Autor*innen
Iris Meder

Ausgabe
N°31 (Seite 71)

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„In Tel Aviv drängen sich die Mietshäuser auf Grundstücken von 15 mal 50 m, gehen auf enge, staubige Straßen hinaus; aber all das ist ,modern‘. Eckfenster, Betonplatten zum ,Schutz‘ von ich weiß nicht was, allenfalls zu Schutz der ästhetischen Theorien ihrer Architekten; zu breite, zu niedrige Fenster, brutale Öffnungen, durch die das Licht abrupt in die Schlafzimmer fällt, statt wie in Frankreich durch irgendeine ,Vorrichtung‘ zwischen der Lichtquelle und dem Inneren gefiltert zu werden.
Autor*innen
Christa Kamleithner

Ausgabe
N°31 (Seite 69)

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Die Rede vom „Raum“ und mehr noch vom „sozialen Raum“ hat schon seit längerem Konjunktur. In den Kultur- und Sozialwissenschaften wird damit eine vernachlässigte Kategorie wieder belebt und in den Wissenschaften, die sich dezidiert mit „dem Raum“ beschäftigen, wie Geografie und Stadt- und Raumplanung, wird dieser komplexer gedacht, nicht mehr als Newton’scher Behälter-, sondern als Beziehungsraum. Diese neue Raumauffassung verhindert jedoch nicht, dass abgrenzbare geografische Bereiche nach
Autor*innen
Jens Kastner

Ausgabe
N°31 (Seite 67-68)

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Mexico City, August 2006, Foto: Heidrun Holzfeind Die studentische Protestbewegung in Mexiko explodierte am 26. Juli 1968, am 2. Oktober desselben Jahres wurde sie auf dem „Platz der drei Kulturen“ massakriert: Sie begann mit dem Aufeinandertreffen zweier Demonstrationen im historischen Zentrum der Hauptstadt, als einige Tausend Linke bei einer Solidaritätsdemo für das revolutionäre Kuba auf einige Tausend Studierende des Polytechnischen Instituts trafen, die für die Autonomie der
Autor*innen
Manfred Russo

Ausgabe
N°31 (Seite 74-75)

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Nagoya City Museum Nagoya heißt die drittgrößte Stadt Japans und ist Gegenstand einer Ausstellung des Wien Museums mit dem Titel Das Werden einer japanischen Großstadt. Wie wird man eine japanische Großstadt? Im Grunde ganz einfach, indem man wächst, möglichst schnell, und sich dabei entwickelt, wie durch das japanische Wort „nobiru“ ausgedrückt wird. Schwieriger ist die Frage, warum man eigentlich eine Großstadt wird und wie man das den Besuchern erklärt. Im Wien Museum hat man sich in
Autor*innen
Susanne Karr

Ausgabe
N°31 (Seite 79)

Tags
Feminismus
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Die Regierungsepochen von Frauen haben den jeweiligen Imperien die wahren kulturellen Blütezeiten beschert. Sie definieren sie de facto, postuliert Luise F. Pusch. Im Geschichtsunterricht in der Schule wird das so leider nicht gelehrt, und daher setzt sie, gemeinsam mit ihren Mitautorinnen mit diesem Buch das Projekt „die Gesellschaft über ihre bessere, aber vernachlässigte Hälfte aufzuklären“, fort. „Ohne Frauen ist kein Staat zu machen“ widmet sich Politikerinnen und politischen
Autor*innen
Iris Andraschek, Paul Rajakovics

Ausgabe
N°31 (Seite 32-36)

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Im Jahr 2003 zeigten Iris Andraschek und Hubert Lobnig Cement Gardens in der Kunsthalle Exnergasse. Die KünstlerInnen verfolgten dabei – wie oft in ihrer Arbeit – ländliche Idyllen, die in den Abgrund kippen, und aus dem (städtischen) Alltagskontext ausgelagerte Utopien. Recherchen von Hubert Lobnig zeigen konkrete Versuche, doch noch Orte zur Realisierung von Träumen zu finden, während Iris Andraschek die Brüchigkeit von Beziehungsgeflechten in ihren Fotoinszenierungen freilegt, in welche
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°31 (Seite 77)

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Die Darstellung der Geschichte der Stadtentwicklung seit Beginn der industriellen Urbanisierung in Deutschland, die Wandlungen der Stadtpolitik und einzelne Problemstellungen (Sanierung, Integration, Globalisierung, Schrumpfung u.v.m.) sowie eine Darstellung des begrifflichen Instrumentariums sind die Ziele die sich die drei Autoren Hartmut Häußermann, Walter Siebel und Dieter Läpple mit ihrem gemeinsam verfassten Buch Stadtpolitik gesteckt und – wie ich gleich vorausschicken kann –
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°31 (Seite 04)

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84 Seiten hat diese Ausgabe von dérive und ist damit das umfangreichste dérive, das je erschienen ist. Wir haben die zusätzlichen Seiten aber nicht ausschließlich dazu genutzt, um noch mehr Texte unterzubringen, sondern diesmal auch mehr Platz für Fotos eingeräumt. Der von Christa Kamleithner redaktionell betreute Schwerpunkt Gouvernementalität wird von einer Fotoseri­e begleitet, die aus dem Projekt Videotaxi / Ganz wie zu Hause von Margit Czenki und Christoph Schäfer stammt, das letzten
Autor*innen
Iris Meder

Ausgabe
N°31 (Seite 73)

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Binnen weniger Wochen wurden in Wien vor kurzem zwei aufwändige Fotodokumentationen zu Architektur des Sozialismus präsentiert, die auch für das immer noch steigende Interesse an den verschiedensten Facetten der politischen und kulturellen Geschichte der ex-sozialistischen Länder stehen. Buch und Ausstellung Stillgelegt von Christoph Lingg präsentieren in bester Becher-Schule eben stillgelegte, zumeist ruinöse Industriebauten im ehemaligen „Ostblock“ bis hin nach Kirgisien. Der opulente
Autor*innen
Elke Krasny

Ausgabe
N°31 (Seite 78)

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Sammlung der Universität fürangewandte Kunst Wien Die berührendste Abbildung in dem sympathisch schmalen Ausstellungskatalog zeigt eine unscheinbare, graue Schraube. Diese Schraube hält das Auge länger fest als es die ebenfalls abgebildeten Fotografien vermögen, die Margarete Schütte--Lihotzky im Kreis ihrer StudienkollegInnen am Stubenring, der heutigen Universität für angewandte Kunst, zeigen oder auf einer signierten Porträtaufnahme anlässlich ihres 100. Geburtstags im Jahre 1997.
Autor*innen
Isa Rosenberger, Paul Rajakovics

Ausgabe
N°30 (Seite 33-36)

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Derzeit läuft die Ausstellung Shrinking Cities: Interventions gerade in Liverpool. Einer der viel beachteten Beiträge, der speziell für Schrumpfende Städte 2 - Interventionen in der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig (2005) realisiert wurde, stammt von Isa Rosenberger. Das Projekt Ein Denkmal für das Frauenzentrum (The Making Of) betrachtet Deindustrialisierung und Schrumpfung in den neuen Bundesländern Deutschlands aus der Perspektive der Frauen. Diese haben nach der Wende ohne
Autor*innen
Annemone Ligensa

Ausgabe
N°30 (Seite 07-10)

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The life of the village is narrative; in a city the visual impressions succeed each other, overlap, overcross, they are cinematographic. (Ezra Pound) Film zwischen Tradition und Moderne[1] Dass Kino, Modernisierung und Urbanisierung miteinander verbunden sind, wurde spätestens mit der „spatial turn“ der Kulturwissenschaft zu einem Gemeinplatz.[2] Die Literatur dazu ist sowohl von Seiten der Filmwissenschaft als auch der Stadtforschung unüberschaubar geworden – seltsamerweise berücksichtigt
Autor*innen
Günter Krenn, Julia Fischer, Thomas Ballhausen

Ausgabe
N°30 (Seite 05-06)

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Die Szenen sind ein Stück amerikanische Filmgeschichte. In eindrucksvoller Schwarz-weiß-Fotografie zeichnet Woody Allens Kameramann Gordon Willis ein Schnellporträt von Manhattan, musikalisch untermalt mit einer von Amerikas berühmtesten Identifikationshymnen, der Rhapsody in blue. Im Anfangsmonolog zu Manhattan heißt es: „To him... no matter what the season was, this was still a town that existed in black and white and pulsated to the great tunes of George Gershwin.“ Auch diese Szenen
Autor*innen
Thomas Ballhausen

Ausgabe
N°30 (Nur online)

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Aggio, Regina: Filmstadt Berlin. 1895-2006; Schauspieler, Regisseure, Produzenten – Wohnsitze, Schauplätze und Drehorte Berlin: Jena 1800 Verlag 2007 Albrecht, Donald: Designing Dreams. Modern Architecture in the Movies. Santa Monica: Hennessy+Ingalls 2000 Alt, Casey: The Materialities of Maya: Making Sense of Object-Orientation. In: Configurations Nr. 3 (10. Jg.) 2002, S. 387-422 Die Tatsachen der Seele. Arthur Schnitzler und der Film. Herausgegeben von Thomas Ballhausen, Barbara Eichinger,
Autor*innen
Benjamin Steininger

Ausgabe
N°30 (Seite 61)

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Neben fast jeder Fußgängerzone gibt es Orte, bei denen man zögert, sie eindeutig den Häusern oder den Straßen zuzuschlagen: die Parkhäuser. Der Frankfurter Professor für Humangeografie Jürgen Hasse hat unlängst mit Übersehene Räume einen Beitrag Zur Kulturgeschichte und Heterotopologie des Parkhauses vorgelegt. Der Untertitel markiert die zwei Perspektiven des Buches. Zum einen werden darin form- und funktionsprägende Bauwerke aus Deutschland und Europa seit der ersten Hochgarage von 1905 in
Autor*innen
Andre Krammer

Ausgabe
N°30 (Seite 53)

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Die Ausstellung Chinaproduction im Architekturzentrum positioniert sich im allgemeinen Hype um Chinas rasante Stadtentwicklung und Rolle als internationales Architekturlabor als eine kritische Stimme. Thematisiert werden nicht nur gegenwärtige Trends in Architektur, Stadtplanung und die Auswüchse einer explosionsartigen Stadtentwicklung, sondern auch der westliche Blick auf das ehemals kommunistische Land Maos. Seit seit der „Öffnung“ unter Deng Xiaoping hat es sich in einen von einem
Autor*innen
Susanne Karr

Ausgabe
N°30 (Seite 58-59)

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Susanne Karr über Coriolan, eine Produktion des theatercombinats

Autor*innen
Heidi Schatzl

Ausgabe
N°30 (Seite 60)

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Mit einem panoptischen Blick durchs Fenster aus Thomas Bernhards Auslöschung, in der es dem Autor gelingt Überwachen und Strafen als Nachmittagsbeschäftigung zu überführen, leitet Sigrid Hauser Kafkas Architektur ein. Sie umklammert mit Bernhards „unbeweglichen“ Räumen und „lächerlichen“ Handlungsaussichten die Räume von Kafkas Prozess und geht der Frage nach, in welche Architektur die unaussprechlichen Szenen Kafkas eingeschrieben sind. Die SchriftstellerInnen, so könnte man meinen, haben
Autor*innen
Michael Grisko

Ausgabe
N°30 (Seite 54)

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Jahr für Jahr verzeichnet die Tourismusbehörde Singapurs aufs Neue mehrere Millionen Besucher und Besucherinnen in dem südostasiatischen Stadtstaat. Die überwiegende Mehrheit von ihnen nutzt den Zwischenstopp zu und von den Fernreisezielen in der Region vor allem zum Einkaufen in den unzähligen modernen Einkaufsmalls der Stadt. Singapur als vollklimatisiertes Einkaufszentrum – das dürfte der Eindruck sein, den die meisten Touristen und Touristinnen von ihrem Besuch nach Hause mitnehmen. Die
Autor*innen
Iris Meder

Ausgabe
N°30 (Seite 59)

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„Keine Würfelwelt“ wollte man im Graz der Ersten Republik, und man tat auch wacker alles dafür, sie nicht zu bekommen. Eine ausführliche Dokumentation der Grazer Architekturszene zwischen Erstem Weltkrieg und „Anschluss“ ist Antje Senarclens de Grancy zu verdanken, die mit dem jetzt am HDA erschienenen Band zeitlich nahtlos an ihr 2001 bei Böhlau herausgekommenes Buch ‚Moderner Stil‘ und ‚Heimisches Bauen‘ anschließt. Die Schlussbilder des ersten Aktes, Herbert Eichholzers quaderförmige
Autor*innen
Erik Meinharter

Ausgabe
N°30 (Seite 61)

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Dass den umbauten Raum immer offener Raum umgibt, ist offensichtlich. Dass diese Freiräume und Landschaften – vor allem in der Stadt – das Ergebnis gestaltender und planender Arbeit sind, wird aber gerne übersehen. Verschiedenste Begriffe versuchen diese Gegenform des gebauten Raumes zu fassen und wirken damit auch auf das Verständnis dieser Räume ein. Der Begriff „Grünraum“ ist hier einer der unglücklicheren. Landschaft und Freiraum sind die Arbeitsfelder der LandschaftsarchitektInnen, die
Autor*innen
Andre Krammer

Ausgabe
N°30 (Seite 39-41)

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André Krammer im Gespräch mit Rainer Pirker und C. Chen

Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°30 (Seite 04)

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„Es ist undenkbar, dass sich der Film ohne Stadt entwickeln hätte können.“ schreiben Thomas Ballhausen, Julia Fischer und Günter Krenn in der Einleitung zum Schwerpunkt Cinematic Cities – Stadt im Film, den sie konzeptioniert und redaktionell betreut haben. Genauso undenkbar ist es in einer Zeitschrift, die sich der Stadtforschung verschrieben hat, Film unbelichtet zu lassen. In den allerersten Konzepten für dérive war deswegen bereits geplant regelmäßig über Film zu schreiben, ein Vorhaben,
Autor*innen
Manfred Russo

Ausgabe
N°30 (Seite 47-51)

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Im Zuge der Säkularisierung und der Ablösung von einem durch Schöpfung begründeten Menschenbild vollzieht sich ein Erkenntnisprozess, der zu einer Neuformatierung führt, indem die Referenz Gottes durch die der Natur ersetzt wird und indem nun eine Vorstellung vom Menschen entsteht, die durch die Feststellung von menschlicher Subjektivität und von Selbstbewusstsein begründet wird. Diese Fähigkeit basiert auf einer Auffassung, die den Weg zur Vernunft mittels einer Überwindung der Begierde
Autor*innen
Christian Hlavac

Ausgabe
N°30 (Seite 56-57)

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Dieses Buch untersucht erstmals die Stadtparks, Schmuckplätze, Kurparks und Stadtlandschaftsverschönerungen und diesbezügliche soziale und kulturelle Zusammenhänge im großen Gebiet der ehemaligen österreichischen Monarchie und stellt sie im (west-)europäischen Kontext dar. Zeitlich ist das Thema von der Josephinischen Aufklärung, in der als wichtigste Ausdrucksform des aufsteigenden Bürgertums erstmals gestaltete Grünbereiche dem Volk zugänglich gemacht wurden, bis zum Zusammenbruch der
Autor*innen
Bernd Hüttner

Ausgabe
N°30 (Seite 63)

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Jakob Schrenk, der sonst für die Süddeutsche Zeitung, die taz oder Neon arbeitet, beschreibt in seinem lesenswerten Werk den Horror der neuen Arbeitswelt und liefert damit das Gegenstück zum Buch Wir nennen es Arbeit von Holm Friebe und Sascha Lobo. Wer etwas über die Gesellschaft, in der wir heute leben, lernen will, sollte es lesen. Flexibilität, Einsatzbereitschaft und Unternehmergeist sind die neuen widersprüchlichen Tugenden, die im Postfordismus auch von den Arbeitenden verlangt
Autor*innen
Ruby Sircar

Ausgabe
N°30 (Seite 62)

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Die diesjährige Ausstellung des Grazer Kunstvereins in Kooperation mit dem steirischen herbst ist um eine Kopie des grafischen Entwurfs eines Teppichs der Bauhaus-Künstlerin Anni Albers angesiedelt. Ein poetisch-modernistischer Raum, der die ausgestellten künstlerischen Arbeiten sich wie traumtänzerisch-avantgardistische Blüten öffnen lässt. Die einzelnen Arbeiten, beginnend mit der mobile-artigen Metallstreifenkonstruktion Konstrukcja wiszaca von Katarzyna Kobro, schweben zerbrechlich und
Autor*innen
Elke Krasny

Ausgabe
N°30 (Seite 55)

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Mobil, flexibel, international: das sind die schmückenden Beiwörter, die sich der kapitale Umbauprozess der europäischen Universitäten auf die grenzüberschreitenden Fahnen geheftet hat. Im Jahr 1998 feierte die ehrwürdige Sorbonne ihren 800. Geburtstag, Anlass für die Bildungsminister aus Frankreich, Deutschland, Italien und dem United Kingdom, eine Europäisierung der Hochschulen einzuleiten. Aus der Sorbonne-Deklaration wurde dann im Jahr darauf die wesentlich bekanntere Bologna-Deklaration.
Autor*innen
Daniel Kalt

Ausgabe
N°30 (Seite 57)

Tags
Streetart
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Street-Art, Straßenkunst, Urban Art, Post-Graffiti – Begriffe, die laut Julia Reinecke dasselbe beschreiben. Die Verhübschung globalisierter Metropolen nämlich, dabei fungierend als Gradmesser für fortschreitende Gentrifizierung und zugleich als Ausdruck individueller Künstlerstrategien zur Erlangung von symbolischem Kapital mit der Aussicht auf Konvertierung desselben in hard cash. Wenigstens ist dies die Sichtweise der Autorin (verknappt: „Die Hauptgruppe der Street-Art-Akteure studierte
Autor*innen
Rudolf Kohoutek

Ausgabe
N°29 (Seite 37)

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massensteppchoreografie samstag 15.9. / wir laden Euch herzlich ein zu / turn terror into sport / 100 wiener bürgerinnen und bürger intervenieren mit einer massenchoreografie / auf dem maria-theresien-platz am 15. september um 18h30 in wien / zwischen dem heldenplatz, dem ort politischer versammlungen, und dem museumsquartier als ort massenhaften kulturellen konsums, entsteht eine massive rhythmische intervention in die stadt. / eine koproduktion von tanzquartier wien und theatercombinat. Auf
Autor*innen
Erik Meinharter

Ausgabe
N°29 (Seite 05-07)

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Einleitung zum Schwerpunkt.

Autor*innen
Hilary Tsui

Ausgabe
N°29 (Seite 41-44)

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Die rein ökonomisch ausgerichtete Stadtentwicklung in Hong Kong, die generell die Entwicklung lukrativer Immobilien favorisiert, ist zunehmend mit dem kulturellen Erbe und mit der lokalen Kultur (im Allgemeinen) im Konflikt. Der Abriss des Star Ferry Piers (eigentlich Edinburgh Place Ferry Pier) im Dezember 2006 hat nicht nur einen großen Aufschrei bei lokalen AktivistInnen ausgelöst, sondern ganz generell zu einer Diskussion über das mangelnde politische Bewusstsein für die Bewahrung des
Autor*innen
Oliver Frey

Ausgabe
N°29 (Seite 58-59)

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Spätestens seit Tony Blair Mitte der 1990er Jahre mit Cool Britannia die „Kulturökonomie“, die „Kreativwirtschaft“ oder die „Cultural Industries“ mit ihren flexiblen und eigenverantwortlichen Arbeitsformen entdeckte, um den Umbau des Sozialstaates positiv auszuschmücken, ist der Typus der „Kreativ-UnternehmerInnen“ in aller Munde. Man traut ihnen zu, allein durch den Einsatz der eigenen Kreativität auch prekäre ökonomische Phasen ohne staatliche Unterstützung durchzustehen. Seither wurden sie
Autor*innen
Paul Rajakovics, Zbynek Baladran

Ausgabe
N°29 (Seite 32-36)

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Dem 1973 in Prag geborenen Künstler Zbynék Baladran eilt der Ruf voraus ein Archäologe zu sein. Vorgefundenes, Historisches, Sprache aber auch Zukünftiges sind Themen seiner Forschung. Der Künstler arbeitet an der Grenze zwischen nicht Verständlichem und potenziell Verständlichem und mit Ankerpunkten, durch die er seine Projekte vernetzt. Er lädt die RezipientInnen quasi auf eine Forschungsreise ein, auf der verschiedenste Ebenen nebeneinander betrachtet werden können. Das Insert ist
Autor*innen
Robert Temel

Ausgabe
N°29 (Seite 63)

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Die Zahl an Publikationen zu temporären Nutzungen nimmt stetig zu, doch der Schlussbericht des Forschungsprojektes Urban Catalyst, das zur Verbreitung des Themas im deutschsprachigen Raum vieles beigetragen hat, ist noch nicht erschienen. Als Zwischenschritt auf dem Weg dorthin kann der Band Urban Pioneers verstanden werden, den Klaus Overmeyer vom Studio Urban Catalyst im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin heuer vorgelegt hat. Das Buch ist Dokumentation eines
Autor*innen
Paul Rajakovics

Ausgabe
N°29 (Seite 64)

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Bildbeschreibung für Screenreader Die Initiative Architektur Salzburg zeigt in der Ausstellung bau - kunst - öffentlicher raum Salzburger Beispiele von künstlerischen Interventionen an Architektur bzw. Kunst am Bau. Vorgestellt werden 26 gestalterische Arbeiten der letzten eineinhalb Jahrzehnte. Neben ganz klassischen Kunst-am-Bau-Projekten, welche quasi nach der Fertigstellung vergeben worden sind, stellen sich natürlich auch hier sowohl Fragen neuer Entwicklungen in Richtung
Autor*innen
Susanne Karr

Ausgabe
N°29 (Seite 62-63)

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Brina Katz: Höhle der Lilith, Wachs auf Karton, 1997 Unter dem Titel Beste aller Frauen werden im Jüdischen Museum Wien Porträts jüdischer Frauen gezeigt, deren Pioniergeist und Emanzipationswille gesellschaftliche Veränderungen wesentlich beeinflussten und vorantrieben. In loser Abfolge werden Persönlichkeiten aus den Bereichen Gesellschaft, Bildung und Religion anhand von Fotografien, Texten, Textilien, Salonsilber, Plakaten und Gemälden ins Licht gerückt. „Weibliche Dimensionen im
Autor*innen
Andre Krammer

Ausgabe
N°29 (Seite 64)

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Bettina Springer behandelt in ihrem Buch mit dem zweideutigen Titel Artful Transformation – bedeutet artful doch gleichermaßen kunstvoll wie auch listig, verschlagen – ein Thema, das in der kritischen Stadtforschung der letzten Jahre einen zentralen Platz einnimmt: der Einfluss und Einsatz von Kunst als Impulsgeber für Veränderungen im Stadtmilieu. Springer setzt sich nochmals - und in durchaus adäquater Weise - die Bourdieu‘sche Brille auf und wendet das diskursive Instrumentarium, das bei
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°29 (Seite 04)

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Dass der inflationär gebrauchte Terrorismusvorwurf nicht immer begründet ist und vielen Sicherheitsfanatikern und Angstschürern allzu leicht über die Lippen kommt, ist für niemanden eine große Überraschung. (Die gleichzeitige Verharmlosung islamistischen Terrors als Widerstand oder moralisch gerechtfertigte Notwehr, die leider gerade innerhalb der Linken viel zu verbreitet ist, macht das Thema nicht gerade einfacher.) Dass jedoch Stadtforschung in Kombination mit der Verwendung von Begriffen
Autor*innen
Andre Krammer

Ausgabe
N°29 (Seite 59)

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Der vorliegende Band versammelt eine bunte Auswahl an Essays, die versuchen, aus historischer, philosophischer oder empirischer Sichtweise eine allgemeine Kritik der Kreativität zu skizzieren. Im Zentrum steht die historische und theoretische Kontextualisierung des Begriffs „Kreativität“, der in der Tradition einer „Genieästhetik“ steht, und aus dem sich heute ein postfordistischer „kreativer Imperativ“ ableiten lässt, der bestimmte Praktiken und Lebensbedingungen zur Folge hat. Auch in
Autor*innen
Christian Peer

Ausgabe
N°29 (Seite 60-61)

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Die Förderung von Innovationsbereitschaft in der Stadtentwicklung steht im Zentrum der neuen Veröffentlichung von Sabine Gruber. Die Autorin und Leiterin des Lokale Agenda 21-Büros am Alsergrund in Wien geht davon aus, dass Stadtentwicklung auf einer möglichst breiten Basis stehen muss, um nachhaltig wirken zu können. Keine leichte Aufgabe – divergieren doch bekanntermaßen die Interessen der AkteurInnen aus Zivilgesellschaft, Staat und Markt oftmals erheblich. In zunehmendem Maß sind es
Autor*innen
Christa Kamleithner

Ausgabe
N°29 (Seite 60)

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Das Berliner Hansaviertel feiert dieses Jahr das 50jährige Jubiläum. 1957 entstand hier auf den Trümmern des alten Hansaviertels im Rahmen der Interbau, der 1. Internationalen Bauausstellung in Deutschland, ein Musterentwurf, der veranschaulichen sollte, wie das Leben in der stadt von morgen sein würde. So der Titel einer Ausstellung, die neben dem städtebaulichen Entwurf, Musterwohnungen und Beratungsstelle eine „Anleitung für eine moderne Lebensführung“ geben sollte. Und so heißt auch die
Autor*innen
Book und Hedén, Paul Rajakovics

Ausgabe
N°28 (Seite 31-34)

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Letztes Jahr waren Ingrid Book und Carina Hedén eingeladen, im Rahmen von betrifft scheibbs: leben in einer österreichischen stadt (kuratiert von Barbara Holub und Hemma Schmutz) einen künstlerischen Beitrag zu liefern. Die beiden norwegischen Künstlerinnen waren wochenlang im niederösterreichischen Scheibbs unterwegs und sammelten Orte und persönliche Geschichten, die das kollektive Gedächtnis dieser Stadt betreffen. Dabei wurden ihre ruhenden Fotos mit den einzelnen kurzen Erzählungen
Autor*innen
Susanne Karr

Ausgabe
N°28 (Seite 52-53)

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Wer ins Wirtshaus geht, ist hungrig oder zumindest durstig, wahrscheinlich beides. Darüber hinaus bestehen vielleicht weitere Ansprüche, die erfüllt werden sollen. Welche, und warum gerade hier? Und nicht etwa im Kaffeehaus oder am nahe gelegenen Würstelstand? Was macht aus der Gaststätte ein typisch wienerisches Wirtshaus? Gibt es das Wirtshaus tatsächlich als mythischen Ort oder wird hier von Mythos gesprochen, um ihn herbeizureden? Auf der Suche nach markanten Merkmalen sind die
Autor*innen
Andre Krammer

Ausgabe
N°28 (Seite 51)

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Der Ausstellungsraum im neueröffneten Az West ist ein Außenposten der größten Architekturinstitution des Landes und atmet dennoch den (heute schon beinahe klassischen) Flair der Off-Szene. Der roh belassene 110 m2 große Raum erinnert an eine Non-Profit-Galerie in der New Yorker Lower East Side der 80er Jahre. Die erste Ausstellung Young Blood: I‘m a Young ,Austerian‘ Architect! ist eine von sechs Ausstellungen, die 2003 vom Centre for Central European Architecture, einer Prager
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°28 (Seite 04)

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Wer in der letzten Ausgabe von dérive gelesen hat, dass wir anstreben die coolste und angesehenste Zeitschrift Europas zu werden und dabei müde gelächelt hat, bzw. sich gedacht hat, die spinnen die DérivlerInnen, dem und der kann an dieser Stelle mitgeteilt werden, dass es erste Erfolge und zwar in der Kunstwelt zu vermelden gibt. Zu behaupten, dérive würde bei der Biennale in Venedig ausgestellt, entspräche zwar nicht ganz der Wahrheit, aber so fremd sind die Federn auch wieder nicht, mit
Autor*innen
Iris Meder

Ausgabe
N°28 (Seite 53)

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Der Begleitpublikation zur Bernard-Rudofsky-Ausstellung des AZW ist die Sorgfalt und Liebe anzusehen, mit der sie editiert wurde. Ein dicker Band ist es geworden, als Cover das Plakatmotiv des fotografierenden Rudofsky-Schattenrisses auf dem Rücken einer indischen Kuh. Dickes, in leichtem Chamois seidig schimmerndes Papier hat man gewählt, allein das Berühren macht Freude. Großzügig ging man mit dem Umfang um, dunkelgrüne Doppelseiten mit Rudofsky-Zitaten trennen die einzelnen
Autor*innen
Henrik Lebuhn

Ausgabe
N°28 (Seite 12-16)

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Der Begriff der unternehmerischen Stadt gehört mittlerweile zum festen Bestandteil der kritischen Stadtforschung. Das Ende der 1980er Jahre von David Harvey geprägte Konzept beschreibt die radikale Redefinition des städtischen Raums nach ökonomischen Kriterien. (Harvey 1989) Stadtpolitik, so Neil Brenner und Susanne Heeg, wird zunehmend von Themen der wirtschaftlichen Entwicklung, industriellen Wachstums und struktureller Wettbewerbsfähigkeit dominiert. (Brenner/Heeg 1999: 104) Dass Städte
Autor*innen
Daniel Kalt

Ausgabe
N°28 (Seite 35-39)

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Die Stadt als Text, ein Getöse der Worte, weitläufiges Wortgeflecht oder Überlappung von Textfetzen allerorts – über die Angelegenheit lässt sich auf viele Weisen nachdenken. Text jedenfalls ist in der Stadt allgegenwärtig. Freilich muss der Begriff hier insoferne präzisiert werden, als es nicht ausschließlich um tatsächlich syntagmatisch geordnete, narrativ-beschreibende Wortreihen gehen kann. Jedes einzelne Wort, das im öffentlichen Raum steht, soll vielmehr als Partikel eines großen Ganzen
Autor*innen
Robert Temel

Ausgabe
N°28 (Seite 50)

Tags
Wohnen
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Bei aktuellen Debatten über Stadtflucht und Zersiedelung, Infrastrukturkosten und Speckgürtel gibt es stets einen unumgehbaren, scheinbar absolute Faktizität beanspruchenden Punkt: den Wunsch der großen Mehrheit nach dem Wohnen im Einfamilienhaus. Stadtflucht wird gewöhnlich als „Abstimmung mit den Füßen“ gegen die urbane Lebensweise und für ein „Wohnen im Grünen“ in der Suburbanität nach amerikanischen Vorbild interpretiert, insbesondere bei einer Zielgruppe, der Meinungsführerschaft
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°28 (Seite 57)

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„Wie jede erfolgreiche moderne Technik verdient die Autobombe eine angemessene Geschichtsschreibung“ verkündet Mike Davis in der Einleitung zu seinem neuen Buch Eine Geschichte der Auto-bombe: Bagdad, Bali, Belfast, Beirut, Bogotá, Bombay, Kabul, Palermo, Saigon, Grosny, Algier, London, Nairobi, New York, Oklahoma, TNT, IRA, ANFO, CIA, LEHI, Vietcong, FLN, OAS, ETA, GAL, GIA, PLO, RDX, FNLC, ISI, Hisbollah, Semtex, Mafia, Al-Quida, Tamil Tigers, Mario Buda, William Casey, Sheik Qassir, Pablo
Autor*innen
Robert Temel

Ausgabe
N°28 (Seite 54)

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Der aktuellen Diskussion zu Architektur, Architekturfotografie und Rechten an geistigem Eigentum folgt mit dem Band „Architektur und Urheberrecht“ von Thomas Höhne ein praxisnaher Leitfaden zur österreichischen Rechtslage. Das Buch stellt die Situation in Österreich und Deutschland dar und gibt eine Menge praxisnaher Tipps von der Verwertung von Urheberrechten bis zur Vertragsgestaltung mit Auftraggebern, Miturheberinnen und Mitarbeitern. Insofern ist es eine hervorragende Basis für die
Autor*innen
Susanne Karr

Ausgabe
N°28 (Seite 49)

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Susanne Karr über Audio Walks Vienna, urban pilgrims und mis-guides.

Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°28 (Seite 56)

Tags
Armut
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Ganz unten nennt sich eine der aktuellen Ausstellungen des Wien Museums und leiht sich damit einen Titel, den Günter Wallraff für seinen Bestseller über die Lebens- und Arbeitsbedingungen türkischer EinwanderInnen Mitte der 1980er Jahre verwenden hat. Wallraffs Buch reiht sich, sowohl was seine Methode als auch was den Erfolg anbelangt, in eine Tradition ein, die mehr als 100 Jahre zuvor begonnen hat. Verkleidet als Obdachlose oder Bettler durch die Großstadt zu streifen und die tatsächlichen
Autor*innen
Iris Meder

Ausgabe
N°28 (Seite 55)

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Jetzt ist die Moderne endgültig im Greisenalter: 80 Jahre Stuttgarter Weißenhofsiedlung feiert man dieses Jahr, und 100 Jahre Deutscher Werkbund. Mit dem Auszug der Mieter des Le-Corbusier-Doppelhauses in der Siedlung ergab sich bereits vor mehreren Jahren die Möglichkeit, den zunehmenden Besucherströmen Rechnung zu tragen und im Haus eine museale Weißenhof-Dokumentation einzurichten, die schließlich letzten Sommer eröffnet wurde. Da auch die aufwändige Restaurierung der Siedlung in den
Autor*innen
Johannes Novy

Ausgabe
N°27 (Seite 42-44)

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Er selbst verglich sich gerne mit Baron Haussmann, den er für seine großangelegte Modernisierung von Paris bewunderte.[1] Seine Gegner erinnerte er dagegen mitunter an Josef Stalin, mit dem ihn die Überzeugung verband, dass der Zweck noch jedes Mittel gerechtfertigt habe.[2] Die Rede ist von Robert Moses, dem „Masterbuilder“ von New York, der als einflussreichster und zugleich umstrittenster amerikanischer Stadtplaner der Moderne in die Städtebaugeschichte einging. Viele Vorhaben, die Moses
Autor*innen
Barbara Holub, Michael Blum, Paul Rajakovics

Ausgabe
N°27 (Seite 33-36)

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Michael Blums Beitrag zu Geschichte(n) vor Ort, eine Ausstellung im öffentlichen Raum rund um den Volkertmark, ist Basis für sein Künstlerinsert in diesem Heft, das Sie auf den Seiten 33 bis 36 finden. Dabei hat der Künstler die Heinestraße im zweiten Wiener Gemeindebezirk in Istiklal Allee umbenannt - in Anlehnung an die bekannte Geschäftsstraße in Istanbul. Zuvor hat Michael Blum jedoch genau die Geschichte dieser Straße erforscht. Dabei formulieren die verschiedenen Namen der Straße wie
Autor*innen
Peter Payer

Ausgabe
N°27 (Seite 05-10)

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Einleitung zum Schwerpunkt Stadt hören

Autor*innen
Iris Meder

Ausgabe
N°27 (Seite 60)

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Bernard Rudofsky ist selbst den meisten (jüngeren) Architekturschaffenden hierzulande bis zur derzeitigen Ausstellung im Wiener Architekturzentrum kein Begriff gewesen. Die Generation Mitte plus mag sich noch an die Ausstellung Sparta/Sybaris erinnern, die Rudofsky 1987, ein Jahr vor seinem Tod, im MAK zusammengestellt hat. Hierin liegt aber auch schon eine der prinzipiellen Schwierigkeiten, die es mit sich bringt, eine Ausstellung über Rudofsky zu machen: nicht der Versuchung zu erliegen,
Autor*innen
Robert Temel

Ausgabe
N°27 (Seite 53-54)

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Von 2002 bis 2005 lief ein von der Gottlieb-Daimler- und Karl-Benz-Stiftung finanziertes so genanntes Ladenburger Kolleg unter dem Titel Mitten am Rand: Zwischenstadt. Zur Qualifizierung der verstädterten Landschaft unter Beteiligung von zwanzig WissenschaftlerInnen verschiedenster Disziplinen. Dieses Forschungsprojekt sollte den vor zehn Jahren von Thomas Sieverts eingeführten Begriff tiefer gehend erforschen. Und es sollte insbesondere Vorschläge zur Qualifizierung liefern, das heißt zur
Autor*innen
Stefanie Krebs

Ausgabe
N°27 (Seite 61)

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Dieses Buch ist eine Einladung! Es soll funktionieren wie ein Garten, der einlädt, ihn zu begehen auf Pfaden, die sich verzweigen. So zumindest formulieren es in Anlehnung an Jorge Luis Borges die HerausgeberInnen von der Thyssen-Bornemisza Art Contemporary, die das Buch anlässlich der Wiener Ausstellung janet cardiff. walking thru‘ editiert haben. Es ist aber viel mehr als ein Ausstellungskatalog. Die Arbeiten der kanadischen Künstlerin Janet Cardiff, die seit Beginn der neunziger Jahre
Autor*innen
Tina Hedwig Kaiser

Ausgabe
N°27 (Seite 60-61)

Tags
Film
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Wind in den Bäumen, in den Feldern, im Schilf, auf dem Wasser, dazu mildes Sommer- oder Herbstlicht – Bewegung und Natur allerorten: es scheint, als ob sich das zeitgenössische Kino auf seine Wurzeln besinnen wollte. Das Einfangen der bewegten Oberflächen ist etwas, das Siegfried Kracauer einst im Zuge seiner „Errettung der äußeren Wirklichkeit“ nicht müde wurde zu betonen: „Um 1860 sagten Cook und Bonnelli, die das sogenannte Photobioskop entwickelt hatten, eine ‚vollständige Revolution der
Autor*innen
Iris Meder

Ausgabe
N°27 (Seite 54)

Tags
Moderne
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Der Einband kommt daher wie eine DDR-Prachtpublikation der späten Sechziger: naturfarbenes Leinen, vorne überdruckt mit einem leuchtend blauen Quadrat, das seinerseits teilweise überschnitten wird von der schmissigen Skizze eines Scheibenhochhaus-Quartiers mit Park. „Heimat Moderne“ steht groß darunter, und fast ist man verwundert, nicht „DDR heute und morgen“ oder ähnlich Zukunftsfrohes zu lesen. Thema des Bandes, Nachlese eines von der Kulturstiftung des Bundes geförderten gleichnamigen
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°27 (Seite 04)

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Die vorliegende Ausgabe von dérive bringt einige Neuerungen: Zum ersten Mal besteht der Schwerpunkt nicht nur aus Texten und Bildern, sondern es gibt auch Ton, und zwar in Form der CD Sehen mit Ohren von Ulrich Troyer, die die AbonnentInnen kostenlos als Beilage zum Heft bekommen und alle anderen Interessierten für 15 Euro (inkl. Versandspesen) bei dérive bestellen können. Alle LeserInnen, die jetzt AbonnentInnen werden, bekommen die CD ebenfalls kostenlos. Näheres zur CD ist auf Seite 2
Autor*innen
Phillip Rode

Ausgabe
N°27 (Seite 45-48)

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Funktionelle Fragmentierung und planerische Unbestimmtheit charakterisieren einen wesentlichen Teil europäischer Stadt-Landschaften. Die Ränder der Städte, ihre Peripherien, rücken ins Zentrum der fachlichen Aufmerksamkeit (vgl. Sieverts 1997, Cupers/Miessen 2002, Bölling/Sieverts 2004, Ferguson 2006). Das Unbestimmte, Undefinierte, Vergängliche bilden dabei Referenzpunkte, die den Peripherien als Attribute zugeschrieben werden. Mit dem Konzept der ephemeren Landschaften (Qviström/Saltzman
Autor*innen
Susanne Karr

Ausgabe
N°27 (Seite 57)

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In dem bereits 1995 auf englisch und nun auch auf deutsch erschienenen Buch Flaneure, Spieler und Touristen unterzieht der Soziologe Zygmunt Bauman verschiedenartige Lebensformen in den postmodernen Gesellschaften einer detailscharfen und mitunter schonungslosen Analyse. Elegant formuliert und von erschreckender Klarheit, erweist sich die Lektüre als äußerst stringenter, klarsichtiger Beitrag zum intellektuellen Diskurs über die Postmoderne Ära. In sechs thematisch aufeinander bezogenen
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°27 (Seite 58-59)

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Sowohl die Anzahl der Slums als auch die Anzahl seiner BewohnerInnen hat in den letzten Jahrzehnten rasant zugenommen. Mike Davis, Autor von Planet der Slums, vermutet, dass es weltweit ca. 200.000 von ihnen gibt, in denen rund eine Milliarde Menschen lebt. Manche beherbergen ein paar Hundert Menschen andere Millionen. Wobei Megaslums ein Phänomen sind, das es erst seit den 1960er Jahren gibt. Völlig falsch ist mittlerweile die Annahme, SlumbewohnerInnen würden freies Land besetzen und sich
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°27 (Seite 62)

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Maximum City – Bombay ist ein gut gewählter Titel für ein Buch über eine Stadt, die laut Wikipedia derzeit die bevölkerungsreichste der Welt ist und mit einer ganzen Reihe von Superlativen und Extremen aufwarten kann: Größte Filmindustrie, riesige Slums, Unmengen von Menschen, die auf Gehsteigen wohnen, 200 Sprachen und Dialekte, Autolawinen und übervolle Züge. All diese Themen kommen zwar auch in Suketu Mehtas 780 Seiten dickem Buch über Bombay vor, seine Annäherung an die Stadt ist aber
Autor*innen
Axel Stockburger

Ausgabe
N°27 (Seite 55)

Tags
Klangkunst
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Listening to music, is listening to noise, realizing that its appropriation and control is a reflection of power, that is essentially political. Jacques Attali Die von Doreen Mende kuratierte Ausstellung Ear Appeal, die bereits im Spätherbst in der Kunsthalle Exnergasse stattfand und wegen des Schwerpunkts Stadt hören für diese Ausgabe nachträglich besprochen wird, eröffnete Fragestellungen nach den Zusammenhängen zwischen Klängen als konzeptuellem und analytischem Material und deren
Autor*innen
Peter Payer, Peter Waldenberger

Ausgabe
N°27 (Seite 30-32)

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Peter Payer im Gespräch mit Radiojournalist Peter Waldenberger über die Praxis des Stadt-Hörens

Autor*innen
Sonya Laimer

Ausgabe
N°27 (Seite 59)

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2006 sind in der Edition der Galerie Fotohof und dem Otto Müller Verlag zwei Bildbände über Wien erschienen. Die beiden Autoren, Paul Albert Leitner und Lászlo Lugo Lugosi, verfolgten jedoch zwei völlig unterschiedliche Ansätze, als sie Wien fotografierten. Der aus Tirol stammende Wahlwiener Paul Albert Leitner, der oft als Reisender durch die Welt bezeichnet wird, hat sich schon durch einige Städte fotografisch bewegt. Ihn interessieren nicht die bekannten Seiten einer Stadt, sein
Autor*innen
Robert Temel

Ausgabe
N°27 (Seite 56)

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Reinhard Seiß’ Buch mit dem Titel Wer baut Wien? Hintergründe und Motive der Stadtentwicklung Wiens seit 1989, entstanden aus einem Margarete-Schütte-Lihotzky-Projektstipendium des Autors, machte bei seiner ersten Präsentation offenbar, wie sehr Stadtplanungsthemen, die sonst als eher schwer verdaulich und mühsam vermittelbar gelten, Aufmerksamkeit erregen können: Bei der Buchvorstellung samt Diskussionsrunde Ende Januar in Wien waren rund 300 ZuhörerInnen gekommen. Das liegt teils wohl
Autor*innen
Paul Rajakovics

Ausgabe
N°27 (Seite 58)

Tags
Linz, London
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© Alexander Kurzwernhart Zwei Ausstellungen im Architekturforum Oberösterreich in Linz nahmen ausgewählte Plätze in London und Linz unter die Lupe. Für die Ausstellung revisit: urbanism made in london wurden sechs verschiedene Plätze in London (Altab Ali Park, Arnold Circus, Parliament Square, Pavillion der Serpentine Gallery, Themse-Strand/South Bank und Trafalgar Square) von den TeilnehmerInnen recherchiert, dann analysiert und gegebenenfalls wurde an den Orten auch interveniert. Dabei
Autor*innen
AVPD, Barbara Holub, Paul Rajakovics

Ausgabe
N°26 (Seite 33-46)

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Die dänische Projektgruppe AVPD wurde 1997 von Aslak Vibæk und Peter Døssing gegründet. Die Eckpunkte ihrer Arbeit sind seit einigen Jahren Mensch, Maschine und Raum. Im Mittelpunkt stehen dabei die Phänomene des Space-Room, die Irritationen von Raum, seine digitalen Darstellungen und das Verhältnis von Fiktion zu realem Raum. Inspiration kommt häufig auch von Science-Fiction-Filmen und SF-Literatur. Projekte von AVPD gehen über einen architektonischen Anspruch hinaus und implizieren vielmehr
Autor*innen
Erik Meinharter

Ausgabe
N°26 (Seite 58-59)

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Erik Meinharter über die Landschaftsarchitektur-Zeitschriften ´scape und JoLa.

Autor*innen
Bernd Hüttner

Ausgabe
N°26 (Seite 51-52)

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Zürich ist eine der global cities, aber auch schon seit Anfang der 1970er Jahre durchgängig ein Ort von Kämpfen um Wohn- und Lebensraum gewesen. Der öffentlich sichtbarste Höhepunkt war die so genannte Zürcher Jugendbewegung und der Konflikt um ein autonomes Jugendzentrum 1980 und 1981. Thomas Stahel hat seine 2004 eingereichte Dissertation nun zu einem Buch umgearbeitet, das sich ausdrücklich nicht an ein akademisches Publikum, sondern an alle StadtbewohnerInnen richtet, speziell an solche,
Autor*innen
Erik Meinharter

Ausgabe
N°26 (Seite 46)

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4816 ist Wien. Die Stadt hat im Global Positioning System die Lage 48° nördlich des Äquators, und 16° östlich von Greenwich, daher beginnen alle GPS-Koordinaten in Wien mit N48° E16°. Das Projekt >>4816 von Evamaria Trischak in Kooperation mit Nina Achathaller (Konzept), Oswald Berthold und sansculotte (Datenbank) vermisst die Stadt neu. Es wendet GPS-Minutenschnittpunkte[1] – also Punkte, die sich als vierstelliger Code lesen lassen – als Raster auf die Stadt an, um mit Hilfe
Autor*innen
Robert Temel

Ausgabe
N°26 (Seite 52)

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Das Temporäre in Architektur und Stadtplanung hat seit einigen Jahren Konjunktur, auch auf dem Buchmarkt, wobei mit der Abschlusspublikation des Forschungsprojektes Urban Catalyst, die im Frühjahr 2007 bei Actar erscheinen soll, noch ein zentraler Beitrag zum Thema aussteht – immerhin gehörte dieses Projekt zu den Pionieren des Themas im deutschsprachigen Raum. Die Publikationen lassen sich dabei grob in zwei Kategorien ordnen: einerseits diejenigen, die sich mit den architektonischen
Autor*innen
Denis Duclos

Ausgabe
N°26 (Seite 20-23)

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Nachdem im Herbst 2005 in französischen Vorstädten hunderte von Autos in Flammen aufgegangen waren, gab es allerlei vorschnelle Erklärungen und Schlussfolgerungen. Die Revolte habe etwas mit den ethnischen, kulturellen und religiösen Folgen von schlecht integrierten ImmigrantInnen zu tun, meinten die einen. Andere hielten sie für den Ausdruck zerrütteter Familienstrukturen und forderten moralische, pädagogische und disziplinarische Maßnahmen für die Jugendlichen und ihre Eltern. Für wieder
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°26 (Seite 61)

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Um den steigenden Einfluss der „Kultur der Angst“ auf Urbanismus und Architektur „in Zeiten des Terrors“ in einem einprägsamen Buchtitel zu benennen, haben sich die Herausgeber der Gruppe IG Made die in den Farben Grün, Blau, Gelb, Orange und Rot gehaltenen Terrorwarnstufen (5 Codes) der US-amerikanischen Homeland Security ausgewählt. Darüber, ob das ein klug gewählter Titel ist, mag man streiten. Einerseits ist er prägnant und das kann einem Buch nie schaden, andererseits ist es fraglich,
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°26 (Seite 04)

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Nach einer ganzen Reihe von Schwerpunktheften ist das vorliegende Heft zur Abwechslung wieder einmal eine Sampler-Ausgabe mit einem bunten Mix von Artikeln. Wobei es ja auch Schwerpunkte gibt, die nicht in einem Heft abgehandelt werden, sondern ganz unauffällig und manchmal auch unbeabsichtigt über mehrere Hefte verteilt zu solchen werden. Einer von diesen heimlichen Schwerpunkten ist Sofia gewidmet. Er hat in Heft 24 mit Ivaylo Ditchevs Artikel Sofia, fluide Stadt begonnen und wird in dieser
Autor*innen
Andreas Rumpfhuber

Ausgabe
N°26 (Seite 59-60)

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Auf dem Cover von Did someone say participate? ist zu lesen, dass wir einen „Bericht von der Front kulturellen Aktivismus“ in den Händen halten, „welcher von räumlichen Praktikern handelt, die in benachbarte oder feindliche Wissensgebiete eindringen“. Klappentexte sind immer seltsam und werden von den Verlagen geschrieben, um die Absatzzahlen zu tunen. „Das Cover verkauft das Buch“, hat mir ein Verleger vor kurzem erklärt. In dem Fall hätte der Verlag wohl auch auf solch einen dummen Abriss
Autor*innen
Susanne Veit

Ausgabe
N°26 (Seite 60)

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Nach Städtezeichnungen und Häuser, Kirchen und Dergleichen ist nun – rechtzeitig zum 75. Geburtstag von Friedrich Kurrent – ein weiteres Buch des Architekten erschienen. In der vor sieben Jahren erschienenen Mappe Städtezeichnungen finden sich analytische Blickpunkte von Städten und Landschaften, die Kurrent zwischen 1965 und 1996 bereist hat. In Einige Häuser Kirchen und Dergleichen – zum 70. Geburtstag veröffentlicht – erzählt Kurrent über sein Leben und Werk, chronologisch in Dekaden
Autor*innen
Ursula Maria Probst

Ausgabe
N°26 (Seite 62)

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Metropolen wie New York, London, Paris, Buenos Aires oder Shanghai ließen sich einer neuen Kartografie unterziehen, wenn es darum ginge, an welchen Orten bereits Filme und Fernsehserien gedreht wurden. In den anlässlich der Viennale 2006 ausgewählten Filmen, die urbanes Lebensgefühl ausstrahlen, wird allerdings keine Standortwerbung betrieben, sondern die Großstadtanonymität lässt Transitzonen sowie Topografien der Erinnerung entstehen. A propósito de Buenos Aires © S²Arch In A propósito
Autor*innen
Erik Meinharter

Ausgabe
N°26 (Seite 56)

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Der Band Rights to the City versammelt die bei der gleichnamigen von der International Geographical Union in Rom veranstalteten Konferenz im Mai 2002 gehaltenen rund 30 Referate. Ausgangsthese der Konferenz war die Feststellung Henri Lefebvres, dass der Diskurs über die Differenzen der Raumansprüche an die Stadt als ein Diskurs über die (Verfügungs-) Rechte an der Stadt gelesen werden kann. Die Artikel kreisen um Fragen nach der städtischen Form von Recht, nach der Veränderung der einer
Autor*innen
Daniel Kalt

Ausgabe
N°26 (Seite 43-45)

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Als es im ersten Beitrag zu dieser dérive-Serie um Space Invader ging, tauchte bald das Motiv eines dezidiert ludisch gehaltenen Konnexes zwischen Kunst und öffentlichem Raum auf. Mit der Stadt und den BewohnerInnen spielen, zur Interaktion auffordern, neues Stadterleben inaugurieren; man erinnert sich vielleicht. Die ganze Dimension der invasorischen Spiel-Metapher inkludiert zudem auf rückbezügliche Weise die Handlungsweise des bekanntermaßen nicht eigentlich legal operierenden, virenhaft
Autor*innen
Erik Meinharter

Ausgabe
N°26 (Seite 58)

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Neue gesellschaftliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die sich im urbanen Kontext als Dispersität, Deregulation, Mobiltät und Flexibiliät sowie in einer fortschreitenden Dezentralisierung manifestieren, erfordern neue Strategien und Handlungsweisen. Aufbauend auf den seit 1997 mit der Tagung Landscape Urbanism Conference der Landscape Urbansim Initiative von Charles Waldheim angestoßenen Diskussion über landscape urbanism ist nun ein Reader erschienen. Landschaft, oder besser gesagt
Autor*innen
Andre Krammer

Ausgabe
N°26 (Seite 53)

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Das Gedächtnis der Stadt. Von Boullée bis Rossi von Katharina Brichetti gehört zu der Gattung der Hagiografie, zum Genre einer „operativen Kritik“, wie der Architektur- und Kunsthistoriker Manfredo Tafuri – ein Zeitgenosse des Architekten und Architekturtheoretikers Aldo Rossi (1931-1997) – das genannt hätte. Tafuri forderte unermüdlich eine Autonomie der Architekturkritik gegenüber Architektur und Städtebau, im Gegensatz zu einer dienenden Kritik, die bestimmte Strömungen unterstützt und
Autor*innen
Robert Temel

Ausgabe
N°26 (Seite 56-57)

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Die Künstlerin Maria Theresia Litschauer rekonstruiert in einer unglaublich detailgenauen und umfangreichen Studie Arbeit, Leben und teilweise Tod von etwa 1.200 ungarischen Juden, Frauen, Männern und Kindern, die von Juni 1944 bis April 1945, nach dem Einmarsch deutscher Truppen in Ungarn, nicht nach Auschwitz deportiert worden waren, sondern in 31 Betrieben in 29 Ortschaften im Waldviertel im nördlichen Niederösterreich Zwangsarbeit leisteten. Das Projekt basiert einerseits auf Interviews
Autor*innen
Andre Krammer

Ausgabe
N°26 (Seite 54)

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Kindergarten montic primary school, RWTH Aachen (c) Photo: S2Arch Das Architekturzentrum Wien (Az W) präsentiert derzeit die unter dem Titel Un jardin d’hiver zusammengefasste Ausstellung Bottom up. Bauen für eine bessere Welt. 9 Projekte in Johannesburg. Einen Teil der Doppelausstellung nimmt die Dokumentation von tatsächlich umgesetzten StudentInnenprojekten der Technischen Universitäten Innsbruck, Graz und Wien, der RTWH Aachen, der Kunstuniversität Linz und der Fachhochschule Kuchl
Autor*innen
Heinz Kaiser

Ausgabe
N°26 (Seite 55)

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Bauen im Land Salzburg bedeutete bis vor wenigen Jahren, sich einem Einheitsstil unterwerfen zu müssen. Satteldach, Vordach und dunkle Holzverschalung lauteten die entscheidenden Parameter, die über eine Baugenehmigung entschieden. Mit der Kampfvokabel „Lederhosenarchitektur“ benennt man dieses konservative, rückwärts gewandte Bauverständnis, das für Jahrzehnte das Bauen im Land dominierte. Der Architekturhistoriker und –publizist Norbert Mayr, bekannt für klare Worte, scheut sich nicht, die
Autor*innen
Elke Rauth

Ausgabe
N°26 (Seite 57)

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Im Jahr 2003 beschloss Dieter Böhmdorfer, FPÖ-Justizminister der damaligen österreichischen Bundesregierung, die Auflösung des Wiener Jugendgerichthofs mit angeschlossener Haftanstalt. Fortan sollten jugendliche und erwachsene Straftäter in gemischten Gefängnissen untergebracht werden. Der geschützte Raum für die mit dem Gesetz in Konflikt geratenen 14- bis 18-jährigen, vor denen sich ihrerseits wiederum die Gesellschaft zu schützen trachtete, musste den Sparplänen weichen. Drei Jahre nach
Autor*innen
Andre Krammer, Christian Kühn, Yona Friedman

Ausgabe
N°25 (Seite 30-32)

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Yona Friedman, geb. 1923, ist französischer Architekt, Architekturtheoretiker und Stadtplaner ungarischer Herkunft, wohnhaft in Paris. In den 1960er Jahren veröffentlichte er die Manifeste „Architecture Mobile“ und „La ville spatiale“. Diese visionären Megastrukturen über bestehenden Städten, in denen die BewohnerInnen ihre räumliche und soziale Welt flexibel gestalten sollten, sind bis heute viel diskutierte Klassiker der städtebaulichen Avantgarde. Friedman sprach in seinem Vortrag in Wien über das Prinzip der Unberechenbarkeit und Unkontrollierbarkeit in der Mathematik, Physik, aber auch von räumlichen und sozialen Entwicklungen. Er plädiert angesichts einer erratischen Realität für das Operieren mit offenen Systemen, für eine in die Praxis umgesetzte direkte Demokratie, nicht zuletzt in der Produktion von Raum.

Autor*innen
Erik Meinharter

Ausgabe
N°25 (Seite 05-07)

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Mobilität, verstanden als Beweglichkeit und nicht als Bewegung an sich, stellt eine Grundfunktion des gesellschaftlichen Systems und der städtischen Entwicklung dar. Sie ist keine ziel- oder zweckbestimm-te Ressource, sondern eine Basis des gesellschaftlichen Handelns. Auch wenn sie noch so eingeschränkt oder in ihren Möglichkeiten begrenzt ist, stellt sie einen individuellen Faktor des gesellschaftlichen und auch städtischen Lebens dar. Deshalb wird in dieser Ausgabe nicht Verkehr, Verkehrspolitik, Verkehrsplanung, Verkehrsrecht etc. behandelt, sondern die zentral beim Menschen situierte Mobilität in all ihrer städtischen Differenzierung. Am ehesten nähert sich die Ausgabe der Forderung Stephan Rammlers an, die vernachlässigte Disziplin einer Verkehrssoziologie weiter auszubauen, stadtwissenschaftliche Beiträge zum Verkehr zu liefern.

Autor*innen
Volker Eick

Ausgabe
N°25 (Seite 50)

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„Sicherheit: Ideologie und Ware“ war der Schwerpunkt von dérive, Heft 24. Volker Eick interviewte für dérive Tobias Singelnstein und Peer Stolle, die beiden Autoren des Buches „Die Sicherheitsgesellschaft. Soziale Kontrolle im 21. Jahrhundert“, und liefert damit eine Fortführung des Themas.

Autor*innen
Christoph Gollner

Ausgabe
N°25 (Seite 25-26)

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Ich war zwölf und es war geschafft – das U-Bahn-Netz für Gresten[1] war fertig gestellt. U1, U2, U3 und U4 waren in Betrieb und durchmaßen den Ort in alle Himmelsrichtungen. Betriebsmittel waren zur Hauptverkehrszeit (und bei guter Wetterlage) ein nagelneues 12-Gang-Rennrad, zu den Randzeiten (und bei schlechter Wetterlage) ein 3-Gang-Jugendrad, dem der Fahrer gerade entwachsen war. Die Fahrten sind einsam: der Cousin zwar zum Triebwagen degradiert, aber sonst – keine Passagiere. Und
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°25 (Seite 62)

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Anny Roberts früheste Erinnerungen schildern ein Wien, wie es aus vielen anderen Erzählungen ganz ähnlich bekannt ist. Die 1909 Geborene wuchs als assimilierte Jüdin im bürgerlichen neunten Bezirk auf. Der Vater, ein kleiner Bankbeamter, wird als sehr belesener, musikliebender und liebevoller Vater geschildert, die Mutter als einerseits streng und dominierend, in ihrer Erziehung andererseits aber auch sehr frei und fortschrittlich. Das kulturelle Leben umfasst häufige Operetten- und
Autor*innen
Anna Meyer, Barbara Holub, Paul Rajakovics

Ausgabe
N°25 (Seite 33-36)

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Bei Anna Meyers Bildern hat man manchmal den Eindruck gerade im Auto zu sitzen: Sei es, dass ihre Motive sehr häufig aus dem Straßenraum entnommen sind (Billboards, Passanten, Autos, Häuser usw.) oder weil ihre Bilder eine lockere Beiläufigkeit ausstrahlen, wie man sie nur im Vorbeifahren bzw. Vorbeigehen mit dem besessenen Blick der Wichtigkeit des Nebensächlichen bekommen kann. Der Inhalt der Bilder wird durch die Beziehung zwischen Vorder- und Hintergrund noch verstärkt, wo dann die
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°25 (Seite 60)

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Florian Rötzer zeichnet in seinem Essay Vom Wildwerden der Städte eine düstere Zukunft. Umweltkatastrophen nehmen stark zu und drohen folgenreicher zu werden als der Tsunami im Jahr 2004. An einem Drittel aller Schadensereignisse ist heute angeblich bereits Hochwasser schuld. Aufgrund von Klimawandel, Bevölkerungswachstum und Bebauung gefährdeter Gebiete steigt das Risiko von Naturkatastrophen mit verheerenden Auswirkungen. Wie schlecht selbst Städte in Industrieländern auf große
Autor*innen
Manfred Russo

Ausgabe
N°25 (Seite 55-56)

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Kassenhalle Westbahnhof, um 10 | © Österreichisches Staatsarchiv, Archiv der Republik Zur neuen großartigen Ausstellung im Wien Museum in einer Kooperation mit dem Technischen Museum lässt sich nur ein Vorwurf vorbringen, nämlich der der großen Verspätung. Dieser kann sich natürlich nicht gegen gegenwärtige Verantwortliche richten, denn diese gehören ja einer Generation an, die offenbar erst wieder Träumer der Eisenbahn hervorgebracht hat – Kinder, die während des Spiels mit der