Autor*innen
Christina Nemec

Ausgabe
N°7 (Seite 49)

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gegen manche dinge kann frau scheinbar nichts tun? gesammelte vorfälle, die sich in der letzten zeit ereigneten, bieten anlass, darüber nachzudenken, wie es möglich ist, „selbstverständlichen überwachungen und kontrollen“ auszuweichen. es beginnt schon damit, dass frau z. b. ein bankkonto haben muss, um honorare bzw. auch in meinem fall studienbeihilfe oder davor gehalt beziehen zu können. gut. also als besitzerin keines kontos und somit auch keiner bankomat/kreditkarte – weit entfernt – sind
Autor*innen
Sonya Menschik

Ausgabe
N°7 (Seite 44)

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In dérive Nr. 3 wurde Peter Payers Buch Unentbehrliche Requisiten der Großstadt. Eine Kulturgeschichte der öffentlichen Bedürfnisanstalten von Wien vorgestellt. Im Zuge seiner Recherchen zu diesem Buch stieß Peter Payer auf die Memoiren von Wetti Himmlisch, einer Wiener Wartefrau um 1900, die jetzt mit einem Nachwort von ihm neu herausgegeben wurden. „Leben, Meinungen und Wirken der Witwe Wetti Himmlisch, die ihre Laufbahn als Malermodell angefangen, geheiratet hat, langjährige Toilettefrau
Autor*innen
Herwig Schöbel, Udo W. Häberlin

Ausgabe
N°7 (Seite 44-45)

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Die Idee des Buches Stadt: Strom – Straße – Schiene. Die Bedeutung des Verkehrs für die Genese der mitteleuropäischen Städtelandschaft entstammt der Feststellung eines „eklatanten Mangel[s] an historischen Verkehrsanalysen” von R. Banik-Schweizer und G. Meißl im Jahre 1989. Die vorliegende Veröffentlichung greift vergleichend unterschiedliche Ansätze auf und zeigt von der „Alten Stadt“ im Mittelalter über die Moderne bis hin zur Gegenwart, die Stadt selbst innerstrukturell von Verkehrsströmen
Autor*innen
Manfred Russo

Ausgabe
N°7 (Seite 37-39)

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Urbanität ist ein Begriff, der derzeit Hochkultur hat. Einem aktuellen Exemplar der Stadtzeitung Falter entnehme ich etwa eine Aufzählung von folgenden Tätigkeiten im urbanen Raum: Shoppen, Sprayen, Spazieren gehen und – in Holland – auch Schweine züchten. Urbitekten planen dort Hochhäuser für die Schweinezucht im Sinne des gestapelten Bauernhofs.[1] Angesichts dieser Universalität des Begriffes Urbanität ruft der Autor nach disziplinärer Strenge und lädt in die strenge Kammer der Begriffe in
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°7 (Seite 45-46)

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Als „Rohmaterial“ oder „völlig formlos“ empfanden deutsche Raum- und Stadtplaner die von der Wehrmacht gerade eroberten polnischen Landschaften und Städte und sahen endlich eine Möglichkeit, ihren Wunschtraum, rücksichtslos gestalterisch eingreifen zu können, zu verwirklichen. Vom „Abbau der Polenstadt“ und dem „Aufbau der deutschen Stadt“ oder von der „Eindeutschung“ polnischer Städte ist da z. B. die Rede. Niels Gutschow beschreibt in seinem Buch Ordnungswahn – Architekten planen im
Autor*innen
Hermann Candussi, dérive – Verein für Stadtforschung

Ausgabe
N°6 (Seite 29-31)

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Wenn man Kultur und städtische Entwicklungen zusammendenkt, fällt einem bald das Konzept der Europäischen Kulturhauptstadt ein, mit deren Hilfe einzelne Städte mit dem Argument Kultur an beträchtliche EU-Förderungen gelangen können. Über den Zeitraum eines Jahres werden neben Events aller Art oftmals auch Investitionen in Infrastruktur getätigt, die lange überfällig waren. Graz rüstet schon für 2003, wenn erstmals eine österreichische Stadt Kulturhauptstadt sein wird, unter anderem mit einem
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°6 (Seite 02)

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„In Österreich hingegen wird das Konzept der Creative Industries zumindest von der Regierungsseite her wesentlich als Drohgebärde gegen KünstlerInnen verwendet: Kunstschaffende müssen lernen, sich den Regeln der Marktwirtschaft anzupassen, die Sprache des Marktes zu sprechen. Marketingseminare und andere Lehrgänge, in denen KünstlerInnen um schweres Geld lernen sollen, die Spielregeln des Marktes zu verstehen, boomen hierzulande wie anderswo die Creative Industries“, schreiben Monika Mokre
Autor*innen
Jonas Marosi

Ausgabe
N°6 (Seite 49-50)

Tags
Raum, Zeit
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„Wie lange können sie die Welt anhalten?“ die Frage stellt sich einmal mehr unvermutet und in Abwesenheit eines Fragestellers Gibt es Aktionen des Raums ohne Akteur, so, oder so ähnlich, war die Frage, mit der man beschäftigt war, als der eigenen Person die Zeit abhanden gekommen war und wieder einmal nichts anderes zu tun war als nachzudenken. während die Gedanken so umherschweiften, geschah etwas unerwartetes: Bilder setzten sich in bewegung. Ohne den Inhalt der Bilder zu begreifen, gerät
Autor*innen
Andreas Fogarasi

Ausgabe
N°6 (Seite 04-06)

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Einleitung Als wir die vorletzte Ausgabe von dérive zum Thema Gentrification präsentierten, luden wir Expertinnen zu einer Podiumsdiskussion ins Wiener Depot, um über "Kunst als Vehikel städtischer Aufwertungsprozesse" zu sprechen. Mit gutem Grund, schliesslich spielen bei Gentrification, also der baulichen und sozialen Aufwertung meist innenstadtnaher Wohn- und Gewerbegebiete, Kultur- und Kunstbetrieb oftmals eine nicht unwesentliche Rolle. Einer der klassischen Texte zu diesem
Autor*innen
Andreas Fogarasi, Christoph Laimer, Jochen Becker

Ausgabe
N°6 (Seite 16-19)

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Die Städtekonkurrenz Berlin-Hamburg zwischen Musikbiz und Widerstand. dérive: Universal Music ist vor kurzem von Hamburg nach Berlin übersiedelt. Kannst du anhand dieses Beispiels die Strategien dieser Städte, sich als Standort für Cultural Industries zu positionieren, darstellen? Jochen Becker: Die Universal Music Company (Universal Records, Motor Music GmbH, Strictly Rhythm, PolyGram, Seagram) – mit 13 Milliarden Mark Jahresumsatz die weltweit größte Plattenfirma – hat ihren deutschen
Autor*innen
Elke Rauth

Ausgabe
N°6 (Seite 21-22)

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… in dem sich die gesellschaftlichen Verhältnisse durch alle Ebenen des täglichen Lebens widerspiegeln.“ Martin Reiter, Künstler und Vorstand des Tacheles Kunsthaus/ Berlin, über die Hauptstadt, Bauwahn und die zeitgenössische Kunst als Überlebensmodell. Wer Berlin kennt, kennt auch das Tacheles. Die Ruine des Kaufhauses Wertheim im Bezirk Mitte wurde im Februar 1990 von KünstlerInnen aus Ost- und Westberlin durch Besetzung vor Sprengung und Abriss bewahrt und kurzerhand zum Kunsthaus
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°6 (Seite 45-46)

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Die AutorInnen von Unser Wien – »Arisierung« auf österreichisch fordern in Bezug auf die Restitution geraubten jüdischen Eigentums ein moralisches Umdenken, verbunden mit einer neuen juristischen Beurteilung. Die Kritik am Archivgesetz, das zwar die TäterInnen, nicht aber die Opfer schützt, bleibt nicht nur theoretisch, sondern wird praktisch, indem die Namen der ProfiteurInnen von »Arisierungen« in vielen Fällen genannt werden. So erfährt man, wie Karl Böhm zu einer Villa und Adolf Schärf
Autor*innen
Daniela Hohenwallner

Ausgabe
N°6 (Seite 43-44)

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„Dieser Roman ist Fiktion. Sämtliche Begebenheiten sind frei erfunden. Etwaige Namensübereinstimmungen oder Ähnlichkeiten beschriebener Charaktere mit lebenden Personen sind zufällig.“ Wer in Wien lebt und Augen und Ohren ein bisschen offenhält, weiß zwar mit Sicherheit, dass dieser Satz eine glatte Lüge ist; allerdings wird Franz Kneissl nicht umhin gekommen sein, diese Sätze seinem Architektur-Roman Eine Ratte Namens Apfel voranzustellen. phonoTAKTIK99, Wettbewerbsausschreibungen zur
Autor*innen
Bente Knoll, Elke Szalai

Ausgabe
N°6 (Seite 40)

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Die Ausstellung zum zehnjährigen Bestehen des Frauenbüros der Stadt Wien (MA 57) wurde in österreichischen Medien mit vielversprechenden Worten angekündigt: Profil 15. 10. 2001: „Die Ausstellung blickt nicht nur auf die Leistungen der letzten 10 Jahre zurück, sondern stellt auch künftige Aufgaben und Initiativen des Frauenbüros Wien vor. In Zeiten, in denen die österreichische Regierung die Arbeit eines Frauenministeriums als entbehrlich betrachtet, erscheint das massive Auftreten umso
Autor*innen
Christina Nemec

Ausgabe
N°6 (Seite 47)

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die szene hamburg – eine monatlich erscheinende zeitschrift, die sich dem lifestyle, dem ausgehen und dem konsum verschrieben hat – trägt schwarz und bekennt farbe. das bild von schill, auch richter gnadenlos, ist rot durchgestrichen. stopp! nach dieser wahl wird hamburg anders. kulturschaffende und aktivistInnen meldeten sich auf einladung des chefredakteurs zu wort – manche sagten ab, wie aus dem editorial zu entnehmen ist. zuerst abwarten und evenuell später reagieren – es gäbe ja von der
Autor*innen
Andre Krammer

Ausgabe
N°6 (Seite 44-45)

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Der 18. UmBau präsentiert sich in einer neuen Gliederung, die laut Vorwort auch für kommende Ausgaben als Maske dienen soll: Ein aktueller Teil beinhaltet Interviews und Kritiken, gefolgt von einem Fotoessay und Texten, die sich auf Themen beziehen, die im Rahmen der ÖGFA (Österreichische Gesellschaft für Architektur) aufgeworfen wurden. Den zentralen Teil bilden Aufsätze zu einem spezifischen Thema, für das ein Call for Papers erfolgt. Gedruckt wird eine Auswahl an Texten, die von einem
Autor*innen
Peter Hinterkörner

Ausgabe
N°6 (Seite 41)

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Wer im Restaurant das Degustationsmenü wählt, kann sich die Speisen zwar nicht aussuchen, doch er darf wohl annehmen, dass der Koch beherrscht, was er serviert. Wer im Plattenladen den neuesten House-Sampler ersteht, möchte wohl die Stimmung der letzten durchtanzten Nacht konservieren und nimmt dabei auch schwä-chere Tracks in Kauf. Auch für das architekturinteressierte Publikum gibt es neben gewichtigen Monographien und anspruchsvollen Theoriewälzern jene Bildbände, die unter wechselnden
Autor*innen
Christa Kamleithner

Ausgabe
N°6 (Seite 42-43)

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Catherine Millet ist international agierende Kuratorin und Chefredakteurin der Pariser Kunstzeitschrift Art Press. Mit der Darstellung ihres unkonventionellen Sexuallebens, mit dem genauen Blick, mit dem sie ihren eigenen Körper und seine Begegnungen mit anderen Körpern analysiert und die Formen sexuellen Zusammentreffens offen legt, hat sie sich nun selbst zum (Kunst-)Objekt gemacht. Ihre sexuelle Biografie ist ungewöhnlich – vor allem darin, dass es eine Frau ist, die sie geschrieben hat.
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°6 (Seite 40-41)

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Parole ist ein dynamisches Wörterbuch der zeitgenössischen Stadt, das im Juni 2000 anlässlich der 7. Architektur-Biennale in Venedig erstmals vorgestellt wurde und an Umfang seither ständig zunimmt. Derzeit enthält parole rund 900 Stichwörter. Wer also immer schon endlich einmal wissen wollte, was dérive nun eigentlich wirklich bedeutet, ist bei parole bestens bedient: Man erfährt, dass Guy Debord 1956 die „Theorie de la dérive“ in Les Lèvres Nues #9 veröffentlicht hat, kann ein französisches
Autor*innen
Antonia Ramirez

Ausgabe
N°6 (Seite 47-49)

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Wenige Wochen nachdem ich Anfang Oktober 1988 wegen eines Studienstipendiums aus dem Dschungel Kolumbiens nach Wien zog, einer mir bis dahin unbekannten Stadt in einem Land, das in Südamerika den Ruf eines zivilisierten und friedlichen Landes genießt, wo die Menschen besonders freundlich und wohlerzogen sind, fand die Premiere von „Heldenplatz“ von Thomas Bernhard im Wiener Burgtheater statt. Die Außerirdische in mir glaubte auf einem anderen Koordinatensystem gelandet zu sein. Um mich herum
Autor*innen
Ljubomir Bratić

Ausgabe
N°6 (Seite 49)

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Das war der Tag, an dem die Einigkeit über die „Zulassung der Fremdarbeiter“ zwischen den Sozialpartnern zustande kam. Gerade in diesen Wochen sind also 40 Jahre vergangen, und es ist Zeit, ein wenig nachdenklich einen Rückblick auf dieses Jubiläum, das keiner offiziellen Stelle eingefallen ist, zu werfen. In Deutschland, das zur Zeit 40 Jahre Anwerbevertrag mit der Türkei feiert, wurden mehrere Festivitäten veranstaltet. Im Ford-Werk in Köln kam sogar ein Symphonieorchester zum Einsatz. In
Autor*innen
Johannes Porsch

Ausgabe
N°6 (Seite 32-33)

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Der Katalog wurde als Objekt der Ausstellung konzipiert. Als Ausstellungsobjekt präsentiert der Katalog ein Verständnis von Architektur als „interaktivem Vorgang“, als „Ergebnis von Denken und Kommunikation” und „sozialem Prozess des Herstellens und Wiedergebens von Bedeutungen”. Ein Teil dieses Architekturdiskurses ist Sprechen – sind Diskussionen, die im Zusammenhang des Konzipierens, Realisierens, Vermittelns und Benützens von Architektur stattfinden. Damit meinen wir, dass nicht nur das
Autor*innen
Antonia Ramirez

Ausgabe
N°5 (Seite 47-48)

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Laut Erwin und Hansi bin ich, lateinamerikanische Hetero-Gastarbeiterin in Wien, ungefähr das Gegenteil von einem noch nicht operierten transsexuellen Mann: ein vom Schicksal schwer angeschlagener, schwuler Mann im Gefängnis eines weiblichen Körpers. Erwin und Hansi sind zwei schwule Wiener Freunde von mir, die gemäß des im österreichischen Parlament vertretenen Volkswillens aufgrund ihres Lebensstils nicht ernst zu nehmen sind und die, sollte der tragische Fall eintreten, keine Genehmigung
Autor*innen
Felicitas Konecny

Ausgabe
N°5 (Seite 13-19)

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Früher war alles besser, weil einfacher. Ich meine die Achtzigerjahre und spreche von den feministischen Debatten um ein Thema, das damals schlicht „Frauen und Architektur” (oder „Frauen und Planung”) hieß: (der Ausschluss von) Frauen als Planerinnen, die Wohnung als Frauenort/Emanzipationshindernis und die Frage „Wem gehört der öffentliche Raum?” – mit diesen drei Themenbereichen schien die Problematik abgedeckt. Die Lösung: Frauenpolitik und feministische Planung. Rückblickend fällt mir
Autor*innen
Jonas Marosi

Ausgabe
N°5 (Seite 49)

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wenn die dinge beginnen sich zu wiederholen, ist es besser, ihnen den rücken zu kehrenzuzukehren, vorrausgesetzt man weiß noch, wo dieser sich befindet ... „sie bewegen sich auf metaphern“ – die stimme riss die eigene person aus ihren überlegungen. “sie denken noch immer mit dem körper, so werden sie niemals hier herauskommen“, vielleicht war es an der zeit, die strategie zu überdenken. vielleicht war es aber auch zeit einfach aufzugeben – da zeit, in diesem raum keinen faktor besaß
Autor*innen
Andre Krammer

Ausgabe
N°5 (Seite 31-35)

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In der Industrialisierung des Bauwesens sehe ich das Kernproblem des Bauens in unserer Zeit. Gelingt es uns, diese Industrialisierung durchzuführen, dann werden sich die sozialen, wirtschaftlichen, technischen und auch künstlerischen Fragen leicht lösen lassen. Ludwig Mies van der Rohe, 1924 Kommt man von Wien über den Grenzübergang Berg oder Kittsee, so stellt sich spontan Erstaunen über diese Betonwüste ein und unser Blick scheint sich auf eine fremde Wirklichkeit zu richten. Dieser
Autor*innen
Helge Mooshammer, Peter Mörtenböck

Ausgabe
N°5 (Seite 19-21)

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Uzume – CAVE application , Foto: Petra Gemeinböck Welches Versprechen liegt in aktuellen Fantasien von dynamisch fließenden Landschaften und frei zirkulierenden Bedeutungen gegenüber objekthafter Architektur und inszenierter Zuschreibung? Was treibt unser Begehren nach einer Abwendung von statischer, auf einfachen Repräsentationsmechanismen beruhender Architekturtheorie und -praxis und unsere Suche nach konkreter Intensität und gelebter Dynamik räumlicher Erfahrung an? Wie lässt sich
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°5 (Seite 02)

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Diesmal gibt es keinen Schwerpunkt in dérive, dafür viele sehr unterschiedliche Beiträge, die auch ein wenig darauf hinweisen, welche Schwerpunkte es in den nächsten Ausgaben zu lesen geben wird. Der Grund für die Heterogeniät ist nicht zuletzt eine Folge von einer ganzen Reihe von Symposien, Ausstellungen, Vorträgen die in letzter Zeit zum Thema Stadt stattgefunden haben oder in nächster Zeit stattfinden werden und im Heft vorgestellt bzw. besprochen werden. Dazu zählen der
Autor*innen
Christoph Gehr, Pascal Müller, Stefan Meili

Ausgabe
N°5 (Seite 22-25)

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Balkrishna Vithaldas Doshi wurde 1927 in Puna, Indien, geboren. Nach seinem Studium an der J.J. School of Art in Bombay entwarf er 1950 zusammen mit Le Corbusier Projekte in Ahmedabad und Chandigarh. 1956 gründete er ein privates Büro in Ahmedabad und 1962 die Vastu-Shilpa Foundation for Environmental Design sowie die School of Architecture and Planning in Ahmedabad. Doshi hat sich im Lauf der Jahre um eine Architektur bemüht, die eine sensible Annahme und Verbesserung der modernen
Autor*innen
Andre Krammer

Ausgabe
N°5 (Seite 45-46)

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Der Titel des Buches ist gleichzeitig Warnung wie Verheißung: Hier geht es nicht um Spekulationen über Architektur im ideologiefreien Raum (falls es soetwas geben sollte). Ernst Plojhar (geb.1920) – so kann man in einer kurzen biografischen Notiz lesen – gehörte 1938 den illegalen „Roten Studenten“ an, lief 1945 zur Roten Armee über, beendete 1954 sein Architekturstudium und übte den Beruf Jahrzehnte lang aus. Als 1968 die Sowjets in Prag einmarschierten, trat er aus der KPÖ aus (wie viele
Autor*innen
Christoph Laimer, Paul Rajakovics, Robert Mull

Ausgabe
N°5 (Seite 08-10)

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Robert Mull unterrichtete viele Jahre an der bekannten AA in London (Architectural Association School of Architecture) und ist nun Professor an der School of Architecture and Interior Design der University of North London. Im Interview spricht er über Archite­ktur, Punk und die Situationistische Internati­onale, über Projekte seiner StudentInnen und seine Einschätzung der jüngsten Vergangen­heit und aktuellen Entwicklung der Archite­ktur u.v.m. Das Interview wurde Ende Juni in Linz geführt,
Autor*innen
Anita Lischka, Ute Schremmer

Ausgabe
N°5 (Seite 40)

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Bratislava und Petržalka sind sowohl vom Erscheinungsbild als auch funktionell zwei völlig unterschiedliche Stadtteile. Wir haben uns als Themenschwerpunkt unseres Projektes die Verbindungen, Verknüpfungen und Überlagerungen der beiden „getrennten“ Stadtteile Petržalka und Bratislava gesetzt, um eine interaktive Kommunikation trotz örtlicher Trennung herzustellen. Wir wollten Anziehungspunkte schaffen, von denen das gesamte Gebiet profitiert. Die Charakteristika der einzelnen Gebiete sollten
Autor*innen
Norbert Mayr

Ausgabe
N°5 (Seite 04-07)

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Salzburg ist anders. Was für Wien die Shopping-City-Süd in Vösendorf ist, wird in Salzburg auf mehrere Umlandgemeinden aufgeteilt. Die Minimundus-“Blaue Lagune“ für Westösterreich und mehrere Möbelhäuser befinden sich in Eugendorf, weitere Einkaufszentren säumen den Speckgürtel an der Autobahn, besonders im Westen der Stadt. Zwischen 1995 und 2000 stagnierte „im Wesentlichen“ die Entwicklung der Flächenkapazität bei den Einzelhandelszentren in der Stadt Salzburg bei rund 200 000
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°5 (Seite 42-43)

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Der vorliegende Band vereint Referate, die anlässlich der interdisziplinären Tagung „Stadt – Raum – Geschlecht“ 1999 am Schweizer Vierwaldstättersee stattfand. Die Tagung war der Versuch „eine Plattform zur theoretischen wie methodischen Auseinandersetzung mit den Kategorien Raum und Geschlecht in Bezug auf die Stadt zu bieten.“ Teilgenommen haben WissenschaftlerInnen aus den Fachbereichen Architektur, Stadt- und Raumplanung, Geschichte, Sozial- und Filmwissenschaften. „Die zentralen Fragen
Autor*innen
Peter Hinterkörner

Ausgabe
N°5 (Seite 46)

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Das schmale Buch mit den bunten Bildern am Cover verspricht schon rein äußerlich nicht allzu anspruchsvolle Kost. Beim ersten Durchblättern wird klar: Das mit den vielen bunten Bildern setzt sich im Inneren konsequent fort. Dazwischen sparsam zweisprachiger Text in schmalen Spalten – man hat sich recht rasch durchgelesen. Schon der Umschlag dieses Bands enthüllt bei eingehender Betrachtung einiges über den zu erwartenden Inhalt. Sechs Kulturbauten werden hier namentlich genannt, jeweils in
Autor*innen
Peter Arlt

Ausgabe
N°5 (Seite 26-27)

Tags
Cottbus
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Cottbus, eine Stadt im Osten Deutschlands, 100.000 EinwohnerInnen, nahe der polnischen Grenze, eine Stunde südöstlich von Berlin, erregt immer wieder die Aufmerksamkeit der überregionalen Medien. Zum einen durch den Bundesligaverein Energie Cottbus, der nun – gegen alle Prognosen der Fachleute – doch nicht absteigt. Geschichte schrieb Energie Cottbus im April dieses Jahres, als der Verein als erster in der deutschen Fußballbundesliga ausschließlich Nicht-Deutsche einsetzte. Zum anderen
Autor*innen
Ellen Bareis

Ausgabe
N°5 (Seite 41-42)

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Prognostizierte de Certeau Anfang der Achtzigerjahre den Niedergang der Konzept-Stadt und das Überleben urbaner Klammheimlichkeiten des alltäglichen Handelns, so verweisen konsum- und kontrollorientierte Megaprojekte und Festivalisierungskonzepte zunächst auf eine konträre Entwicklung: Nur städteplanerische und architektonische Größe, so das Bigness-Postulat des niederländischen Architekten Rem Koolhaas, werde dem „Regime der Komplexität“ gerecht. Die Konzept-Stadt nach der Moderne entsteht
Autor*innen
Lutz Musner

Ausgabe
N°5 (Seite 17-18)

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Auf diese Frage gibt es gleichermaßen eine wissenschaftshistorische wie eine wissensstrategische Antwort. Die wissenschaftshistorische Antwort gründet in der Geschichte der Kulturwissenschaften selbst. Seit ihrem Beginn im Fin de Siècle haben sich die Pioniere der Kulturwissenschaften immer wieder mit dem Thema „Stadt“ beschäftigt. So veröffentlichte Georg Simmel 1903 seinen viel beachteten Essay zum Thema „Die Groß-Städte und das Geistesleben“.[1] Walter Benjamin schrieb sein berühmtes
Autor*innen
Margot Fürtsch

Ausgabe
N°5 (Seite 36)

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„Die Fragen der Urbanität werden tagespolitisch nicht diskutiert.” Trotzdem gibt es drei slowakische Architekturzeitschriften. Über deren Inhalte sprach dérive mit Henrieta H. Moravèiková, Chefredakteurin von ARCH sowie Redakteurin bei Architektúra & Urbanizmus. Das älteste Architekturmagazin am Markt ist projekt (www.archinet.sk). Die Plattform der slowakischen ArchitektInnenvereinigung existiert seit den 50er-Jahren. projekt ist „als Revue konzipiert: Alles was hier (in der Slowakei)
Autor*innen
Christoph Laimer, Daniela Hohenwallner, Roger Keil

Ausgabe
N°4 (Seite 06-08)

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Roger Keil ist Professor für Umweltstudien und Politikwissenschaft an der York Universität in Toronto. Sein Forschungsschwerpunkt ist die städtische Ökologie-Politik. Das Interview mit Roger Keil führten Daniela Hohenwallner und Christoph Laimer. dérive: Sie sind Gründungsmitglied des International Network of Urban Research and Action (INURA). Können Sie uns etwas über die Idee dieses Netzwerkes und atuelle Projekte erzählen? Roger Keil: INURA wurde im Mai 1991 in Maloia in den Schweizer
Autor*innen
Jens S. Dangschat

Ausgabe
N°4 (Seite 28-30)

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1. Herausforderung für die Städte – Wettbewerbsfähigkeit und Standortsicherung Wie schon in den 1920er-Jahren sind Städte seit den 90er-Jahren wieder im Gespräch: Städte sind Orte internationaler Events, Ziel von Massentourismus, sie haben ihren Platz auf den Feuilleton-Seiten; Stadtkultur ist das beherrschende Thema in Kulturkreisen – Musik, neue Medien, Festivals und Lebensstil. Es sind jedoch selten die Städte insgesamt, die neu ins Rampenlicht gerückt werden, sondern nur deren
Autor*innen
Jonas Marosi

Ausgabe
N°4 (Seite 48)

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manchesmal und immerwieder kann es passieren, dass man den bezug zur wirklichkeit verliert. Für einen kleinen Augenblick nur, hatte man die augen geschlossen. Als man sie wieder öffnete, hatte sich irgendwas an der Wirklichkeit des Raumes verändert. Es war eindeutig nicht der selbe Raum, in dem man die Augen geschlossen hatte. Aufs erste gibt man sich verblüfft (für den Fall, dass man beobachtet wird, wirkt ein Erstaunen immer gut). Im weiteren Verlauf macht man sich auf, um hinter die
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°4 (Seite 16-19)

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„Im Grünen fings an und endete blutigrot“ Kurt Tucholsky 1919 „Es mag romantisch sein, die Heilung von gesellschaftlichen Übeln in ländlicher Umgebung oder unter unschuldigen, unverdorbenen Provinzlern zu suchen (so es solche gibt), aber es ist Zeitverschwendung. Glaubt denn wirklich irgend jemand, daß die Antworten auf die großen Fragen, die uns bewegen, aus homogenen Siedlungen kommen könnten?“ Jane Jacobs 1961 In der Ablehnung von Urbanität und Großstadt finden sich die unterschiedlichsten
Autor*innen
Daniela Hohenwallner

Ausgabe
N°4 (Seite 04-05)

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„Im Jahr 2000 werden mehr als ein Dutzend Großstädte 20, einige von ihnen mehr als 30 Mio. Einwohner haben.“ (Herbert Sukopp & Rüdiger Wittig 1998) Begriffsdefinition Der von Ernst Haeckel geprägt Begriff „Ökologie“ bezeichnet im ursprünglichen Sinn die Lehre vom Haushalt der Natur. Um diesen analysieren zu können, müssen die gegenseitigen Beziehungen und Abhängigkeiten zwischen den Organismen untereinander und zu ihrer unbelebten Umwelt bekannt sein. Im Falle des Begriffes der
Autor*innen
Antonia Ramirez

Ausgabe
N°4 (Seite 49)

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Kein Text vorhanden.
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°4 (Seite 02)

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Zuerst freut man sich furchtbar, dass der Mann zusagt, einen Artikel für dérive zu schreiben, und auch gleich das Projekt lobt, dann wartet man vergeblich und bekommt keine Antworten auf Nachfragen, wie es denn mit dem Artikel aussehe, dann ist der Redaktionsschluss vorbei und man findet sich ab, dass es halt doch nichts werden wird, und dann, wenn der Layouter bereits die halbe Ausgabe layoutiert hat und ich eigentlich nur mehr dieses Editorial schreiben muss, kommt ein Mail aus New York mit
Autor*innen
Andreas Fogarasi

Ausgabe
N°4 (Seite 44-45)

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Kein Text vorhanden.
Autor*innen
Christa Kamleithner

Ausgabe
N°4 (Seite 45-46)

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Kein Text vorhanden.
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°4 (Seite 43)

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Kein Text vorhanden.
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°4 (Seite 42)

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Kein Text vorhanden.
Autor*innen
Daniela Hohenwallner

Ausgabe
N°4 (Seite 46-48)

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Bis vor kurzem gab es über die Rolle von Städten in Zusammenhang mit der globalen Umweltentwicklung kaum oder gar keine Diskussionsgrundlage. Der erste zusammenfassende bzw. umfassende Beitrag, der diesen Themenkomplex thematisierte, war der Output der Konferenz von Rio im Jahre 1992, die so genannte Agenda 21. Diese Agenda 21, die von Linder als blueprint for sustainable development bezeichnet wurde, befasst sich in 40 Kapitel mit der Thematik der Nachhaltigkeit. Obwohl für die
Autor*innen
Beat Weber

Ausgabe
N°3 (Seite 20-22)

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Während bei den ÖBB in der Fernsehwerbung mit Gorbatschow Glasnost einzieht, setzt die Bahnhofsrealität neuerdings andere Akzente: Am Eingang erwartet die BesucherInnen ein geharnischter Ordnungsruf. Seit kurzem hängt in allen österreichischen Bahnhöfen ein Schild, das mit dem eye catcher-Titel „Sie schätzen Ordnung? Wir auch” mit weißer Schrift auf rotem Grund zum Nähertreten einlädt. Im Kleingedruckten erwartet die Neugierigen eine ganze Liste von Taten und Verhaltensformen, die jetzt auf
Autor*innen
Ljubomir Bratić

Ausgabe
N°3 (Seite 39-41)

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Der Mexikoplatz ist ein urbaner Raum in Wien, von dem niemand erwartet, dass er sich einem der bürokratischen urbanistischen Konzepte beugen wird. Obwohl diese Urbanität durch das Gefüge verschiedener Weltvorstellungen bestimmt wird, bleibt dieser Platz, in der Nähe der aus dem Wiener Stadtbild vertriebenen Donau, was er immer war: ein pulsierendes Kommunikationszentrum Wiens. Wenn es wahr ist, dass die öffentlichen Plätze den zufälligen BesucherInnen nur selten ihren Charme zeigen, vor
Autor*innen
Michael Zinganel

Ausgabe
N°3 (Seite 04-06)

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Wer immer den Verlust des öffentlichen Raumes mit der Amerikanisierung unserer Kultur begründet, der sei daran erinnert, dass weder Urban Entertainment Center, Themenparks noch Shopping Malls amerikanische Erfindungen sind, sondern in den alten europäischen Städten entwickelt wurden, lange bevor sie von den Amerikanern angeeignet werden konnten. Learning from Las Vegas Las Vegas ist ein sich ständig wandelndes Museum der Entertainment-Kultur und ihrer jeweils aktuellsten baulichen
Autor*innen
Stephan Grigat

Ausgabe
N°3 (Seite 14-16)

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Zur Marxschen Wert- und Fetischkritik Marxismus – das meint in der Regel „Die Arbeit hoch!”, „Geld gerecht verteilen!”, „Staat statt Markt!”. Die Marxsche Wert- und Fetischkritik und an ihr orientierte Gesellschaftskritik zielen hingegen auf etwas völlig anderes: die Befreiung vom Staat statt durch den Staat, die Abschaffung von Arbeit, Geld und Kapital, von Warentausch und repressiver Gleichheit. Dem Kommunismus geht es nicht um eine Diktatur von Menschen über Menschen, sondern um eine
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°3 (Seite 02)

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Als wir beschlossen hatten, den Schwerpunkt dieser Ausgabe der Spektakelgesellschaft im Allgemeinen und deren gegenwärtigen Auswirkungen im Besonderen zu widmen, war uns nicht wirklich bewusst, dass das Thema momentan so viel Aufmerksamkeit findet. Grund für die Schwerpunktauswahl war eher unser Interesse an der Situationistischen Internationalen, das sich ja auch im Titel unserer Zeitschrift widerspiegelt. Nun zeigt die Generali Foundation in Wien eine Ausstellung zu „Shopping”, die
Autor*innen
Axel Laimer

Ausgabe
N°3 (Seite 36-37)

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Vergnügungsparks um die Jahrhundertwende und deren Auswirkung auf die Entwicklung der Stadt im 20. Jahrhundert. Eine Buchempfehlung: „Delirous New York” von Rem Koolhaas. Ende des 19. Jahrhunderts entstanden am Rande der Metropolen Europas und der Vereinigten Staaten Vergnügungsparks mit teilweise immensen Ausmaßen. Schein- und Traumwelten wurden erdacht und umgesetzt, dabei griffen die DeveloperInnen und ArchitektenInnen auf neueste technische Errungenschaften zurück, je spektakulärer desto
Autor*innen
Margot Fürtsch

Ausgabe
N°3 (Seite 35-36)

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Mit dem Einzug von Armani ins Guggenheim und dem von Guggenheim und Hermitage in Las Vegas ist es legitim der oft gestellten Frage nach dem Sinn und Zweck der Institution Kunstmuseum erneut Aufmerksamkeit zu schenken. Eine Buchempfehlung. „Museum 2000 – Erlebnispark oder Bildungsstätte ?” nennt sich ein kleines feines Buch, das Uwe M. Schneede anläßlich der aktuellen Museumsdebatte herausgegeben hat. Zu Wort kommen in erster Linie Museumsleute, die ausgehend von den aktuellen Problemen ihrer
Autor*innen
Christoph Gollner

Ausgabe
N°3 (Seite 34-35)

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Die AutorInnen von Metropolis Now! versuchen mit subjektiv-intimen Beiträgen dem Phänomen „Metropole” zur Jahrtausendwende auf den Grund zu gehen. Das ergibt eine abwechslungsreiche Reise durch eine bunte Mischung von Stadtporträts – von London bis Soweto, von Marseille bis Kuala Lumpur – mit durchaus hohem Erkenntnis- und Unterhaltungswert. „A city is a state of mind.”, schreibt Ramesh Kumar Biswas im Vorwort. Die Stadt ist eine Geisteshaltung. Die Stadt ist der Zustand der Gesellschaft. Die
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°3 (Seite 32-33)

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Urban Entertainment Destinations und Städte nach den Vorstellungen des New Urbanism sind laut dem Architektursoziologen Frank Roost die beiden derzeit bedeutendsten Trends im Bereich Stadtplanung. In beiden Bereichen sind die Konzepte des Disney-Konzerns dominierend. Frank Roost plädiert dafür die soziale Polarisierung der Städte, die Privatisierung des öffentlichen Raumes und die Mechanismen der Abgrenzung und Ausgrenzung als die wichtigsten Begriffe im Diskurs über die Zukunft der Städte
Autor*innen
Wolfgang Koelbl

Ausgabe
N°3 (Seite 48)

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3 bis 4 m² Gesamtfläche, Sitzbank, Tischchen, Monitor, zwei Mikrophone und ein telefonbuchdicker Auswahlkatalog – Karaoke für zwei mit Minimalausstattung. Jeder neue Songtitel eine neue Stimmung, Verwandlung, Identität – laut, blöd, zum Totlachen, schlecht, heimlich, schalldicht. Karaoke wird als Unterhaltung verkauft und ist es auch. In der Nachbarbox andere Verwandlungen, andere Identitäten? Man weiß es nicht. In jedem Stockwerk reihen sich mehrere solcher Boxen, in verschiedenen Größen,
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°3 (Seite 33-34)

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Centrum, das Jahrbuch Architektur und Stadt, bietet in seiner aktuellen Ausgabe 2000/2001 einen breiten Überblick zum aktuellen Stadtdiskurs, der unter dem Titel Instant City 1 + 2 zusammengefasst wird. Instant City 1 umfasst Berichte, Interviews und Kommentare zum Strukturwandel in den Metropolen New York City, Rotterdam, Hamburg, Berlin, Frankfurt am Main, Sydney, Melbourne. Instant City Teil 2 bietet Aufsätze und Reportagen zu Stadtsurrogaten und symbolischen Räumen: New Urbanism, Event
Autor*innen
Jonas Marosi

Ausgabe
N°3 (Seite 49)

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wird man von dem gefühl verfolgt, der raum, in dem man sich befinde, beginne zu erstarren. immer schwieriger wird es, bewegungen in diesem raum durchzuführen; zeit verhält sich zähflüssig und gedanken verlaufen nicht ohne widerstand. umständlich errinnert man sich an die weit zurückliegende schulzeit, in der man in solchen Stunden der größten Langeweile (wenn zeit sich dehnt, wie ein alter Kaugummi), eine kleine Fläche des schultisches mit Klebstoff beschmierte und mit dem zeigefinger diese
Autor*innen
Christina Nemec

Ausgabe
N°3 (Seite 49)

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Schon am Reumannplatz stehen sie. Polizisten, deren Aufgabe es ist, den FPÖ-Parteitag in Oberlaa zu bewachen. Die Kälte lässt mich wünschen, dass diese um die tausend OrdnungshüterInnen sich alleine draußen den Arsch abfrieren. Während mutmaßlich drinnen ein Kabas-der-Exhump, davon spricht, wie toll es nicht ist, dass die Linke am Sonntagmorgen auch lieber länger pennt (ein paar Hundert waren schon da). Der Saal wird eingeheizt. ATV und ORF zeigen Ausschnitte - die nicht einmal annähernd
Autor*innen
Ljubomir Bratić

Ausgabe
N°3 (Seite 50)

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Österreich existiert nicht. Das ist ein Satz als Pendant zu Magritts Pfeife, die bekannterweise keine ist, obwohl sie, damit wir den Dualismus erhalten können, so ausschaut, wie wenn sie eine wäre. Ein nicht-existentes Österreich und eine Pfeife, die keine ist. Und alle zwei da, wo sie nicht sind, was sich im Übrigen für einen Sätzeschreiber, wie ich einer bin, ja auch so gehört. Und was natürlich nicht besagt, dass das Ostarrichi nicht woanders sei. Bespielweise in der Fiktion der
Autor*innen
Sonya Menschik

Ausgabe
N°3 (Seite 38)

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Mit seiner selbst gestellten Aufgabe „die Geschichte der Bedürfnisanstalten möglichst umfassend aus hygienischer, technischer, architektonischer, sozialer, denkmalpflegerischer und stadtgestalterischer Sicht zu beleuchten”, schrieb der Autor Peter Payer nicht nur seine Dissertation, sondern bringt auch Licht ins dunkle eines Themas, das wirklich jeden betrifft, dessen geschichtliche Entwicklung aber bisher eher unbekannt war. Er stellte sich die Frage „welche gesellschaftlichen Entwicklungen
Autor*innen
Axel Laimer, making it

Ausgabe
N°3 (Seite 42-43)

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Wolfgang Niederwieser ist Projektleiter der Gebietsbetreuung des 5. Wiener Gemeindebezirkes (Margareten), Gründer des Kulturprojektes „Architektur Raum 5” und der Projektinitiator von „making it”. Mit dem Generalthema „Architektur” will AR5 mit wechselnden Spielorten im gesamten Gebiet des 5. Bezirkes regelmäßig Projekte im Sinne einer aktiven Stadterneuerungsarbeit organisieren. Mark Gilbert ist Architekt, arbeitet als Assistent am Institut für Architekturtheorie an der TU Wien und ist
Autor*innen
Josef Kohlbacher, Ursula Reeger

Ausgabe
N°2 (Seite 05-07)

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Integration ist, vernachlässigt man jetzt einmal die üblichen Verdächtigen, ein von allen Seiten positiv bewerteter Begriff. Von den Grünen über LIF, SPÖ und ÖVP bis zu den allermeisten NGOs können sich alle darauf einigen, dass Integration notwendig und wünschenswert ist. Sieht man von der rundum zu unterstützenden Forderung nach rechtlicher Gleichstellung für alle Menschen, die in einer Gesellschaft leben, ist sehr fraglich, wozu Integration gut sein soll. Welche Gesellschaft strebe ich an,
Autor*innen
Dagmar Grimm-Pretner

Ausgabe
N°2 (Seite 11-13)

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Städtische Parks und Plätze sollten Ausdruck urbaner Vielfalt und Lebensqualität sein, sind jedoch in den meisten Großstädten ausgesprochene Mangelstrukturen. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist durch die Belegung des größten Teiles der städtischen Freiräume mit Verkehr und das Verschwinden nutzungsfreier Zwischenräume durch bauliche Erschließung im Zuge der inneren Stadterweiterung der Nutzungsdruck auf die gewidmeten Freiräume gestiegen. Besonders akzentuiert ist diese
Autor*innen
Kanak Attak

Ausgabe
N°2 (Seite 19-20)

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Kanak Attak ist ein selbstgewählter Zusammenschluß verschiedener Leute über die Grenzen zugeschriebener, quasi mit in die Wiege gelegter "Identitäten" hinweg. Kanak Attak fragt nicht nach dem Paß oder nach der Herkunft, sondern wendet sich gegen die Frage nach dem Paß und der Herkunft. Unser kleinster gemeinsamer Nenner besteht darin, die Kanakisierung bestimmter Gruppen von Menschen durch rassistische Zuschreibungen mit allen ihren sozialen, rechtlichen und politischen Folgen
Autor*innen
Sonja Brünzels

Ausgabe
N°2 (Seite 41-46)

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Der 18. Juni 1999 war wohl der erste internationale antikapitalistische Aktionstag, der als ‚Karneval' angekündigt und an über 40 Orten auf allen Kontinenten mit entsprechend unkonventionellen Mitteln durchgeführt wurde: Anti-business-lunch in Sydney, öffentliche Verbrennung eines Arschlochs in Kanada, Straßentheater vor der Weltbank in Mexiko, öffentlicher Thesenanschlag im Lutherschen Stil an den Toren der Amsterdamer Börse, Verwandlung einer Hauptstraße in einen Strand in Barcelona,
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°2 (Seite 39-40)

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Reclaim the Streets (RTS) formierte sich 1991 in London und widmete sich in der ersten Phase ausschließlich dem Thema Auto: In einem der ersten Flugblätter hieß das "FOR walking, cycling and cheap or free public transport, and AGAINST cars, roads and the system that pushes them." RTS unterschied sich so gesehen in den ersten Jahren ihres Bestehens der inhaltlichen Orientierung nach nicht sehr von einer einfachen BürgerInneninitiative. Was sie bereits damals zu etwas Besonderem
Autor*innen
Antonia Ramirez

Ausgabe
N°2 (Seite 48-50)

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Die Integration der Ausländer (ab jetzt hier weiblich verbal radical chic, auf p.c.-Wortendungen pfeifend, Tschuschinnen genannt) ist selbstverständlich ein aufgeklärtes Ziel moderner, demokratischer Staaten, für die frau sich heutzutage in Europa mit der ganzen Seele engagiert. Denn Tschuschinnen sind gut für die Wirtschaft. Im Post-Sanktionen-Haider-Österreich quasseln alle, sogar die Freiheitlichen, von "Ausländerintegration". Das heißt, sogar wenn die Einsatzmöglichkeiten der
Autor*innen
Ljubomir Bratić

Ausgabe
N°2 (Seite 48)

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Vom Konzert der hegemonialen Sozialpartnerschaft, das in den vergangenen 50 Jahren zu hören war, hat sich Österreich zu einem überaus komplexen Gebilde von kultur- und politischen Kämpfen gewandelt. Österreich ist mittlerweile das Land - das einzige Land -, in dem alle unsere Probleme als MigrantInnen besprochen, entschieden und gegen unsere Interessen angewendet werden. Selbst diejenigen unter uns, die auf das Prinzip der Selbstorganisation setzen - die im Schatten der Öffentlichkeit immer
Autor*innen
Jonas Marosi

Ausgabe
N°2 (Seite 50)

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die herbstwelt hat sich wieder ausgebreitet und ein wenig traurig blickt man auf die vergessene zeit des sommers, in der zeit so einfach verstrichen war. ein leises rauschen legt sich in den hintergrund der gedanken und zeit wird zur begleiterscheinung - etwas macht sich auf Ihr zu folgen ... angestrengt überlegt man, was die zeit zum stillstand geführt hatte, sollten es gedanken sein, die sich jetzt ausbreiteten. man hatte den körper auf einen bequemen Wohnzimmerstuhl gelegt, so wie man es
Autor*innen
Axel Laimer, Sonya Menschik

Ausgabe
N°2 (Seite 37)

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Vor einigen Monaten ist im Promedia-Verlag das Buch "Das Neue und die Stadt", herausgegeben von Wiens Bürgermeister Michael Häupl, erschienen. Im Gegensatz zur oberflächlich gehaltenen Einleitung von Autor Michael Häupl, in der es hauptsächlich um die Errungenschaften der SPÖ im Bereich des Zusammenwirkens von Kommunalpolitik und Bereichen wie Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft geht, wirken die Themen der drei Kapitel vielversprechender. Dem Inhaltsverzeichnis nach sollte man
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°2 (Seite 34)

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Im Juli fand in Berlin die Weltkonferenz Urban 21, eine Fortsetzung der Rio-Konferenz von 1992, statt. Dazu ist ein Weltbericht für die Zukunft der Städte - Urban 21 erschienen. Die Arbeitsgruppe Enquete, der Redaktion des Berliner Mieter-Echos hat einen Reader zu diesem Weltbericht veröffentlicht. Die Redaktion hat StadtexpertInnen eingeladen zur ersten, englischen Version des Weltberichts, Reinventing the City - Urban Future 21, Stellung zu nehmen. Der Weltbericht wurde unter Federführung
Autor*innen
Christina Nemec

Ausgabe
N°2 (Seite 48)

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Ich habe letzte Nacht von den Ratten geträumt, die im Verbindungsgang zwischen Hofburg und Bundeskanzleramt leben. Und davon, wie verwundert die waren, als die neue Regierung ihnen einen Besuch abstattete. Noch bevor sie sich den Medien präsentierte. Hübsch war sie anzusehen. Dachten die Ratten. Und freuten sich gleichzeitig über die große mediale Aufmerksamkeit, die ihnen und ihrer Lebensumgebung zukam. Ein halbes Jahr später kommt jemand und fragt grinsend: "Bist du konkret betroffen
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°2 (Seite 02)

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Zuerst einmal ein großes Dankeschön für die vielen Reaktionen auf unsere erste Ausgabe. Es hat uns sehr überrascht und gefreut, wie schnell sich das Wissen um die Existenz von dérive verbreitet hat und welch unterschiedliche "Szenen" wir erreichen konnten. Trotz einiger Schwierigkeiten - wir mussten den geplanten Schwerpunkt Stadtökologie leider verschieben und durch den nicht minder interessanten Schwerpunkt Reclaim the Streets ersetzen - haben wir es geschafft, die zweite Ausgabe
Autor*innen
Martin Krenn

Ausgabe
N°2 (Seite 28-29)

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Das Projekt bietet durch Kooperation mit einzelnen TeilnehmerInnen Einblicke in die sogenannten Donnerstag-Demos. Der Titel verweist durch die Nicht-KursivStellung von "Demon" auf die von rechter Seite versuchte Dämonisierung der Demo-teilnehmerInnen. Demonstrate kann aber auch als Veranschaulichung (Demonstration) der Inhalte, die hinter dem Phänomen der Donnerstagdemos stehen, gelesen werden. Durch das Ausrufezeichen am Ende des Titels wird die Parteinahme des Künstlers für den
Autor*innen
Christoph Gollner

Ausgabe
N°2 (Seite 36-37)

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Man würde beim ersten Anblick einer Ausgabe von hintergrund nicht unbedingt ein Magazin eines Architekturzentrums vermuten: so glanz-, design- und zeitlos kommt es im unauffälligen, aber praktischen A5-Format daher. Dünn gesäte Schwarzweiß-Fotos und viel kleine Schrift füllen das grobe Naturpapier. Designlos? Nun ja, irgendwie 70er-Jahre-Alltagsdesign. Erinnerungen an die ganz normale Kindheitsumgebung. Und das so unprätentiös echt, so fern der momentanen modisch-nostalgischen
Autor*innen
Daniela Hohenwallner

Ausgabe
N°1 (Seite 15-18)

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Als einen "Gürtel grünen Angers", als eine Art Korrektiv für die nicht mehr rückgängig zu machende dichte Verbauung der Vorstädte, so sah Eugen Fassbender die Ausgestaltung des ehemaligen Territoriums des Linienwalles. Diese Grünflächen stünden somit "der armen, der arbeitenden Bevölkerung" zur Verfügung, die sich Ausflüge in Naherholungsräume schlichtweg nicht leisten konnten. Fassbender erhielt einen der beiden zweiten Preise, die im Zuge des
Autor*innen
Jonas Marosi

Ausgabe
N°1 (Seite 17-18)

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Die Grammatik ist »Geschichte« oder »historisches Dokument«: Sie ist »Photographie« einer bestimmten Entwicklungsphase einer nationalen (kollektiven), historisch entstandenen und in ständiger Entwicklung begriffenen Sprache, oder sie enthält die grundsätzlichen Elemente einer solchen Photographie. Die praktische Frage kann sein: Wofür eine solche Photographie? Um einen Aspekt der Kultur in seiner Geschichte zu beschreiben, oder um einen Aspekt der Kultur zu verändern?
Antonio Gramsci: Notizen zur Sprache und Kultur

Autor*innen
Axel Laimer, Sonya Menschik

Ausgabe
N°1 (Seite 36)

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Kein Text vorhanden.
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°1 (Seite 39-47)

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Die Verantwortlichen der "Operation Spring" standen von Anfang an unter großem Druck. "Operation Sping" musste endlich der große Erfolg werden. Nachdem trotz intensivster Bemühungen in den Jahren zuvor stets nur afrikanische Klein- und KleinstdealerInnen und keineswegs "Drogen-Barone" festgenommen werden konnten und auch die beschlagnahmten Drogen kaum den Aufwand wert waren, sollte nun endlich die "perfekt organisierte" nigerianische Drogenmafia
Autor*innen
Michael Zinganel

Ausgabe
N°1 (Seite 04-07)

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Paradigmenwechsel räumlicher Kontrolle Während in elektronischen Netzwerken sogenannte dezentrale "Communities" neu erfunden werden und gleichzeitig Risikokapital beträchtlichen Ausmaßes verschoben wird, wächst die Tendenz zur Selbsteinschließung nicht nur im Wohnbereich sondern auch in der Konsum- und Freizeitindustrie: der Mittelstand pendelt zunehmend nicht nur zwischen seinem Schlafplatz in der "Gated Community" - abgeschlossenen, eingezäunten und bewachten
Autor*innen
Obiora C-lk Ofoedu

Ausgabe
N°1 (Seite 47)

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Jeder, der Drogen und das mit ihnen verbundene Übel anprangert, ist ein Heiliger. So gesehen haben wir viele Heilige in unserer Gesellschaft. Die Parias wären demnach diejenigen, die von Drogen leben. Um das eigene Gesicht zu wahren, mochte schon mancher von ihnen seine Spießgesellen an Polizeiagenten verraten. Ungeachtet dessen, dass eine Krähe der anderen kein Auge aushackt. Die Sicherheitskräfte taten ihre Pflicht und verhafteten oder töteten diejenigen, die das Glück verlassen hat.
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°1 (Seite 02)

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Der Untertitel von dérive lautet Zeitschrift für Stadtforschung. Ein Untertitel der die Sache vermutlich nicht ganz trifft, weil er zu eng gefasst scheint, da es uns in erster Linie um gesellschaftliche Entwicklungen geht, die in der Stadt besser erkennbar sind, weil sie früher und konzentrierter auftreten. Die immer intensivere Überwachung des öffentlichen Raums, Zero-Tolerance-Politik, Rassismus, Erlebniswelten und Multiplexe, Gentrifizierung, Migration und Integration, Stadtplanung,
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°1 (Seite 35)

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Bevor die beiden letzten Bücher von Mike Davis vorgestellt werden, soll noch einmal auf sein mittlerweile zurecht als "Klassiker" gehandeltes Buch City of Quartz hingewiesen werden, das eine umfangreiche stadtsoziologische Darstellung von Los Angeles enthält und nicht ganz unverantwortlich für die Existenz dieser Zeitschrift ist - unbedingt lesen! Die beiden neuen auf deutsch erschienen Bücher von Mike Davis (beide sind 1999 erschienen), sind die Artikelsammlung Casino Zombies und
Autor*innen
Christoph Laimer, Erik Meinharter, Klaus Ronneberger

Ausgabe
N°1 (Seite 19-21)

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dérive: Tendenzen sind in Hinblick auf die Abschreckung unerwünschten Publikums von privatisiertem öffentlichem Raum in Zukunft verstärkt zu erwarten? Läuft es eher in Richtung offensiver Abwehr durch Wachpersonal oder wird eher versucht werden durch architektonische Mittel eine unangenehme Atmosphäre für marginalisierte Gruppen zu schaffen? K. Ronneberger: In den Metropolen lassen sich gegenwärtig unterschiedliche Kontrollstrategien beobachten, die sich gegenseitig stützen und verstärken.
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°1 (Seite 48)

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Obiora C-Ik Ofoedus erzählt in seinem Buch von den Ereignissen am Tag seiner Verhaftung bis zu seiner Entlassung aus dem Wiener Landesgericht. In Rückblicken berichtet er über seine Organisationstätigkeiten im Rahmen der Demonstration rund um den Tod Marcus Omofumas. Das Buch ist kein hasserfülltes Pamphlet gegen die rassistische Politik dieses Staates, sondern ein fast nüchtern erzählter Bericht über die Ereignisse. Es wundert eineN bei der Lektüre gelegentlich, dass Ofoedus Sprache nicht
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°1 (Seite 39-40)

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Laut dem Jahresbericht der Zentralstelle für die Bekämpfung der Suchtgiftkriminalität aus dem Jahr 1997 waren nur ein Drittel der bei Suchtgiftermittlungen Verhafteten keine ÖsterreicherInnen, von diesen kamen 7% aus Liberia, 3,5% aus Nigeria und 1% aus dem Sudan. Der Anteil der SchweizerInnen betrug 5,3%, derjenige der Deutschen sogar 12,8%. Trotzdem wurde in dieser Zeit nicht die "Soko Tschüs", sondern die "Sonderkommission Jambo" gegründet, die "das Treiben
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°1 (Seite 37-38)

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Seit Mitte der 90er Jahre gelangen regelmäßig Berichte über Polizeiübergriffe auf Schwarze in Zusammenhang mit Drogenrazzien und Kontrollen an die Öffentlichkeit. Dabei sagt die Zahl der Fälle, die medial präsentiert werden und wurden, noch gar nichts über die wahren Verhältnisse aus. Bei Befragungen und Projektstudien stellt sich immer wieder heraus, dass es kaum Menschen mit dunkler Hautfarbe gibt, die noch nicht rassistisch beschimpft oder diskriminiert worden sind. Obwohl von hohen
Autor*innen
Manuel Castillo

Ausgabe
N°1 (Seite 26)

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Präsentation der Gruppe Tschuschenpower von Manuel Castillo

Autor*innen
Erik Meinharter, Nina Danklmaier, Phillip Rode, Silija Tillner

Ausgabe
N°1 (Seite 11-14)

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Mag. a arch Silija Tillner ist maßgeblich an der Konzeption und Umsetzung der Gürtelsanierung im Rahmen des EU-Urban Projektes beteiligt. Das Gespräch führten Nina Danklmaier und Phillip Rode, für dérive moderierte Erik Meinharter. dérive: Inwieweit stehen analytische Bestandteile Ihrer Vorstudie mit der gestalterischen Umsetzung im Zusammenhang? Tillner: Vor meiner Studie gab es noch unzählige andere Studien zum Gürtel, die ich natürlich alle studiert habe, sie hatten jedoch alle einen
Autor*innen
Angelika Schuster, Christoph Laimer, Tristan Sindelgruber

Ausgabe
N°1 (Seite 30-33)

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Spiegelgrund ist eine Filmdokumentation über Menschen, die während des Nationalsozialismus vom Erziehungs- und/oder Euthanasieprogramm an der Wiener Jugendfürsorgeanstalt und Kinderfachabteilung Am Spiegelgrund als Opfer und Angehörige betroffen waren und es bis heute sind. Der Bogen ihrer Erzählungen spannt sich von der Zeit zwischen 1940 und 1945 bis in die Gegenwart. Das Interview mit den RegisseurInnen Angelika Schuster und Tristan Sindelgruber führte Christoph Laimer. dérive: Was hat
Autor*innen
Klub Zwei/Maiz

Ausgabe
N°1 (Seite 22)

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Betrifft: Zensur? Vorauseilender Gehorsam? Oder "nur" ein veralteter, repressiver Medienkunstbegriff? Gesendet an: Kunst- und Kulturinstitutionen, KünstlerInnen, Kuratorlnnen, Kritikerlnnen, AktivistInnen und „Journalistlnnen im In- und Ausland. Im Januar 2000 wird Klub Zwei eingeladen, im Rahmen der steirischen Landesausstellung gr2000az eine Arbeit auf einem Großbild in den Arkaden des Schlosses Eggenberg in Graz zu präsentieren. Wir entschließen uns, auf die aktuelle politische
Autor*innen
MAIZ-Frauen

Ausgabe
N°1 (Seite 49)

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Letztes Jahr, genau zu diesem Zeitpunkt, geschah das unerwartete Pinkwerden der einst blauen Donau. Das Pinkwerden des Wassers verursachte eine bis dato von der Wissenschaft noch nicht erklärte Färbung der Lebewesen dieses ökologischen Raumes. Die einzige Feststellung, die bis jetzt angekündigt wurde, bezieht sich auf die Tatsache, dass nur ausländische Amphibien vom Phänomen des Pinkwerdens betroffen sind. Die MAIZ-Frauen setzen sich für die Rechte der pinkgewordenen Amphibien ein und bieten
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°1 (Seite 21)

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Klaus Ronneberger, Stephan Lanz und Walther Jahn zeigen in ihrem Buch Die Stadt als Beute am Beispiel einiger deutscher Städte, wie sich die aktuellen ökonomischen Entwicklungen auf Kommunen auswirken. Die kontinuierliche Verringerung der Finanzmittel für die Städte durch die neoliberale Wirtschaftspolitik zwingt die Stadtverwaltungen auf der einen Seite ihre Ausgaben zu senken und auf der anderen Seite für Mehreinnahmen zu sorgen. Mehreinnahmen durch Unternehmenssteuern, Gewinnsteuern etc.
Autor*innen
Christina Nemec

Ausgabe
N°1 (Seite 49)

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"mein" bezirk ist der zehnte, favoriten - nicht draußen in oberlaa - sondern dort wo die häuser nach dem krieg aus schutt einfach wieder zusammengeklebt wurden - d.h. wenn ich einen nagel in die wand schlage, rinnt diese förmlich aus - zurück bleibt ein großes loch, ecke columbusgasse/davidgasse. ich gehe fast täglich zur U1 station reumannplatz. sobald es wärmer wird und der tichy aufsperrt, sitzen die leute auf immer unbequemeren bänken. wenn ich durch den park gehe, komme ich an