Autor*innen
Katja Glaser

Ausgabe
N°55 (Seite 61-63)

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Der vielzitierte Hype der Street Art scheint in den letzten Jahren genug Möglichkeiten individueller, situationsbezogener Ausgestaltung gefunden zu haben. Als einstige Bewegung der Subkultur hat sich die Street Art mittlerweile zum integralen Bestandteil unserer heutigen Kultur entwickelt. Oder auch: zur Kunst der Stunde. In ihrem Buch Street Art-Karrieren zeichnet Heike Derwanz den Weg dreier Street-Art-Künstler nach: Banksy, Shepard Fairey und No Logo/Jens Besser. Sie fragt: Wie entstehen
Autor*innen
Katharina Held

Ausgabe
N°55 (Nur online)

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Hamburg, die Perle an der Elbe, das Tor zur Welt, die Hafenstadt mit Metropolanspruch. Hamburg ist rau, aber schön – verregnet, aber schön – rot, aber schön. Soweit die Klischees und Gemütsbewegungen, die mit der Hansestadt verbunden werden. Hamburg ist aber auch: eine Stadt, in der die Schere zwischen Reichtum und Armut extrem weit auseinander klafft. Tiefe Spaltungen bei Einkommen und Vermögen, bei Chancen auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt und im Gesundheitswesen, ungleich verteilter
Autor*innen
Anna Vukan

Ausgabe
N°55 (Seite 65)

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Peter Payer begibt sich bereits zum zweiten Mal auf kulturhistorische Streifzüge und verwandelt eine Sammlung von Essays der letzten sechs Jahre zu einem Buch, das in vergangene Tage entführt. Es ist ein Ausflug in jene Zeit, in der sich Wien, begleitet von einer Reihe technischer Veränderungen im öffentlichen Raum, auf den Weg macht, Weltstadt zu werden. In seinen Erzählungen versteht es Payer, die Vergangenheit mit allen Sinnen erfahrbar und Bilder lebendig zu machen. Die Stadt zählte
Autor*innen
Barbara Holub, Katrin Hornek, Paul Rajakovics

Ausgabe
N°55 (Seite 32-36)

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»If Architecture could talk« ist der Titel einer Videoarbeit von Katrin Hornek (http://vimeo.com/19060726) über Jurten, ihren Gebrauch, ihre Aneignungen, ihre Temporalität und Dekontextualisierung in Österreich und der Mongolei (2009/2010). Der Titel könnte aber auch für die akribische, fast psychoanalytische Nachfrage an das Gebaute bzw. die Basis von Architektur stehen. Katrin Hornek beschäftigt sich mit Fragestellungen, die das Sein von Architektur existenziell betreffen. Dabei gehen ihre
Autor*innen
Florian Huber

Ausgabe
N°55 (Seite 55-56)

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10 Jahre nach Abschluss des Forschungsprojekts »Urban Catalyst« (2001-2003) legen Philipp Oswalt, Klaus Overmeyer und Philipp Misselwitz ihren gleichnamigen Sammelband vor. Dieser erhebt einen hohen Anspruch: Einerseits werden die Erkenntnisse aus dem Projekt präsentiert und durch aktuellere Einblicke in die Welt der Zwischennutzungen ergänzt, wobei Initiativen in Städten wie Amsterdam, Basel, Berlin, Halle, Hamburg, Leipzig, London, Rom, Wien, Zagreb u. a. als Beispiele dienen. Andererseits
Georgian
Autor*innen
Margit Neuhold

Ausgabe
N°55 (Seite 58)

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»Ziel des Olympismus ist es, den Sport in den Dienst der harmonischen Entwicklung der Menschheit zu stellen, um eine friedliche Gesellschaft zu fördern, die der Wahrung der Menschenwürde verpflichtet ist.« So ein Grundsatz der Olympischen Charta. Tatsächlich waren die Olympischen Winterspiele im subtropischen Sotschi, Vladimir Putins politisches Prestigeprojekt, wohl das kontroversiellste überhaupt: Terrorgefahr, Umweltsünden, Zwangsumsiedlungen, Enteignungen, Vertreibungen, Homophobie,
Autor*innen
Christoph Laimer, Elke Rauth

Ausgabe
N°55 (Seite 01)

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Obwohl sich das kapitalistische System vor allem seit der Finanzkrise von 2007 einer selbst in bürgerlichen Medien formulierten Kritik ausgesetzt sieht, gelten seine ideologischen Grundpfeiler als quasi naturgegebene Wahrheiten, deren Infragestellung in der politischen Alltagsdiskussion nicht vorkommt. Die gerne paraphrasierte Textstelle aus der Einleitung zu Fredric Jamesons 20 Jahre altem Buch The Seeds of Time, wonach es leichter scheint, uns die Zerstörung der Welt und der Natur
Autor*innen
Elke Krasny

Ausgabe
N°55 (Seite 63-64)

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Von den Banlieues im Jahr 2005 bis zu den Suburbs von London 2011, von Exarchia in Athen 2009 bis zum Zuccotti Park in New York 2011 lässt sich eine neue Kartographie des Städtischen aufspannen. Es ist die Kartographie des urbanen Aufstands. Jener Orte, an denen sich der Aufstand formiert, der Widerstand organisiert, Menschen auf die Straße gehen, die Plätze besetzen. Doch der Widerstand geht weit über das Momenthafte und Ereignishafte, über die öffentlichen Zeichen der Besetzung
Autor*innen
Elke Krasny

Ausgabe
N°55 (Seite 60-61)

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Wie viele andere europäische Metropolen ist Berlin eine Stadt, deren Selbstbild von der Unvergleichlichkeit der eigenen Existenz gespeist wird. Berlin ist eine Stadt der Zäsuren, vor dem Bau der Mauer/nach dem Bau der Mauer, vor dem Fall der Mauer/nach dem Fall der Mauer. Der Berlin Reader. A Compendium on Urban Change and Activism widmet sich der jüngeren Vergangenheit der 1990er Jahre und erreicht die Gegenwart mit Texten, die zwischen 1991 und 2013 erschienen sind. Es geht nicht um eine
»White
Autor*innen
Iver Ohm

Ausgabe
N°55 (Seite 59-60)

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»transmediale 2014 — afterglow«, Haus der Kulturen der Welt, Berlin

SEE!
Autor*innen
Iris Meder

Ausgabe
N°54 (Seite 57-58)

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Auch in den letzten Monaten zeigen mehrere Neuerscheinungen, dass das Interesse an Architektur und Urbanismus der jugoslawischen Nachkriegsmoderne ungebrochen ist. Dabei lässt sich erfreulicherweise beobachten, dass eine fundierte Auseinandersetzung zunimmt. Die in den letzten Jahren auch auf Englisch publizierten Ergebnisse mehrerer wissenschaftlicher Forschungsprojekte dürften den romantisch-mystifizierenden Zugang beendet haben, der bei der »westlichen« Betrachtung des früheren »Ostblocks«
Autor*innen
Barbara Holub, Martin Krenn, Paul Rajakovics

Ausgabe
N°54 (Seite 32-36)

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Die Werke von Martin Krenn tauchen in dérive seit vielen Jahren immer wieder auf, so zum Beispiel Demonstrate! in Heft 2 und City Views in Heft 17. Viele seiner Arbeiten beziehen sich auf politische, historische und urbane Fragestellungen. Bekannt wurde Krenn u.a. durch die Plakatserie Arbeiten gegen Rassismen, die er gemeinsam mit Daniela Koweindl kuratiert hat: Dabei wurden entlang der Wiener Straßenbahnlinie D Plakate installiert, die künstlerische Positionierungen gegen Antisemitismus,
Autor*innen
Elisabeth Haid

Ausgabe
N°54 (Seite 61-62)

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Direkter Urbanismus. Direct urbanism Direkter Urbanismus – über diesen Begriff definieren Barbara Holub und Paul Rajakovics ihre Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen, urbanen Fragestellungen. Die Künstlerin (und ausgebildete Architektin) und der Stadtplaner und Architekt, beide langjährige Redaktionsmitglieder von dérive, gründeten 1999 die in Wien angesiedelte, transdisziplinär ausgerichtete Plattform transparadiso. Ihre Arbeiten und Projekte bewegen sich im Spannungsfeld von
Königsstraße
Autor*innen
Claudia Krieg

Ausgabe
N°54 (Seite 58-60)

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Die Jewish Claims Conference (JCC) eröffnet im Februar 2013, 80 Jahre nach der Machtübernahme der Nazis, einen 50-Millionen-Dollar-Fonds für jüdische Familien, denen Eigentum auf dem Gebiet der ehemaligen DDR gehört. Eine etwa 1.500 Seiten umfassende Liste mit Namen gibt Auskunft darüber, welche Menschen durch die nationalsozialistische Verfolgung und die damit einhergehende Enteignung ihre Wohnungen, Häuser, Firmen und Geschäfte samt Einrichtungen verloren haben. Tausende Personen-, Firmen-
Sunset
Autor*innen
Nicole Theresa Raab

Ausgabe
N°54 (Seite 60-61)

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Los Angeles. Eine Stadt wie im Film oder Abbild des Scheiterns? Hollywood Hills oder Leichenberge? All-American-Girl oder Femme fatale? Held oder verlorene Seele? Villa oder Trenchcoat? Heiterer Sonnenschein oder ewige Nacht? Das schöne Leben oder notorisches Fluchtverhalten? Der Regen setzt ein ... und Film Noir beginnt. Selbst auf diejenigen, die niemals dort waren, wirkt keine Stadt so verheißungsvoll vertraut wie Los Angeles. Das Kino war ihr wesentlichster Motor. Hier sollte ein Eldorado
Autor*innen
Christoph Laimer, Elke Rauth

Ausgabe
N°54 (Seite 01)

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Zwei Monate sind seit der 4. Ausgabe unseres urbanize!- Festivals schon wieder vergangen und während wir noch von Citopia träumen, beschäftigen wir uns im Schwerpunkt dieser Ausgabe mit öffentlichen Räumen als »spatial catalysts for social change, seeking to foster an understanding of robustness of places by revisiting the resilience debate through the focus on rhythm.« wie Aglaée Degros, Sabine Knierbein und Ali Madanipour, die RedakteurInnen des Schwerpunkts, in ihrem Ein­leitungsartikel
Autor*innen
Thomas Ballhausen

Ausgabe
N°54 (Seite 43-46)

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Auszug aus der Erzählung Lob der Brandstifterin von Thomas Ballhausen.

Autor*innen
Monika Streule

Ausgabe
N°53 (Seite 55-56)

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Das Blickfeld über die eigene Karte der Stadtforschung hinaus zu neuen Wissensgeographien öffnen: Das ist ein dringlicher Appell an alle, die sich heutzutage kritisch mit städtischen Fragen beschäftigen, spätestens seit Jennifer Robinsons Publikation Ordinary Cities: Between Modernity and Development von 2006. Doch wie soll diese Dezentrierung der Wissensherstellung in der Praxis bewerkstelligt werden? Einen anschaulichen Vorschlag dazu bringen nun Anne Huffschmid und Kathrin Wildner mit
Autor*innen
Michael Klein

Ausgabe
N°53 (Seite 57-58)

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Einer der großen blinden Flecken in der Architekturgeschichte der Moderne ist das Verhältnis von Architektur und Planung des Westens und Ostens (also den kapitalistischen und staatssozialistischen Ausformungen) zum so genannten Süden: jenen Ländern, die sich als Blockfreie, als ehemalige Kolonien oder Dritte Welt der eindeutigen Zuordenbarkeit beider Blöcke entzogen. Der Süden als eine dem Osten wie dem Westen gegenübergestellte Zone nimmt schon die Rolle vorweg, die ihm im Kalten Krieg
Autor*innen
Anita Witek, Barbara Holub, Paul Rajakovics

Ausgabe
N°53 (Seite 32-36)

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Demnächst wird von der Wiener Secession eine Edition herausgegeben, die verschiedene Arbeiten von SecessionskünstlerInnen zum Thema The Making of in einer Box versammelt. Anita Witek bedient sich als Grundlage für dieses Projekt eines Fotobands von Wiener Sehenswürdigkeiten des Fotografen Bruno Reiffenstein aus dem Jahre 1927. Die einzelnen Bilder zeigen großteils verschiedene Profanbauten mit besonderem Augenmerk auf architektonische Merkmale, die vor allem bei den Innenraumfotografien
Autor*innen
Christoph Laimer, Elke Rauth

Ausgabe
N°53 (Seite 01)

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Herbert Marcuse hat 1967 in einem Vortrag vom Ende der Utopie gesprochen. Damit gemeint waren Utopien im Sinne von unmöglich zu verwirklichenden Visionen. Schließlich, so Marcuse, seien alle Voraussetzungen für eine neue Gesellschaft bereits gegeben: »Alle materiellen und intellektuellen Kräfte, die für die Realisierung einer freien Gesellschaft eingesetzt werden können, sind da.« Henri Lefebvre wiederum stellte in seinem ebenfalls 1967 veröffentlichten Aufsatz Le droit à la ville fest: »Das
Autor*innen
Andre Krammer

Ausgabe
N°53 (Seite 59-60)

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Der erste Band der Reihe kollektive gestalten, herausgegeben von Andreas Rumpfhuber und Johan Frederik Hartle, widmet sich den Ausformungen einer »Architektur der Arbeit«. Bei diesem Auftakt handelt es sich um die gleichnamige, überarbeitete Dissertation von Andreas Rumpfhuber. Beschrieben wird das komplexe Verhältnis der postindustriellen, zunehmend von immaterieller Arbeit geprägten Lebenswelt zu einer neuartigen räumlichen Praxis, die nicht mehr von einer traditionellen »Gleichräumigkeit
Autor*innen
Bernd Hüttner

Ausgabe
N°53 (Seite 62-64)

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Urban Gardening, Zwischennutzung, Kleidertauschen – all diese Formen des Do it yourself liegen derzeit im Trend. Sie sind eine (anti)politische Form, wie städtisches Leben neu angeeignet und wie mit wenig oder ohne Geld Sinn gestiftet werden kann. In Stadt der Commonisten finden sich über 130 alphabetisch sortierte kurze Beiträge zu Themen und Haltungen aus diesem Milieu. Um nur ein knappes Dutzend zu nennen: Beete, Commons, Entschleunigung, Haus der Eigenarbeit, Kartoffelkombinat, Kunst,
Filmstill
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°53 (Seite 04-08)

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Applied to the urban environment, unlikely insertions or juxtapositions of uses can unsettle our existing perceptions of urban life and space, opening up new possibilities and invigorating the idea of what a city can be. Margaret Crawford Die Konzeption von idealen Städten und Stadtgesellschaften ebenso wie der Entwurf von Planstädten am Reißbrett ziehen sich quer durch die Geschichte. Sie reichen von Platons Atlantis oder Thomas Morus’ Utopia bis zu Constant Nieuwenhuys’ New Babylon, Yona
Autor*innen
Anita Aigner

Ausgabe
N°53 (Seite 61-62)

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Bekundung, Architektur als soziale Praxis zu verstehen, mag bei professionellen SoziologInnen gelangweiltes Gähnen hervorrufen (geschenkt, was soll sie denn sonst sein), im Feld der Architektur liegt dies anders. Hier kann man mit einer solchen Aussage noch Stellung beziehen. Vor allem lässt sie die Erwartung entstehen, dass nicht das (ästhetische) Objekt im Zentrum des Erkenntnisinteresses steht, sondern der gesellschaftliche Rahmen – also die gesellschaftlichen Bedingungen des Entstehens,
Autor*innen
Mirjam Pot

Ausgabe
N°53 (Seite 58-59)

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Kristina Leko / ‹rotor› Zentrum für zeitgenössische Kunst
Keine Denkmale zur Geschichte
von Arbeit und Einwanderung
Annenviertel Graz

Mai 2013–Mai 2015

Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°53 (Seite 64)

Tags
Wohnbau
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Häuser für Menschen
Humaner Wohnbau in Österreich

Regie: Reinhard Seiß
Wien 2013, 125 min

Autor*innen
Elisabeth Haid

Ausgabe
N°53 (Seite 56-57)

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»It is impossible to live in Caracas and not to know Torre David.« (Brillembourg & Klumpner). Der Torre David – ein nach Plänen von Enrique Gómez gebautes, jedoch nie fertiggestelltes 45-stöckiges Hochhaus im venezolanischen Caracas – hat sich in die öffentliche Wahrnehmung, die Geschichte und das Bild der Stadt eingeschrieben. Bereits in den 1990er Jahren sorgten die Pläne des Bauträgers David Brillembourg für die Errichtung des Gebäudekomplexes im Geschäftszentrum der Stadt, der
Sou
Autor*innen
Andre Krammer

Ausgabe
N°52 (Seite 55-64)

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Die am 5. Juni im Wiener MAK eröffnete Ausstellung Eastern Promises. Zeitgenössische Architektur und Raumproduktion in Ostasien wirft den Scheinwerfer auf einen weiten geografischen Raum, der China, Südkorea, Taiwan und Japan umfasst. Die Kuratoren Andreas Fogarasi und Christian Teckert zeigen aber glücklicherweise Mut zur Lücke, der auch strategisch begründet ist. Vorgestellt wird kein großes Narrativ, sondern es sind Parallelerzählungen, die nebeneinander gestellt werden und der Rezeption
Autor*innen
Robert Temel

Ausgabe
N°52 (Seite 57-58)

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Auf welches Wissen baut Architektur eigentlich auf – ob nun in ihrer Praxis oder in Forschung und Lehre? Lange Zeit herrschten zwei explizite Wissensstränge vor: einerseits ein geisteswissenschaftliches Wissen in einem Spektrum vom spekulativ-philosophischen bis zum kunsthistorischen und andererseits ein technologisches Wissen. Vieles andere gehörte dazu, blieb jedoch weitgehend implizit und (somit) nur durch Meisterklassen, Studios, Projektarbeiten vermittelbar. Das wird vermutlich immer so
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°52 (Seite 01)

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Nach zwei Jahren, in denen wir ausschließlich Schwerpunkthefte veröffentlicht haben, erwartet Sie in dieser Sampler-Ausgabe wieder einmal eine breite Palette an Themen. Doch wie immer bestehen auch zwischen den Artikeln der Sampler-Hefte zahlreiche Querverbindungen, die sich wie von selbst zu kleinen thematischen Hubs formen. Der größte dieser kleinen Schwerpunkte im vorliegenden Heft widmet sich der Kulturhauptstadt, eine Auszeichnung, die derzeit jährlich zwei bis drei europäische Städte
Autor*innen
Thomas Ballhausen

Ausgabe
N°52 (Seite 62-63)

Tags
New York, Film
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Blank City
Regie: Céline Danhier
Köln: Rapid Eye Movies, 2013
DVD PAL, Farbe + s/w, Laufzeit 96 min.
Englisches Original mit dt. Untertiteln
Mit zahlreichen Extras und beigelegtem Info-Poster

Autor*innen
Frédéric Singer

Ausgabe
N°52 (Seite 63-64)

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Wenn Gesinnung Form wird ist eine Fotoessaysammlung zur Nachkriegsarchitektur der BRD. Mit dem aus 29 Essays in 13 Kapiteln bestehenden Werk schließt Arne Schmitt sein Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig ab. Das Buch ist auch Begleitpublikation zur gleichnamigen, jüngst vergangenen Ausstellung im Sprengelmuseum in Hannover. Anstelle eines Vorworts verweist Schmitt auf Geräusch einer fernen Brandung (2008), eine seiner zahlreichen vorhergehenden Publikationen, in der
Autor*innen
Iver Ohm

Ausgabe
N°52 (Seite 60-61)

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Wie jedes Jahr fahren wir Ende Mai zur Biennale nach Venedig. In dem einen zur Architektur, im anderen zur Kultur. »Kultur« und nicht »Kunst« hier als Provokation gemeint, weil uns die Biennale als Struktur jedes zweite Jahr die Kunst für blöde verkaufen will und zu meinen scheint, samt ihrer (Re-)Präsentation dieser über die Alltagsrealität der Menschen erhaben zu sein. Denn direkt und indirekt wird durch ihre institutionelle inszenierte Praxis immer wieder proklamiert, das politische,
Autor*innen
Katharina Held

Ausgabe
N°52 (Seite 56)

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Flächenmäßig ist Wilhelmsburg der größte Stadtteil Hamburgs und dennoch ein Ort, der auf vielen Hamburg-Karten weiterhin nicht zu finden ist und den auch HamburgerInnen nicht immer verlässlich lokalisieren können. Dabei gehört der Stadtteil auf Europas größter Flussinsel zum Bezirk Hamburg-Mitte und erhält seit Jahren verstärkte mediale Aufmerksamkeit. Waren es bisher meist Schreckensgeschichten aus der »Bronx des Nordens«, so verheißen die Schlagzeilen in diesem Jahr einen Umbruch: Von der
Autor*innen
Bernhard Hachleitner, Matthias Marschik, Michael Zappe, Rudolf Müllner

Ausgabe
N°52 (Seite 61-62)

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In den letzten Jahrzehnten setzte ein Imagewandel des Fahrrades und ein Umdenken in der Verkehrspolitik vieler europäischer Städte ein – auch im nicht unbedingt als Fahrradstadt bekannten Wien. Wurde das Fahrrad lange Zeit keineswegs als alltägliches Verkehrsmittel gesehen, so werden gegenwärtig vonseiten der Stadt Wien gezielte Maßnahmen zur Radverkehrsförderung gesetzt. Das Jahr 2013 wurde zum Radjahr erklärt, von 11. bis 14. Juni tagt die internationale Velo-City Konferenz in Wien. Die
Autor*innen
Barbara Holub, Marlene Hausegger, Paul Rajakovics

Ausgabe
N°52 (Seite 32-36)

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Wenn an einer Kreuzung Zebrastreifen mit Kreide zu einem Riesenzebra umgezeichnet werden, ein überdimensionales Spiegelei spontan im New Yorker Centralpark landet oder vorbeifahrende Autos mit ihren Scheinwerfern einen Fahrradreflektoren-Blitz auf dem Dach des Wiener Fluc einschlagen lassen, dann könnte Marlene Hausegger dahinter stehen. Letzteres (The lightning) ist auch auf der ersten Seite des Inserts in dérive und als Installation in einem Grazer Parkhaus zu sehen. Bei Marlene Hausegger
Autor*innen
Frédéric Singer, Zoe Hatziyannakis

Ausgabe
N°52 (Seite 17-20)

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Die neuen Serie der griechischen Fotografin Zoe Hatziyannakis bestehen aus Abbildungen mehr oder minder bekannter öffentlicher Athener Bauten wie des griechischen Parlaments, des Finanzministeriums, des Landgerichts, des Rathauses, des Firmensitzes des staatlichen Energiekonzerns, der Fakultät für Jura oder des Entwicklungsministeriums. In jedem Diptychon werden aus den Bildern der oben genannten Gebäude Fassadendetails herausgegriffen und der Gesamtansicht gegenübergestellt. Die Details
Autor*innen
Nicole Theresa Raab

Ausgabe
N°52 (Seite 58-59)

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… eine Einschätzung, die 42 Prozent aller ÖsterreicherInnen teilen, wie eine unlängst von der Tageszeitung Der Standard dem Marketinstitut in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage ermittelte. Landläufig wird in diesem Zusammenhang stets auf den Reichs­­autobahnbau verwiesen, welcher für die »Ostmark« tatsächlich nahezu unbedeutend war, da lediglich knapp 20 km davon vor Kriegsbeginn gebaut werden konnten. Während außerdem 61 Prozent der Bevölkerung der Meinung sind, die Nazizeit wäre
CIT
Autor*innen
CIT Collective, Christoph Laimer, Elke Rauth

Ausgabe
N°52 (Seite 21-27)

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Das CIT Collective ist eine 2011 gegründete Gruppe von Kulturschaffenden, die sich als Initiative für urban commons versteht und für eine Neuausrichtung der Stadtplanung eintritt. Im Zentrum der aktuellen Aktivitäten stehen Konzepte und Forderungen für die Nachnutzung des 2006 stillgelegten Gaswerks Leopoldau im Nordosten von Wien. Im von Christoph Laimer und Elke Rauth geführten Gespräch mit drei AktivistInnen des CIT Collective geht es um Ideen für und das Verständnis von urban commons, das Selbstverständnis, Strategien und Aktivitäten der Gruppe, Kreativstadtkonzepte, Kollektivismus und Individualismus und um Nachnutzungsideen für das Gaswerk Leopoldau.

Autor*innen
Udo W. Häberlin

Ausgabe
N°51 (Nur online)

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Das Wichtigste an der – 40 Jahre nach ihrer Erstveröffentlichung nun endlich auch auf deutsch erhältlichen – Publikation Leben zwischen den Häusern des dänischen Architekten und Stadtplaners Jan Gehl ist die sensible Begründung der „belebenden“ Funktionsweisen durch Aktivitäten in öffentlichen Räumen. Diese Aktivitäten sind auf drei aufeinander aufbauenden Ebenen bedeutsam. Die anspruchslosesten sind die notwendigen Aktivitäten. Darauf folgen die freiwilligen, doch erst die nächste Ebene der
Autor*innen
Bernd Hüttner

Ausgabe
N°51 (Seite 57-58)

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Die Rote Flora ist ein Zentrum der undogmatischen radikalen Linken in Hamburg. Es existiert seit 1987 und beherbergt auf zwei Etagen verschiedene Werkstätten sowie das Archiv der sozialen Bewegungen. Vor allem ist es aber Ort für Musik- und andere Kulturevents und bietet Raum für politische Veranstaltungen und Versammlungen. Karsten Hoffmann legt mit dieser Publikation seine 2011 an der Technischen Universität Chemnitz erbrachte politikwissenschaftliche Dissertation als Buch vor. Betreut
Autor*innen
Maxie Jost

Ausgabe
N°51 (Nur online)

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Die Landschaften unserer Städte, so alltäglich sie uns scheinen mögen, sind doch Ausdruck eines stetig anhaltenden Wandels. Sie wachsen, werden bunter, reißen Gräben, schlagen Brücken, weisen Grenzen und Kanten auf und entfalten gleichzeitig eine atemberaubende Vielseitigkeit. Insofern verwundert es nicht, dass die stadtaffine Szene – weniger an eine Profession als an die spezifische Leidenschaft für Stadt gebunden – immer wieder neue LiebhaberInnen anzieht. Der jüngste Spross unter den
Bildstrecke:
Autor*innen
Christina Linortner, Fahim Amir

Ausgabe
N°51 (Seite 04-07)

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Die Denkerin Donna Haraway streicht in ihrem 1992 erschienenen Artikel »Otherworldly Conversations; Terran Topics; Local Terms« heraus, dass die Welt ein Ensemble darstellt: »... ein immer schon bewohntes Ergebnis heterogener sozialer Begegnungen, wobei nicht alle Akteure Menschen sind« (Haraway 1992, S. 67). Der Schwerpunkt dieser Ausgabe nimmt Haraways These der Implosion von Natur und Kultur, die sie naturecultures nennt, zum Anlass, Fragen nach Tieren und dem Lebendigen in urbanen Kontexten zu stellen:
Wer ist Teil der Stadt und wem gehört sie, wer macht sie, und wie passiert das?

Autor*innen
Robert Temel

Ausgabe
N°51 (Seite 56-63)

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Zeitgleich mit Urban Catalyst, der Publikation zu jenem Forschungsprojekt, das vor zehn Jahren erstmals systematisch das Phänomen der Zwischennutzungen in Berlin (und anderen Städten) untersuchte, erschien Anfang 2013 der Band Selfmade City Berlin. Der Inhalt des Bandes dreht sich – wie der Name schon sagt – ebenfalls um die Stadt, die von ihren BewohnerInnen selbst produziert wird; allerdings in diesem Falle in Form von dauerhaften Realisierungen, temporäre Projekte sind hier dezidiert
Autor*innen
Iris Meder

Ausgabe
N°51 (Seite 58-61)

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Publikationen zur Architektur der sozialistischen Nachkriegsmoderne scheinen derzeit beinahe im Wochentakt herauszukommen. Den Anfang machten vor einigen Jahren Bücher wie Ostmoderne (2004, zu Ost-Berlin) und Eastmodern (2007, zur Slowakei), ersteres in seinen wissenschaftlichen Analysen primär auf Originalmaterial basierend, zweiteres ein Bildband der Wiener Architekturfoto- grafin Hertha Hurnaus mit Essays und Interviews von slowakischen und internationalen Architekturhistorikern und
Autor*innen
Noëmi Leemann

Ausgabe
N°51 (Nur online)

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Ausstellung
Wien um 1900
Wiener Kunstgewerbe 1890-1938
Museum für angewandte Kunst/ Gegenwartskunst (MAK), Wien
21.11.2012 – 23.06.2013

Autor*innen
Mirjam Pot

Ausgabe
N°51 (Seite 64-65)

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Was verbindet den Stall mit dem Spa, den Coworking Space mit dem Reservat und die Gated Community mit dem Castor? Das Ortsregister versucht genau diese Frage zu beantworten. Dabei werden Begrifflichkeiten mit räumlicher Bezugnahme und deren Verwendung in aktuellen Diskursen entschlüsselt. Auf diese Weise sollen gesellschaftliche Verhältnisse offen gelegt und gegenwärtige Entwicklungen analysiert werden. Erklärte Absicht ist es, »die gesellschaftliche Wirklichkeit gewissermaßen transversal
Autor*innen
Marián Potočár

Ausgabe
N°51 (Seite 62-63)

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Im Rahmen der Architekturtage 2012 haben ArchitekturhistorikerInnen Bratislava auf sportliche Art präsentiert – mit dem Fahrrad durch Plattenbauwohnsiedlungen, um ihre »abstrakten Landschaften« zu entdecken. Plattenbauwohnsiedlungen bleiben ein Schwerpunkt der aktuellen Diskussionen über post-sozialistische Städte, während sie als auffällige Stadt-silhouetten gleichzeitig zu ihren typischen Trademarks geworden sind. Zu dieser Diskussion will auch der Atlas der Großwohnsiedlungen
Autor*innen
Christina Linortner, Fahim Amir

Ausgabe
N°51 (Nur online)

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Brantz, Dorothee (2010):. Beastly Natures: Animals, Humans, and the Study of History. Charlottesville: University of Virginia Press. Cronon, William (1991): Nature's metropolis: Chicago and the Great West. New York: W.W. Norton. Cronons Arbeit verdeutlicht wie durch das Wachstum von Chicago eine räumliche ökonomische und infrastrukturelle Verzahnung mit dem Umland erfolgte und offenbart so wie Natur und Kultur einander wechselseitig konstituieren. Mit der Untersuchung der Abhängigkeit der
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°51 (Seite 01)

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Das Leben in den Städten ist für viele Menschen heute attraktiver als noch vor wenigen Jahren. Auch die Einwohnerzahlen von Wien nehmen kontinuierlich zu und übertreffen – so weit man hört – regelmäßig sämtliche Prognosen. Diese hohe Attraktivität gilt aber offenbar nicht nur für Menschen, sondern auch für Tiere. Synurbanisation nennt die Wissenschaft das Phänomen des Zuzugs von Tieren in die Stadt. Füchse im Prater, Dachse im Augarten, Biber auf der Donauinsel, Rehe am Zentralfriedhof und
Autor*innen
Barbara Holub, Folke Köbberling, Martin Kaltwasser, Paul Rajakovics

Ausgabe
N°51 (Seite 32-36)

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The Games Are Open wurde im September 2010 in Southeast False Creek in Vancouver (Kanada) im Rahmen der Olympischen Winterspiele realisiert. Ein detailliertes, naturgetreues Modell eines gigantischen Bulldozers (6 x 7 x 14 m) wurde unter reger Teilnahme von Kunststudierenden, Freiwilligen und BewohnerInnen des für die Winterspiele 2010 entstandenen Olympischen Dorfes aus 1.000 so genannten Wheatboards (Bauplatten aus hochverdichtetem Weizenstroh) aufgebaut. Diese wurden vor den Olympischen
Für
Autor*innen
Roman Horak

Ausgabe
N°50 (Seite 10-15)

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Es scheint, als ob nach Jahren der Absenz die Straße (vor allem als Raum und Ort, aber auch als Metapher) wieder Eingang in die öffentlichen Debatten gefunden hätte. Waren diese um die Jahrtausendwende, wenn es denn um Raum ging, fokussiert auf die diversen Aspekte von Virtualität, so stellt sich das Bild seit einiger Zeit durchaus anders dar. Reale Räume finden erneut Beachtung, sei es im Journalismus oder in den Sozial- und Kulturwissenschaften – und die Straße ist einer davon. Zwei Beispiele seien hier genannt.

Autor*innen
Georgios Terizakis

Ausgabe
N°50 (Seite 56-57)

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Hafenstädte haben eine besondere Aura und einen ihnen vorauseilenden Ruf, der das Image dieser Städte nachhaltig prägt. Deshalb ist dieser Typ von Städten für die Stadtforschung ein interessantes Untersuchungsfeld. Neuere Publikationen versuchen eine Differenzierung in das etwas grobe Bild von Hafenstädten zu bringen. So widmen die Soziologen Helmuth Berking und Jochen Schwenk (2011: Hafenstädte. Rostock und Bremerhaven im Wandel. Frankfurt am Main/New York: Campus Verlag) dem Vergleich der
Autor*innen
Thomas Ballhausen

Ausgabe
N°50 (Seite 61)

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Tykho Moon
Regie: Enki Bilal
Berlin: Filmgalerie 451, 2009
DVD PAL Farbe, Laufzeit 105 min.
ISBN 978-3-941540-01-9

Autor*innen
Brigitte Kovacs

Ausgabe
N°50 (Seite 59)

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Ausstellung
Eyes on the City
Urbane Räume in der Gegenwartsfotografie
GrazMuseum
14. Oktober 2012–31. März 2013
Beteiligte KünstlerInnen: Olivo Barbieri, Peter Bialo­brzeski, Sabine Bitter/Helmut Weber, Hin Chua, Lee Friedlander, Aglaia Konrad, Anne Lass, Paul Albert Leitner, Simona Rota.

Autor*innen
Anne Erwand

Ausgabe
N°50 (Seite 57-58)

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Ausstellung
Spiele der Stadt
Glück, Gewinn und Zeitvertreib
Wien Museum Karlsplatz
25. 10. 2012- 2. 4. 2013

Projekt Urban Games
Computerspiel und Stadt
6.-17. 3. 2013
project space / Kunsthalle Wien

Autor*innen
Ernst Logar

Ausgabe
N°50 (Seite 60)

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Ausstellung
Werkbundsiedlung Wien 1932
Ein Manifest des Neuen Wohnens
Wien Museum
6. September 2012 bis 13. Januar 2013

Autor*innen
Georg Oswald

Ausgabe
N°50 (Seite 60)

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Tlatelolco
Regie: Lotte Schreiber
Sixpackfilm, 2011
Österreich, Mexiko, 75 min

Autor*innen
Andre Krammer

Ausgabe
N°50 (Seite 55-56)

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Ausstellung
Sowjetmoderne 1955–1991
Unbekannte Geschichten
Architekturzentrum Wien
8. November 2012–25. Februar 2013
Kuratorinnen: Katharina Ritter, Ekaterina Shapiro-Obermair und Alexandra Wachter

Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°50 (Seite 62)

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So könnte ein vorschnelles Urteil lauten, verfolgt man die Berichterstattung in der Tages- und Wochenpresse. Kein Monat vergeht, ohne dass es Serien über Landstriche gibt, in denen das letzte Gasthaus, der letzte Bäcker, der letzte Greißler (Tante-Emma-Laden) etc. schon lange geschlossen hat, weil die jungen Leute aufgrund mangelnder beruflicher Perspektiven wegziehen. Gleichzeitig werden ländliche Initiativen vorgestellt, die händeringend versuchen, ihre zum Studieren in die Stadt gezogene
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°50 (Seite 01)

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50 Hefte mit rund 1.100 Beiträgen von mehr als 550 Autoren und Autorinnen sind in den letzten 12,5 Jahren erschienen. Aus der von ein paar FreundInnen in der Freizeit produzierten und privat vorfinanzierten Zeitschrift, die im Vorraum einer WG gelagert wurde, ist mittlerweile eine Publikation geworden, die nicht nur in einem professionelleren Umfeld entsteht, sondern sich auch als angesehenes Fachmagazin im deutschsprachigen Raum etabliert hat, ohne auf gesellschaftspolitisches Engagement zu
Autor*innen
Barbara Holub, Carola Dertnig, Paul Rajakovics

Ausgabe
N°50 (Seite 32-36)

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Im Rahmen des Projektes Realness Respect im Grazer Kunstverein Medienturm fand am 29. September 2012 als ein Schwerpunkt die Performance Again Audience von Carola Dertnig statt. Der Kurator Sandro Droschl suchte für Realness Respect, das Teil des Steirischen Herbstes 2012 war, Positionen, »die auf die spürbare Differenz zwischen subjektiv wahrgenommener und medial vermittelter, gemeinsamer Realität reagieren«. Carola Dertnig baute für dieses Projekt eine mobile, mit einem Wagen einfach
Autor*innen
Katharina Held

Ausgabe
N°49 (Seite 58)

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»Komm in die Gänge«, so lautete vor drei Jahren die Aufforderung von rund 200 engagierten Menschen in Hamburg. Tausende Interessierte strömten darauf hin im August 2009 in das historische Gängeviertel und wurden Teil der »künstlerischen Bespielung« der Gebäude und Flächen, die bis dato andauert und einem ständigen Prozess der Auseinandersetzung – sowohl innerhalb als auch mit Institutionen, Bewegungen und Personen außerhalb des Viertels und insbesondere der Stadt Hamburg – unterliegt. Das
Autor*innen
Thomas Ballhausen

Ausgabe
N°49 (Seite 62)

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Marc Augé ist mit seiner Ethnologie des Nahen fester Bestandteil der disziplinenübergreifenden raumtheoretischen Diskurse. Die von ihm begründete Theorie der Nicht-Orte, jener transitorischen Orte, dieser auswechselbaren, nicht zum Verweilen einladenden Gegenden, erfährt im vorliegenden Tagebuch eines Obdachlosen eine Fortführung als Untersuchung räumlicher Bedingungen unserer zunehmenden gesellschaftlichen Vereinsamung. Wie schon in seinen früheren Arbeiten stellt Augé radikale Prozesse der
Autor*innen
Bernd Hüttner

Ausgabe
N°49 (Seite 59)

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Was soll mit den Brachen und den baulichen Ruinen des Dienstleistungs- und des Industriefordismus geschehen? Eine Antwort, die in den letzten Jahren zwar vermehrt, aber immer noch nur vereinzelt gegeben wird, lautet »temporäre Nutzung« oder »Zwischennnutzung«. Das Team der in Bremen angesiedelten ZwischenZeitZentrale will mit seinem Buch hinter die Kulissen, auf die AkteurInnen und die Wirkungen von second hand spaces blicken. Die Heraus-geber-Innen und auch etliche AutorInnen benutzen den
Autor*innen
Gerhard Rauscher

Ausgabe
N°49 (Seite 57)

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Planerische und bauliche Aktivitäten in Wien während des Nationalsozialismus und etwaige Kontinuitäten der handelnden Personen in Architektur und Planung wurden bisher nur ansatzweise und verstreut in verschiedenen Publikationen aufgearbeitet. Ingrid Holzschuh dokumentiert in ihrem Buch Neugestaltungsplanungen für Wien von 1938 bis 1942 mithilfe neuer Quellen. Zu Beginn des Buches wird ein Überblick über verschiedene Planungsvorschläge, die zum Teil unmittelbar nach dem Anschluss Österreichs
Autor*innen
Andre Krammer

Ausgabe
N°49 (Seite 61)

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Die Allmacht einer rationalen Planbarkeit der Zukunft, die die Moderne postuliert hatte, ist in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg zunehmend in Frage gestellt worden. Spätestens in den 1960er und 1970er Jahren ist die Orthodoxie der modernen Planung durch eine Vielzahl an Planungsansätzen und Ideen abgelöst worden. Die Parameter, die Raumproduktion beeinflussen, waren immer unüberschaubarer geworden, und man suchte nach Instrumenten, die in der Lage waren, Unsicherheiten und
Autor*innen
Nicole Theresa Raab

Ausgabe
N°49 (Seite 59)

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Inmitten der nicht abreißenden medialen Aufmerksamkeit und rechtzeitig zur akademisch-publikatorischen Aufarbeitung der Protestbewegungen des vorangegangenen Jahres ist David Harveys Textesammlung Rebel Cities – From Right to the City to Urban Revolution erschienen. Für Henri Lefebvre war das Recht auf Stadt ein Aufschrei, welcher der Krise des alltäglichen Lebens geschuldet war, sowie eine Forderung, daraus alternatives, städtisches Leben zu schaffen. Den Ausgangspunkt der Lektüre bietet
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°49 (Seite 04-08)

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Die Top-Down-Verwaltung und Planung der funktionalistischen, fordistischen Stadt in der Nachkriegszeit sah sich spätestens in den 1960er Jahren einer Kritik ausgesetzt, die als Beginn einer Bewegung bezeichnet werden kann. Als Meilen­stein für den Beginn von Aufbegehren und Einmischung in städtische Planungsfragen gilt dabei Jane Jacobs einflussreiches Werk The Death and Life of Great American Cities, das sich zum Dauerbestseller entwickelt hat. Etwa zeitgleich wie Jane Jacobs’ Buch erschien auch jenes Werk (Le droit à la ville), in dem Henri Lefebvre erstmals von einem »Recht auf Stadt« schreibt. Lefebvre spricht sich darin für die kollektive (Wieder-)Aneignung des städtischen Raumes durch seine Bewohner und Bewohnerinnen ebenso wie die selbstbestimmte Gestaltung des Lebensumfeldes in einer Stadt für alle aus. »Recht auf Stadt« funktioniert aktuell als Inspiration und gemeinsames Dach für zahlreiche Initiativen, die sich nicht damit abfinden wollen, dass in ihren Städten die Aussicht auf bzw. die Realisierung 
von Profit maßgeblich bis ausschließlich die Stadtentwicklung bestimmt.

Autor*innen
Philipp Brugner

Ausgabe
N°49 (Nur online)

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Im Buch Auf dem Weg zu nachhaltigen städtischen Transportsystemen. Ein deutsch-vietnamesischer Dialog über die Zukunft der Stadt und die Stadt der Zukunft wird danach gefragt, wie Städte heute organisiert sein müssten, damit es dort morgen noch lebenswerte Bedingungen gibt. Die HerausgeberInnen Hans-Heinrich Bass, Christine Biehler und Ly Huy Tuan sammeln in ihrem Buch sehr unterschiedliche Texte zu ein- und demselben Erkenntnisinteresse: Wie sieht die Zukunft der Städte aus
Autor*innen
Andre Krammer

Ausgabe
N°49 (Seite 61)

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Aldo Rossi (1931 – 1997), einer der zentralen Architekten und Theoretiker der Postmoderne, war in den 1970er-Jahren Gastprofessor an der ETH Zürich. Das vorliegende Buch versammelt Essays von ArchitektInnnen, TheoretikerInnen und ForscherInnen zu dieser wichtigen Phase in der Biographie des einflussreichen Italieners. Viele der AutorInnen waren Schüler Rossis an der ETH, wurden bald »RossianerInnen« und nähern sich in den Texten auf höchst unterschiedlichste Weise der Erinnerung und der
Autor*innen
Barbara Holub, Paul Rajakovics, Rainer Ganahl

Ausgabe
N°49 (Seite 32-36)

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Vor vielen Jahren konnte man mit Rainer Ganahl gemeinsam Sprachen lernen. Das Lernen, die Sprache, das Unvermögen eine Sprache wirklich zu beherrschen waren Themen der künstlerischen Arbeit von Rainer Ganahl. Dabei waren es in erster Linie selten gesprochene, exotische Sprachen, die man gemeinsam mit dem Künstler erlernen konnte. Dadurch stellten sich Fragen zu Identität und dem damals sehr präsenten postkolonialen Diskurs. Die Beschäftigung mit Sprache führte zu Interview- und
Autor*innen
Christoph Stoik, Katharina Kirsch-Soriano da Silva

Ausgabe
N°49 (Seite 37-41)

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Im Jahr 2011 wurden die Gebietsbetreuungen Stadterneuerung von der Stadt Wien neu ausgeschrieben und die einzelnen Gebietsbetreuungsaufträge ab 2012 für drei Jahre mit jeweils drei Jahren Verlängerungsoption neu vergeben. Diese neue Beauftragung hat einige Veränderungen mit sich gebracht, denen allerdings kaum ein öffentlicher Fachdiskurs vorangegangen ist. Die Stadterneuerungsgebiete wurden neu definiert und die Anzahl der AuftragnehmerInnen von zwölf auf neun reduziert. Die Stadterneuerungsgebiete innerhalb des Gürtels wurden verkleinert (u. a. erfolgte ein Rückzug aus bereits als aufgewertet angesehenen Gebieten des 4., 7. und 8. Bezirks). Einige bestehende Gebiete wurden zusammengelegt (z. B. in den Bezirken 2 und 20, 3 und 11 sowie 6, 14 und 15) und dabei gleichzeitig die Anzahl der dort tätigen Teams reduziert. Dafür wurde im 21. Bezirk ein neues Stadterneuerungsgebiet geschaffen. Die vorgenommenen Veränderungen lassen die Frage aufkommen, welche inhaltlichen Überlegungen hinter diesen standen bzw. weshalb zu diesen und zur zeitgemäßen Weiterentwicklung des traditionsreichen Instruments der sanften Stadterneuerung in Wien auf fachlicher Ebene kaum öffentlich diskutiert wurde. Die AutorInnen beschäftigen sich praktisch und wissenschaftlich seit einigen Jahren mit der so genannten sanften Stadterneuerung, waren an einer Auftragsbewerbung aktiv beteiligt und sind von den Konsequenzen dieser neuen Situation persönlich betroffen. Die persönlichen Auswirkungen auf betroffene langjährige Gebietsbetreuer­Innen, die aufgrund der aktuellen Entwicklungen ihre Arbeit verloren haben, werden an dieser Stelle allerdings nicht weiter beleuchtet. Der Beitrag soll vielmehr zu einer fachlichen Ausein­ander­setzung in Hinblick auf die zukünftige Entwicklung der Gebietsbe­treuungen im Rahmen der sanften Stadterneuerung anregen.

Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°49 (Seite 01)

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Vor wenigen Wochen feierten die BesetzerInnen der Häuser des Hamburger Gängeviertels den dritten Jahrestag. Wie viele andere Gebäude in zahlreichen Städten, standen die 12 Häuser des Gängeviertels jahrelang leer und waren dem Verfall preisgegeben. Das nicht ganz ohne Grund, denn ihr niederländischer Besitzer spekulierte auf Verfall und Abriss, um anschließend mit hochpreisigen Wohn- und Bürogebäuden kräftigen Profit zu machen. Die alten Arbeiterwohnhäuser des Gängeviertels beherbergen heute
Autor*innen
Iris Meder

Ausgabe
N°48 (Seite 61)

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Man kann nicht behaupten, dass es zur Zeit nicht einiges an Sammelbänden zu Denkmalpflege der Architektur der 1950er und 1960er Jahre gäbe. Die meisten sind Publikationen in der Nachfolge von Tagungen, und diese wiederum hatten meist einen konkreten Sanierungs- oder drohenden Abrissfall zum Anlass und konzentrieren sich daher z. B. auf bestimmte Bauaufgaben, auch um das Anlass-Objekt in die Architekturgeschichte einordnen und seinen Stellenwert damit festschreiben zu können. So zum Beispiel
Autor*innen
Susanne Jakob, Württembergischer Kunstverein

Ausgabe
N°48 (Seite 58)

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Das Wort »Angst« prangt seit Mitte Mai in gelber Schreibschrift auf der Fassade der 1961 erbauten Ausstellungshalle des Württembergischen Kunstvereins (siehe Abbildung). Die Neonarbeit des Düsseldorfer Künstlers Ludger Gerdes, die seit den 1990er Jahren das Rathaus der nordrheinwestfälischen Stadt Marl ziert, wurde für die Dauer der Ausstellung Oh, my Complex City – Vom Unbehagen beim Anblick der Stadt von den beiden DirektorInnen Iris Dressler und Hans Christ nach Stuttgart disloziiert. Die
Autor*innen
Elke Krasny

Ausgabe
N°48 (Seite 57-62)

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Was weiß die Architektur? Was kann durch das Wissen der Architektur an Wissen gewonnen werden? Was kann über das Wissen der Architektur gedacht, reflektiert, verhandelt werden? Mit einem auf zwei Bände angelegten Reader, dessen erster Band 2011 erschienen ist, vermessen, queren und kombinieren die drei HerausgeberInnen, Susanne Hauser, Christa Kamleithner und Roland Meyer, für den deutschsprachigen Raum zum ersten Mal historische wie zeitgenössische Positionen aus dem
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°48 (Seite 60)

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Wien hat nicht gerade den Ruf, eine Stadt der Hausbesetzungen zu sein und käme in einem Ranking wohl weit hinter Berlin, Amsterdam, Hamburg, Zürich, Barcelona und zahlreichen anderen Städten. Die bekannte Konfliktscheue und Untertänigkeit plus eine ordentliche Portion Gemütlichkeit des Homo Austriacus passen einfach nicht zur offenen und radikalen Austragung von gesellschaftspolitischen Auseinandersetzungen. So zumindest das Bild, das gerne gezeichnet wird und bis zu einem gewissen Grad wohl
Autor*innen
Nicole Theresa Raab

Ausgabe
N°48 (Seite 05)

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»The arts are a core part of the Cape Farewell project: one salient image, a novel or song can speak louder than volumes of scientific data and engage the public's imagination in an immediate way.« Cape Farewell Der Schwerpunkt Stadt Klima Wandel wird durch Fotografien von Kunstwerken und Installationen erweitert, die durch die Beteiligung von Künstlern und Künstlerinnen an verschiedenen Cape-Farewell-Projekten entstanden sind. Cape Farewell ist eine im Jahr 2001 von David Buckland im Science
Autor*innen
Su Tiqqun

Ausgabe
N°48 (Seite 59)

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Berliner und Wiener sind ethnologisch verschieden. Anton Kuh, legendäres Unikum der mündlichen Rede und Gutachter urbaner Seelenriffe, hat diese Tatsache beharrlich erörtert — in polarisierendem Sprachgewand, in auflagestarken Periodika, in der Zeit zwischen dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg. Kuh war Anwalt der Differenz, ein Seismograph kultureller Spannungen, Dreistigkeitsexperte, Großstadtpychologe. Der Wiener Literaturwissenschaftler Walter Schübler hat Anton Kuhs urbane Gutachten
Autor*innen
Erik Meinharter

Ausgabe
N°48 (Seite 04-05)

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Nimrod Bar Besonders viel Aufmerksamkeit wird der Diskussion über den Klimawandel in der Öffentlichkeit zumeist dann geschenkt, wenn in der Fachwelt weitgehend unbestrittene Positionen in Frage gestellt werden. Das aktuellste Beispiel betrifft Fritz Vahrenholt, den ehemaligen Umweltsenator der Stadt Hamburg (1991 – 1997), der derzeit Vorstandsvorsitzender von RWE Innogy, einem Tochterunternehmen des deutschen Energie-versorgungskonzerns RWE, ist. Mit seinem gemeinsam mit Sebastian Lüning
Autor*innen
Christina Schraml

Ausgabe
N°48 (Seite 62)

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Als städtebauliche Schandflecke und soziale Brennpunkte verachtet und verpönt, scheinen Londons monströse Wohnmaschinen nun eine Renaissance zu erleben, die sogar ins Terrain der popkulturellen Vermarktungsindustrie vorstößt. Dem Schrei nach öffentlich geförderten Wohnungen folgend, wurden die Wohnbunker während der Nachkriegszeit nach den Prinzipien des modernen Städtebaus errichtet, avancierten jedoch schnell zu einem hartnäckig stigmatisiertem Bautyp, der nun doch noch zu neuer
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°48 (Seite 01)

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Das neue dérive-Büro ist wunderbar, aber klimatisch wird es erst so richtig angenehm, wenn es draußen für die meisten unangenehm wird, also so ab 32° C aufwärts. Kein Wunder, wir residieren im Erdgeschoß eines Altbaus. Die KollegInnen, die kürzlich nachmittags zur Besprechung kamen und deren Büro sich im obersten Geschoß eines 1970er-Jahre-Hauses befindet, waren über die Temperatur in unseren Räumlichkeiten aufs Angenehmste überrascht und würden während des Sommers wohl am liebsten ins
Autor*innen
Barbara Holub, Ernst Logar, Paul Rajakovics

Ausgabe
N°48 (Seite 32-36)

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Die Suche nach der Geschichte des eigenen Großvaters als Partisan, dessen Ermordung und das damit verbundene Thema der Verfolgung von Kärntner SlowenInnen im NS-Regime sind wesentlicher Ausgangspunkt der konsequenten Arbeit von Ernst Logar. Schon lange vor Erscheinen seines Buches Das Ende der Erinnerung – Kärntner Partisanen verfolgte die Arbeit des Künstlers die Methode, sich zwischen Spurensuche, akribischer Dokumentation und künstlerischer Kontextualisierung zu positionieren. Es ist eine
Autor*innen
Siegfried Mattl

Ausgabe
N°48 (Seite 43-46)

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Still aus Vienne en Tramway , Foto: StadtFilmWien Das Forschungsprojekt Film.Stadt.Wien, eine Kooperation des Ludwig Boltzmann Instituts für Geschichte und Gesellschaft, des Österreichischen Filmmuseums und der Künstler Gustav Deutsch und Hanna Schimek (D&S), widmete sich der Untersuchung des Erkenntnispotenzials sogenannter ephemerer Filme für urbanistische und filmkünstlerische Vorhaben. FilmemacherInnen, HistorikerInnen, MedienwissenschafterInnen und ArchivarInnen erarbeiteten in
Autor*innen
Wiebke Reinert

Ausgabe
N°47 (Seite 55-65)

Tags
Eigenlogik
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Wien ist ein Taschenmesser und Bochum keine Schönheit. Städten bestimmte Eigenschaften zuzuschreiben ist kein neues Phänomen. Ebenso wenig neu ist die Tendenz, innerhalb stadtplanerischer, politischer, medialer, ökonomischer, alltäglicher und nicht zuletzt akademischer Diskurse bestimmte soziale und kulturelle Phänomene an einen Ort zu binden und umgekehrt bestimmte Prozesse aus diesem spezifischen Ort heraus zu erklären. Dass Martina Löw und Helmuth Berking dies als »neuen Weg« für die
Autor*innen
Martin Grabner

Ausgabe
N°47 (Seite 60-61)

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Ein roher Bretterzaun. Darin mehrere Gucklöcher, die dazu auffordern, einen neugierigen Blick hindurch zu werfen um zu sehen, was dahinter wohl entstehen mag. In der Installation Schauzaun von zweintopf und < rotor > bieten die Löcher Ausblicke auf verschiedene, teils ungewöhnliche, Nutzungsmöglichkeiten eines Stadtraums, der wieder den Menschen gehört. Genau das soll in der Annenstraße, einer Grazer Einkaufsstraße, mit der es seit den achtziger Jahren stetig bergab ging und in der
Autor*innen
Stephan Grigat

Ausgabe
N°47 (Seite 56)

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Die in der Edition Tiamat publizierten ausgewählten Briefe Guy Debords aus den Jahren 1957 bis 1994 bieten einen Parforceritt durch die Geschichte der revolutionären Erhebungen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ob Algerien in den 1950er und 60er Jahren, Portugal während der Nelkenrevolution oder Spanien im Übergang vom Franquismus zur Demokratie: Debord stand stets in engem Kontakt mit kleinen linken Zirkeln, um sich über den Stand der revolutionären Sache zu informieren und in die
Autor*innen
Anne Erwand

Ausgabe
N°47 (Seite 63)

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»Der ›Graefekiez‹ droht der Gentrifizierung zum Opfer zu fallen, und dann das: Die Milch ist aus«. Das ist kein unerhebliches Problem in einem Bezirk, in dem namhafte Kneipen wie das Wirtschaftswunder oder das West-Germany langsam ihrem Ende zugehen — zu Gunsten von kleinen, schicken Cafés, in denen nun Horden von jungen Menschen aus der Medienbranche ihren täglichen Latte Macchiato genießen. Klaus Bittermann fängt in Möbel zu Hause, aber kein Geld für Alkohol genau diese Diskrepanz zwischen
Autor*innen
Thomas Ballhausen

Ausgabe
N°47 (Seite 62)

Tags
Film
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DVD Cover: My Winnipeg Auf Einladung von Michael Burns, dem Präsidenten des kanadischen Documentary Channels, sollte Guy Maddin, einer der wichtigsten und stilistisch eigenwilligsten zeitgenössischen Regisseure, einen Film über seine Heimatstadt Winnipeg drehen. Doch Burns erwartete kein klassisches filmisches Stadtporträt von Maddin. Vielmehr versah er seine Beauftragung mit einem wichtigen, fordernden Zusatz: »Enchant me with it. Don’t give me the frozen hellhole everyone thinks
Autor*innen
Philipp Brugner

Ausgabe
N°47 (Seite 61)

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»Sind es Entwicklungen oder bereits Transformationen, die wir heute in den europäischen Städten beobachten können?« steht als Eingangsfrage am Anfang des Buches Gewinnen, Verlieren, Transformieren — Die europäischen Stadtregionen in Bewegung. Ausgehend davon, dass Entwicklungen nur als Veränderungen relativ stabiler Verhältnisse, Transformationen dagegen als Reaktion auf sich gravierend wandelnde Kontexte zu verstehen sind, hätten wir es — so die Herausgeber — mit einer Transformation der
Autor*innen
Andrea Benze, Carola Ebert, Julia Gill, Saskia Hebert

Ausgabe
N°47 (Seite 04-05)

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Das Leben in dispersen Strukturen peripherer Zwischenräume ist für viele Menschen Normalität und in sich ein vielschichtiges Phänomen. Im wissenschaftlichen Diskurs über die Stadt sind solche randständigen Gebiete und Lebenswelten gerade in baulich-räumlicher Hinsicht noch wenig erforscht. Als Architektinnen sehen wir Handlungsbedarf, diese realen, ideellen und individuell wie kollektiv gelebten Konstruktionen (nicht-)städtischer Lebenswelten differenziert zu analysieren.

Autor*innen
Michael-Franz Woels

Ausgabe
N°47 (Seite 63-64)

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Organopónicos Populares (Urban Community Gardens) in Cienfuegos, Kuba , Foto: Bohn&Viljoen Architects Das Plakat zur Ausstellung, dessen visuelles Sujet man fälschlicherweise für eine Fotocollage halten könnte, veranschaulicht sehr deutlich die Vielschichtigkeit und Vieldimensionalität raumpolitischer Situationen, die Hands-On Urbanism 1850 — 2012. Vom Recht auf Grün aus transkulturellen und transnationalen Blickwinkeln erforscht. Das Foto entstand in den New Territories in Hong Kong,
Autor*innen
Katrin Ecker

Ausgabe
N°47 (Seite 59-60)

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Der LOEWE-Stadtforschungsschwerpunkt der TU Darmstadt hat im Jahr 2011 eine Folgepublikation zu Eigenlogik der Städte von Helmuth Berking und Martina Löw herausgegeben, mit dem die Eigenlogik der Stadt zur Grundlage städtischer Entwicklungsplanungen werden soll. Die 22 AutorInnen beschreiben, wie sich eigenlogische Strukturen in Städten finden lassen. Ziel war, ein Handbuch für die Praxis zu liefern; eine Praxis, die zunächst negativ definiert wird, als das, was außerhalb der Universitäten
Autor*innen
Julia Gill

Ausgabe
N°47 (Seite 24-29)

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Eine ganze Architektengeneration träumte vom factory-made house[1], vom Haus aus der Fabrik. Im Serienbau sollte sich schnelle und preisgünstige Fertigung mit hohen gestalterischen Standards verbinden, damit qualitätvoller Wohnraum im Eigentum jedermann zugänglich, also normal werde. Doch stattdessen wurde das Fertighaus[2] in mehrfacher Hinsicht ex-zentrisch. Zunächst steht es, in unmittelbar räumlichem Sinne, in der Regel außerhalb der Zentren unserer Städte und trägt – als Produkt und Motor der Suburbanisierung – dazu bei, dass Baugebiete in immer größerer Entfernung zu Stadt- oder Subzentren ausgewiesen werden. Zum anderen spiegelt sich im Begriffspaar der ex-zentrischen Normalität die Dialektik von Individualisierung und Standard, in der sich der kommerzielle Eigenheimbau in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt hat. Die Gestaltungsspielräume, die sich dem Kunden heute durch die Potenziale der Mass Customization eröffnen, ermöglichen und erfordern eine jeweils individuelle, jedoch meist auf repräsentative Standards bezogene (Fassaden-)Gestaltung der Gebäude. Auf diese Weise oft exzentrisch anmutend, hat das Fertighaus heute keinen Platz mehr im Zentrum des Architektur- und Kulturdiskurses, dafür in Publikumszeitschriften, Traumhauskatalogen und Einrichtungsmagazinen.


  1. Vgl. Herbert 1984: The dream of the factory-made house. Walter Gropius and Konrad Wachsmann. ↩︎

  2. Die Begriffe Fertighaus, industriell gefertigtes Haus, Markenhaus etc. werden unter diesem Begriff zusammengefasst und in der Folge unabhängig von Leicht- oder Massivbauweise synonym verwendet für Ein- und Zweifamilienhäuser, die über einen hohen Vorfertigungsgrad verfügen und über ein Hausbauunternehmen vertrieben werden. ↩ ↩︎

Autor*innen
Johannes Riegler

Ausgabe
N°47 (Seite 64-65)

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Suburbanisierung und die räumliche Ausbreitung von Städten in das Umland stellt seit Jahrzehnten eine Herausforderung für die Stadtplanung dar. Vermengt mit Themen der Nachhaltigkeit, des Flächenverbrauchs, sozialer Interaktion und Nahversorgung gewinnt der aktuelle Diskurs zunehmend an Bedeutung. Vor diesem Hintergrund hat Viktória Szirmai (Institute of Sociology – Hungarian Academy of Sciences – Budapest) das vorliegende Buch zusammengestellt, das wie im Untertitel angeführt auf die
Autor*innen
Ernst Gruber

Ausgabe
N°47 (Nur online)

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In den vergangenen Monaten fanden mehrfach Diskussionen rund um das Modell des Wiener Wohnbaus statt. Dabei kam ein Thema– teils zentral, teils peripherer – immer wieder zur Sprache: die Möglichkeiten und Aufgaben gemeinschaftlichen und partizipativen Wohnens und Wohnbaus in Wien. In der dérive Nr. 46 findet sich dazu eine »Kritik an Baugruppen« in Andreas Rumpfhubers Beitrag »Superblock turned Überstadt«. Zu dieser möchte ich auch als Vorstandsmitglied der darin mehrfach erwähnten Initiative für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen gerne einige Ergänzungen festhalten.

Autor*innen
Markus Bogensberger

Ausgabe
N°47 (Seite 58-59)

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»Living closer together« steht im Moment weit oben in der urbanistischen Agenda. Nach einigen Jahren, geprägt von Agglomerationsromantik, wird wieder verstärkt nach kompakten Stadtformen gesucht: »Ob für eine Neuinterpretation der Städtebaugeschichte, als ›Baustein der europäischen Stadt‹ oder als Element des Ideals der ›kompakten Stadt‹: Dichte ist in der derzeitigen städtebaulichen Leitbilddebatte sehr präsent, und zwar als ein mehrheitlich positiv moralisierendes Element. ›Dichte‹ gilt
Autor*innen
Evelyn Eder

Ausgabe
N°47 (Seite 57-58)

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Suburbanisierungsprozesse − die Flucht aus der Kernstadt ins Grüne aus der Perspektive der Wohnraumsuchenden und die räumlich-funktionalen Entwicklungsmöglichkeiten aus Sicht der Unternehmenswelt − prägen seit dem 20. Jahrhundert die Siedlungsstruktur und die flächenmäßige Erweiterung der Stadt-Umland-Bereiche. Als einer der ersten im europäischen Raum stellte Sieverts mit dem Buch Zwischenstadt in den 1990er Jahren die Expansion der Städte über ihre administrativen Grenzen hinaus zur