Autor*innen
Iver Ohm

Ausgabe
N°52 (Seite 60-61)

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Wie jedes Jahr fahren wir Ende Mai zur Biennale nach Venedig. In dem einen zur Architektur, im anderen zur Kultur. »Kultur« und nicht »Kunst« hier als Provokation gemeint, weil uns die Biennale als Struktur jedes zweite Jahr die Kunst für blöde verkaufen will und zu meinen scheint, samt ihrer (Re-)Präsentation dieser über die Alltagsrealität der Menschen erhaben zu sein. Denn direkt und indirekt wird durch ihre institutionelle inszenierte Praxis immer wieder proklamiert, das politische,
Autor*innen
CIT Collective, Christoph Laimer, Elke Rauth

Ausgabe
N°52 (Seite 21-27)

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Das CIT Collective ist eine 2011 gegründete Gruppe von Kulturschaffenden, die sich als Initiative für urban commons versteht und für eine Neuausrichtung der Stadtplanung eintritt. Im Zentrum der aktuellen Aktivitäten stehen Konzepte und Forderungen für die Nachnutzung des 2006 stillgelegten Gaswerks Leopoldau im Nordosten von Wien. Im von Christoph Laimer und Elke Rauth geführten Gespräch mit drei AktivistInnen des CIT Collective geht es um Ideen für und das Verständnis von urban commons, das Selbstverständnis, Strategien und Aktivitäten der Gruppe, Kreativstadtkonzepte, Kollektivismus und Individualismus und um Nachnutzungsideen für das Gaswerk Leopoldau.

Autor*innen
Katharina Held

Ausgabe
N°52 (Seite 56)

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Flächenmäßig ist Wilhelmsburg der größte Stadtteil Hamburgs und dennoch ein Ort, der auf vielen Hamburg-Karten weiterhin nicht zu finden ist und den auch HamburgerInnen nicht immer verlässlich lokalisieren können. Dabei gehört der Stadtteil auf Europas größter Flussinsel zum Bezirk Hamburg-Mitte und erhält seit Jahren verstärkte mediale Aufmerksamkeit. Waren es bisher meist Schreckensgeschichten aus der »Bronx des Nordens«, so verheißen die Schlagzeilen in diesem Jahr einen Umbruch: Von der
Autor*innen
Noëmi Leemann

Ausgabe
N°51 (Nur online)

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Zwanzig Jahre blieb die Schausammlung vom Museum für angewandte Kunst/ Gegenwartskunst (MAK) unverändert; nun ist unter der neuen Direktion von Christoph Thun-Hohenstein mit der Ausstellung Wien um 1900. Kunstgewerbe 1890-1938 der erste Teil einer zweiphasigen Neuaufstellung realisiert worden: Objektnah und mit klaren didaktischen Thesen ist die Ausstellung kulturhistorisch ausgerichtet und hinterfragt eine modernistische Sichtweise auf die kunstgewerbliche Entwicklung um 1900 in Wien. So
Autor*innen
Maxie Jost

Ausgabe
N°51 (Nur online)

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Die Landschaften unserer Städte, so alltäglich sie uns scheinen mögen, sind doch Ausdruck eines stetig anhaltenden Wandels. Sie wachsen, werden bunter, reißen Gräben, schlagen Brücken, weisen Grenzen und Kanten auf und entfalten gleichzeitig eine atemberaubende Vielseitigkeit. Insofern verwundert es nicht, dass die stadtaffine Szene – weniger an eine Profession als an die spezifische Leidenschaft für Stadt gebunden – immer wieder neue LiebhaberInnen anzieht. Der jüngste Spross unter den
Autor*innen
Udo W. Häberlin

Ausgabe
N°51 (Nur online)

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Das Wichtigste an der – 40 Jahre nach ihrer Erstveröffentlichung nun endlich auch auf deutsch erhältlichen – Publikation Leben zwischen den Häusern des dänischen Architekten und Stadtplaners Jan Gehl ist die sensible Begründung der „belebenden“ Funktionsweisen durch Aktivitäten in öffentlichen Räumen. Diese Aktivitäten sind auf drei aufeinander aufbauenden Ebenen bedeutsam. Die anspruchslosesten sind die notwendigen Aktivitäten. Darauf folgen die freiwilligen, doch erst die nächste Ebene der
Autor*innen
Bernd Hüttner

Ausgabe
N°51 (Seite 57-58)

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Die Rote Flora ist ein Zentrum der undogmatischen radikalen Linken in Hamburg. Es existiert seit 1987 und beherbergt auf zwei Etagen verschiedene Werkstätten sowie das Archiv der sozialen Bewegungen. Vor allem ist es aber Ort für Musik- und andere Kulturevents und bietet Raum für politische Veranstaltungen und Versammlungen. Karsten Hoffmann legt mit dieser Publikation seine 2011 an der Technischen Universität Chemnitz erbrachte politikwissenschaftliche Dissertation als Buch vor. Betreut
Autor*innen
Marián Potočár

Ausgabe
N°51 (Seite 62-63)

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Im Rahmen der Architekturtage 2012 haben ArchitekturhistorikerInnen Bratislava auf sportliche Art präsentiert – mit dem Fahrrad durch Plattenbauwohnsiedlungen, um ihre »abstrakten Landschaften« zu entdecken. Plattenbauwohnsiedlungen bleiben ein Schwerpunkt der aktuellen Diskussionen über post-sozialistische Städte, während sie als auffällige Stadt- silhouetten gleichzeitig zu ihren typischen Trademarks geworden sind. Zu dieser Diskussion will auch der Atlas der Großwohnsiedlungen
Autor*innen
Iris Meder

Ausgabe
N°51 (Seite 58-61)

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Publikationen zur Architektur der sozialistischen Nachkriegsmoderne scheinen derzeit beinahe im Wochentakt herauszukommen. Den Anfang machten vor einigen Jahren Bücher wie Ostmoderne (2004, zu Ost-Berlin) und Eastmodern (2007, zur Slowakei), ersteres in seinen wissenschaftlichen Analysen primär auf Originalmaterial basierend, zweiteres ein Bildband der Wiener Architekturfoto- grafin Hertha Hurnaus mit Essays und Interviews von slowakischen und internationalen Architekturhistorikern und
Autor*innen
Mirjam Pot

Ausgabe
N°51 (Seite 64-65)

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Was verbindet den Stall mit dem Spa, den Coworking Space mit dem Reservat und die Gated Community mit dem Castor? Das Ortsregister versucht genau diese Frage zu beantworten. Dabei werden Begrifflichkeiten mit räumlicher Bezugnahme und deren Verwendung in aktuellen Diskursen entschlüsselt. Auf diese Weise sollen gesellschaftliche Verhältnisse offen gelegt und gegenwärtige Entwicklungen analysiert werden. Erklärte Absicht ist es, »die gesellschaftliche Wirklichkeit gewissermaßen transversal
Autor*innen
Robert Temel

Ausgabe
N°51 (Seite 56-63)

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Zeitgleich mit Urban Catalyst, der Publikation zu jenem Forschungsprojekt, das vor zehn Jahren erstmals systematisch das Phänomen der Zwischennutzungen in Berlin (und anderen Städten) untersuchte, erschien Anfang 2013 der Band Selfmade City Berlin. Der Inhalt des Bandes dreht sich – wie der Name schon sagt – ebenfalls um die Stadt, die von ihren BewohnerInnen selbst produziert wird; allerdings in diesem Falle in Form von dauerhaften Realisierungen, temporäre Projekte sind hier dezidiert
Autor*innen
Christina Linortner, Fahim Amir

Ausgabe
N°51 (Nur online)

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Brantz, Dorothee (2010):. Beastly Natures: Animals, Humans, and the Study of History. Charlottesville: University of Virginia Press. Cronon, William (1991): Nature's metropolis: Chicago and the Great West. New York: W.W. Norton. Cronons Arbeit verdeutlicht wie durch das Wachstum von Chicago eine räumliche ökonomische und infrastrukturelle Verzahnung mit dem Umland erfolgte und offenbart so wie Natur und Kultur einander wechselseitig konstituieren. Mit der Untersuchung der Abhängigkeit der
Autor*innen
Christina Linortner, Fahim Amir

Ausgabe
N°51 (Seite 04-07)

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Die Denkerin Donna Haraway streicht in ihrem 1992 erschienenen Artikel »Otherworldly Conversations; Terran Topics; Local Terms« heraus, dass die Welt ein Ensemble darstellt: »... ein immer schon bewohntes Ergebnis heterogener sozialer Begegnungen, wobei nicht alle Akteure Menschen sind« (Haraway 1992, S. 67). Der Schwerpunkt dieser Ausgabe nimmt Haraways These der Implosion von Natur und Kultur, die sie naturecultures nennt, zum Anlass, Fragen nach Tieren und dem Lebendigen in urbanen Kontexten zu stellen: Wer ist Teil der Stadt und wem gehört sie, wer macht sie, und wie passiert das?
In diesem Schwerpunkt geht es uns vor allem darum, die Ko-Produktion von Stadt mit und durch nichtmenschliche AkteurInnen in den Blick zu nehmen. Dazu gehört die Reflexion des Zusammenhangs von Natur und Kultur, Widerstand und Widerständigkeit und nichtmenschlicher Handlungsmacht in heterogenen Gefügen, die das Technologische und Digitale, das Gebaute und Geborene, das Gedachte und Erkämpfte umfassen – von mikroskopischen Körpern und metropolitanen Ökonomien.

Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°51 (Seite 01)

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Das Leben in den Städten ist für viele Menschen heute attraktiver als noch vor wenigen Jahren. Auch die Einwohnerzahlen von Wien nehmen kontinuierlich zu und übertreffen – so weit man hört – regelmäßig sämtliche Prognosen. Diese hohe Attraktivität gilt aber offenbar nicht nur für Menschen, sondern auch für Tiere. Synurbanisation nennt die Wissenschaft das Phänomen des Zuzugs von Tieren in die Stadt. Füchse im Prater, Dachse im Augarten, Biber auf der Donauinsel, Rehe am Zentralfriedhof und
Autor*innen
Barbara Holub, Folke Köbberling, Martin Kaltwasser, Paul Rajakovics

Ausgabe
N°51 (Seite 32-36)

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The Games Are Open wurde im September 2010 in Southeast False Creek in Vancouver (Kanada) im Rahmen der Olympischen Winterspiele realisiert. Ein detailliertes, naturgetreues Modell eines gigantischen Bulldozers (6 x 7 x 14 m) wurde unter reger Teilnahme von Kunststudierenden, Freiwilligen und BewohnerInnen des für die Winterspiele 2010 entstandenen Olympischen Dorfes aus 1.000 so genannten Wheatboards (Bauplatten aus hochverdichtetem Weizenstroh) aufgebaut. Diese wurden vor den Olympischen
Autor*innen
Andre Krammer

Ausgabe
N°50 (Seite 55-56)

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Nach der Ära Stalin setzte in der UdSSR unter Chruschtschow das Tauwetter ein, das über allerlei Umwege schließlich zur Perestroika unter Gorbatschow führen sollte. Die im Wandel begriffene politische Wetterlage brachte auch eine veränderte und von oben verordnete Doktrin für die Disziplinen Städtebau und Architektur mit sich. Man verwarf den »sozialistischen Klassizismus«, der unter Stalin vorgeherrscht hatte und einst den Konstruktivismus abgelöst hatte, der im Westen Furore gemacht hatte.
Autor*innen
Georg Oswald

Ausgabe
N°50 (Seite 60)

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Der Stadtteil Tlatelolco ist ein Ort, der die Widersprüche Mexikos vereint, sagt eine Stimme im gleichnamigen Dokumentarfilm der österreichischen Filmemacherin Lotte Schreiber. Und tatsächlich überlappen sich an diesem Ort unweit des Stadtzentrums von Mexico City viele Ereignisse. Als Platz der drei Kulturen, der aztekischen, der spanischen Eroberung und der modernen Plattenbauten, wird dieses Gebiet von der offiziellen Geschichtsbetrachtung euphemistisch bedacht, als ob das eine die
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°50 (Seite 62)

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So könnte ein vorschnelles Urteil lauten, verfolgt man die Berichterstattung in der Tages- und Wochenpresse. Kein Monat vergeht, ohne dass es Serien über Landstriche gibt, in denen das letzte Gasthaus, der letzte Bäcker, der letzte Greißler (Tante-Emma-Laden) etc. schon lange geschlossen hat, weil die jungen Leute aufgrund mangelnder beruflicher Perspektiven wegziehen. Gleichzeitig werden ländliche Initiativen vorgestellt, die händeringend versuchen, ihre zum Studieren in die Stadt gezogene
Autor*innen
Roman Horak

Ausgabe
N°50 (Seite 10-15)

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Es scheint, als ob nach Jahren der Absenz die Straße (vor allem als Raum und Ort, aber auch als Metapher) wieder Eingang in die öffentlichen Debatten gefunden hätte. Waren diese um die Jahrtausendwende, wenn es denn um Raum ging, fokussiert auf die diversen Aspekte von Virtualität, so stellt sich das Bild seit einiger Zeit durchaus anders dar. Reale Räume finden erneut Beachtung, sei es im Journalismus oder in den Sozial- und Kulturwissenschaften – und die Straße ist einer davon. Zwei Beispiele seien hier genannt. In seiner Anklage gegen den Finanzkapitalismus, so der Untertitel seiner Kampfschrift mit dem bezeichnenden Titel Wir sind viele, verweist Heribert Prantl, Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung, gleich auf der ersten Seite auf die Straßen von Rom, Paris und Berlin, wo sich die »neue europäische Öffentlichkeit« (Prantl 2011, S. 7) konstituiere. Hier klingt natürlich viel aufklärerisches Pathos mit, dennoch wäre es unklug und überheblich, Prantls Bemerkung damit abzutun. Hoffnung auf Veränderung und deren potenzielle Sichtbarkeit waren historisch – spätestens seit der Moderne – oft mit der Straße verbunden. (...)

Autor*innen
Georgios Terizakis

Ausgabe
N°50 (Seite 56-57)

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Hafenstädte haben eine besondere Aura und einen ihnen vorauseilenden Ruf, der das Image dieser Städte nachhaltig prägt. Deshalb ist dieser Typ von Städten für die Stadtforschung ein interessantes Untersuchungsfeld. Neuere Publikationen versuchen eine Differenzierung in das etwas grobe Bild von Hafenstädten zu bringen. So widmen die Soziologen Helmuth Berking und Jochen Schwenk (2011: Hafenstädte. Rostock und Bremerhaven im Wandel. Frankfurt am Main/New York: Campus Verlag) dem Vergleich der
Autor*innen
Thomas Ballhausen

Ausgabe
N°50 (Seite 61)

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Der 1951 geborene Künstler Enki Bilal ist eine erfreuliche Ausnahmeerscheinung: In den unterschiedlichsten Feldern erfolgreich, hat er sich nie Moden angepasst oder Marktzwängen unterworfen. Der Kristallisationspunkt seiner zahlreichen Arbeiten, ob nun Bildende Kunst, Comic oder auch Film, ist die Auseinandersetzung mit einem politisch motivierten und zugleich ästhetisch hochreflexiven sequentiellen Erzählen. Abseits aller rückwärtsgewandter Beschwörungen monolithischer Ideologien kehrt
Autor*innen
Brigitte Kovacs

Ausgabe
N°50 (Seite 59)

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Etwa die Hälfte der Weltbevölkerung lebt derzeit in Städten, Tendenz steigend. Gleichzeitig werden einander Stadtbilder weltweit immer ähnlicher, sodass es bisweilen schwer ist, sie zu verorten, und sie austauschbar erscheinen. Mit der Eröffnungsausstellung Eyes on the City. Urbane Räume in der Gegenwartsfotografie des neu gestalteten GrazMuseums (ehemals stadtmuseumgraz) werden verschiedene Sichtweisen auf den Topos Stadt im weltweiten Wandel präsentiert. Neun divergierende internationale
Autor*innen
Anne Erwand

Ausgabe
N°50 (Seite 57-58)

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»Wer spielt, übernimmt eine Rolle und hält sich an Regeln«. So lautet die Aufschrift auf einer der Tafeln im letzten Raum der aktuellen Spiele der Stadt-Ausstellung im Wien Museum. Und tatsächlich fasst dieser Satz die Ausstellung gut zusammen, denn sie beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der oft komplexen Beziehung zwischen den (vermeintlich nur der Unterhaltung dienenden) Spielen und der Gesellschaft an sich. Schon der Soziologe Erving Goffman wusste, dass das Spielen von Rollen in
Autor*innen
Ernst Logar

Ausgabe
N°50 (Seite 60)

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100 Jahre Österreichischer Werkbund, und keiner thematisiert es? Zumindest das ebenfalls heuer anstehende 80jährige Jubiläum der Wiener Werkbundsiedlung hat das Wien Museum zum Anlass genommen, die Entstehungs- und Wirkungsgeschichte der Siedlung gründlich aufzuarbeiten. Dabei waren Kurator Andreas Nierhaus und Kuratorin Eva-Maria Orosz klug genug, sich von Anfang an der Mitarbeit u. a. Otto Kapfingers zu versichern, der gemeinsam mit Adolf Krischanitz die Grundlagenforschung für die letzte
Autor*innen
Barbara Holub, Carola Dertnig, Paul Rajakovics

Ausgabe
N°50 (Seite 32-36)

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Im Rahmen des Projektes Realness Respect im Grazer Kunstverein Medienturm fand am 29. September 2012 als ein Schwerpunkt die Performance Again Audience von Carola Dertnig statt. Der Kurator Sandro Droschl suchte für Realness Respect, das Teil des Steirischen Herbstes 2012 war, Positionen, »die auf die spürbare Differenz zwischen subjektiv wahrgenommener und medial vermittelter, gemeinsamer Realität reagieren«. Carola Dertnig baute für dieses Projekt eine mobile, mit einem Wagen einfach
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°50 (Seite 01)

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50 Hefte mit rund 1.100 Beiträgen von mehr als 550 Autoren und Autorinnen sind in den letzten 12,5 Jahren erschienen. Aus der von ein paar FreundInnen in der Freizeit produzierten und privat vorfinanzierten Zeitschrift, die im Vorraum einer WG gelagert wurde, ist mittlerweile eine Publikation geworden, die nicht nur in einem professionelleren Umfeld entsteht, sondern sich auch als angesehenes Fachmagazin im deutschsprachigen Raum etabliert hat, ohne auf gesellschaftspolitisches Engagement zu
Autor*innen
Philipp Brugner

Ausgabe
N°49 (Nur online)

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Im Buch Auf dem Weg zu nachhaltigen städtischen Transportsystemen. Ein deutsch-vietnamesischer Dialog über die Zukunft der Stadt und die Stadt der Zukunft wird danach gefragt, wie Städte heute organisiert sein müssten, damit es dort morgen noch lebenswerte Bedingungen gibt. Die HerausgeberInnen Hans-Heinrich Bass, Christine Biehler und Ly Huy Tuan sammeln in ihrem Buch sehr unterschiedliche Texte zu ein- und demselben Erkenntnisinteresse: Wie sieht die Zukunft der Städte aus
Autor*innen
Nicole Theresa Raab

Ausgabe
N°49 (Seite 59)

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Inmitten der nicht abreißenden medialen Aufmerksamkeit und rechtzeitig zur akademisch-publikatorischen Aufarbeitung der Protestbewegungen des vorangegangenen Jahres ist David Harveys Textesammlung Rebel Cities – From Right to the City to Urban Revolution erschienen. Für Henri Lefebvre war das Recht auf Stadt ein Aufschrei, welcher der Krise des alltäglichen Lebens geschuldet war, sowie eine Forderung, daraus alternatives, städtisches Leben zu schaffen. Den Ausgangspunkt der Lektüre bietet
Autor*innen
Katharina Held

Ausgabe
N°49 (Seite 58)

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»Komm in die Gänge«, so lautete vor drei Jahren die Aufforderung von rund 200 engagierten Menschen in Hamburg. Tausende Interessierte strömten darauf hin im August 2009 in das historische Gängeviertel und wurden Teil der »künstlerischen Bespielung« der Gebäude und Flächen, die bis dato andauert und einem ständigen Prozess der Auseinandersetzung – sowohl innerhalb als auch mit Institutionen, Bewegungen und Personen außerhalb des Viertels und insbesondere der Stadt Hamburg – unterliegt. Das
Autor*innen
Andre Krammer

Ausgabe
N°49 (Seite 61)

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Aldo Rossi (1931 – 1997), einer der zentralen Architekten und Theoretiker der Postmoderne, war in den 1970er-Jahren Gastprofessor an der ETH Zürich. Das vorliegende Buch versammelt Essays von ArchitektInnnen, TheoretikerInnen und ForscherInnen zu dieser wichtigen Phase in der Biographie des einflussreichen Italieners. Viele der AutorInnen waren Schüler Rossis an der ETH, wurden bald »RossianerInnen« und nähern sich in den Texten auf höchst unterschiedlichste Weise der Erinnerung und der
Autor*innen
Andre Krammer

Ausgabe
N°49 (Seite 61)

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Die Allmacht einer rationalen Planbarkeit der Zukunft, die die Moderne postuliert hatte, ist in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg zunehmend in Frage gestellt worden. Spätestens in den 1960er und 1970er Jahren ist die Orthodoxie der modernen Planung durch eine Vielzahl an Planungsansätzen und Ideen abgelöst worden. Die Parameter, die Raumproduktion beeinflussen, waren immer unüberschaubarer geworden, und man suchte nach Instrumenten, die in der Lage waren, Unsicherheiten und
Autor*innen
Gerhard Rauscher

Ausgabe
N°49 (Seite 57)

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Planerische und bauliche Aktivitäten in Wien während des Nationalsozialismus und etwaige Kontinuitäten der handelnden Personen in Architektur und Planung wurden bisher nur ansatzweise und verstreut in verschiedenen Publikationen aufgearbeitet. Ingrid Holzschuh dokumentiert in ihrem Buch Neugestaltungsplanungen für Wien von 1938 bis 1942 mithilfe neuer Quellen. Zu Beginn des Buches wird ein Überblick über verschiedene Planungsvorschläge, die zum Teil unmittelbar nach dem Anschluss Österreichs
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°49 (Seite 04-08)

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Die Top-Down-Verwaltung und Planung der funktionalistischen, fordistischen Stadt in der Nachkriegszeit sah sich spätestens in den 1960er Jahren einer Kritik ausgesetzt, die als Beginn einer Bewegung bezeichnet werden kann. Als Meilen­stein für den Beginn von Aufbegehren und Einmischung in städtische Planungsfragen gilt dabei Jane Jacobs einflussreiches Werk The Death and Life of Great American Cities, das sich zum Dauerbestseller entwickelt hat. Etwa zeitgleich wie Jane Jacobs’ Buch erschien auch jenes Werk (Le droit à la ville), in dem Henri Lefebvre erstmals von einem »Recht auf Stadt« schreibt. Lefebvre spricht sich darin für die kollektive (Wieder-)Aneignung des städtischen Raumes durch seine Bewohner und Bewohnerinnen ebenso wie die selbstbestimmte Gestaltung des Lebensumfeldes in einer Stadt für alle aus. »Recht auf Stadt« funktioniert aktuell als Inspiration und gemeinsames Dach für zahlreiche Initiativen, die sich nicht damit abfinden wollen, dass in ihren Städten die Aussicht auf bzw. die Realisierung von Profit maßgeblich bis ausschließlich die Stadtentwicklung bestimmt.

Autor*innen
Thomas Ballhausen

Ausgabe
N°49 (Seite 62)

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Marc Augé ist mit seiner Ethnologie des Nahen fester Bestandteil der disziplinenübergreifenden raumtheoretischen Diskurse. Die von ihm begründete Theorie der Nicht-Orte, jener transitorischen Orte, dieser auswechselbaren, nicht zum Verweilen einladenden Gegenden, erfährt im vorliegenden Tagebuch eines Obdachlosen eine Fortführung als Untersuchung räumlicher Bedingungen unserer zunehmenden gesellschaftlichen Vereinsamung. Wie schon in seinen früheren Arbeiten stellt Augé radikale Prozesse der
Autor*innen
Bernd Hüttner

Ausgabe
N°49 (Seite 59)

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Was soll mit den Brachen und den baulichen Ruinen des Dienstleistungs- und des Industriefordismus geschehen? Eine Antwort, die in den letzten Jahren zwar vermehrt, aber immer noch nur vereinzelt gegeben wird, lautet »temporäre Nutzung« oder »Zwischennnutzung«. Das Team der in Bremen angesiedelten ZwischenZeitZentrale will mit seinem Buch hinter die Kulissen, auf die AkteurInnen und die Wirkungen von second hand spaces blicken. Die Heraus-geber-Innen und auch etliche AutorInnen benutzen den
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°49 (Seite 01)

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Vor wenigen Wochen feierten die BesetzerInnen der Häuser des Hamburger Gängeviertels den dritten Jahrestag. Wie viele andere Gebäude in zahlreichen Städten, standen die 12 Häuser des Gängeviertels jahrelang leer und waren dem Verfall preisgegeben. Das nicht ganz ohne Grund, denn ihr niederländischer Besitzer spekulierte auf Verfall und Abriss, um anschließend mit hochpreisigen Wohn- und Bürogebäuden kräftigen Profit zu machen. Die alten Arbeiterwohnhäuser des Gängeviertels beherbergen heute
Autor*innen
Christoph Stoik, Katharina Kirsch-Soriano da Silva

Ausgabe
N°49 (Seite 37-41)

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Im Jahr 2011 wurden die Gebietsbetreuungen Stadterneuerung von der Stadt Wien neu ausgeschrieben und die einzelnen Gebietsbetreuungsaufträge ab 2012 für drei Jahre mit jeweils drei Jahren Verlängerungsoption neu vergeben. Diese neue Beauftragung hat einige Veränderungen mit sich gebracht, denen allerdings kaum ein öffentlicher Fachdiskurs vorangegangen ist. Die Stadterneuerungsgebiete wurden neu definiert und die Anzahl der AuftragnehmerInnen von zwölf auf neun reduziert. Die Stadterneuerungsgebiete innerhalb des Gürtels wurden verkleinert (u. a. erfolgte ein Rückzug aus bereits als aufgewertet angesehenen Gebieten des 4., 7. und 8. Bezirks). Einige bestehende Gebiete wurden zusammengelegt (z. B. in den Bezirken 2 und 20, 3 und 11 sowie 6, 14 und 15) und dabei gleichzeitig die Anzahl der dort tätigen Teams reduziert. Dafür wurde im 21. Bezirk ein neues Stadterneuerungsgebiet geschaffen. Die vorgenommenen Veränderungen lassen die Frage aufkommen, welche inhaltlichen Überlegungen hinter diesen standen bzw. weshalb zu diesen und zur zeitgemäßen Weiterentwicklung des traditionsreichen Instruments der sanften Stadterneuerung in Wien auf fachlicher Ebene kaum öffentlich diskutiert wurde. Die AutorInnen beschäftigen sich praktisch und wissenschaftlich seit einigen Jahren mit der so genannten sanften Stadterneuerung, waren an einer Auftragsbewerbung aktiv beteiligt und sind von den Konsequenzen dieser neuen Situation persönlich betroffen. Die persönlichen Auswirkungen auf betroffene langjährige Gebietsbetreuer­Innen, die aufgrund der aktuellen Entwicklungen ihre Arbeit verloren haben, werden an dieser Stelle allerdings nicht weiter beleuchtet. Der Beitrag soll vielmehr zu einer fachlichen Ausein­ander­setzung in Hinblick auf die zukünftige Entwicklung der Gebietsbe­treuungen im Rahmen der sanften Stadterneuerung anregen.

Autor*innen
Barbara Holub, Paul Rajakovics, Rainer Ganahl

Ausgabe
N°49 (Seite 32-36)

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Vor vielen Jahren konnte man mit Rainer Ganahl gemeinsam Sprachen lernen. Das Lernen, die Sprache, das Unvermögen eine Sprache wirklich zu beherrschen waren Themen der künstlerischen Arbeit von Rainer Ganahl. Dabei waren es in erster Linie selten gesprochene, exotische Sprachen, die man gemeinsam mit dem Künstler erlernen konnte. Dadurch stellten sich Fragen zu Identität und dem damals sehr präsenten postkolonialen Diskurs. Die Beschäftigung mit Sprache führte zu Interview- und
Autor*innen
Elke Krasny

Ausgabe
N°48 (Seite 57-62)

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Was weiß die Architektur? Was kann durch das Wissen der Architektur an Wissen gewonnen werden? Was kann über das Wissen der Architektur gedacht, reflektiert, verhandelt werden? Mit einem auf zwei Bände angelegten Reader, dessen erster Band 2011 erschienen ist, vermessen, queren und kombinieren die drei HerausgeberInnen, Susanne Hauser, Christa Kamleithner und Roland Meyer, für den deutschsprachigen Raum zum ersten Mal historische wie zeitgenössische Positionen aus dem
Autor*innen
Nicole Theresa Raab

Ausgabe
N°48 (Seite 05)

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»The arts are a core part of the Cape Farewell project: one salient image, a novel or song can speak louder than volumes of scientific data and engage the public's imagination in an immediate way.« Cape Farewell Der Schwerpunkt Stadt Klima Wandel wird durch Fotografien von Kunstwerken und Installationen erweitert, die durch die Beteiligung von Künstlern und Künstlerinnen an verschiedenen Cape-Farewell-Projekten entstanden sind. Cape Farewell ist eine im Jahr 2001 von David Buckland im Science
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°48 (Seite 60)

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Wien hat nicht gerade den Ruf, eine Stadt der Hausbesetzungen zu sein und käme in einem Ranking wohl weit hinter Berlin, Amsterdam, Hamburg, Zürich, Barcelona und zahlreichen anderen Städten. Die bekannte Konfliktscheue und Untertänigkeit plus eine ordentliche Portion Gemütlichkeit des Homo Austriacus passen einfach nicht zur offenen und radikalen Austragung von gesellschaftspolitischen Auseinandersetzungen. So zumindest das Bild, das gerne gezeichnet wird und bis zu einem gewissen Grad wohl
Autor*innen
Christina Schraml

Ausgabe
N°48 (Seite 62)

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Als städtebauliche Schandflecke und soziale Brennpunkte verachtet und verpönt, scheinen Londons monströse Wohnmaschinen nun eine Renaissance zu erleben, die sogar ins Terrain der popkulturellen Vermarktungsindustrie vorstößt. Dem Schrei nach öffentlich geförderten Wohnungen folgend, wurden die Wohnbunker während der Nachkriegszeit nach den Prinzipien des modernen Städtebaus errichtet, avancierten jedoch schnell zu einem hartnäckig stigmatisiertem Bautyp, der nun doch noch zu neuer
Autor*innen
Susanne Jakob, Württembergischer Kunstverein

Ausgabe
N°48 (Seite 58)

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Das Wort »Angst« prangt seit Mitte Mai in gelber Schreibschrift auf der Fassade der 1961 erbauten Ausstellungshalle des Württembergischen Kunstvereins (siehe Abbildung). Die Neonarbeit des Düsseldorfer Künstlers Ludger Gerdes, die seit den 1990er Jahren das Rathaus der nordrheinwestfälischen Stadt Marl ziert, wurde für die Dauer der Ausstellung Oh, my Complex City – Vom Unbehagen beim Anblick der Stadt von den beiden DirektorInnen Iris Dressler und Hans Christ nach Stuttgart disloziiert. Die
Autor*innen
Iris Meder

Ausgabe
N°48 (Seite 61)

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Man kann nicht behaupten, dass es zur Zeit nicht einiges an Sammelbänden zu Denkmalpflege der Architektur der 1950er und 1960er Jahre gäbe. Die meisten sind Publikationen in der Nachfolge von Tagungen, und diese wiederum hatten meist einen konkreten Sanierungs- oder drohenden Abrissfall zum Anlass und konzentrieren sich daher z. B. auf bestimmte Bauaufgaben, auch um das Anlass-Objekt in die Architekturgeschichte einordnen und seinen Stellenwert damit festschreiben zu können. So zum Beispiel
Autor*innen
Erik Meinharter

Ausgabe
N°48 (Seite 04-05)

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Nimrod Bar Besonders viel Aufmerksamkeit wird der Diskussion über den Klimawandel in der Öffentlichkeit zumeist dann geschenkt, wenn in der Fachwelt weitgehend unbestrittene Positionen in Frage gestellt werden. Das aktuellste Beispiel betrifft Fritz Vahrenholt, den ehemaligen Umweltsenator der Stadt Hamburg (1991 – 1997), der derzeit Vorstandsvorsitzender von RWE Innogy, einem Tochterunternehmen des deutschen Energie-versorgungskonzerns RWE, ist. Mit seinem gemeinsam mit Sebastian Lüning
Autor*innen
Su Tiqqun

Ausgabe
N°48 (Seite 59)

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Berliner und Wiener sind ethnologisch verschieden. Anton Kuh, legendäres Unikum der mündlichen Rede und Gutachter urbaner Seelenriffe, hat diese Tatsache beharrlich erörtert — in polarisierendem Sprachgewand, in auflagestarken Periodika, in der Zeit zwischen dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg. Kuh war Anwalt der Differenz, ein Seismograph kultureller Spannungen, Dreistigkeitsexperte, Großstadtpychologe. Der Wiener Literaturwissenschaftler Walter Schübler hat Anton Kuhs urbane Gutachten
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°48 (Seite 01)

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Das neue dérive-Büro ist wunderbar, aber klimatisch wird es erst so richtig angenehm, wenn es draußen für die meisten unangenehm wird, also so ab 32° C aufwärts. Kein Wunder, wir residieren im Erdgeschoß eines Altbaus. Die KollegInnen, die kürzlich nachmittags zur Besprechung kamen und deren Büro sich im obersten Geschoß eines 1970er-Jahre-Hauses befindet, waren über die Temperatur in unseren Räumlichkeiten aufs Angenehmste überrascht und würden während des Sommers wohl am liebsten ins
Autor*innen
Siegfried Mattl

Ausgabe
N°48 (Seite 43-46)

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Still aus Vienne en Tramway , Foto: StadtFilmWien Das Forschungsprojekt Film.Stadt.Wien, eine Kooperation des Ludwig Boltzmann Instituts für Geschichte und Gesellschaft, des Österreichischen Filmmuseums und der Künstler Gustav Deutsch und Hanna Schimek (D&S), widmete sich der Untersuchung des Erkenntnispotenzials sogenannter ephemerer Filme für urbanistische und filmkünstlerische Vorhaben. FilmemacherInnen, HistorikerInnen, MedienwissenschafterInnen und ArchivarInnen erarbeiteten in
Autor*innen
Barbara Holub, Ernst Logar, Paul Rajakovics

Ausgabe
N°48 (Seite 32-36)

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Die Suche nach der Geschichte des eigenen Großvaters als Partisan, dessen Ermordung und das damit verbundene Thema der Verfolgung von Kärntner SlowenInnen im NS-Regime sind wesentlicher Ausgangspunkt der konsequenten Arbeit von Ernst Logar. Schon lange vor Erscheinen seines Buches Das Ende der Erinnerung – Kärntner Partisanen verfolgte die Arbeit des Künstlers die Methode, sich zwischen Spurensuche, akribischer Dokumentation und künstlerischer Kontextualisierung zu positionieren. Es ist eine
Autor*innen
Ernst Gruber

Ausgabe
N°47 (Nur online)

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In den vergangenen Monaten fanden mehrfach Diskussionen rund um das Modell des Wiener Wohnbaus statt. Dabei kam ein Thema– teils zentral, teils peripherer – immer wieder zur Sprache: die Möglichkeiten und Aufgaben gemeinschaftlichen und partizipativen Wohnens und Wohnbaus in Wien. In der dérive Nr. 46 findet sich dazu eine »Kritik an Baugruppen« in Andreas Rumpfhubers Beitrag »Superblock turned Überstadt«. Zu dieser möchte ich auch als Vorstandsmitglied der darin mehrfach erwähnten Initiative für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen gerne einige Ergänzungen festhalten.

Autor*innen
Johannes Riegler

Ausgabe
N°47 (Seite 64-65)

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Suburbanisierung und die räumliche Ausbreitung von Städten in das Umland stellt seit Jahrzehnten eine Herausforderung für die Stadtplanung dar. Vermengt mit Themen der Nachhaltigkeit, des Flächenverbrauchs, sozialer Interaktion und Nahversorgung gewinnt der aktuelle Diskurs zunehmend an Bedeutung. Vor diesem Hintergrund hat Viktória Szirmai (Institute of Sociology – Hungarian Academy of Sciences – Budapest) das vorliegende Buch zusammengestellt, das wie im Untertitel angeführt auf die
Autor*innen
Katrin Ecker

Ausgabe
N°47 (Seite 59-60)

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Der LOEWE-Stadtforschungsschwerpunkt der TU Darmstadt hat im Jahr 2011 eine Folgepublikation zu Eigenlogik der Städte von Helmuth Berking und Martina Löw herausgegeben, mit dem die Eigenlogik der Stadt zur Grundlage städtischer Entwicklungsplanungen werden soll. Die 22 AutorInnen beschreiben, wie sich eigenlogische Strukturen in Städten finden lassen. Ziel war, ein Handbuch für die Praxis zu liefern; eine Praxis, die zunächst negativ definiert wird, als das, was außerhalb der Universitäten
Autor*innen
Julia Gill

Ausgabe
N°47 (Seite 24-29)

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Eine ganze Architektengeneration träumte vom factory-made house[1], vom Haus aus der Fabrik. Im Serienbau sollte sich schnelle und preisgünstige Fertigung mit hohen gestalterischen Standards verbinden, damit qualitätvoller Wohnraum im Eigentum jedermann zugänglich, also normal werde. Doch stattdessen wurde das Fertighaus[2] in mehrfacher Hinsicht ex-zentrisch. Zunächst steht es, in unmittelbar räumlichem Sinne, in der Regel außerhalb der Zentren unserer Städte und trägt – als Produkt und Motor der Suburbanisierung – dazu bei, dass Baugebiete in immer größerer Entfernung zu Stadt- oder Subzentren ausgewiesen werden. Zum anderen spiegelt sich im Begriffspaar der ex-zentrischen Normalität die Dialektik von Individualisierung und Standard, in der sich der kommerzielle Eigenheimbau in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt hat. Die Gestaltungsspielräume, die sich dem Kunden heute durch die Potenziale der Mass Customization eröffnen, ermöglichen und erfordern eine jeweils individuelle, jedoch meist auf repräsentative Standards bezogene (Fassaden-)Gestaltung der Gebäude. Auf diese Weise oft exzentrisch anmutend, hat das Fertighaus heute keinen Platz mehr im Zentrum des Architektur- und Kulturdiskurses, dafür in Publikumszeitschriften, Traumhauskatalogen und Einrichtungsmagazinen.


  1. Vgl. Herbert 1984: The dream of the factory-made house. Walter Gropius and Konrad Wachsmann. ↩︎

  2. Die Begriffe Fertighaus, industriell gefertigtes Haus, Markenhaus etc. werden unter diesem Begriff zusammengefasst und in der Folge unabhängig von Leicht- oder Massivbauweise synonym verwendet für Ein- und Zweifamilienhäuser, die über einen hohen Vorfertigungsgrad verfügen und über ein Hausbauunternehmen vertrieben werden. ↩ ↩︎

Autor*innen
Wiebke Reinert

Ausgabe
N°47 (Seite 55-65)

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Eigenlogik
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Wien ist ein Taschenmesser und Bochum keine Schönheit. Städten bestimmte Eigenschaften zuzuschreiben ist kein neues Phänomen. Ebenso wenig neu ist die Tendenz, innerhalb stadtplanerischer, politischer, medialer, ökonomischer, alltäglicher und nicht zuletzt akademischer Diskurse bestimmte soziale und kulturelle Phänomene an einen Ort zu binden und umgekehrt bestimmte Prozesse aus diesem spezifischen Ort heraus zu erklären. Dass Martina Löw und Helmuth Berking dies als »neuen Weg« für die
Autor*innen
Stephan Grigat

Ausgabe
N°47 (Seite 56)

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Die in der Edition Tiamat publizierten ausgewählten Briefe Guy Debords aus den Jahren 1957 bis 1994 bieten einen Parforceritt durch die Geschichte der revolutionären Erhebungen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ob Algerien in den 1950er und 60er Jahren, Portugal während der Nelkenrevolution oder Spanien im Übergang vom Franquismus zur Demokratie: Debord stand stets in engem Kontakt mit kleinen linken Zirkeln, um sich über den Stand der revolutionären Sache zu informieren und in die
Autor*innen
Thomas Ballhausen

Ausgabe
N°47 (Seite 62)

Tags
Film
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DVD Cover: My Winnipeg Auf Einladung von Michael Burns, dem Präsidenten des kanadischen Documentary Channels, sollte Guy Maddin, einer der wichtigsten und stilistisch eigenwilligsten zeitgenössischen Regisseure, einen Film über seine Heimatstadt Winnipeg drehen. Doch Burns erwartete kein klassisches filmisches Stadtporträt von Maddin. Vielmehr versah er seine Beauftragung mit einem wichtigen, fordernden Zusatz: »Enchant me with it. Don’t give me the frozen hellhole everyone thinks
Autor*innen
Martin Grabner

Ausgabe
N°47 (Seite 60-61)

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Ein roher Bretterzaun. Darin mehrere Gucklöcher, die dazu auffordern, einen neugierigen Blick hindurch zu werfen um zu sehen, was dahinter wohl entstehen mag. In der Installation Schauzaun von zweintopf und < rotor > bieten die Löcher Ausblicke auf verschiedene, teils ungewöhnliche, Nutzungsmöglichkeiten eines Stadtraums, der wieder den Menschen gehört. Genau das soll in der Annenstraße, einer Grazer Einkaufsstraße, mit der es seit den achtziger Jahren stetig bergab ging und in der
Autor*innen
Evelyn Eder

Ausgabe
N°47 (Seite 57-58)

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Suburbanisierungsprozesse − die Flucht aus der Kernstadt ins Grüne aus der Perspektive der Wohnraumsuchenden und die räumlich-funktionalen Entwicklungsmöglichkeiten aus Sicht der Unternehmenswelt − prägen seit dem 20. Jahrhundert die Siedlungsstruktur und die flächenmäßige Erweiterung der Stadt-Umland-Bereiche. Als einer der ersten im europäischen Raum stellte Sieverts mit dem Buch Zwischenstadt in den 1990er Jahren die Expansion der Städte über ihre administrativen Grenzen hinaus zur
Autor*innen
Anne Erwand

Ausgabe
N°47 (Seite 63)

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»Der ›Graefekiez‹ droht der Gentrifizierung zum Opfer zu fallen, und dann das: Die Milch ist aus«. Das ist kein unerhebliches Problem in einem Bezirk, in dem namhafte Kneipen wie das Wirtschaftswunder oder das West-Germany langsam ihrem Ende zugehen — zu Gunsten von kleinen, schicken Cafés, in denen nun Horden von jungen Menschen aus der Medienbranche ihren täglichen Latte Macchiato genießen. Klaus Bittermann fängt in Möbel zu Hause, aber kein Geld für Alkohol genau diese Diskrepanz zwischen
Autor*innen
Andrea Benze, Carola Ebert, Julia Gill, Saskia Hebert

Ausgabe
N°47 (Seite 04-05)

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Das Leben in dispersen Strukturen peripherer Zwischenräume ist für viele Menschen Normalität und in sich ein vielschichtiges Phänomen. Im wissenschaftlichen Diskurs über die Stadt sind solche randständigen Gebiete und Lebenswelten gerade in baulich-räumlicher Hinsicht noch wenig erforscht. Als Architektinnen sehen wir Handlungsbedarf, diese realen, ideellen und individuell wie kollektiv gelebten Konstruktionen (nicht-)städtischer Lebenswelten differenziert zu analysieren.

Autor*innen
Philipp Brugner

Ausgabe
N°47 (Seite 61)

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»Sind es Entwicklungen oder bereits Transformationen, die wir heute in den europäischen Städten beobachten können?« steht als Eingangsfrage am Anfang des Buches Gewinnen, Verlieren, Transformieren — Die europäischen Stadtregionen in Bewegung. Ausgehend davon, dass Entwicklungen nur als Veränderungen relativ stabiler Verhältnisse, Transformationen dagegen als Reaktion auf sich gravierend wandelnde Kontexte zu verstehen sind, hätten wir es — so die Herausgeber — mit einer Transformation der
Autor*innen
Markus Bogensberger

Ausgabe
N°47 (Seite 58-59)

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»Living closer together« steht im Moment weit oben in der urbanistischen Agenda. Nach einigen Jahren, geprägt von Agglomerationsromantik, wird wieder verstärkt nach kompakten Stadtformen gesucht: »Ob für eine Neuinterpretation der Städtebaugeschichte, als ›Baustein der europäischen Stadt‹ oder als Element des Ideals der ›kompakten Stadt‹: Dichte ist in der derzeitigen städtebaulichen Leitbilddebatte sehr präsent, und zwar als ein mehrheitlich positiv moralisierendes Element. ›Dichte‹ gilt
Autor*innen
Michael-Franz Woels

Ausgabe
N°47 (Seite 63-64)

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Organopónicos Populares (Urban Community Gardens) in Cienfuegos, Kuba , Foto: Bohn&Viljoen Architects Das Plakat zur Ausstellung, dessen visuelles Sujet man fälschlicherweise für eine Fotocollage halten könnte, veranschaulicht sehr deutlich die Vielschichtigkeit und Vieldimensionalität raumpolitischer Situationen, die Hands-On Urbanism 1850 — 2012. Vom Recht auf Grün aus transkulturellen und transnationalen Blickwinkeln erforscht. Das Foto entstand in den New Territories in Hong Kong,
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°47 (Seite 01)

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Mit dieser Ausgabe von dérive feiern wir ein kleines Jubiläum: Manfred Russos Serie Geschichte der Urbanität ist vor genau zehn Jahren in Heft 7 zum ersten Mal erschienen. Der Titel der ersten Folge lautete »Die hellenische Entdeckung des Urbanen«. Die Serie, mit der wir mittlerweile bei Folge 36 halten, zählt zu den beliebtesten Bestandteilen von dérive wie uns zahlreiche Reaktionen aus der Leserschaft immer wieder . Seit letztem Sommer entfaltet sie ihr komplexes Netzwerk des Urbanen zudem
Autor*innen
Barbara Holub, Paul Rajakovics, Ulrike Lienbacher

Ausgabe
N°47 (Seite 32-36)

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Im Sommer 2010 fand Ulrike Lienbachers Einzelausstellung Elitekörper // Revolte im Salzburger Kunstverein statt. Sie umfasste unterschiedliche Zugänge der Künstlerin zum Thema Körper. Ulrike Lienbacher ist für ihre feinen, poetischen Bleistiftzeichnungen von kleinen Handlungen, die sie seit vielen Jahren anfertigt, bekannt. In Elitekörper // Revolte bediente sie sich unterschiedlicher Medien. Zwei Videos in einem nach außen verspiegelten Objekt fungierten als Basis für eine Videoinstallation,
Autor*innen
Andre Krammer

Ausgabe
N°46 (Seite 63)

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Karl Brunner (1887 — 1960) war ein österreichischer Städtebauer, der von 1929 bis 1948 die Stadtentwicklung in Lateinamerika wesentlich beeinflusste. er entstammte der Wiener Städtebauschule, studierte in Wien bei Karl Mayreder, einem Zeitgenossen Otto Wagners, und beteiligte sich nach seiner Rückkehr 1948 bis zu seinem Tod 1960 am Wiederaufbau Wiens. Trotzdem schien Brunner lange Zeit hierzulande in Vergessenheit geraten. Andreas Hofer, der am Städtebauinstitut der TU Wien lehrt, hat nun
Autor*innen
Andreas Rumpfhuber

Ausgabe
N°46 (Seite 25-29)

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Entgegen dem Klischee der zeitgenössischen Metropole, keinen leistbaren Wohnraum zur Verfügung stellen zu können, ist Wien, seinem Motto gemäß, tatsächlich anders. In dem es in den 1990er Jahren den sozialen Wohnungsbau liberalisiert hat, ohne gleichzeitig die Kontrolle über die Qualität und die Art und Weise der Wohnungsproduktion aus der Hand zu geben, hat sich Wien zur Überstadt entwickelt, aber auch gleichzeitig eine eigenartig fragile Situation geschaffen, die für die AkteurInnen der Wohnbauproduktion in den kommenden Jahren zu Herausforderung werden wird. Einerseits inkludiert dies die blinden sozialen Flecken, die eine einkommensschwache Schicht der Bevölkerung ignoriert. Andererseits ist es die sozialdemokratische Politik selbst, die konstant bemüht ist, sich der liberalen Hypothese anzunähern, und dabei, wie ich meine, in eine Position gerät, in der sie nur mehr reagieren und aus der heraus sie nicht mehr autonom handeln kann.
Zur gleichen Zeit wird der öffentliche wie der soziale Wohnungsbau auch über den Imperativ des Schuldenabbaus und der Konsolidierung öffentlicher Haushalte in Verbindung mit der internationalen Finanzkrise in Frage gestellt. Privatisieren scheint hier das aus den 1980er Jahren Englands wohlbekannte Zauberwort zu sein. Immer öfter auch für WienerInnen. Dies, obwohl gerade in Wien die Auswirkungen der Krise teils auch durch die große träge Masse des öffentlichen wie des sozialen Wohnbaus abgefedert wurden und werden. Als Strategie gegen diese Krise wurde erst kürzlich die so genannte Wohnbauinitiative gestartet, die nur eine neue Form der Private-P ublic-P artnership außerhalb des existierenden Modells der Bauträgerwettbewerbe ist. Jedoch ohne ArchitektInnen und ohne Qualitätssicherung, dafür mit einer auf zehn Jahre limitierten Mietobergrenze. Zeitgleich machen sich Baugruppeninitiativen im Diskurs der Stadt bemerkbar und proklamieren eine Reform der Wohnbaupraxis von unten.
Der Text versucht, skizzenhaft eine Dynamik von Wunschproduktionen zum Thema Wohnen nachzuzeichnen und diese mit dem Wiener Wohnungsmarkt in Beziehung zu setzen. Im zweiten Abschnitt des Textes wird der derzeitige Wohnungsbauapparat als Überstadt vorgestellt. Im dritten Teil versuche ich, Baugruppen kritisch in Wien zu kontextualisieren, um anschließend ein Plädoyer für Wohngruppen zu halten, die sich von Baugruppen im Wesentlichen darin unterscheiden, 1. kein Klein-Eigentum zu bilden und 2. das Wohnen und nicht das Bauen als einen konstanten, konflikthaften, sich permanent verändernden Prozess zu verstehen.

Autor*innen
Elke Krasny

Ausgabe
N°46 (Seite 56-57)

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Eine andere Vergangenheit ist möglich. ein anderes Bild der Vergangenheit lässt sich entwerfen. Die Publikation A Women‘s Berlin. Building the Modern City stellt dies nachdrücklich unter Beweis. Nur durch eine andere Einstellung des Blicks wird jene Sicht auf die Vergangenheit eröffnet, die zu neuen Einsichten führt. Die Stadtentwicklung Berlins ist eine andere gewesen als es herkömmliche Bilder und gängige Narrationen suggerieren. Werden die konventionalisierten Stadtgeschichtsschreibungen
Autor*innen
Tina Hedwig Kaiser

Ausgabe
N°46 (Nur online)

Tags
Film
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Zu Beginn eine lange Fahrt unter grünen Laubdächern. Die Protagonistin sieht verträumt aus dem Auto ins Außerhalb, das in verwischten Grüntönen an ihr vorüberzieht. Wir nehmen selbst für einige Zeit diesen subjektiven Blick ein. Die letzten Jahre fällt in den Programmreihen der Festivals, ob Berlinale oder Viennale, immer mehr auf, dass viele junge Filmemacher gerne eine solche Fahrtaufnahme als Einstieg in ihren Film wählen. Und es ist ja auch naheliegend: so scheint doch mit dem Übergang in
Autor*innen
Michael-Franz Woels

Ausgabe
N°46 (Seite 61)

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2010 wurde das Stadtforschungs-Projekt Reisebüro Ottakringer Straße – Balkanmeile mit dem Preis der Jury für interkulturellen Dialog ausgezeichnet. Was nun in Buchform vorliegt, ist eine ausgezeichnete Dokumentation dieser zweijährigen Aktivitäten. es ist ein Buch zum Drehen und Wenden, ein Buch mit der notwendigen Street Credibility. Die Initiatorinnen Antonia Dika, Amila Sirbegovic und Barbara Jeitler – keine davon in Wien geboren – eröffneten im Mai 2009 temporär ein fiktives Reisebüro
Autor*innen
Andreas Rumpfhuber

Ausgabe
N°46 (Seite 04-05)

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Public & Social Housing in General Social and public housing once qualified as a means of intervening in society in order to achieve the equal distribution of ever expanding wealth in Europe. Municipal housing, as well as state owned industry, restrictive regulations such as taxation on luxury and speculation and the stimulus of subsidies were the legitimate and broadly accepted tools by which to implement a social liberalist society. Today, however, all these governmental tools and
Autor*innen
Elke Krasny

Ausgabe
N°46 (Seite 58-59)

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Auf den ersten Blick erscheint die Paarung der beiden Begriffe intimate und metropolis widersprüchlich, einander ausschließend. Die Geschichte der modernen Stadt ist aufs engste mit der Geschichte der Entwicklung und Durchsetzung von Öffentlichkeiten und der Aushandlung partikularer Interessen von Teil­Öffentlichkeiten verbunden. Zumeist wird die Geschichte von Stadt als öffentliche Geschichte konstruiert. Das Intime ist physisch, das, was nahe an die einzelnen Körper herankommt, mit der
Autor*innen
Andreas Rumpfhuber, Georg Kolmayr, Michael Klein, Teresa Klestorfer

Ausgabe
N°46 (Seite 30-32)

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This glossary is a tool for the »modelling Vienna« team to engage in the international discourse on housing provision. We refer to the terms as we learn of their use according to rhetorical consensus at an institutional level. the aim of this ongoing process is to frame the complexity and reach of a housing system and its institutions in ways that allow for translation not only literally (German-English) but also into different housing policies. the glossary at first explains a term’s general
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°46 (Seite 60-61)

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Religion ist ein Thema, das in dérive bisher kaum Erwähnung fand. ein einziges Mal widmete sich ein Artikel explizit Stadt und Religion, und das war ein Text von Stephan Lanz in der 10-Jahre-Jubiläumsausgabe dérive 40/41. Der damalige Beitrag ist im Rahmen des selben Forschungsprojekts entstanden, in dem die verdienstvolle metroZones­ Reihe unter dem Titel Urban Prayers — Neue religiöse Bewegungen in der globalen Stadt nun ihren zehnten Band veröffentlicht hat. Wenn Religion als Thema für
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°46 (Seite 59-60)

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Als im 19. Jahrhundert der öffentliche Raum nicht mehr nur tagsüber, sondern auch während der Nacht zusehends belebter wurde, breitete sich auch die Straßenprostitution aus. Bald wurden erste Verordnungen erlassen, die Sperrgebiete und so genannte Schutzzonen festschrieben, um eine räumliche Kontrolle der Prostitution zu ermöglichen. Diese Räume der Prostitution haben sich aufgrund abweichender Regelungen in vielen Städten unterschiedlich entwickelt, dennoch gibt es ähnliche Tendenzen.
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°46 (Seite 57)

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Die Ausstellung Angelo Soliman - Ein Afrikaner in Wien erzählt zumindest zwei Geschichten. einmal die ganz persönliche gleichwohl zumeist fremdbestimmte Geschichte eines Menschen, der als Kindersklave aus Afrika über mehrere Stationen nach Wien kam und hier – die längste Zeit als Kammerdiener der Familie Liechtenstein – mehrere Jahrzehnte bis zu seinem Tod lebte. Das andere Thema der Ausstellung ist Sklaverei, Kolonialismus und Rassismus. Die beiden Themen überschneiden sich natürlich und
Autor*innen
Manfred Russo

Ausgabe
N°46 (Seite 42)

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Der Berliner Soziologe Hartmut Häußermann, einer der profiliertesten Stadtforscher in Deutschland, ist tot. Der 1943 in Waiblingen bei Stuttgart geborene Wissenschaftler starb am 31. Oktober 2011 mit 68 Jahren in Berlin. Nach dem Studium an der Freien Universität Berlin und seiner Zeit als Assistent am Soziologischen Institut ging Häußermann 1976 an die Gesamthochschule Kassel, um zwei Jahre später an die Universität Bremen überzuwechseln. Von 1993 bis zu seiner Emeritierung 2008 lehrte er
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°46 (Seite 01)

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Sozialpolitik und Wohnbau sind in Österreichs Hauptstadt seit den Zeiten des Roten Wien ab den 1920er Jahren eng miteinander verknüpft. Während in vielen anderen europäischen Städten der kommunale Besitz an Wohnbauten in den letzten Jahrzehnten auf den Markt geworfen wurde, verfügt die Stadt Wien mit rund 220.000 Wohnungen nach wie vor über einen beträchtlichen Immobilienbestand und hat darüber hinaus Einfluss auf die Vergabe von Wohnungen, die von gemeinnützigen Bauträgern errichtet werden.
Autor*innen
Barbara Holub, Paul Rajakovics, Sonia Leimer

Ausgabe
N°46 (Seite 37)

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Sonia Leimer schloss vor ihrer künstlerischen Karriere ein Architekturstudium ab, das ihr heute als Basis zur Hinterfragung zeitlicher und räumlicher Kontexte dient. So finden sich in ihrer Arbeit vielfach räumliche und materielle Arrangements, die Referenzen zu weitläufigen Spuren setzen. Scheinbar nebensächliche Versatzstücke eröffnen ganze Welten von Verstecktem oder Vergessenem. Diese rückt sie ins Zentrum, jedoch ohne die Scheinwerfer auf sie zu richten. Vielmehr versucht Sonia Leimer
Autor*innen
Elke Rauth

Ausgabe
N°46 (Seite 62)

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The Rise of the Creative Class, Richard Floridas einflussreiches Werk, bildet rund zehn Jahre nach seinem erscheinen den Ausgangspunkt für eine praxisnahe Untersuchung der Zusammenhänge zwischen Kreativität, Stadtentwicklung, Immobilienmarkt und individuellen Lebensbedingungen. Vieles ist darüber bereits gesagt und geschrieben worden, Gentrification hat als Fachbegriff Karriere gemacht und längst Eingang in den allgemeinen Wortschatz gefunden. Doch der Forschungsgegenstand ist vielschichtig,
Autor*innen
Erik Meinharter

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N°45 (Seite 04-07)

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Allen entgegen dringt der Lärm des Wurstelpraters; und über dem Gewühl der Menge schlagen seine Wellen zusammen. Das Schreien der Ausrufer, gellendes Glockenklingeln, das Heulen der Werkel, schmetternde Fanfaren, dröhnende Paukenschläge. Und ein sonniger Himmel wölbt sich licht und klar über dem Brausen und Toben und senkt sich weit hinter den grünen Bäumen in verschwimmendem Blau hernieder, als sei hier das Land aller Freude und Seligkeit, und als sei jede Sorge und jedes Unglück zurückgeblieben dort, wo über dem grauen Häusermeer Dunst und Nebel in schweren Wolken lagert. (Mattl et.al., 2004)

Mit diesem Stimmungsbild beginnt Felix Salten in einer Ausgabe von 1911 eine Beschreibung der Attraktionen und Tätigkeiten im Wurstelprater Wien. Als Nachdruck ist dieser Text 2004 erschienen und im Vorwort wird er als »Knoten in einem kulturellen Bedeutungsgewebe« bezeichnet.

Autor*innen
Phillip Rode

Ausgabe
N°45 (Seite 62-63)

Tags
Konferenz
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MFO-Park, Neu-Oerlikon Zürich Die 48. Konferenz der IFLA – International Federation of Landscape Architects – fand an drei sommerlich heißen Tagen in Zürich statt und übertraf in quantitativer Hinsicht alle Erwartungen: acht Keynote-Vorträge internationaler LandschaftsarchitektInnen und ArchitektInnen; 28 parallele Sessions, 35 technische Exkursionen, zwei Round Tables zu den Themen Partizipation und Freiheit, eine Forschungsplattform und zwei Preisverleihungen stellten das zu
Autor*innen
Phillip Rode

Ausgabe
N°45 (Seite 56-57)

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Das Verhältnis von Raum und Gesellschaft bzw. Planung und Soziologie wird von Wulf Tessin anhand des städtischen Freiraums facettenreich dargestellt. Tessin hatte bis letztes Jahr die Professur für planungsbezogene Soziologie an der Leibniz Universität Hannover inne und positioniert sich in der vorliegenden Publikation in der Tradition der Sozialpsychologie bzw. der sozialwissenschaftlich orientierten Freiraumplanung. Die Bearbeitung der Schnittstelle zwischen PlanerInnen und NutzerInnen ist
Autor*innen
Iris Meder

Ausgabe
N°45 (Seite 57-58)

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Mihajlo Mitrović, Genex Center, 1970 — 80, Foto: S. Ralić Mit ihrer Ausstellungsreihe »Architektur im Ringturm« macht sich die Wiener Städtische, seit einiger Zeit Vienna Insurance Group genannt, seit Jahren um die Dokumentation moderner Architektur in Mittel- und Osteuropa verdient. Der programmatische Schwerpunkt ist dem Engagement der Versicherung in den neuen und künftigen EU-Mitgliedsstaaten zu verdanken. Unter der kuratorischen Leitung von Adolph Stiller entsteht hierbei eine
Autor*innen
Andre Krammer

Ausgabe
N°45 (Seite 19-22)

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Coney Island – das berühmteste Vergnügungsareal der Welt scheint heute zwischen zunehmender Verwahrlosung und gleichzeitigen Restaurations- und Wiederbelebensversuchen gefangen. Die andauernde und wechselhafte Beziehung zu seiner großen Schwester Manhattan hat sich auch in seine Gegenwart eingeschrieben. Wieder einmal scheint die Halbinsel auf Grund konkurrierender Begehrlichkeiten diverser AkteurInnen in einen Zustand der Lähmung gefallen zu sein. Die Geschichte Coney Islands ist auch die emblematische Geschichte einer nicht immer friktionsfreien, aber immer aufgeladenen Beziehung zwischen Orten des Vergnügens und ihrem städtischen Umfeld. Rem Koolhaas hat 1978 in seinem Theorieklassiker Delirious New York das Beziehungsgeflecht zwischen Reservoir (Manhattan) und Resort (Coney Island) beschrieben. Die ersten Vergnügungsparks auf der Halbinsel, die an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert entstanden, werden von ihm in ihrer Funktion als Laboratorien beschrieben, in denen spielerisch getestet wurde, was später jenseits des Hudson zum Ernstfall wurde. Heute entstehen weltweit beinahe ununterbrochen neue Themenparks. Hedonistische Orte urbaner Wunschproduktion sind längst Bestandteil einer globalen Konsumkultur.

Autor*innen
Sophie Goltz

Ausgabe
N°45 (Seite 55-56)

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Bei der Herrschaft über den Raum handelt es sich zweifellos um eine der privilegiertesten Formen der Macht-ausübung, da die Manipulation der räumlichen Verteilung von Gruppen sich als Instrument der Manipulation und Kontrolle der Gruppen selbst durchsetzen lässt. (Pierre Bourdieu, 1991) Woran manifestiert sich die Herrschaft über Raum im Alltag einer Stadt, und welche Praktiken laufen dieser Machtausübung zu wider? Schaut der Soziologe Pierre Bourdieu auf die dahinter liegenden Machtprozesse
Autor*innen
Christin Bolte, Iver Ohm

Ausgabe
N°45 (Seite 61-62)

Tags
Festival
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Besprechung von:

Festival Ars Electronica
31. August bis 6. September in Linz

Autor*innen
Stefanie Krebs

Ausgabe
N°45 (Seite 60-61)

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Ausgedient hat heute die Denkfigur des (landschafts-)architektonischen Entwurfs als Geniestreich – durch göttlichen Funken inspiriert. Diese Grundhaltung eint zwei Publikationen, die sich mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Intentionen sowie mit Kulturen räumlichen Entwerfens befassen. »Der Prozess des Entwerfens gilt gemeinhin als geheimnisumwitterte Technik zur Konzeption von zukunftsweisenden Gestaltungsvorschlägen in Architektur und Design. Eher selten wird er [...] in Hinblick auf
Autor*innen
Robert Temel

Ausgabe
N°45 (Seite 59-60)

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Wie in den meisten Sozial- und Kulturwissenschaften ist mittlerweile auch in den Organizational Studies – reichlich spät – der spatial turn bemerkbar. Der Aufsatzband Organizational Spaces befasst sich mit den Gründen dafür und mit der Bedeutung des Raums insbesondere für einen qualitativen, ethnographischen, interpretativen Zugang zu Organisationen und Arbeitswelten. Wie der Untertitel deutlich macht, ist diese Raumwende Teil einer Hinwendung der Sozialwissenschaften zur Materialität, die
Autor*innen
Anne Erwand

Ausgabe
N°45 (Seite 58-59)

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Christina Maria Landerl entlehnt den Titel ihrer ersten Buchveröffentlichung Verlass die Stadt dem gleichnamigen Song des Wiener Musikprojekts Gustav. Und tatsächlich: müsste man die Stimmung dieses Songs in eine literarische Form transformieren, so gäbe es wohl kaum eine treffendere Umsetzung als jene der Autorin. Landerl folgt den drei ProtagonistInnen des Buches auf ihrer Suche nach der gemeinsamen Freundin Margot, die scheinbar spurlos aus Wien verschwunden ist. Wien, die Stadt, ist
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°45 (Seite 01)

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In der letzten Ausgabe von dérive waren die nächtlichen urbanen Vergnügungen und die damit verknüpften Debatten um Überwachung, Kommerzialisierung, Monopolisierung, Vertreibung und Ausschluss das Schwerpunktthema. In der vorliegenden Ausgabe geht es ein weiteres Mal ums urbane Vergnügen: Diesmal stehen die Freizeit-, Vergnügungs-, und Lunaparks, die seit jeher als Gegenwelt zum urbanen Alltag beschrieben worden sind und sich doch als als immanenter Teil desselben erweisen, und die
Autor*innen
Barbara Holub, Karl-Heinz Klopf, Paul Rajakovics

Ausgabe
N°45 (Seite 32-36)

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Es ist gerade einige Monate her, dass Karl-Heinz Klopfs Film They als bester Kurzdokumentarfilm bei der DIAGONALE 2011 ausgezeichnet wurde, und schon gibt es einen neuen Film: Plan. Die Arbeiten von Klopf gehen aber weit über das Format Film und Fotografie hinaus, sie manifestieren sich oft in Installationen und Projekten im öffentlichen Raum. Immer wieder sind es Themen des Sozialen und der Stadt, die der Künstler auf seinen Reisen verfolgt. dérive freut sich, diesmal vier Stills aus dem
Autor*innen
Iver Ohm

Ausgabe
N°44 (Seite 58-59)

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Besprechung von:
Venedig-Biennale 2011

Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°44 (Seite 04-07)

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Nachtleben und Urbanisierung sind zwei Seiten ein und derselben Medaille. Das Entstehen der modernen Großstädte in der Mitte des 19. Jahrhunderts und die Ausweitung des Lebens immer breiterer Bevölkerungsschichten in die Nacht fielen nicht zufällig in denselben Zeitabschnitt, sondern waren aufs Engste miteinander verknüpft. Es scheint daher nur logisch, dass KritikerInnen des Nachtlebens meist auch KritikerInnen der (Groß-)Städte waren. Heute boomt das Leben in vielen Städten rund um die Uhr, die 24-Stunden-Stadt ist oftmals Realität, und wo sie es noch nicht ist, schreitet die Entwicklung eilig voran. Damit einher geht allerdings auch eine immer stärkere Kommerzialisierung und Regulierung. Wie ein fremdes Territorium wird die Nacht Stück für Stück erobert: Internationale Konzerne wollen am urban nightlife verdienen und überziehen die global cities mit uniformen Unterhaltungsangeboten. Nichtkommerzielle Veranstalter werden zusehends aus dem Markt gedrängt. Unerwünschte Personen werden ausgesperrt, zahlungskräftige TouristInnen umworben, die Überwachung der nächtlichen Stadt wird immer dichter. Konflikte zwischen um Nachtruhe kämpfenden AnrainerInnen und vergnügten NachtschwärmerInnen sind ebenso ein Aspekt wie Viertel und Quartiere, die neue Arbeitsplätze und Einnahmemöglichkeiten durch die Ausdehnung des Nachtlebens erhoffen.

Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°44 (Seite 57-62)

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Besprechung von:
Belina, Bernd; Gestring, Norbert; Müller, Wolfgang; Sträter, Detlev (Hg.):
„Urbane Differenzen. Disparitäten innerhalb und zwischen Städten“

Autor*innen
Erik Meinharter

Ausgabe
N°44 (Seite 61)

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»Und wieder ein neuer Begriff« ist der erste Gedanke, der durch den Kopf schießt, wenn man das Buch Land. Rurbanismus – oder Leben im postruralen Raum, herausgegeben von Heidi Pretterhofer, Dieter Spath und Kai Vöckler, in die Hand nimmt. Doch trifft dieses Buch eine Lücke, die man zugegebenermaßen selbst gerne erforscht hätte. Die Annahme, dass eine Veränderung der Lebensstile zu einer Veränderung im Raum führen muss, ist nicht allzu abwegig. Hier drängt sich die Frage auf, wie ein urbaner
Autor*innen
Andre Krammer

Ausgabe
N°44 (Seite 60-61)

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Der dritte Band der vom Architekturpublizisten Walter Zschokke initiierten niederös-terreichischen Leistungsschau in Sachen Architektur, herausgegeben vom Architekturnetzwerk ORTE, ist vor kurzem erschienen. Zschokke ist 2009 verstorben, und so findet sich auch im Vorspann ein Nachruf auf den Schweizer Architekturtheoretiker, der seinen Lebens- und Arbeitsmittelpunkt in Wien hatte. Die Autorinnen Eva Guttmann, Gabriele Kaiser und Franziska Leeb führen das Projekt nun weiter und haben
Autor*innen
Erik Meinharter

Ausgabe
N°44 (Seite 60)

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Der Emscher Landschaftspark ist weit mehr als ein Park. Allein seine Dimension von rund 300 km² innerhalb eines Gebietes von rund 800 km² ist außergewöhnlich. Er ist räumlich und thematisch seinem Anfangsstück Landschaftspark Duisburg Nord entwachsen. Dieser erste Teil hat im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Emscher Park 1989 – 1999 durch die Gestaltung von Peter Latz einen Trend zur Behandlung von aufgelassenen Industriearealen losgetreten, der sich bis heute fortsetzt. Der
Autor*innen
Robert Temel

Ausgabe
N°44 (Seite 59-60)

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Monika Grubbauers Die vorgestellte Stadt, in der Urban Studies-Reihe des Transcript-Verlages erschienen, beschäftigt sich damit, wie das für die Öffentlichkeit konstruierte Bild der Stadt Wien durch Architektur mitbestimmt wird, und zwar im Speziellen durch Bürohochhäuser, die in Wien seit den frühen 1990er Jahren zum zentralen Thema des Stadtplanungsdiskurses wurden. Dabei geht es nicht so sehr um architektonische Formen, die etwa für ein konservativeres oder progressiveres Image stünden,
Autor*innen
Jens Kastner

Ausgabe
N°44 (Seite 61-62)

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Angesichts der Begegnung mit einem Gemälde des Künstlers Karel Appel bemerkte der Philosoph Jean-François Lyotard einst »angezogen und irritiert« über sich, »dass ich machtlos war.« (zit. n. Danko, S. 115) Eine solch schwülstig übertriebene Feststellung kann wohl nur ein Intellektueller treffen, und das selbstredend in Verkennung seiner tatsächlichen Lage. Man könnte sie auch als typisches Beispiel für eine Überhöhung der Kunst im Schaffen eines Kulturtheoretikers lesen. In der Studie von