Autor*innen
Thomas Ballhausen

Ausgabe
N°73 (Nur online)

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Der britische Musiker und Autor Keaton Henson lässt mit seinem grafischen Narrativ Gloaming eine schwarz-weiße Geisterwelt inmitten unserer Wirklichkeit sichtbar werden: Übergroße, ungeschlacht wirkende Figuren, fleckige, haarige Wesen schweben durch eine menschenleere Vorstadt, liegen auf Häusern, schauen durch Fenster herein, ragen gigantisch zwischen den Gebäuden hervor. Immer wieder sind auch langhaarige Yurei-Gespenster – die spätestens mit der Rezeption japanischer Horrorfilme einen
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°73 (Seite 04-05)

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Lange Zeit lautete eines der Versprechen der Stadt, in der Anonymität des Urbanen die Möglichkeit zu haben der sozialen Kontrolle des Dorfes – und den damit verbundenen Konsequenzen – zu entfliehen. Ganz egal welchen Lifestyle man pflegte, welche sexuelle Orientierung man hatte, welche politischen Ansichten man teilte und in welchen Kreisen man sich bewegte – die Stadt machte Platz für individuelle Lebensentwürfe und im besten Fall ließen sich gleichgesinnte Menschen finden, mit denen der
FRAC
Autor*innen
Elisabeth Haid

Ausgabe
N°73 (Seite 53-54)

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Das ArchitektInnenduo Lacaton & Vassal hat längst internationale Bekanntheit erlangt, sei es durch ihre (unkonventionellen) Wohnbauten – vom Einfamilienhaus bis zu Großwohnsiedlungen –, Kulturbauten wie das FRAC Nord-Pas de Calais (siehe Abb.) oder die Adaptierung des Palais de Tokyo in Paris. In letzterem findet man sich beim Betreten der Ausstellung inhabiting: pleasure and luxury for everyone im Innsbrucker aut wieder: Ein Foto des Innenraums gibt einen lebhaften, fast maßstabsgetreuen
Autor*innen
Christoph Laimer, Elke Rauth

Ausgabe
N°73 (Seite 01)

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Die Frage, wie eine wahrlich demokratische urbane Gesellschaft aussehen könnte und müsste, beschäftigt uns seit langer Zeit. Wir haben diesem Thema mehrere Ausgaben von dérive und dem urbanize!-Festival gewidmet: Perspektiven eines kooperativen Urbanismus, Housing the Many – Stadt der Vielen, Henri Lefebvre und das Recht auf Stadt, Citopia Now, Stadt selber machen und letztes Jahr Demokratie. Mit dem diesjährigen Festival und dieser dérive-Ausgabe setzen wir diese Erkundung fort. An der
Walls
Autor*innen
Stepan Nest, Silvester Kreil

Ausgabe
N°73 (Seite 54-55)

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Es ist also wieder soweit, erneut versucht die Architekturbiennale in Venedig, von Frühsommer bis Herbst zum Sehnsuchtsort des globalen Architekturdiskurses zu werden. Schon Venedig selbst gilt als ein übersättigter Ort, in dem man sich nicht nur leicht verliert, sondern auch von einer großen Anzahl sehenswerter Objekte und visueller Informationen überfordert wird. Um aus diesem Rummel der unstrukturierten ästhetischen Erlebnisse rauszukommen, sollte man sich ganz bewusst fragen, was man
Autor*innen
Barbara Holub, Joanna Rajkowska

Ausgabe
N°73 (Seite 32-36)

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Der Foto- und Konzeptkünstler Herwig Turk arbeitet seit vielen Jahren im Spannungsfeld von Wissenschaft, Biologie und Natur und realisiert Projekte in unterschiedlichen Kontexten. In großformatigen Fotografien untersucht er u.a. die Komplexität von Landschaftsräumen, die von den Eingriffen von Technik und Infrastruktur gekennzeichnet sind und somit das widersprüchliche Verhältnis von naturräumlichen Bedingungen und Fragen der Nutzung sichtbar machen. 2016 setzte Herwig Turk mit seiner Arbeit
Autor*innen
Andreas Fogarasi

Ausgabe
N°72 (Seite 33-37)

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Joanna Rajkowska works in and with the public space, which she perceives as a highly political place where different forms of life meet. In 2002 she realized her most famous project in Warsaw – Greetings from Jerusalem Avenue. On her own initiative and inspired by a trip to Israel, she set up the 15-metre-high artificial palm tree on one of the city’s main roads, the Alej Jerozolimskich. It still stands there as an exotic foreign body that has become a point of identification and orientation
Autor*innen
Lilly Marie Untner

Ausgabe
N°72 (Seite 58-59)

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Ein aktueller Sammelband, herausgegeben von Heidrun Aigner und Sarah Kumnig, widmet sich gleichsam unterschiedlichen Grenzpraktiken sowie dem beschränkten Zugang zu Ressourcen für viele und stellt wiederholt und aus den verschiedensten Perspektiven Strategien vor, wie Widerstand organisiert und Selbstorganisation geleistet werden kann. Im Sommersemester 2017 hielten die Autorinnen Vorträge im Rahmen der transdisziplinären Ringvorlesung Stadt für alle?! Zwischen lokalen Grenzpraktiken und
Autor*innen
Gabriele Kaiser

Ausgabe
N°72 (Seite 57-58)

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In seiner Unentschiedenheit zwischen Entwurfshaltung (Ethik) und Stil (Ästhetik) ist der Brutalismus ein wunderbares Beispiel für das Eigenleben eines Begriffs, der als Etikett einer architektonischen Bewegung globale Strahlkraft erreichte. Die Auslegungen brutalistischer Architektur sind vielfältig und widersprüchlich, so dass es kaum verwundert, dass heute jeder etwas anderes darunter versteht. »Wie viele Brutalismen gibt es eigentlich?«, fragen die Kuratoren Oliver Elser, Philip Kurz und
Autor*innen
Kacper Pobłocki

Ausgabe
N°72 (Seite 04-05)

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There are two types of cities. Some are talkative – they churn out one story after another. Denizens in New York City, Paris, Beirut or Tokyo, when asked about the city they live in, will openly and gladly tell you what makes their city special. Such narratives usually add up to a coherent picture of local urban identity. Warsaw belongs to the other group – that of taciturn cities. It does not have a predefined identity, and when asked about their city, Warsavians’ knee-jerk reaction is either to ask the outsider for their view or to change the subject.

Autor*innen
Johanna Betz, Sara Schmitt Pacífico

Ausgabe
N°72 (Seite 59-60)

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Mayer/Reed; ZGF Architects: Max Orange Line, Stadtbahn von Portland nach Milwaukie, Vom 21. April bis 02. September 2018 ist im Deutschen Architekturmuseum (DAM) in Frankfurt am Main die Ausstellung FAHR RAD! Die Rückeroberung der Stadt zu sehen. Begrüßt werden die BesucherInnen mit einer knappen statistischen Übersicht sowie Zukunftsvisionen zum Thema Radfahren und Verkehrsinfrastruktur in der Bundesrepublik. Darauf folgen Tafeln und Modelle, die beeindruckende bauliche Manifeste der
Autor*innen
Peter Leeb

Ausgabe
N°72 (Seite 55-56)

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Der 100. Todestag Otto Wagners ist Anlass von Ausstellungen und Veranstaltungen, um den großen Architekten aus dem Hintergrund des Wiener Alltags in den Vordergrund der Reflexion zu bringen. Mehr als ein halbes Jahrhundert ist es bereits her, als das Werk, im damals noch als Historisches Museum der Stadt Wien bezeichneten Haus am Karlsplatz, zum ersten Mal überhaupt vertieft gezeigt worden ist. Seit damals rückte der (Wiener) Vater der Moderne vermehrt ins architektonische, aber auch ins
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°72 (Seite 01)

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This special issue on Warsaw is the 72nd edition of dérive and the first with an editorial in English for 18 years (the German version is available on our website, derive.at). In addition to the editorial, all contributions to the focal point are in English. However, this does not mean that dérive will be available only in English in the future. The choice of language is due to the issue being produced in cooperation with the organizers of this year’s INURA conference in Warsaw, where the
Autor*innen
Antje Lehn

Ausgabe
N°71 (Seite 55)

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Beim Titel Schoolbook fragt man sich zunächst, was damit wohl unterrichtet wird. Der Verweis auf die Schule für städtisches Handeln lässt ahnen, dass hier etwas Neues ausprobiert wird, denn von einem Schulfach für städtisches Handeln war bisher noch in keiner Bildungsdiskussion die Rede. Tatsächlich handelt es sich weder um eine staatliche Institution noch um eine feste Einrichtung, sondern um ein temporäres Lern- und Vermittlungsformat, bei dem über den Zeitraum von zwei Jahren in zwei
Autor*innen
Barbara Holub, Paul Rajakovics

Ausgabe
N°71 (Seite 32-36)

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In ihrem Insert für dérive zeigen die beiden KünstlerInnen ein neues noch offenes Projekt über die österreichische Architektin und Designerin Anna Lülja Praun. Die Arbeiten von Anna-Lülja Praun (1906–2004) haben erst spät in ihrem langen Leben Anerkennung gefunden, teils weil sie nur als Mitarbeit bei Herbert Eichholzer und Clemens Holzmeister aufscheinen und der Großteil ihrer eigenen Möbel und Objekte erst ab 1952 nach der Trennung von Richard Praun entstanden ist, teils weil ihre Arbeiten
Autor*innen
Andreas Fogarasi

Tags
Exempel
Cäcilia Brown beschäftigt sich mit dem öffentlichen Raum und seinen Ordnungen und Hierarchien. Sie wählt dafür das Medium der Skulptur mit dessen ihm ganz eigenen Ordnungen und Hierarchien. Manche davon sind ganz profan – Gewicht, Volumen, Können, Farbe, Schmutz  – und manche Luxusprobleme, wie sie unlängst eine Einzelausstellung betitelt hat. Die Werktitel in jener Ausstellung lauteten dementsprechend: Aktivbürger, Aktivbürger (Kopie), Innerstädtischer Grillgeruch, Er zieht ein und ich zieh
Autor*innen
Silvester Kreil

Ausgabe
N°71 (Seite 59)

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Die Arbeit von Forensic Architecture konnte in den letzten Jahren immer wieder Aufsehen erregen und wurde schließlich bei der Architekturbiennale in Venedig 2016 einem breiten Publikum bekannt. Unter der von Alejandro Aravena kuratierten Thematik Reporting From the Front waren die Projekte von Forensic Architecture damals in gleich mehreren Pavillons vertreten. Dabei legten alle Beiträge der in London ansässigen Research Agency unmissverständlich dar, dass das Berichten von der Front ihre
Autor*innen
Ernst Gruber

Ausgabe
N°71 (Seite 58)

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Es ist noch nicht einmal ein Jahr her. Mitte 2017 musste in Wien der Kulturverein mo.ë seinen Standort nach knapp sieben Jahren aufgeben. Das Geld und die Rendite mit Immobilien hatten gesiegt. Es verschwanden nicht nur sieben Jahre Kulturarbeit, auch die Räumlichkeiten sind nun dem Gemeinwohl für immer entzogen. Am mo.ë hat man deutlich gesehen, dass es Ideen, Modelle und Zeit braucht, um zu Geld und letztendlich zu Raum zu kommen. Wenn BürgerInnen in solchen Fällen keine
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°71 (Seite 01)

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Top-down vs. Bottom-up, Selbstorganisation und gegenseitige Hilfe vs. sozialdemokratischer Wohlfahrtsstaat, urbane Kompetenz vs. Paternalismus, Rotes Wien vs. Siedlerbewegung: Das sind Debatten, denen wir uns sowohl in dérive als auch beim urbanize! Festival immer wieder stellen. Meistens kommen wir dabei zum Schluss, dass es ein Best of Both Worlds braucht. Wobei wir uns als BewohnerInnen einer Stadt wie Wien in der gefühlte fünf Magistratsabteilungen für jeden Pflasterstein zuständig sind,
Autor*innen
Robert Temel

Ausgabe
N°71 (Seite 53)

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Viele Projekte der Zürcher Wohngenossenschaften aus der jüngsten Vergangenheit sorgen weit über die Schweiz hinaus für Furore: sie bieten Lösungsansätze für aktuelle Fragen der städtischen Entwicklung, die sich in ganz Europa stellen; sie unterstützen soziale Vielfalt; sie verknüpfen Wohnen mit anderen urbanen Funktionen auf neuartige Weise; sie sind groß genug, um auf die umgebende Stadt auszustrahlen; sie experimentieren mit innovativen Programmen; und sie sind architektonisch
Autor*innen
Andre Krammer, Friedrich Hauer

Ausgabe
N°71 (Seite 04-07)

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Die informelle Stadt ist in aller Munde. Gedacht wird dabei oft reflexartig an Favelas, Shantytowns, Barriadas – an die zahlreichen Slums des globalen Südens. Wir wollen mit dieser Ausgabe von dérive zeigen, dass informelle Siedlungen eine räumlich ausgreifende, bis heute vielfach präsente Realität der europäischen Stadt waren bzw. sind. Ihre Entwicklungsgeschichte ist in der Forschung unterrepräsentiert und tritt meist nur lokalhistorisch in Erscheinung. Dieser Umstand ist der sozialhistorischen wie urbanistischen Bedeutung informeller Siedlungen nicht angemessen.

Autor*innen
Lucas Pohl

Ausgabe
N°70 (Seite 04-05)

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»Das Phänomen Stadt zerfällt, indem es sich entfaltet« — Henri Lefebvre Foto: Scott Hocking Das Vorwort zu einem Themenheft über Detroit zu schreiben gestaltet sich in etwa so schwer, wie die Gestaltung eines solchen Schwerpunktes. Schließlich wurde kaum eine Stadt innerhalb und außerhalb der Stadtforschung aus so vielen Gründen herangezogen, um urbane Phänomene in der Geschichte und Gegenwart zu erörtern, dass sich bei einer Zusammenstellung an Beiträgen über Detroit notwendig die Frage
Autor*innen
Ursula Maria Probst

Ausgabe
N°70 (Seite 53-54)

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Wie wird eine inmitten eines Niemandslandes im Fernen Osten unter Stalin gebaute Stadt an der transsibirischen Eisenbahn – 8.000 km von Moskau und 130 km von der Volksrepublik China entfernt – zum Austragungsort einer künstlerischen Auseinandersetzung zu Fragen des Jüdischen Autonomen Gebietes der Russischen Föderation? Das Projekt Birobidshan – Birobidschan, so lautet auch der Name der Stadt, deren Historie in den 1930er Jahren unter dem Vorzeichen der Utopie von einem fernöstlichen
Autor*innen
Elke Rauth

Ausgabe
N°70 (Seite 51)

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Munizipalismus lautet das aktuelle Buzz-Word für viele an einem tiefgreifenden Wandel der urbanen Gesellschaft interessierte linke Bewegungen, die unter den Auswirkungen der Dauerkrise seit 2007 an einer solidarischen Praxis für den städtischen Alltag arbeiten. Gemeint ist damit eine neue Form des Regierens, die den leeren Hallen der Demokratie wieder echtes Leben einhauchen möchte. Entstanden aus den Bewegungsinitiativen und in den Nachbarschaften betrachten die munizipalistischen
Autor*innen
Ursula Maria Probst

Ausgabe
N°70 (Seite 54-55)

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Wie lassen sich angesichts der derzeitigen komplexen weltpolitischen Situation filmische und dokumentarische Formen der Narration finden, die uns dazu bewegen, über den europäischen Tellerrand zu blicken und Welt territorial, mental und emotional anders zu denken. Für ihr Dokumentar- und Spielfilmprogramm ist es der diesjährigen Viennale gelungen, dafür starke, unter die Haut gehende Positionen zu finden, ohne sich dabei bloß auf eine Spurensuche nach der filmischen Übersetzbarkeit oder
Autor*innen
Rixt Hoekstra

Ausgabe
N°70 (Seite 52)

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The book The Riddle of the Real City deals with the history of the city of Rotterdam. However, at the same time, the scope of this work is much wider. As the author writes, it is a »cloud essay« that serves to sharpen our theoretical understanding of urban interventions, and it is also a dialogue with philosophers like Bataille, Foucault, Sloterdijk, and Virilio. As a non-linear history, the book is a response to our present media reality and the fragmentation of information; as such, it
Autor*innen
Paul Rajakovics

Ausgabe
N°70 (Seite 54)

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Das Avantgardefestival steirischer herbst feiert sein 50. Jubiläum, ein Anlass für zahlreiche Veranstaltungen. Eine davon ist die Ausstellung Diese Wildnis hat Kultur, die derzeit im GrazMuseum zu sehen ist. Sie wurde von Martin Behr, Otto Hochreiter, Anette Rainer und Martina Zerovnik kuratiert und versteht sich sowohl als Jubiläumsausstellung als auch als generelle Retrospektive des steirischen herbstes. Zum 50. Jubiläum wurden neben dieser Ausstellung, u.a. ein Herbstbuch veröffentlicht,
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°70 (Seite 01)

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100 Jahre Oktober Revolution, 100 Jahre Republik Österreich, 50 Jahre 1968, 200. Geburtstag von Karl Marx, 50 Jahre Le droit à la ville (Recht auf Stadt) … Die letzten und die kommenden Monate sind von zahlreichen Gedenk- und Jahrestagen geprägt. Über ein Ereignis, das vor 50 Jahren stattfand, hat die Regisseurin Kathrin Bygelow einen Film gedreht, der gerade in unseren Kinos gelaufen ist: Detroit. Im Juli 1967 fanden in Detroit Riots statt, bei denen sich nach einer Razzia in einer illegalen
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°69 (Seite 61)

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Mark Purcells Buch The Down-Deep Delight of Democracy ist bereits 2013 erschienen. Da es inhaltlich sehr gut zu unserem Schwerpunkt passt und im deutschsprachigen Raum wenig bekannt ist, soll es, obwohl nicht unbedingt eine Neuerscheinung, trotzdem an dieser Stelle vorgestellt werden. Mark Purcell hat sich bereits 2008 in seinem Buch Recapturing Democracy – Neoliberalization and the Struggle for Alternative Urban Futures ausführlich mit dem Thema Demokratie beschäftigt. Beide Bücher eint
Autor*innen
Anita Aigner

Ausgabe
N°69 (Seite 55-57)

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Steigende Mieten in wachsenden Großstädten, Knappheit im Marktsegment preisgünstiger Mietwohnungen und eine immer größere werdende Gruppe ein-kommensschwacher Haushalte (Zugewanderte, Alleinerziehende etc.) haben die Wohnungsfrage neu entfacht. Auch im akademischen Raum ist die Organisation von erschwinglichem Wohnraum zunehmend ein Thema. Und das ist gut so. Jüngstes Zeugnis dafür: der Sammelband Wohnraum für alle?! Perspektiven auf Planung, Politik und Architektur. Eine Publikation, die
Autor*innen
Peter Leeb

Ausgabe
N°69 (Seite 22-27)

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Partizipationsprozesse gehören zum stadtpolitischen Standardrepertoire. Die Kritik an diesen Prozessen ist ebenso groß wie in den meisten Fällen berechtigt, dienen sie doch oft zu nichts anderem als Top-down-Politik zu behübschen. Die selbstorganisierte Freirauminitiative FRISCH versucht seit fünf Jahren auf dem 30 ha großen Gelände der Schmelz in Wien zu erreichen, dass der Nachbarschaft mehr Raum zur Verfügung gestellt wird. Darüber wie es ihr mit diesem Bottom-up-Anliegen seither ergangen ist, schreibt Peter Leeb, einer der Aktivisten von FRISCH, im folgenden Beitrag.

Autor*innen
Gabriele Sturm, Paul Rajakovics

Ausgabe
N°69 (Seite 32-36)

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Für the taste of paradise – von einem Ende der Handelskette zum anderen ist Gabriele Sturm im wahrsten Sinne des Wortes bis an das andere Ende der Welt gelangt: In Bremen entdeckte die Künstlerin in einer Vitrine im Überseemuseum einen Paradiesvogel, der sie an die Hutfedern älterer Damen in ihrer Kindheit erinnert hatte. Gabriele Sturm beginnt eine intensive Recherche der (deutschen) Kolonialzeit auf Papua-Neuguinea und den daraus resultierenden Handelsbeziehungen zu Deutschland und
Autor*innen
Silvester Kreil

Ausgabe
N°69 (Seite 60)

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Das Nordico Stadtmuseum lädt diesen Herbst ein, Linz »neu zu denken und selbst zu machen«. Beispielgebend fungieren dabei 35 Projekte und Initiativen aus den Bereichen do it yourself, Recht auf Stadt sowie regionale und ökologische Wirtschaftskreisläufe. Die von Klaudia Kreslehner kuratierte Ausstellung Wege zum Glück bespielt dabei fünf Räume und deckt ein zeitliches Spektrum von 1985 (mit dem Verein Migrare) bis hin zu großteils aktuellen Impulsen ab. Zusätzlich zu neunzehn direkt in und
Autor*innen
Peter Payer

Ausgabe
N°69 (Seite 52-53)

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Von der Öffentlichkeit viel zu unbemerkt ist im letzten Spätwinter die Wiener Stadtforscherin Elisabeth Lichtenberger gestorben. Von den 1970er Jahren an hat sie – wie wohl wenig andere in Österreich – für mehr als drei Jahrzehnte die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Phänomen Stadt geprägt, dafür nationale und internationale Anerkennung und zahlreiche hohe Auszeichnungen erhalten. Es soll hier nicht der Raum sein, Lichtenbergers akademischen Werdegang und ihre umfangreichen
Autor*innen
Kate Shea Baird

Ausgabe
N°69 (Seite 28-31)

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In einer Welt, die zwischen neoliberaler Krise und Autoritarismus feststeckt, beweist eine neubelebte munizipalistische Bewegung, dass sie ein starkes Werkzeug ist, um emanzipatorische Alternativen von Grund auf zu gestalten. Von 9.-11. Juni 2017 haben sich BürgermeisterInnen, StadträtInnen und AktivistInnen aus über 40 Länder zur internationalen, munizipalistischen Fearless-Cities-Konferenz in Barcelona getroffen. Die Veranstaltung brachte erstmals ein Netzwerk munizipalistischer Plattformen zusammen, das sich im Laufe der letzten Jahre, ohne große Aufmerksamkeit zu erregen, rund um die Welt ausgebreitet hat.

Autor*innen
Christoph Laimer, Elke Rauth

Ausgabe
N°69 (Seite 04-06)

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»What is to be done, what we all must do together, is to engage in a collective struggle and perpetual struggle to democratize our society and to manage our affairs for ourselves.«

Mark Purcell

Autor*innen
Christoph Laimer, Elke Rauth, Niels Boeing

Ausgabe
N°69 (Seite 15-21)

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»Überlegungen zur freien Stadt der Zukunft« lautet der Untertitel von Niels Boeings Buch VON WEGEN, das 2015 in der Edition Nautilus erschienen ist. Diese Überlegungen drehen sich immer wieder um die Notwendigkeit einer Demokratisierung der urbanen Gesellschaft, weshalb wir Niels Boeing zu einem Gespräch für dieses Schwerpunktheft eingeladen haben. Darin geht es sowohl um die ganz konkreten Erfahrungen, die Niels Boeing in den letzten Jahren in St. Pauli/Hamburg gemeinsam mit der Recht auf Stadt-Bewegung und ihren Aktivitäten gemacht hat, als auch um Gedanken über Modelle einer Versammlungsdemokratie, dem Potenzial von Commons oder den Freuden der Selbstorganisation. Niels Boeing ist Autor, Journalist und aktiv im Hamburger Recht auf Stadt-Netzwerk sowie in mehreren urbanen Initiativen wie z.B. dem Fabulous St. Pauli oder Wohl oder Übel. Das Gespräch führten Elke Rauth und Christoph Laimer.

Autor*innen
Michael Klein

Ausgabe
N°69 (Seite 54)

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Mit Liebe zur Stadt beschrieb der Historiker Jacques Le Goff einmal die aktive Teilhabe im Verhandlungsprozess zwischen den vielfachen Widersprüchlichkeiten und Differenzen, die das städtische Zusammenleben ausmachen. Ich weiß nicht, ob Le Goff Pate stand bei der Titelgebung dieses Buches, das sich vorgenommen hat, einen Teil dieser Widersprüchlichkeiten sichtbar zu machen. Vermessung einer Liebe zur Stadt trifft es aber gut, als dass das Buch anhand einer Untersuchung der Bilder von der
Autor*innen
Thomas Ballhausen

Ausgabe
N°69 (Seite 57-58)

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Der Philosoph Manfred Sommer legt mit seiner Monografie Von der Bildfläche den Versuch einer Archäologie der Lineatur, so der Untertitel, vor. Er hat sich dabei nicht weniger vorgenommen, als den Umständen nachzugehen, wie wir zur Bildfläche gekommen sind, was wir über die Geschichte hinweg über den Prozess ihrer Entstehung bzw. Entwicklung lernen können und welche Konsequenzen das auch für uns als die Nutzer und Nutzerinnen dieser Flächen hat. Die Bezugskonstanten dieser ambitionierten
Autor*innen
Christoph Laimer, Elke Rauth

Ausgabe
N°68 (Seite 01)

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In unserer 17-jährigen Tätigkeit sind wir – höchst unverdienterweise – nicht gerade mit Preisen überhäuft worden, was möglicherweise auch daran liegt, dass wir uns nie um Auszeichnungen beworben haben. Heute dürfen wir uns aber endlich selbst gratulieren: Wir haben nämlich einen Preis gewonnen und zwar für das urbanize!-Festival. Für diesen haben wir uns freilich auch nicht beworben, ihn aber trotzdem bekommen – nämlich den Kleinen Staatspreis für … nein falsch: den Förderungspreis der Stadt
Autor*innen
Ernst Gruber

Ausgabe
N°68 (Seite 55-56)

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Das umkämpfte Grün ist in den zehn Beiträgen des gleichnamigen Sammelbands jeweils Ausgangspunkt weiterreichender Betrachtungen zu Stadtentwicklung und BürgerInnenbeteiligung. Was in den größtenteils wissenschaftlich gehtaltenen Beiträgen jeweils unter Grün verstanden wird, reicht von selbst initiierten und angeeigneten, gemeinschaftlich bewirtschafteten Nutzgärten bis hin zu einem auf Freiwilligenarbeit aufbauenden Umgang mit kommunalen Parks und Freiflächen. Die Beschreibungen bedienen
Autor*innen
Peter Payer

Ausgabe
N°68 (Seite 56-57)

Tags
Berlin
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»Jede Stadt ist ein Individuum«, schreibt der Berliner Publizist Karl Scheffler 1910, wohl wissend, dass sie dies und gleichzeitig noch viel mehr ist. Denn stets verbirgt sich hinter der Einzelerscheinung etwas Größeres eingebettet in eine sich vielfach verzweigende Geschichte der Urbanität. Das reizvolle Spannungsverhältnis zwischen Singularität und Allgemeingültigkeit steht denn auch im Zentrum des Buches, das Rolf Lindner vor kurzem über seine Heimatstadt Berlin vorgelegt hat. Der
Autor*innen
Andre Krammer, Christoph Laimer

Ausgabe
N°68 (Seite 18-22)

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Eine Tankstelle, die ihren Betrieb eingestellt hatte, und die Idee daraus ein Kino zu machen, waren 2010 der Startpunkt für eine Gruppe von FreundInnen und Bekannten, die heute unter dem Namen Assemble bekannt sind, ein Architekturbüro zu gründen. Das Projekt hieß Cineroleum und fungierte für ganze sechs Wochen als Kino. Trotz der kurzen Dauer und des ephemeren Charakters ist Cineroleum bis heute ein prägendes Ereignis für die Mitglieder von Assemble geblieben, auf das sie immer wieder referieren. Assemble arbeitet nach dem Learning by doing-Prinzip. Die Lösung der Aufgabe wird in der Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Projekt – in Recherchen, Gesprächen und Experimenten – erarbeitet. Auf die Frage nach historischen Referenzen, nach Vorbildern und theoretischen Einflüssen antworten Assemble zurückhaltend, eher nebenbei wird erwähnt, dass es doch auch so etwas wie gesellschaftspolitische Prinzipien gibt, die ihrer Arbeit zugrunde liegen. Assembles Praxis ist auch insofern interessant, als dass das Kollektiv selbst ein organisatorisches Experiment ist. Alle Mitglieder des Teams, die großteils von Anbeginn dabei sind, sind gleichberechtigte PartnerInnen. Es gibt keine Hierarchien und keine fixen Aufgabenbereiche. Eines ihrer interessantesten und beispielgebenden Projekte ist Granby Four Streets, für das sie 2015 mit dem britischen Turner-Preis ausgezeichnet wurden, was ihren Bekanntheitsgrad schlagartig erhöhte. Granby Street war einst eine große ArbeiterInnensiedlung in Liverpool, die über die Jahrzehnte hinweg weitgehend zerstört wurde. Nur vier Straßenzüge sind übrig geblieben, für deren Erhalt die BewohnerInnen über zwei Jahrzehnte lang gekämpft haben. 2011 konnte die Siedlung in einen Community Land Trust (CLT) eingebracht werden. Gemeinsam mit den BewohnerInnen entwickelte Assemble ein Sanierungskonzept. Derzeit läuft im Architekturzentrum Wien eine sehenswerte Ausstellung über die Arbeit von Assemble. Andre Krammer und Christoph Laimer haben die Gelegenheit genutzt und Maria Lisogorskaya und Lewis Jones von Assemble am Tag der Eröffnung für dérive zum Gespräch gebeten.

Autor*innen
Thomas Ballhausen

Ausgabe
N°68 (Seite 59-60)

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Der österreichische Lyriker Helwig Brunner legt mit seinem Journal eine Edition präziser Beobachtungen vor, die ein Jahrzehnt des Lesen, Schreibens und Analysierens aufschlüsseln. In essayistischem Tonfall adressiert Brunner meisterhaft die sprachlichen Grundlagen unserer Wahrnehmung und unseres (Miss-)Verstehens. Sein Buch ist ein Wunderwerk des Findens und Erfindens, der Bilder und Einbildungen, das nicht zuletzt um Raum- und Naturerfahrung kreist. Bereits die Titelabbildung stellt uns,
Autor*innen
Silvester Kreil

Ausgabe
N°68 (Seite 58-59)

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Wer in dieser Ausstellung primär Luftbilder und Grundrisspläne erwartet, wird bereits durch das erste Ausstellungsstück eines Besseren belehrt. Die Fotografie Blick vom Hochhaus in der Herrengasse offenbart sogleich den Versuch der KuratorInnen Elke Doppler und Sándor Békési, vielmehr auf Blickachsen und die historischen Beweg- und Hintergründe des Kartographierens und Abbildens einzugehen. Das wird zu Beginn der Ausstellung nochmals durch die Frage verdeutlicht, wie wir Wien als Ganzes
Autor*innen
Iris Meder

Ausgabe
N°68 (Seite 57-58)

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Hemmungslosen Manchesterliberalismus attestierte man dem Großkapital, das der kleinen Käuferin mit fiesen Mitteln das Ersparte aus der Tasche zog. Dabei schreckte man, wie alarmierte Politiker konstatierten, auch nicht davor zurück, hormonelle Extremzustände im Rahmen von Menstruation oder Schwangerschaft auszunutzen. Kleptomanie als weibliches Phänomen wurde ein Thema. Warenangebot und Präsentation der Warenhäuser waren in erster Linie auf Frauen ausgerichtet. Das Aufkommen der aufwändig
Autor*innen
Antje Lehn

Ausgabe
N°68 (Seite 52)

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Auf der 1929 veröffentlichten surrealistischen Weltkarte von Yves Tanguy folgen die Größen- und Lageverhältnisse der Landmassen nicht einer geometrisch-projektiven Logik, sondern einer subjektiv-künstlerischen Strategie, um eurozentrische Machtverhältnisse zu kritisieren. Auch Guy Debords psychogeographischer Plan von Paris dekonstruiert 1957 die Karte als Abbild der Wirklichkeit. Manifestationen der Kritischen Kartographie lösen seit Jahren Debatten über die gesellschaftliche Verantwortung
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°68 (Seite 51-52)

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Wien ist aus städtebaulicher Perspektive nicht gerade für seine Plätze berühmt. Der Karlsplatz ist bekanntlich eher eine Gegend als ein Platz, so urteilte angeblich zumindest Otto Wagner. Den Rathausplatz bekommt man als solchen kaum einmal in den Blick, weil darauf mehr oder weniger ganzjährig irgendwelche Events stattfinden. Der Reumannplatz fällt auch eher in die Kategorie Gegend. Der Yppenplatz hätte räumlich zwar das Potenzial zur Piazza, ist aber mittlerweile ein einziger Gastgarten.
Autor*innen
Elke Rauth

Ausgabe
N°68 (Seite 53-54)

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Gemeinschaft boomt. Nach Jahrzehnten der forcierten Individualisierung, des schneller – besser – höher als Glücksversprechen an die Generation Selbstoptimierung, scheint der Glaube an die Kraft des Einzelnen zu sinken. Denn während sich das allgemeine Hamsterrad mit 180 Sachen Richtung Highspeed-Gesellschaft gedreht hat, haben jene, die bereits höher waren, sich den Kuchen ganz entspannt Stück für Stück einverleibt. Leistungsgesellschaft? Wohl eher Der Papa wird’s scho richten wie Oscar
Autor*innen
Ursula Maria Probst

Ausgabe
N°68 (Seite 54-55)

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Mohamed Bourouissa, Carré rouge (aus der Serie Périphérique), 2005, Foto: ADAGP Mohamed Bourouissa, Courtesy der Künstler und kamel mennour, Paris/London. Unsere derzeitige politische Situation heizt Populismen an. Die um sich greifende Diskussion über Fake News lässt den Ruf nach alternativen Fakten laut werden. Soziale Medien, Big Data und Echokammern organisieren den Raum des Realen. Was passiert wenn Identitätspolitiken von identitärer Politik vereinnahmt werden? Wen titulieren wir,
Autor*innen
Aldo Giannotti, Barbara Holub, Paul Rajakovics

Ausgabe
N°68 (Seite 32-36)

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Spätestens seit Ende 2016, als er mit dem Anerkennungspreis des STRABAG Artaward International ausgezeichnet wurde, ist Aldo Giannotti in Wien überaus präsent. Kurz davor wurde sein Projekt Buildings on Buildings am Yppenplatz in Wien Ottakring bei Kunst im Öffentlichen Raum Wien eröffnet. Bei Buildings on Buildings wurden in Wien an drei Orten reale Fassaden zum Untergrund seiner performativer Zeichnung: »Sein Anliegen ist es, eine Feedbackschleife zwischen dem Sujet der Zeichnung und dem
Autor*innen
Andre Krammer

Ausgabe
N°67 (Seite 54-55)

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Die Publikation CONSTANT. Space + Colour. From Cobra to New Babylon entstand im Rahmen der gleichnamigen Ausstellung, die 2016 im Cobra Museum für Moderne Kunst in Amstelveen nahe Amsterdam gezeigt wurde. Diese widmete sich dem bisher kaum gezeigten Frühwerk der 1950er Jahre des niederländischen Malers, Bildhauers und Essayisten Constant Nieuwen­huys (1920—2005). Heute ist* Constan*t insbesondere als Schöpfer der alternativen Stadtvision New Babylon (1959-74) bekannt. Constant war zudem
Autor*innen
Felix Wiegand

Ausgabe
N°67 (Seite 53-54)

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Die über Wochen besetzten Plätze in den Zentren der Metropolen als Orte der Selbstermächtigung und Laboratorien einer neuen, echten Demokratie; die vielfältigen Praxen der Solidarität und Selbstorganisierung im Angesicht einer alltäglichen Krise; der offensive Kampf gegen die Austeritätspolitik nationaler Regierungen und europäischer Institutionen — die Krisenproteste, die seit 2010 vor allem, aber keineswegs ausschließlich in Südeuropa entstanden sind und Hoffnung auf einen demokratischen
Autor*innen
Natalja Salnikova

Ausgabe
N°67 (Seite 56-57)

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(Stadt)Exkursionen sind heute ein nicht mehr wegzudenkender Bestandteil innerhalb der universitären Bildung vieler Studierender. Dem akademischen Elfenbeinturm den Rücken zukehrend, begeben sich Studierende, aber auch erprobte WissenschaftlerInnen an historische Orte, um ihre fachspezifischen, vermehrt auch interdisziplinären Fragen an den oft gedrängten und zum Teil überlagerten Raum zu stellen und ihn mit allen Sinnen zu erkunden. Publiziert werden im Anschluss meist nur die konkreten
Autor*innen
Barbara Holub, Marusa Sagadin, Paul Rajakovics

Ausgabe
N°67 (Seite 32-36)

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Maruša Sagadin ist eine sehr präsente Künstlerin, wir sind erstmals beim Steirischen Herbst 2011 auf ihre Arbeit gestoßen, als sie in der Grazer Mariahilferstraße längs der Häuserfront Sitz- und Leuchtobjekte installiert hatte. Vielleicht hätten wir uns gar nicht hingesetzt, wenn nicht schon andere Bekannte dort gesessen wären. Die Objekte waren ein Hybrid zwischen Skulptur, Tisch und Bank. Der Ort hätte in seiner Ambivalenz nicht besser gewählt werden können, da die Mariahilferstraße in Graz
Autor*innen
Maja Lorbek

Ausgabe
N°67 (Seite 55-56)

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Das Phänomen des urban gardening, der kollektiven Bewirtschaftung von städtischen Brachen als Nutz- und Ziergärten als auch als soziales Experiment, lässt auch das Interesse an der traditionellen Form der Kleingärten erneut erstarken. In einigen europäischen Ländern verfügen diese über eine lange Tradition, eine legale Absicherung und sind in die Stadtplanung eingebunden. In anderen sind urbane Kleingärten ein vergleichsweise junges Phänomen. Das vorliegende Buch basiert auf einem vier Jahre
Autor*innen
Katharina Held

Ausgabe
N°67 (Seite 21-27)

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Depending on who you ask, perceptions of Markthalle Neun in Berlin Kreuzberg oscillate between two opposing poles. Some people describe it as a fascinating urban renewal project with an exceptional atmosphere. Others discern one of the worst examples of the neighbourhood’s ongoing gentrification, which excludes large sections of the population. These antagonisms are negotiated in the assemblage of the market that takes shape in a critical discourse surrounding its daily operations.

Autor*innen
Christoph Laimer, Elke Rauth

Ausgabe
N°67 (Seite 01)

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Urban Gardening liegt seit Jahren im Trend, städtische Märkte feiern eine Renaissance und sind Fixpunkt von Stadttourismustouren, Kochevents gibt es aller Orten und Streetfood wandelt sich auch in unseren Breiten von der exotischen Attraktion zum Alltagsangebot. Man könnte meinen, die Stadtbevölkerung verbringt ihre Tage mit Gärtnern, Kochen und Essen. In dieser Schwerpunktausgabe zum Thema Nahrungsraum Stadt werden Sie trotzdem über die neuesten Urban-Gardening-Tipps ebenso wenig lesen, wie
Autor*innen
Thomas Ballhausen

Ausgabe
N°67 (Seite 57-58)

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Das Schaffen des US-amerikanischen Autors T.C. Boyle lässt sich in seiner Gesamtheit auch unter der thematischen Perspektivierung menschlicher Bedingungen in Extremsituationen lesen und verstehen. Prinzipien des Ein- und Ausschließens, seien sie nun gesamtgesellschaftlich, räumlich oder weltanschaulich, kennzeichnen sein Abarbeiten an ökologisch-politischen Systemen. Seine aktuellen feinnervigen Durchleuchtungen, verstärkt von phantastischen Elementen, kommen zeitlich durchaus passend:
Autor*innen
Michael Freerix

Ausgabe
N°67 (Seite 58)

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Architektur und Städtebau dienen dem Künstler Matias Bechtold als Blaupause für seine Kunst, in der er die Möglichkeiten einer gegenständlichen Kunst mit einem Hang zum Absurden erkundet. Bechtolds bildhauerische Arbeiten muten auf den ersten Blick wie Architektur- oder Stadtmodelle an. Bei genauerer Betrachtung wird klar, dass sie dies genau nicht sind, sondern Kommentare zu Architektur und Städtebau, mit einer psychologischen Komponente. Bechtold tastete sich vom Kleinen zum Großen vor. Zu
Autor*innen
Christoph Laimer, Elke Rauth

Ausgabe
N°67 (Seite 48-52)

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Das City Plaza ist ein selbstverwaltetes Refugee-Wohnprojekt in einem ehemals leerstehenden Hotel im Zentrum von Athen. Das 7-stöckige Haus für rund 400 Menschen ist im April 2016 besetzt worden und wird seitdem von den BewohnerInnen auf der Basis von Solidarität und Selbstorganisation betrieben. dérive hat das in vielen Aspekten herausragende Projekt besucht.

Autor*innen
Katharina Held

Ausgabe
N°67 (Seite 04-05)

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Nahrungsmittel in der Stadt, Nahrungsmittel aus der Stadt, Foto: Derive Food »emerges as something with phenomenal power to transform not just landscapes, but political structures, public spaces, social relationships, cities« (Steel 2009). Nahrungsmittel sind als fundamentaler Bestandteil menschlichen Lebens auf vielfältige Weise in das städtische Alltagsleben eingebunden, sie verändern öffentliche Räume, das allgemeine Stadtbild, die Stadtpolitik, durchdringen städtisches Leben und
Autor*innen
Andre Krammer

Ausgabe
N°66 (Seite 55-56)

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Die Schau Am Ende: Architektur. Zeitreisen 1959–2019 und die Begleitpublikation Steiner ́s Diary – Über Architektur seit 1959 adressieren gleichzeitig das kollektive Gedächtnis aller Architektur- und Stadtinteressierten, wie sie auch eine subjektive Zeitreise von Dietmar Steiner darstellen. Steiner, der seit der Gründung des Wiener Architekturzentrums im Jahr 1993 dessen Direktor war, verabschiedet sich mit Ende des Jahres in den Ruhestand. Das scheint insofern konsequent, waren doch
Autor*innen
Ursula Maria Probst

Ausgabe
N°66 (Seite 59-60)

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Wie wichtig Filme sind, die das Leben und Sterben von Menschen in Ausnahmesituationen ausgelöst durch Kriege thematisieren, zeigt der anlässlich der Viennale 2016 präsentierte Film Homeland (Iraq Year Zero). Abbas Fahdels Film birgt als Dokumentarfilm durch seine Dauer von 334 Minuten zwar Tücken der Überlänge in sich, der sich selbst eingefleischte ViennalistInnen entziehen. Umso beeindruckender ist es, wie es dem Filmemacher gelingt, durch seine synoptisch, analytisch scharfsinnige,
Autor*innen
Robert Temel

Ausgabe
N°66 (Seite 53-54)

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Im Wohnbau sieht es mit theoretisch fundierten und gleichzeitig praxisorientierten Reformvorschlägen schlecht aus: ExpertInnen liefern häufig minimale Detaillösungsansätze für Auswüchse, die dann im parteipolitischen Gleichgewicht des Schreckens versanden. Andererseits gibt es Entwicklungsideen, denen man leider das mangelnde Wissen über Rahmenbedin- gungen und Praxis des heutigen Wohnbaus sofort ansieht. Andreas Rumpfhuber versucht mit seinem Band Wunschmaschine Wohnanlage, basierend auf
Autor*innen
Adina F. Camhy

Ausgabe
N°66 (Seite 56-57)

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Rund um das Ausstellungsprojekt Wohnungsfrage, das 2015 im Haus der Kulturen der Welt in Berlin gezeigt wurde, entstand eine gleichnamige thematisch als auch optisch bunt gestaltete Publikationsreihe bei Spector Books. Neben historischen Texten und aktuellen Case Studies werden in der zwölfteiligen Reihe auch Projekte von an der Ausstellung beteiligten Arbeitsgruppen präsentiert. In dialogischen Prozessen zwischen Architekturbüros und stadtpolitischen Initiativen wurden neue Wohnformate als
Autor*innen
Andreas Fogarasi, Susanne Kriemann

Ausgabe
N°66 (Seite 32-36)

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Susanne Kriemanns Arbeiten changieren raffiniert zwischen dokumentarischer Genauigkeit und poetischem Zauber. Immer wieder geht sie geschichtlichen Ereignissen und ihren Auswirkungen auf die Gegenwart nach, globalen wirtschaftlichen Zusammenhängen und ihren lokalen Paradoxien. Ihr Projekt One Time One Million begann mit dem Erwerb einer frühen Hasselblad- Fotokamera auf einer Auktion im Militärmuseum Stockholm. Victor Hasselblad baute die ROSS HK 7 als Luftaufklärungskamera 1941 im Auftrag
Autor*innen
Klaus Ronneberger

Ausgabe
N°66 (Seite 57-59)

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In den letzten Jahren ist eine Reihe von Studien und Büchern über kreative Städte veröffentlicht worden, die man grundsätzlich in zwei ideologische Lager unterteilen kann: Zum einen gibt es eine breit gestreu­te Ratgeberliteratur, die der Kreativität im Zeitalter der wissensintensiven Ökonomie eine strategische Bedeutung beimisst. Demnach erfordert es der globale Standortwettbewerb, dass städtische Administrationen alles daran setzen müssen, diesen Rohstoff durch unkonventionelle Anregungs-
Autor*innen
Joachim Schlör

Ausgabe
N°66 (Seite 04)

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»One person’s Jerusalem is not another’s«, schreiben Esther Benbassa und Jean-Christophe Attias. Wir alle, Stadtbewohner und -bewohnerinnen doch zumeist, haben unsere Vorstellungen von einer guten Stadt, von einem Leben im Zwischenspiel von Diversität und Harmonie. Zu begreifen, dass der Nachbar – auf der Straße, im Kaffeehaus, am anderen Ende der Stadt – womöglich eine andere Vorstellung vom richtigen Leben hat, und Wege zu finden, wie sich die vielen unterschiedlichen Hoffnungen miteinander
Autor*innen
Alexander Peer

Ausgabe
N°66 (Seite 42-46)

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Stanislaus Demba kann froh sein, dass er heute nicht im Café Schottenring Zuflucht suchen muss. Diese tragikomische Figur aus Leo Perutz’ Nachkriegsroman Zwischen neun und neun würde vergeblich um Einlass bitten. Das Café hat mehr als 130 Jahre existiert. Ab 2012 wurde das Gebäude saniert. Heute ist das Haus wieder vollständig vermietet – bis auf das Parterre. Diesbezüglich wird eben mit möglichen Mietern aus verschiedenen Branchen verhandelt. Ob es jemals wieder ein klassisches Wiener Café am Schottenring 19 geben wird?

Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°66 (Seite 01)

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Wie unsere Newsletter- und Facebook-Abonnenten und -Abonnentinnen wissen, haben wir bei der Stichwahl der Bundespräsidentschaftswahl in Österreich erstens dazu aufgerufen wählen zu gehen und zweitens Van der Bellen zu wählen. Wir haben so einen Aufruf zum ersten Mal in unserer 17-jährigen Vereinsgeschichte gemacht und auch wenn der Vorsprung von Van der Bellen schlussendlich 7,6 % bzw. rund 350.000 Stimmen betragen hat und somit viel deutlicher als erwartet war, bereuen wir den Schritt nicht.
Autor*innen
Hilke Berger

Ausgabe
N°65 (Seite 52-53)

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Die Forderung nach gesellschaftlicher Teilhabe bei städtischen Planungsprozessen wird angesichts des rasanten Wachstums und der immer schnelleren Veränderung des urbanen Lebens sowie diverser katastrophaler Szenarien für die Umwelt immer drängender. Mit welcher Intention – von wem und für wen – Stadt eigentlich ent­wickelt wird und wie eine zukunftsfähige Stadtentwicklung jenseits neoliberaler Dogmen aussehen könnte, sind dabei zentrale Fragen. Die englischsprachige Publikation City Linkage
Autor*innen
Plenum des Hamburger Recht auf Stadt-Netzwerks

Ausgabe
N°65 (Seite 29-31)

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Das folgende Statement des Plenums des Ham­burger Recht auf Stadt-Netzwerks aus dem Februar 2016 bezieht sich auf die seit Jahren ungelöste Wohnungsfrage, die im Zuge des weiter gestiegenen Bedarfs an Wohnraum durch die Ankunft einer großen Zahl von Flüchtlingen in den letzten Monaten in Hamburg – sowie in vielen anderen Städten – unübersehbar geworden ist. Ganz konkret ist es auch eine Reaktion auf die Forderung der Hamburger Initiativen für Integration (IFI) nach einem Volksentscheid gegen Großunterkünfte für Flücht­linge. Die IFI sind ein Dachverband von lokalen Initiati­ven.

Autor*innen
Andre Krammer

Ausgabe
N°65 (Seite 53-54)

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Arna Mackic (geb. 1988), Autorin von Mortal Cities. Forgotton Monuments wurde wie viele andere ihrer Generation in ihrer Kindheit vom Bürgerkrieg in Jugoslawien geprägt. Ihre Familie floh in den 1990er Jahren von Bosnien nach Holland. 1999 kehrte die heute in Amsterdam lebende Architektin das erste Mal zurück nach Mostar und fand eine zerstörte mortal city vor, die sie nicht mehr vergessen konnte. Mackic begann daraufhin ein anhaltendes Interesse für das Verhältnis von Architektur, Stadt und
Autor*innen
Andre Krammer

Ausgabe
N°65 (Seite 51)

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Jan Turnovsky´ (1942-1995) war ein tschechisch-­österreichischer Architekt, Hochschullehrer und Theoretiker. Er studierte in Prag, emigrierte 1966 nach Österreich und wurde schließlich Assistent und Professor am Wohnbauinstitut der TU Wien. Über das akademische Umfeld hinaus – er war ein ebenso beliebter wie unkonventioneller Architekturlehrer – wurde Turnovsky´ vor allem durch seine Dissertation Die Poetik eines Mauervorsprungs bekannt. Der Text schaffte es in die berühmte Bauwelt
Autor*innen
Barbara Holub, Maria Hahnenkamp, Paul Rajakovics

Ausgabe
N°65 (Seite 32-36)

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Anlass für dieses Insert war die im Juli zu Ende gegangene umfassende Werkschau von Maria Hahnenkamp in der Fotogalerie Wien im WUK. »Ihr zentrales Thema ist die Auseinandersetzung mit Fotografie als mediale Macht, die den (vor allem weiblichen) Körper in den Medien und der Werbung in einen engen Bildraum zwingt. In ihrer (Anm.: fotografischen) Arbeit verweigert Hahnenkamp diese Schaulust, sie führt hinter die ›schöne‹ Bildoberfläche und versucht die unsicht­bare Gewalt in den Medien und in
Autor*innen
Christian Schöningh, Claudia Hummel, Florian Schmidt, Maria Munoz Duyos

Ausgabe
N°65 (Seite 18-22)

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Illustration: Raumlabor Die Initiative Haus der Statistik ist bestrebt das sechs Gebäude umfassende Haus der Statistik am Alexanderplatz in Berlin als ein Zentrum für Geflüchtete, Soziales, Kunst und Kreative zu entwickeln. Das Gebäude gehört dem Bund, die anliegen­den Freiflächen sind im Eigentum des Landes Berlin. Ein Verkauf des Gebäudes an das Land Berlin ist sehr wahrscheinlich. Einer Aufforderung des Berliner Finanzsenators folge­nd hat die Initiative ein Angebot entwickelt,
Autor*innen
Anna Kokalanova

Ausgabe
N°64 (Seite 04-09)

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Ehemaliges Wohnheim für vietnamesische VertragsarbeiterInnen in Sofia, das jetzt als Sozialunterkunft für Roma dient., Foto: Foto — Anna Kokalanova Am 19. April dieses Jahres, nur elf Tage nach dem Internationalen Roma Tag[1]:, verbreitet sich im Internet ein Video, in dem der 17-jährige Rom Mitko aus Ovchepoltsi in Bulgarien brutal von einem 24-Jährigen verprügelt wird. Grund für diese Aggressivität ist eine Aussage, die Mitko vor der Kamera macht: »We are equal.« Dieser einfache Satz
Autor*innen
Monika Streule

Ausgabe
N°64 (Seite 57-58)

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2015 – siebzig Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs läuft die Erinnerungsforschung auf Hochtouren. In der Fülle deutschsprachiger Publikationen zum Gedenkjahr lädt das Buch Risse im Raum. Erinnerung, Gewalt und städtisches Leben in Lateinamerika zu einem in mehrfacher Hinsicht ungewöhnlichen Nachdenken über Erinnerungsräume ein. Die Kulturwissenschaftlerin und Lateinamerika-Spezialistin Anne Huffschmid fragt darin nach der Räumlichkeit des Erinnerns und verbindet dadurch Ansätze der
Autor*innen
Barbara Feller

Ausgabe
N°64 (Seite 56-57)

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Ein Buch für ein Haus, das jetzt noch steht. Mit der Publikation Hilmteichstraße 24 legen die ExpertInnen für Herbert Eichholzer, Antje Senarclens de Grancy und Heimo Halbrainer, zusammen mit Eva Klein, eine Publikation vor, die wie in einem Brennglas Aspekte von Architektur, Geschichte und Kunst bündelt. Anhand des Hauses wird dabei ein Blick sowohl auf das moderne Bauen und die moderne Kunst geworfen als auch die Geschichte von Widerstand, Verfolgung und Ermordung erzählt. Diese
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°64 (Seite 01)

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Wer mit halbwegs wachem Geist in Europa lebt, weiß, dass Roma diskriminiert werden, ihnen mit rassistischem Hass und Gewalt begegnet wird; und doch scheint die Verdrängungsleistung in Bezug auf die untragbare Situation groß. Im Februar 1995 wurden Josef Simon, Peter Sarközi, Karl und Erwin Horvath im burgenländischen Oberwart durch einen rassistisch motivierten Bombenanschlag getötet. 2008/09 wurden in Ungarn sechs Roma von Rechtsextremisten heimtückisch ermordet, 55 weitere teils schwer
Autor*innen
Klaus Ronneberger

Ausgabe
N°64 (Seite 55-56)

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Im letzten Jahrzehnt hat die Forderung Recht auf die Stadt eine Renaissance erlebt. Unter dieser eingängigen Parole werden so unterschiedliche Themen wie Gentrifizierung, Privatisierung öffentlicher Güter oder Migrations- und Flüchtlingsbewegungen angesprochen. Im März 1968 – also kurz vor der Pariser Mai-Revolte – fordert der Philosoph Henri Lefebvre im Manifest Le droit à la ville erstmals das Recht auf Stadt ein. Diese Kampfschrift ist nun mit einem Vorwort vom Hamburger Künstler und
Autor*innen
Thomas Ballhausen

Ausgabe
N°64 (Seite 60)

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Nick Cave ist richtigerweise nicht nur als Musiker eine fixe Größe des kulturellen Geschehens – seine Prosaarbeiten und insbesondere seine Lyrics machen immer wieder die literarischen Qualitäten seines Wirkens deutlich. Für die nun auch in deutscher Sprache vorliegende jüngste Veröffentlichung, The Sick Bag Song, hat er sich auf eine Zwischenform verlegt, die in mehrfacher Hinsicht von der Kategorie des Raums, sei es in geografischer oder in poetischer Hinsicht, geprägt ist. Als lyrischer
Autor*innen
Angelika Krinzinger, Barbara Holub, Paul Rajakovics

Ausgabe
N°64 (Seite 32-36)

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Die Geste ist eine Bewegung des Körpers oder eines mit ihm verbundenen Werkzeuges, für die es keine zufriedenstellende kausale Erklärung gibt. Vilém Flusser Angelika Krinzinger beschäftigt sich seit vielen Jahren mit oft (makro-)fotografischen Zugängen zu Objekten und Körperausschnitten. Vielfach entstehen dabei Fotoarbeiten und Serien von groß dargestellten Teilbereichen des Körpers, die unprätentiös den sinnlichen Charakter fokussieren und über das Detail die Frage nach dem Ganzen
Autor*innen
Iris Meder

Ausgabe
N°64 (Seite 58-60)

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Erst ein dünnes, dann ein dickes, nun ein noch dickeres Buch: Italomodern 2, herausgegeben von AUT.Architektur und Tirol und dem Vorarlberger Architektur Institut, erschienen bei Park Books, in bewährtem solidem Paperback, diesmal anders als der beigefarbene erste Band in samtigem Chianti-Rot gehalten, mit himmelblauen und sonnengelben Text-Insert-Seiten. Und wieder sitzt man mit offenem Mund vor den Fundstücken der Brüder Martin und Werner Feiersinger und kann ihnen nicht genug dankbar sein
Autor*innen
Monika Platzer

Ausgabe
N°63 (Seite 52-53)

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Die Charta von Athen, 1943 von der französischen CIAM-Gruppe publiziert, gilt als Manifest der Funktionalen Stadt. Die darin festgeschriebene Funktionstrennung in Verkehr, Wohnen, Arbeiten und Freizeit, wird bis heute für die Fehlplanungen der Nachkriegszeit verantwortlich gemacht. Es ist das große Verdienst der HerausgeberInnen Evelien van Es, Gregor Harbusch, Bruno Maurer, Muriel Pérez, Kees Somer und Daniel Weiss, den Fragestellungen und Diskursen des 1933 stattfindenden legendären
Autor*innen
Robert Temel

Ausgabe
N°63 (Seite 57-58)

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Das Thema gemeinschaftliches Wohnen ist im Deutschen Architekturmuseum (DAM) angekommen: Der vorgestellte Band ist der begleitende Katalog zur Ausstellung Daheim. Bauen und Wohnen in Gemeinschaft und thematisiert einen Aspekt solcher Projekte, der bisher nicht oft im Zentrum des Interesses stand. Während gemeinschaftliche Wohnformen meist aus stadtplanerischen und wohnpoliti- schen Perspektiven – neben individuellen Wohn- und Gemeinschaftswünschen – diskutiert werden, ist architektonische
Autor*innen
deleteme

Ausgabe
N°63 (Seite 54-55)

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Urbane Landwirtschaft ist ein zentraler Bestandteil von Europas Städten, und das nicht erst seit Urban Gardening in Stadtentwicklungsplänen auftaucht. Lebensmittel- produktion in der Stadt weder als ländliches Überbleibsel noch als aktuellen Trend darzustellen, sondern die lange Geschichte sowie die Vielfalt an Formen und Motivationen sichtbar zu machen, ist ein wichtiger Beitrag dieses Sammelbandes. Als Ergebnis eines vierjährigen transdisziplinären COST- Forschungsprojekts (European
Autor*innen
Michael Zinganel

Ausgabe
N°63 (Seite 04-07)

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Werkstätte und LKW-Waschanlage einer seit Jahren ungenutzen Service-Station an der bulgarisch-türkischen Grenze.Durch den Neubau eines Autobahnteilstücks für die neue EU-Grenzkontrollinfrastruktur vom pan-europäischen Korridor X abgetrennt, Foto: Hieslmair & Zinganel, 2014 Im Mobilitätskontinuum In einer sich zunehmend globalisierenden Welt sind immer mehr Menschen gezwungen, immer mehr Zeit unterwegs zu verbringen. Die Distanzen von Transportrouten, die Wege, die ArbeitsmigrantInnen und
Autor*innen
Elisabeth Ertl, Florian Humer

Ausgabe
N°63 (Seite 42-44)

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»Machs dir doch selbst!« ist der Slogan eines syndikalistisch organisierten Kol- lektivs, welches in Österreich seit jüngster Zeit selbstermächtigt Nutzungseigentum schafft. Das sogenannte habiTAT will sich gegen die – gerade auf dem Wohnungs- markt massiv auswirkende – Profitorien- tierung von Wohnbaukonzernen und global agierenden Immobilieninvestoren wehren, indem es die Fäden jetzt selbst in die Hand nimmt. Als ein solidarischer Zusammenschluss sozialgebundener Mietshausprojekte und -initiativen möchte dieser Verbund – nicht zuletzt durch seine ausgetüftelte Rechtskonstruktion – Wohn-, Arbeits- und Lebensraum aus der Wirkungsmacht kapitalistischer Logiken befreien.

Autor*innen
Robert Temel

Ausgabe
N°63 (Seite 56-57)

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Im Jahr 1989 brachte der deutsche Wohnbund erstmals eine Publikation heraus, die »neue Wohnformen in Europa« verglich. Der Wohnbund entstand Anfang der 1980er Jahre aus dem Werkbund mit dem Ziel, neue Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Wohnen zu thematisieren: Es ging um Alternativen zum üblichen Wohnbau des Bauwirtschaftsfunktionalismus, ob nun in sozialer oder ökologischer Hinsicht. Deshalb waren von Beginn an gemeinschaftliche Wohnformen ein zentrales Thema. Anlass für die Publikation
Autor*innen
Erik Meinharter

Ausgabe
N°63 (Seite 55)

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Es gibt in der Landschaftsarchitektur einen Wendepunkt im Umgang mit städtischen Parks. Die IBA Emscher Park hat in den 1990er Jahren mit dem richtungweisenden Entwurf von Peter Latz für den Landschaftspark Duisburg Nord, der auf einem ehemaligen Stahlproduktionsgelände entstand, einen neuen Zugang zu Transformationsflächen geprägt. Ganz im Gegensatz zu den herrschaftlichen Gärten, welche im 19. Jahrhundert für die Bevölkerung geöffnet wurden, und den Volksparks des 20. Jahr- hunderts begann
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°63 (Seite 01)

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Als wir mit den beiden Schwerpunktredakteuren Michael Hieslmair und Michael Zinganel vor gut einem Jahr erstmals über dieses Heft gesprochen haben, war nicht absehbar, wie aktuell sich das Thema der paneuropäischen Korridore nur ein paar Monate später zeigen würde. Niemand konnte ahnen, dass die längst außer Dienst gestellte österreichisch-ungarische Grenzstation Nickelsdorf zu einem Hotspot für Flüchtlinge werden würde. Genauso wenig war absehbar, dass Österreichs völlig außer Rand und Band
Autor*innen
Otto Hochreiter

Ausgabe
N°63 (Seite 58-59)

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Mit der Wahl der Architektur- und Urbanismustheoretikerin Angelika Fitz zur Direktorin des Architekturzentrums Wien liegt das von Dietmar Steiner in mehr als zwei Jahrzehnten aufgebaute Az W nun in den Händen einer international agierenden Persönlichkeit, welche um die gesellschaft- liche und ökonomische Komplexität von Architektur-entstehung weiß und diese auch vermitteln kann. Während ihres langwierigen Auswahlverfahrens ist im Birkhäuser Verlag Vom Nutzen der Architektur-. fotografie.
Autor*innen
Andre Krammer

Ausgabe
N°63 (Seite 53-54)

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Josef Frank, Wohnhaus auf der Werkbundausstellung (Weißenhofsiedlung), Stuttgart 1927. Foto — (c) MAK Im Wiener MAK ist dem österreichisch- schwedischen Architekten Josef Frank (1885- 1967) derzeit eine umfangreiche Ausstellung gewidmet. Gezeigt werden neben den architektonischen und städtebau- lichen Arbeiten auch unzählige Möbel- und Stoffentwürfe – großteils durch Originale repräsentiert. Josef Frank wird oft als Bindeglied zwischen dem Gedankenarchitekten Adolf Loos und dem
Autor*innen
Andre Krammer

Ausgabe
N°62 (Seite 50-51)

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Paris railway stations, development covering the railway lines, 1964, Foto: Yona Friedman,courtesy Marianne Homiridis The Dilution of architecture ist der erste große Überblick über das umfangreiche Lebenswerk des 1923 in Ungarn gebo-renen Architekten, Visionärs und Künstlers Yona Friedman, der später die französische Staatsbürgerschaft annahm. Friedman wurde in erster Linie auf Grund der utopischen Stadtentwürfe seiner Ville Spatiale bekannt. Sie wurden gemeinhin als Beitrag zur
Autor*innen
Christoph Laimer, Elke Rauth

Ausgabe
N°62 (Seite 01)

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Vielfältig starten wir ins neue Jahr mit einem dérive-Sampler, also einer weitreichend global herumschweifenden Sammlung von Beiträgen der Stadtforschung – á la dérive eben. Wie immer sind die versammelten Themen nicht voneinander isoliert, sondern zeichnen sich durch viele Querverbindungen aus, in dieser Ausgabe verstärkt durch jeweils zwei Artikel zu Shenzhen und Kairo. Denn obwohl die gesellschaftspolitischen Entwicklungen von Ägypten und China in der Vergangenheit durchaus unterschiedlich
Autor*innen
Iris Meder

Ausgabe
N°62 (Seite 51-52)

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Town hall, 1961, Foto: Pierre Jeanneret, Sector 17 »Der Begriff Redux (engl. wiederbelebt) bezeichnet die Neufassung eines Musikalbums (…) oder eines Films (…), bei der nicht verwendetes Material berücksichtigt wird«, lehrt Wikipedia. Wiederbelebt bzw. ergänzt wird vom Künstler und Fotografen Werner Feiersinger, so lehrt ihrerseits die Rückseite des Buches, eine vor rund 60 Jahren entstandene Fotostrecke des Schweizers Ernst Scheidegger, der die als neue Kapitale der indischen
Autor*innen
Elisabeth Haid

Ausgabe
N°62 (Seite 52-53)

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Welche Rolle können künstlerische Praktiken im urbanen Kontext einnehmen? Welche Bedeutung kommt ihnen im Kontext einer verstärkt investorenorientierten (Stadt-)Planung, vor dem Hintergrund von Deindustrialisierung, Deregulierung und Privatisierung zu? Das künstlerisch-wissenschaftliche Forschungsprojekt Planning Unplanned – Towards a New Positioning of Art in the Context of Urban Development, das die Künstlerin Barbara Holub von 2010 bis 2013 am Institut für Kunst und Gestaltung der TU Wien
Autor*innen
Iris Meder

Ausgabe
N°62 (Seite 53-54)

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Nikola Dobrović zählt noch immer zu den großen Unterschätzten der Moderne. Selbst wem er kein Begriff ist, dem mögen Dobrovićs dalmatinische Bauten vor Ort auffallen als irritierend innerhalb der Tourismus- und Villeggiaturenarchitektur der östlichen Adria, eigenwillig, sperrig, sichtbar unter dem Einfluss Le Corbusiers entstanden, dabei fast unsichtbar hinter üppiger Vegetation, die schmale Sichtfenster freigibt auf rauhe Betonmauern, Flachdächer, offene Loggien. Eigenwillige Symmetrien,