausgabe
N°9 (Seite 42)

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Kein Text vorhanden.
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°9 (Seite 43)

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Kein Text vorhanden.
Autor*innen
Iris Meder

Ausgabe
N°9 (Seite 44)

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Kein Text vorhanden.
Autor*innen
Ljubomir Bratić

Ausgabe
N°9 (Seite 49)

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Kein Text vorhanden.
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°9 (Seite 37)

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Kein Text vorhanden.
Autor*innen
Iris Meder

Ausgabe
N°9 (Seite 47)

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Kein Text vorhanden.
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°9 (Seite 46)

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Kein Text vorhanden.
Autor*innen
Patricia Köstring

Ausgabe
N°9 (Seite 01)

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Kein Text vorhanden.
Autor*innen
Jonas Marosi

Ausgabe
N°8 (Seite 50)

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Kein Text vorhanden.
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°8 (Seite 02)

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Die neue Ausgabe von dérive ist wohl die „unwienerischste“, die es bisher gegeben hat; das ist zwar nicht unbedingt absichtlich passiert, aber nachdem die meisten AutorInnen von dérive zuerst einmal LeserInnen waren und diese vermehrt nicht nur aus Wien, sondern auch aus anderen Bundesländern kommen bzw. in Deutschland, in der Schweiz, in Italien, in England oder sogar in Japan wohnen, ist das eine nicht unlogische Folge. Einer aus diesem LeserInnen-AutorInnen-Kreis ist Kurt Handlbauer, der
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°8 (Seite 08-13)

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Die Kuratorin Christiane Mennicke spricht im Interview über das Konzept und Programm von City-Info-Boogie-Woogie (CIBW) im Info Offspring Kiosk, Dresden, seine Imagepolitik und den Kiosk als „demokratische Architektur“, die ersten Reaktionen und vieles mehr.

Autor*innen
Iris Meder

Ausgabe
N°8 (Seite 46)

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Kein Text vorhanden.
Autor*innen
Ljubomir Bratić

Ausgabe
N°8 (Seite 49)

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Kein Text vorhanden.
Autor*innen
Maja Lorbek

Ausgabe
N°8 (Seite 45)

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Kein Text vorhanden.
Autor*innen
Oliver Ressler

Ausgabe
N°8 (Seite 36-37)

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A City-Light series by Oliver Ressler in the urban space of Munich, within the framework of the Kunstverein München’s exhibition “Exchange & Transform”

Autor*innen
Sonya Menschik

Ausgabe
N°8 (Seite 46)

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Kein Text vorhanden.
Autor*innen
Christina Nemec

Ausgabe
N°8 (Seite 49-50)

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Kein Text vorhanden.
Autor*innen
Jonas Marosi

Ausgabe
N°7 (Seite 49-50)

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manches mal und immer wieder kann es geschehen, dass einem der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Genau weiß man weder, wie das passieren konnte, noch (was einem erheblich größere Sorgen bereitet), wo man sich jetzt befindet. zuerst gab es da einen Zeitstillstand, gleich darauf einen Bewegungsverlust. es schien, als ob man in einen Zwischenraum gefallen wäre. ein Raum, von dessen Wirklichkeit man bis jetzt noch nichts gewusst hatte. inzwischen hatte die zeit damit begonnen rückwärts zu
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°7 (Seite 02)

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Im Konflikt rund um die Errichtung einer Sportanlage für den jüdischen Sportverein Hakoah ist – lange nachdem wir beschlossen hatten, einen kleinen Schwerpunkt in dérive dazu zu machen – nun nach jahrelangen Diskussionen eine Entscheidung gefallen. Wir haben kurz überlegt, ob das ein Grund ist, das Thema zu streichen, dann aber beschlossen, die geplanten Artikel trotzdem zu bringen. Die jetzt gefundene Lösung – eine Sportanlage im Prater – ist sicher keine ideale, auch wenn die ursprüngliche
Autor*innen
Herwig Schöbel, Udo W. Häberlin

Ausgabe
N°7 (Seite 44-45)

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Die Idee des Buches Stadt: Strom – Straße – Schiene. Die Bedeutung des Verkehrs für die Genese der mitteleuropäischen Städtelandschaft entstammt der Feststellung eines „eklatanten Mangel[s] an historischen Verkehrsanalysen” von R. Banik-Schweizer und G. Meißl im Jahre 1989. Die vorliegende Veröffentlichung greift vergleichend unterschiedliche Ansätze auf und zeigt von der „Alten Stadt“ im Mittelalter über die Moderne bis hin zur Gegenwart, die Stadt selbst innerstrukturell von Verkehrsströmen
Autor*innen
Christa Kamleithner

Ausgabe
N°7 (Seite 41-42)

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Arbeiten und Name der Smithsons tauchen in den letzten Jahren allerorts wieder auf, nicht vereinzelt und zufällig und auch nicht aus Nostalgie, sondern programmatisch: die Aufarbeitung ihrer Themen scheint notwendig wie schon lange nicht mehr. Beispielhaft dafür ist etwa die um sich greifende „Diagrammanie“, die Wiederbeschäftigung mit Darstellungsmethoden, die eine Vermittlung gesellschaftlicher und architektonischer Themen versprechen und zwar auf der Ebene räumlicher Figuren, nicht auf der
Autor*innen
Manfred Russo

Ausgabe
N°7 (Seite 37-39)

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Urbanität ist ein Begriff, der derzeit Hochkultur hat. Einem aktuellen Exemplar der Stadtzeitung Falter entnehme ich etwa eine Aufzählung von folgenden Tätigkeiten im urbanen Raum: Shoppen, Sprayen, Spazieren gehen und – in Holland – auch Schweine züchten. Urbitekten planen dort Hochhäuser für die Schweinezucht im Sinne des gestapelten Bauernhofs.[1] Angesichts dieser Universalität des Begriffes Urbanität ruft der Autor nach disziplinärer Strenge und lädt in die strenge Kammer der Begriffe in
Autor*innen
Ljubomir Bratić

Ausgabe
N°7 (Seite 48-49)

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Ein Stillstand kann manchmal eine verfahrene Situation retten. All zu oft war dieser aber, von Anfang der Migration nach Österreich an, das Ziel der Verhandlungen und wurde damit zum faulen Ausweg reduziert. In Zeiten der andauernden wirtschaftlichen und sozialen Unsicherheit und der raschen Veränderungen in Richtung neoliberales UnternehmerInnentum täuschte der migrationspolitische rassistische Stillstand so etwas wie Stabilität vor. So war es lange Zeit während der Herrschaft der großen
Autor*innen
Iris Meder

Ausgabe
N°7 (Seite 43-44)

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Untersuchungen zu architektonischen und städtebaulichen Entwicklungen in Mittelstädten tendieren meist dazu, die Relationen aus den Augen zu verlieren und den fokussierten lokalen Verhältnissen unverhältnismäßig große Bedeutung beizumessen. Antje Senarclens de Grancys Buch zur Reformarchitektur in Graz um 1900 bildet eine Ausnahme, nicht zuletzt in ihrer dem Gegenstand angemessenen Betrachtungsweise und dem „Blick auf das Ganze“, der nicht nur das so überschriebene Schlusskapitel
Autor*innen
Frank Roost

Ausgabe
N°7 (Seite 04-07)

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Entwertung, Abriss und Wiederentdeckung des Städtebaus der Moderne In Ostdeutschland stehen derzeit fast eine Million Wohnungen leer, davon etwa die Hälfte in Plattenbauten. Da aber nach wie vor kein wirtschaftlicher Aufschwung und erst recht kein Bevölkerungszuwachs in den neuen Ländern absehbar ist, gibt es mittlerweile von der Bundesregierung geförderte Stadterneuerungsprogramme, die darauf abzielen, vor allem die aus der DDR-Zeit stammende Bausubstanz zum „Rückbau“ freizugeben. Doch
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°7 (Seite 40-41)

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Als erweiterte Neuauflage des Bandes hoch die kampf dem ist nun vorwärts bis zum nieder mit erschienen. Nicht nur der untersuchte Zeitraum ist von 20 auf 30 Jahre angewachsen, auch die Thematik ist breiter geworden. Waren es im ersten Teil noch vorrangig die Plakate der autonomen Bewegung, die dokumentiert wurden, haben sich die Herausgeber jetzt auf das Spektrum der „unkontrollierten Bewegungen“ konzentriert. Politische Plakate sind unverzichtbarer Teil politischer Bewegungen und damit
Autor*innen
Ulrich Troyer

Ausgabe
N°7 (Seite 24-25)

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6 blinde Personen erzählen von ihren Erfahrungen mit Stadt, Raum und Architektur Die Gespräche mit meinen blinden GesprächspartnerInnen fanden in Wien im Sommer und Herbst 2001 statt. Die Themenblöcke kreisten bei allen Gesprächen um Architektur, Stadt und die auditive Wahrnehmung von Raum im Allgemeinen. Für diesen Beitrag habe ich, um den Appetit auf eine weitere Lektüre anzuregen, einige Kostproben aus diesen Gesprächen ausgewählt: Die vollständigen Interviews, verknüpft mit Fakten und
Autor*innen
Christa Kamleithner, Georg Franck, Udo W. Häberlin

Ausgabe
N°7 (Seite 08-10)

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Im Herbst vergangenen Jahres hat Georg Franck bei den Wiener Vorlesungen zur veränderten „urbanen Ökonomie der Aufmerksamkeit“ gesprochen, Ende Februar beleuchtete er im Rahmen des heurigen CORP-Symposions – „Computergestützte Raumplanung“ (http://www.corp.at)– den damit zusammenhängenden „Einfluss der technischen Medien auf die gebaute Umwelt“ näher. Wir haben Georg Franck gebeten, die dort aufgeworfenen Fragen noch einmal näher zu behandeln. Das Interview führten Christa Kamleithner und Udo
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°7 (Seite 45-46)

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Als „Rohmaterial“ oder „völlig formlos“ empfanden deutsche Raum- und Stadtplaner die von der Wehrmacht gerade eroberten polnischen Landschaften und Städte und sahen endlich eine Möglichkeit, ihren Wunschtraum, rücksichtslos gestalterisch eingreifen zu können, zu verwirklichen. Vom „Abbau der Polenstadt“ und dem „Aufbau der deutschen Stadt“ oder von der „Eindeutschung“ polnischer Städte ist da z. B. die Rede. Niels Gutschow beschreibt in seinem Buch Ordnungswahn – Architekten planen im
Autor*innen
Paul Rajakovics

Ausgabe
N°7 (Seite 40)

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Das sympathische, kleine blau-weiße Paperback zeigt als Titelbild die Skyline von New York und behandelt über verschiedene Aspekte das weite Feld von Metropolen. Wenn es nach den Intentionen der Autoren gegangen wäre, so hätte jedoch Bodys Isek Kingelez „Projekt für Kinshasa für das 3. Jahrtausend“ den Umschlag schmücken sollen. Von hier aus spannen sich auch die verschiedenen Diskurse, unter welchem das sicherlich derzeit sehr modische Thema „Metropolen“ von den beiden Autoren behandelt
Autor*innen
Yvonne P. Doderer

Ausgabe
N°7 (Seite 11-14)

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Angesichts aktueller ökonomischer Globalisierungs- und Transformationsprozesse rückt die Frage nach der Verfasstheit städtischer Gesellschaften erneut ins Zentrum der Interpretation urbaner Raumentwicklung. Für die europäischen wie US-amerikanischen Städte wird mit den neuen flexibilisierten Arbeits- und Lebensverhältnissen ein Verlust gesellschaftlicher Verbindlichkeiten und städtischen Zusammenlebens konstatiert, ohne die „keine Brüderlichkeit“ und keine „Kollektivität des Raums“[1] mehr
Autor*innen
Peter Hinterkörner

Ausgabe
N°7 (Seite 42-43)

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Bereits zum zweiten Mal veranstaltet das Architekturzentrum Wien die Ausstellung „Emerging Architecture“ (zu sehen bis 15.4.). Als Wanderausstellung konzipiert, soll sie nicht nur dem inländischen Fachpublikum als Nabelschau dienen, sondern das heimische Architekturpotenzial im Ausland bekannt machen. Kuratiert wurde die Ausstellung wie schon im letzten Jahr von Otto Kapfinger, der damit erneut vor der schwierigen Aufgabe stand, zehn ArchitektInnen(teams) auszuwählen. Diese hat er aber –
Autor*innen
Rudolf Rattus

Ausgabe
N°7 (Seite 19-20)

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Achtzig Prozent der 200.000 in Österreich lebenden Juden und Jüdinnen wohnten 1938 in Wien. Nicht wenige davon hatte der starke Antisemitismus am Land, sowie die zahlreichen Pogrome in Osteuropa schon vor der NS-Zeit in die Anonymität versprechende Großstadt getrieben. Bevor die Nazis die Macht übernahmen, war Wien eine der reichsten jüdischen Gemeinden Europas. Eine Gemeinde, deren Wohlstand auch an Hand der hunderten jüdischen Sozial- und Fürsorgeeinrichtungen, die bis in den März 1938 in
Autor*innen
Christa Kamleithner

Ausgabe
N°7 (Seite 46-47)

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Die Projekte der WochenKlausur werden nun erstmals gesammelt vorgestellt, in Buchform, versehen mit einem Vorwort von Wolfgang Zinggl, das das Kunstverständnis der Gruppe erläutert und einem Nachwort, das die obligaten Fragen, das dieses auslöst, zu beantworten versucht. Die Gruppe hat sich 1992 formiert, im Rahmen einer Ausstellung in der Wiener Secession, bei der Zinggl weitere KünstlerInnen eingeladen hatte und deren Ergebnis in der Einrichtung einer fahrenden Ambulanz für Obdachlose
Autor*innen
Christina Nemec

Ausgabe
N°7 (Seite 49)

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gegen manche dinge kann frau scheinbar nichts tun? gesammelte vorfälle, die sich in der letzten zeit ereigneten, bieten anlass, darüber nachzudenken, wie es möglich ist, „selbstverständlichen überwachungen und kontrollen“ auszuweichen. es beginnt schon damit, dass frau z. b. ein bankkonto haben muss, um honorare bzw. auch in meinem fall studienbeihilfe oder davor gehalt beziehen zu können. gut. also als besitzerin keines kontos und somit auch keiner bankomat/kreditkarte – weit entfernt – sind
Autor*innen
Sonya Menschik

Ausgabe
N°7 (Seite 44)

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In dérive Nr. 3 wurde Peter Payers Buch Unentbehrliche Requisiten der Großstadt. Eine Kulturgeschichte der öffentlichen Bedürfnisanstalten von Wien vorgestellt. Im Zuge seiner Recherchen zu diesem Buch stieß Peter Payer auf die Memoiren von Wetti Himmlisch, einer Wiener Wartefrau um 1900, die jetzt mit einem Nachwort von ihm neu herausgegeben wurden. „Leben, Meinungen und Wirken der Witwe Wetti Himmlisch, die ihre Laufbahn als Malermodell angefangen, geheiratet hat, langjährige Toilettefrau
Autor*innen
Hermann Candussi, dérive – Verein für Stadtforschung

Ausgabe
N°6 (Seite 29-31)

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Wenn man Kultur und städtische Entwicklungen zusammendenkt, fällt einem bald das Konzept der Europäischen Kulturhauptstadt ein, mit deren Hilfe einzelne Städte mit dem Argument Kultur an beträchtliche EU-Förderungen gelangen können. Über den Zeitraum eines Jahres werden neben Events aller Art oftmals auch Investitionen in Infrastruktur getätigt, die lange überfällig waren. Graz rüstet schon für 2003, wenn erstmals eine österreichische Stadt Kulturhauptstadt sein wird, unter anderem mit einem
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°6 (Seite 02)

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„In Österreich hingegen wird das Konzept der Creative Industries zumindest von der Regierungsseite her wesentlich als Drohgebärde gegen KünstlerInnen verwendet: Kunstschaffende müssen lernen, sich den Regeln der Marktwirtschaft anzupassen, die Sprache des Marktes zu sprechen. Marketingseminare und andere Lehrgänge, in denen KünstlerInnen um schweres Geld lernen sollen, die Spielregeln des Marktes zu verstehen, boomen hierzulande wie anderswo die Creative Industries“, schreiben Monika Mokre
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°6 (Seite 45-46)

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Die AutorInnen von Unser Wien – »Arisierung« auf österreichisch fordern in Bezug auf die Restitution geraubten jüdischen Eigentums ein moralisches Umdenken, verbunden mit einer neuen juristischen Beurteilung. Die Kritik am Archivgesetz, das zwar die TäterInnen, nicht aber die Opfer schützt, bleibt nicht nur theoretisch, sondern wird praktisch, indem die Namen der ProfiteurInnen von »Arisierungen« in vielen Fällen genannt werden. So erfährt man, wie Karl Böhm zu einer Villa und Adolf Schärf
Autor*innen
Elke Rauth

Ausgabe
N°6 (Seite 21-22)

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… in dem sich die gesellschaftlichen Verhältnisse durch alle Ebenen des täglichen Lebens widerspiegeln.“ Martin Reiter, Künstler und Vorstand des Tacheles Kunsthaus/ Berlin, über die Hauptstadt, Bauwahn und die zeitgenössische Kunst als Überlebensmodell. Wer Berlin kennt, kennt auch das Tacheles. Die Ruine des Kaufhauses Wertheim im Bezirk Mitte wurde im Februar 1990 von KünstlerInnen aus Ost- und Westberlin durch Besetzung vor Sprengung und Abriss bewahrt und kurzerhand zum Kunsthaus
Autor*innen
Andreas Fogarasi, Christoph Laimer, Jochen Becker

Ausgabe
N°6 (Seite 16-19)

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Die Städtekonkurrenz Berlin-Hamburg zwischen Musikbiz und Widerstand. dérive: Universal Music ist vor kurzem von Hamburg nach Berlin übersiedelt. Kannst du anhand dieses Beispiels die Strategien dieser Städte, sich als Standort für Cultural Industries zu positionieren, darstellen? Jochen Becker: Die Universal Music Company (Universal Records, Motor Music GmbH, Strictly Rhythm, PolyGram, Seagram) – mit 13 Milliarden Mark Jahresumsatz die weltweit größte Plattenfirma – hat ihren deutschen
Autor*innen
Andreas Fogarasi

Ausgabe
N°6 (Seite 04-06)

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Einleitung Als wir die vorletzte Ausgabe von dérive zum Thema Gentrification präsentierten, luden wir Expertinnen zu einer Podiumsdiskussion ins Wiener Depot, um über "Kunst als Vehikel städtischer Aufwertungsprozesse" zu sprechen. Mit gutem Grund, schliesslich spielen bei Gentrification, also der baulichen und sozialen Aufwertung meist innenstadtnaher Wohn- und Gewerbegebiete, Kultur- und Kunstbetrieb oftmals eine nicht unwesentliche Rolle. Einer der klassischen Texte zu diesem
Autor*innen
Jonas Marosi

Ausgabe
N°6 (Seite 49-50)

Tags
Raum, Zeit
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„Wie lange können sie die Welt anhalten?“ die Frage stellt sich einmal mehr unvermutet und in Abwesenheit eines Fragestellers Gibt es Aktionen des Raums ohne Akteur, so, oder so ähnlich, war die Frage, mit der man beschäftigt war, als der eigenen Person die Zeit abhanden gekommen war und wieder einmal nichts anderes zu tun war als nachzudenken. während die Gedanken so umherschweiften, geschah etwas unerwartetes: Bilder setzten sich in bewegung. Ohne den Inhalt der Bilder zu begreifen, gerät
Autor*innen
Ljubomir Bratić

Ausgabe
N°6 (Seite 49)

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Das war der Tag, an dem die Einigkeit über die „Zulassung der Fremdarbeiter“ zwischen den Sozialpartnern zustande kam. Gerade in diesen Wochen sind also 40 Jahre vergangen, und es ist Zeit, ein wenig nachdenklich einen Rückblick auf dieses Jubiläum, das keiner offiziellen Stelle eingefallen ist, zu werfen. In Deutschland, das zur Zeit 40 Jahre Anwerbevertrag mit der Türkei feiert, wurden mehrere Festivitäten veranstaltet. Im Ford-Werk in Köln kam sogar ein Symphonieorchester zum Einsatz. In
Autor*innen
Daniela Hohenwallner

Ausgabe
N°6 (Seite 43-44)

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„Dieser Roman ist Fiktion. Sämtliche Begebenheiten sind frei erfunden. Etwaige Namensübereinstimmungen oder Ähnlichkeiten beschriebener Charaktere mit lebenden Personen sind zufällig.“ Wer in Wien lebt und Augen und Ohren ein bisschen offenhält, weiß zwar mit Sicherheit, dass dieser Satz eine glatte Lüge ist; allerdings wird Franz Kneissl nicht umhin gekommen sein, diese Sätze seinem Architektur-Roman Eine Ratte Namens Apfel voranzustellen. phonoTAKTIK99, Wettbewerbsausschreibungen zur
Autor*innen
Johannes Porsch

Ausgabe
N°6 (Seite 32-33)

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Der Katalog wurde als Objekt der Ausstellung konzipiert. Als Ausstellungsobjekt präsentiert der Katalog ein Verständnis von Architektur als „interaktivem Vorgang“, als „Ergebnis von Denken und Kommunikation” und „sozialem Prozess des Herstellens und Wiedergebens von Bedeutungen”. Ein Teil dieses Architekturdiskurses ist Sprechen – sind Diskussionen, die im Zusammenhang des Konzipierens, Realisierens, Vermittelns und Benützens von Architektur stattfinden. Damit meinen wir, dass nicht nur das
Autor*innen
Andre Krammer

Ausgabe
N°6 (Seite 44-45)

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Der 18. UmBau präsentiert sich in einer neuen Gliederung, die laut Vorwort auch für kommende Ausgaben als Maske dienen soll: Ein aktueller Teil beinhaltet Interviews und Kritiken, gefolgt von einem Fotoessay und Texten, die sich auf Themen beziehen, die im Rahmen der ÖGFA (Österreichische Gesellschaft für Architektur) aufgeworfen wurden. Den zentralen Teil bilden Aufsätze zu einem spezifischen Thema, für das ein Call for Papers erfolgt. Gedruckt wird eine Auswahl an Texten, die von einem
Autor*innen
Christina Nemec

Ausgabe
N°6 (Seite 47)

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die szene hamburg – eine monatlich erscheinende zeitschrift, die sich dem lifestyle, dem ausgehen und dem konsum verschrieben hat – trägt schwarz und bekennt farbe. das bild von schill, auch richter gnadenlos, ist rot durchgestrichen. stopp! nach dieser wahl wird hamburg anders. kulturschaffende und aktivistInnen meldeten sich auf einladung des chefredakteurs zu wort – manche sagten ab, wie aus dem editorial zu entnehmen ist. zuerst abwarten und evenuell später reagieren – es gäbe ja von der
Autor*innen
Antonia Ramirez

Ausgabe
N°6 (Seite 47-49)

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Wenige Wochen nachdem ich Anfang Oktober 1988 wegen eines Studienstipendiums aus dem Dschungel Kolumbiens nach Wien zog, einer mir bis dahin unbekannten Stadt in einem Land, das in Südamerika den Ruf eines zivilisierten und friedlichen Landes genießt, wo die Menschen besonders freundlich und wohlerzogen sind, fand die Premiere von „Heldenplatz“ von Thomas Bernhard im Wiener Burgtheater statt. Die Außerirdische in mir glaubte auf einem anderen Koordinatensystem gelandet zu sein. Um mich herum
Autor*innen
Christa Kamleithner

Ausgabe
N°6 (Seite 42-43)

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Catherine Millet ist international agierende Kuratorin und Chefredakteurin der Pariser Kunstzeitschrift Art Press. Mit der Darstellung ihres unkonventionellen Sexuallebens, mit dem genauen Blick, mit dem sie ihren eigenen Körper und seine Begegnungen mit anderen Körpern analysiert und die Formen sexuellen Zusammentreffens offen legt, hat sie sich nun selbst zum (Kunst-)Objekt gemacht. Ihre sexuelle Biografie ist ungewöhnlich – vor allem darin, dass es eine Frau ist, die sie geschrieben hat.
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°6 (Seite 40-41)

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Parole ist ein dynamisches Wörterbuch der zeitgenössischen Stadt, das im Juni 2000 anlässlich der 7. Architektur-Biennale in Venedig erstmals vorgestellt wurde und an Umfang seither ständig zunimmt. Derzeit enthält parole rund 900 Stichwörter. Wer also immer schon endlich einmal wissen wollte, was dérive nun eigentlich wirklich bedeutet, ist bei parole bestens bedient: Man erfährt, dass Guy Debord 1956 die „Theorie de la dérive“ in Les Lèvres Nues #9 veröffentlicht hat, kann ein französisches
Autor*innen
Peter Hinterkörner

Ausgabe
N°6 (Seite 41)

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Wer im Restaurant das Degustationsmenü wählt, kann sich die Speisen zwar nicht aussuchen, doch er darf wohl annehmen, dass der Koch beherrscht, was er serviert. Wer im Plattenladen den neuesten House-Sampler ersteht, möchte wohl die Stimmung der letzten durchtanzten Nacht konservieren und nimmt dabei auch schwä-chere Tracks in Kauf. Auch für das architekturinteressierte Publikum gibt es neben gewichtigen Monographien und anspruchsvollen Theoriewälzern jene Bildbände, die unter wechselnden
Autor*innen
Bente Knoll, Elke Szalai

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N°6 (Seite 40)

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Die Ausstellung zum zehnjährigen Bestehen des Frauenbüros der Stadt Wien (MA 57) wurde in österreichischen Medien mit vielversprechenden Worten angekündigt: Profil 15. 10. 2001: „Die Ausstellung blickt nicht nur auf die Leistungen der letzten 10 Jahre zurück, sondern stellt auch künftige Aufgaben und Initiativen des Frauenbüros Wien vor. In Zeiten, in denen die österreichische Regierung die Arbeit eines Frauenministeriums als entbehrlich betrachtet, erscheint das massive Auftreten umso
Autor*innen
Christoph Gehr, Pascal Müller, Stefan Meili

Ausgabe
N°5 (Seite 22-25)

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Balkrishna Vithaldas Doshi wurde 1927 in Puna, Indien, geboren. Nach seinem Studium an der J.J. School of Art in Bombay entwarf er 1950 zusammen mit Le Corbusier Projekte in Ahmedabad und Chandigarh. 1956 gründete er ein privates Büro in Ahmedabad und 1962 die Vastu-Shilpa Foundation for Environmental Design sowie die School of Architecture and Planning in Ahmedabad. Doshi hat sich im Lauf der Jahre um eine Architektur bemüht, die eine sensible Annahme und Verbesserung der modernen
Autor*innen
Helge Mooshammer, Peter Mörtenböck

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N°5 (Seite 19-21)

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Uzume – CAVE application , Foto: Petra Gemeinböck Welches Versprechen liegt in aktuellen Fantasien von dynamisch fließenden Landschaften und frei zirkulierenden Bedeutungen gegenüber objekthafter Architektur und inszenierter Zuschreibung? Was treibt unser Begehren nach einer Abwendung von statischer, auf einfachen Repräsentationsmechanismen beruhender Architekturtheorie und -praxis und unsere Suche nach konkreter Intensität und gelebter Dynamik räumlicher Erfahrung an? Wie lässt sich
Autor*innen
Jonas Marosi

Ausgabe
N°5 (Seite 49)

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wenn die dinge beginnen sich zu wiederholen, ist es besser, ihnen den rücken zu kehrenzuzukehren, vorrausgesetzt man weiß noch, wo dieser sich befindet ... „sie bewegen sich auf metaphern“ – die stimme riss die eigene person aus ihren überlegungen. “sie denken noch immer mit dem körper, so werden sie niemals hier herauskommen“, vielleicht war es an der zeit, die strategie zu überdenken. vielleicht war es aber auch zeit einfach aufzugeben – da zeit, in diesem raum keinen faktor besaß
Autor*innen
Felicitas Konecny

Ausgabe
N°5 (Seite 13-19)

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Früher war alles besser, weil einfacher. Ich meine die Achtzigerjahre und spreche von den feministischen Debatten um ein Thema, das damals schlicht „Frauen und Architektur” (oder „Frauen und Planung”) hieß: (der Ausschluss von) Frauen als Planerinnen, die Wohnung als Frauenort/Emanzipationshindernis und die Frage „Wem gehört der öffentliche Raum?” – mit diesen drei Themenbereichen schien die Problematik abgedeckt. Die Lösung: Frauenpolitik und feministische Planung. Rückblickend fällt mir
Autor*innen
Andre Krammer

Ausgabe
N°5 (Seite 31-35)

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In der Industrialisierung des Bauwesens sehe ich das Kernproblem des Bauens in unserer Zeit. Gelingt es uns, diese Industrialisierung durchzuführen, dann werden sich die sozialen, wirtschaftlichen, technischen und auch künstlerischen Fragen leicht lösen lassen. Ludwig Mies van der Rohe, 1924 Kommt man von Wien über den Grenzübergang Berg oder Kittsee, so stellt sich spontan Erstaunen über diese Betonwüste ein und unser Blick scheint sich auf eine fremde Wirklichkeit zu richten. Dieser
Autor*innen
Antonia Ramirez

Ausgabe
N°5 (Seite 47-48)

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Laut Erwin und Hansi bin ich, lateinamerikanische Hetero-Gastarbeiterin in Wien, ungefähr das Gegenteil von einem noch nicht operierten transsexuellen Mann: ein vom Schicksal schwer angeschlagener, schwuler Mann im Gefängnis eines weiblichen Körpers. Erwin und Hansi sind zwei schwule Wiener Freunde von mir, die gemäß des im österreichischen Parlament vertretenen Volkswillens aufgrund ihres Lebensstils nicht ernst zu nehmen sind und die, sollte der tragische Fall eintreten, keine Genehmigung
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°5 (Seite 02)

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Diesmal gibt es keinen Schwerpunkt in dérive, dafür viele sehr unterschiedliche Beiträge, die auch ein wenig darauf hinweisen, welche Schwerpunkte es in den nächsten Ausgaben zu lesen geben wird. Der Grund für die Heterogeniät ist nicht zuletzt eine Folge von einer ganzen Reihe von Symposien, Ausstellungen, Vorträgen die in letzter Zeit zum Thema Stadt stattgefunden haben oder in nächster Zeit stattfinden werden und im Heft vorgestellt bzw. besprochen werden. Dazu zählen der
Autor*innen
Lutz Musner

Ausgabe
N°5 (Seite 17-18)

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Auf diese Frage gibt es gleichermaßen eine wissenschaftshistorische wie eine wissensstrategische Antwort. Die wissenschaftshistorische Antwort gründet in der Geschichte der Kulturwissenschaften selbst. Seit ihrem Beginn im Fin de Siècle haben sich die Pioniere der Kulturwissenschaften immer wieder mit dem Thema „Stadt“ beschäftigt. So veröffentlichte Georg Simmel 1903 seinen viel beachteten Essay zum Thema „Die Groß-Städte und das Geistesleben“.[1] Walter Benjamin schrieb sein berühmtes
Autor*innen
Christoph Laimer, Paul Rajakovics, Robert Mull

Ausgabe
N°5 (Seite 08-10)

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Robert Mull unterrichtete viele Jahre an der bekannten AA in London (Architectural Association School of Architecture) und ist nun Professor an der School of Architecture and Interior Design der University of North London. Im Interview spricht er über Archite­ktur, Punk und die Situationistische Internati­onale, über Projekte seiner StudentInnen und seine Einschätzung der jüngsten Vergangen­heit und aktuellen Entwicklung der Archite­ktur u.v.m. Das Interview wurde Ende Juni in Linz geführt,
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°5 (Seite 42-43)

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Der vorliegende Band vereint Referate, die anlässlich der interdisziplinären Tagung „Stadt – Raum – Geschlecht“ 1999 am Schweizer Vierwaldstättersee stattfand. Die Tagung war der Versuch „eine Plattform zur theoretischen wie methodischen Auseinandersetzung mit den Kategorien Raum und Geschlecht in Bezug auf die Stadt zu bieten.“ Teilgenommen haben WissenschaftlerInnen aus den Fachbereichen Architektur, Stadt- und Raumplanung, Geschichte, Sozial- und Filmwissenschaften. „Die zentralen Fragen
Autor*innen
Ellen Bareis

Ausgabe
N°5 (Seite 41-42)

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Prognostizierte de Certeau Anfang der Achtzigerjahre den Niedergang der Konzept-Stadt und das Überleben urbaner Klammheimlichkeiten des alltäglichen Handelns, so verweisen konsum- und kontrollorientierte Megaprojekte und Festivalisierungskonzepte zunächst auf eine konträre Entwicklung: Nur städteplanerische und architektonische Größe, so das Bigness-Postulat des niederländischen Architekten Rem Koolhaas, werde dem „Regime der Komplexität“ gerecht. Die Konzept-Stadt nach der Moderne entsteht
Autor*innen
Peter Hinterkörner

Ausgabe
N°5 (Seite 46)

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Das schmale Buch mit den bunten Bildern am Cover verspricht schon rein äußerlich nicht allzu anspruchsvolle Kost. Beim ersten Durchblättern wird klar: Das mit den vielen bunten Bildern setzt sich im Inneren konsequent fort. Dazwischen sparsam zweisprachiger Text in schmalen Spalten – man hat sich recht rasch durchgelesen. Schon der Umschlag dieses Bands enthüllt bei eingehender Betrachtung einiges über den zu erwartenden Inhalt. Sechs Kulturbauten werden hier namentlich genannt, jeweils in
Autor*innen
Margot Fürtsch

Ausgabe
N°5 (Seite 36)

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„Die Fragen der Urbanität werden tagespolitisch nicht diskutiert.” Trotzdem gibt es drei slowakische Architekturzeitschriften. Über deren Inhalte sprach dérive mit Henrieta H. Moravèiková, Chefredakteurin von ARCH sowie Redakteurin bei Architektúra & Urbanizmus. Das älteste Architekturmagazin am Markt ist projekt (www.archinet.sk). Die Plattform der slowakischen ArchitektInnenvereinigung existiert seit den 50er-Jahren. projekt ist „als Revue konzipiert: Alles was hier (in der Slowakei)
Autor*innen
Peter Arlt

Ausgabe
N°5 (Seite 26-27)

Tags
Cottbus
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Cottbus, eine Stadt im Osten Deutschlands, 100.000 EinwohnerInnen, nahe der polnischen Grenze, eine Stunde südöstlich von Berlin, erregt immer wieder die Aufmerksamkeit der überregionalen Medien. Zum einen durch den Bundesligaverein Energie Cottbus, der nun – gegen alle Prognosen der Fachleute – doch nicht absteigt. Geschichte schrieb Energie Cottbus im April dieses Jahres, als der Verein als erster in der deutschen Fußballbundesliga ausschließlich Nicht-Deutsche einsetzte. Zum anderen
Autor*innen
Anita Lischka, Ute Schremmer

Ausgabe
N°5 (Seite 40)

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Bratislava und Petržalka sind sowohl vom Erscheinungsbild als auch funktionell zwei völlig unterschiedliche Stadtteile. Wir haben uns als Themenschwerpunkt unseres Projektes die Verbindungen, Verknüpfungen und Überlagerungen der beiden „getrennten“ Stadtteile Petržalka und Bratislava gesetzt, um eine interaktive Kommunikation trotz örtlicher Trennung herzustellen. Wir wollten Anziehungspunkte schaffen, von denen das gesamte Gebiet profitiert. Die Charakteristika der einzelnen Gebiete sollten
Autor*innen
Andre Krammer

Ausgabe
N°5 (Seite 45-46)

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Der Titel des Buches ist gleichzeitig Warnung wie Verheißung: Hier geht es nicht um Spekulationen über Architektur im ideologiefreien Raum (falls es soetwas geben sollte). Ernst Plojhar (geb.1920) – so kann man in einer kurzen biografischen Notiz lesen – gehörte 1938 den illegalen „Roten Studenten“ an, lief 1945 zur Roten Armee über, beendete 1954 sein Architekturstudium und übte den Beruf Jahrzehnte lang aus. Als 1968 die Sowjets in Prag einmarschierten, trat er aus der KPÖ aus (wie viele
Autor*innen
Norbert Mayr

Ausgabe
N°5 (Seite 04-07)

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Salzburg ist anders. Was für Wien die Shopping-City-Süd in Vösendorf ist, wird in Salzburg auf mehrere Umlandgemeinden aufgeteilt. Die Minimundus-“Blaue Lagune“ für Westösterreich und mehrere Möbelhäuser befinden sich in Eugendorf, weitere Einkaufszentren säumen den Speckgürtel an der Autobahn, besonders im Westen der Stadt. Zwischen 1995 und 2000 stagnierte „im Wesentlichen“ die Entwicklung der Flächenkapazität bei den Einzelhandelszentren in der Stadt Salzburg bei rund 200 000
Autor*innen
Christoph Laimer, Daniela Hohenwallner, Roger Keil

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N°4 (Seite 06-08)

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Roger Keil ist Professor für Umweltstudien und Politikwissenschaft an der York Universität in Toronto. Sein Forschungsschwerpunkt ist die städtische Ökologie-Politik. Das Interview mit Roger Keil führten Daniela Hohenwallner und Christoph Laimer. dérive: Sie sind Gründungsmitglied des International Network of Urban Research and Action (INURA). Können Sie uns etwas über die Idee dieses Netzwerkes und atuelle Projekte erzählen? Roger Keil: INURA wurde im Mai 1991 in Maloia in den Schweizer
Autor*innen
Jonas Marosi

Ausgabe
N°4 (Seite 48)

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manchesmal und immerwieder kann es passieren, dass man den bezug zur wirklichkeit verliert. Für einen kleinen Augenblick nur, hatte man die augen geschlossen. Als man sie wieder öffnete, hatte sich irgendwas an der Wirklichkeit des Raumes verändert. Es war eindeutig nicht der selbe Raum, in dem man die Augen geschlossen hatte. Aufs erste gibt man sich verblüfft (für den Fall, dass man beobachtet wird, wirkt ein Erstaunen immer gut). Im weiteren Verlauf macht man sich auf, um hinter die
Autor*innen
Daniela Hohenwallner

Ausgabe
N°4 (Seite 04-05)

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„Im Jahr 2000 werden mehr als ein Dutzend Großstädte 20, einige von ihnen mehr als 30 Mio. Einwohner haben.“ (Herbert Sukopp & Rüdiger Wittig 1998) Begriffsdefinition Der von Ernst Haeckel geprägt Begriff „Ökologie“ bezeichnet im ursprünglichen Sinn die Lehre vom Haushalt der Natur. Um diesen analysieren zu können, müssen die gegenseitigen Beziehungen und Abhängigkeiten zwischen den Organismen untereinander und zu ihrer unbelebten Umwelt bekannt sein. Im Falle des Begriffes der
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°4 (Seite 16-19)

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„Im Grünen fings an und endete blutigrot“ Kurt Tucholsky 1919 „Es mag romantisch sein, die Heilung von gesellschaftlichen Übeln in ländlicher Umgebung oder unter unschuldigen, unverdorbenen Provinzlern zu suchen (so es solche gibt), aber es ist Zeitverschwendung. Glaubt denn wirklich irgend jemand, daß die Antworten auf die großen Fragen, die uns bewegen, aus homogenen Siedlungen kommen könnten?“ Jane Jacobs 1961 In der Ablehnung von Urbanität und Großstadt finden sich die unterschiedlichsten
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°4 (Seite 02)

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Zuerst freut man sich furchtbar, dass der Mann zusagt, einen Artikel für dérive zu schreiben, und auch gleich das Projekt lobt, dann wartet man vergeblich und bekommt keine Antworten auf Nachfragen, wie es denn mit dem Artikel aussehe, dann ist der Redaktionsschluss vorbei und man findet sich ab, dass es halt doch nichts werden wird, und dann, wenn der Layouter bereits die halbe Ausgabe layoutiert hat und ich eigentlich nur mehr dieses Editorial schreiben muss, kommt ein Mail aus New York mit
Autor*innen
Antonia Ramirez

Ausgabe
N°4 (Seite 49)

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Kein Text vorhanden.
Autor*innen
Jens S. Dangschat

Ausgabe
N°4 (Seite 28-30)

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1. Herausforderung für die Städte – Wettbewerbsfähigkeit und Standortsicherung Wie schon in den 1920er-Jahren sind Städte seit den 90er-Jahren wieder im Gespräch: Städte sind Orte internationaler Events, Ziel von Massentourismus, sie haben ihren Platz auf den Feuilleton-Seiten; Stadtkultur ist das beherrschende Thema in Kulturkreisen – Musik, neue Medien, Festivals und Lebensstil. Es sind jedoch selten die Städte insgesamt, die neu ins Rampenlicht gerückt werden, sondern nur deren
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°4 (Seite 43)

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Kein Text vorhanden.
Autor*innen
Christa Kamleithner

Ausgabe
N°4 (Seite 45-46)

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Kein Text vorhanden.