Autor*innen
Michael Freerix

Ausgabe
N°67 (Seite 58)

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Architektur und Städtebau dienen dem Künstler Matias Bechtold als Blaupause für seine Kunst, in der er die Möglichkeiten einer gegenständlichen Kunst mit einem Hang zum Absurden erkundet. Bechtolds bildhauerische Arbeiten muten auf den ersten Blick wie Architektur- oder Stadtmodelle an. Bei genauerer Betrachtung wird klar, dass sie dies genau nicht sind, sondern Kommentare zu Architektur und Städtebau, mit einer psychologischen Komponente. Bechtold tastete sich vom Kleinen zum Großen vor. Zu
Werbeplakat
Autor*innen
Christoph Laimer, Elke Rauth

Ausgabe
N°67 (Seite 48-52)

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Das City Plaza ist ein selbstverwaltetes Refugee-Wohnprojekt in einem ehemals leerstehenden Hotel im Zentrum von Athen. Das 7-stöckige Haus für rund 400 Menschen ist im April 2016 besetzt worden und wird seitdem von den BewohnerInnen auf der Basis von Solidarität und Selbstorganisation betrieben. dérive hat das in vielen Aspekten herausragende Projekt besucht.

Autor*innen
Joachim Schlör

Ausgabe
N°66 (Seite 04)

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»One person’s Jerusalem is not another’s«, schreiben Esther Benbassa und Jean-Christophe Attias. Wir alle, Stadtbewohner und -bewohnerinnen doch zumeist, haben unsere Vorstellungen von einer guten Stadt, von einem Leben im Zwischenspiel von Diversität und Harmonie. Zu begreifen, dass der Nachbar – auf der Straße, im Kaffeehaus, am anderen Ende der Stadt – womöglich eine andere Vorstellung vom richtigen Leben hat, und Wege zu finden, wie sich die vielen unterschiedlichen Hoffnungen miteinander
Das
Autor*innen
Alexander Peer

Ausgabe
N°66 (Seite 42-46)

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Stanislaus Demba kann froh sein, dass er heute nicht im Café Schottenring Zuflucht suchen muss. Diese tragikomische Figur aus Leo Perutz’ Nachkriegsroman Zwischen neun und neun würde vergeblich um Einlass bitten. Das Café hat mehr als 130 Jahre existiert. Ab 2012 wurde das Gebäude saniert. Heute ist das Haus wieder vollständig vermietet – bis auf das Parterre. Diesbezüglich wird eben mit möglichen Mietern aus verschiedenen Branchen verhandelt. Ob es jemals wieder ein klassisches Wiener Café am Schottenring 19 geben wird?

Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°66 (Seite 01)

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Wie unsere Newsletter- und Facebook-Abonnenten und -Abonnentinnen wissen, haben wir bei der Stichwahl der Bundespräsidentschaftswahl in Österreich erstens dazu aufgerufen wählen zu gehen und zweitens Van der Bellen zu wählen. Wir haben so einen Aufruf zum ersten Mal in unserer 17-jährigen Vereinsgeschichte gemacht und auch wenn der Vorsprung von Van der Bellen schlussendlich 7,6 % bzw. rund 350.000 Stimmen betragen hat und somit viel deutlicher als erwartet war, bereuen wir den Schritt nicht.
Autor*innen
Andre Krammer

Ausgabe
N°66 (Seite 55-56)

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Die Schau Am Ende: Architektur. Zeitreisen 1959–2019 und die Begleitpublikation Steiner ́s Diary – Über Architektur seit 1959 adressieren gleichzeitig das kollektive Gedächtnis aller Architektur- und Stadtinteressierten, wie sie auch eine subjektive Zeitreise von Dietmar Steiner darstellen. Steiner, der seit der Gründung des Wiener Architekturzentrums im Jahr 1993 dessen Direktor war, verabschiedet sich mit Ende des Jahres in den Ruhestand. Das scheint insofern konsequent, waren doch
Autor*innen
Robert Temel

Ausgabe
N°66 (Seite 53-54)

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m Wohnbau sieht es mit theoretisch fundierten und gleichzeitig praxisorientierten Reformvorschlägen schlecht aus: ExpertInnen liefern häufig minimale Detaillösungsansätze für Auswüchse, die dann im parteipolitischen Gleichgewicht des Schreckens versanden. Andererseits gibt es Entwicklungsideen, denen man leider das mangelnde Wissen über Rahmenbedin- gungen und Praxis des heutigen Wohnbaus sofort ansieht. Andreas Rumpfhuber versucht mit seinem Band Wunschmaschine Wohnanlage, basierend auf
Autor*innen
Ursula Maria Probst

Ausgabe
N°66 (Seite 59-60)

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Wie wichtig Filme sind, die das Leben und Sterben von Menschen in Ausnahmesituationen ausgelöst durch Kriege thematisieren, zeigt der anlässlich der Viennale 2016 präsentierte Film Homeland (Iraq Year Zero). Abbas Fahdels Film birgt als Dokumentarfilm durch seine Dauer von 334 Minuten zwar Tücken der Überlänge in sich, der sich selbst eingefleischte ViennalistInnen entziehen. Umso beeindruckender ist es, wie es dem Filmemacher gelingt, durch seine synoptisch, analytisch scharfsinnige,
Autor*innen
Andreas Fogarasi, Susanne Kriemann

Ausgabe
N°66 (Seite 32-36)

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Susanne Kriemanns Arbeiten changieren raffiniert zwischen dokumentarischer Genauigkeit und poetischem Zauber. Immer wieder geht sie geschichtlichen Ereignissen und ihren Auswirkungen auf die Gegenwart nach, globalen wirtschaftlichen Zusammenhängen und ihren lokalen Paradoxien. Ihr Projekt One Time One Million begann mit dem Erwerb einer frühen Hasselblad- Fotokamera auf einer Auktion im Militärmuseum Stockholm. Victor Hasselblad baute die ROSS HK 7 als Luftaufklärungskamera 1941 im Auftrag
Autor*innen
Klaus Ronneberger

Ausgabe
N°66 (Seite 57-59)

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In den letzten Jahren ist eine Reihe von Studien und Büchern über kreative Städte veröffentlicht worden, die man grundsätzlich in zwei ideologische Lager unterteilen kann: Zum einen gibt es eine breit gestreu­te Ratgeberliteratur, die der Kreativität im Zeitalter der wissensintensiven Ökonomie eine strategische Bedeutung beimisst. Demnach erfordert es der globale Standortwettbewerb, dass städtische Administrationen alles daran setzen müssen, diesen Rohstoff durch unkonventionelle Anregungs-
Autor*innen
Adina F. Camhy

Ausgabe
N°66 (Seite 56-57)

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Rund um das Ausstellungsprojekt Wohnungsfrage, das 2015 im Haus der Kulturen der Welt in Berlin gezeigt wurde, entstand eine gleichnamige thematisch als auch optisch bunt gestaltete Publikationsreihe bei Spector Books. Neben historischen Texten und aktuellen Case Studies werden in der zwölfteiligen Reihe auch Projekte von an der Ausstellung beteiligten Arbeitsgruppen präsentiert. In dialogischen Prozessen zwischen Architekturbüros und stadtpolitischen Initiativen wurden neue Wohnformate als
»Beyond
Autor*innen
Plenum des Hamburger Recht auf Stadt-Netzwerks

Ausgabe
N°65 (Seite 29-31)

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Das folgende Statement des Plenums des Ham­burger Recht auf Stadt-Netzwerks aus dem Februar 2016 bezieht sich auf die seit Jahren ungelöste Wohnungsfrage, die im Zuge des weiter gestiegenen Bedarfs an Wohnraum durch die Ankunft einer großen Zahl von Flüchtlingen in den letzten Monaten in Hamburg – sowie in vielen anderen Städten – unübersehbar geworden ist. Ganz konkret ist es auch eine Reaktion auf die Forderung der Hamburger Initiativen für Integration (IFI) nach einem Volksentscheid gegen Großunterkünfte für Flücht­linge. Die IFI sind ein Dachverband von lokalen Initiati­ven, die sich in den letzten Monaten in – vor allem wohlhabenderen – Stadtteilen Hamburgs gebild­et haben, um gegen den (großmaßstäblichen) Wohnbau für Flüchtlinge zu protestieren.

Autor*innen
Hilke Berger

Ausgabe
N°65 (Seite 52-53)

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Die Forderung nach gesellschaftlicher Teilhabe bei städtischen Planungsprozessen wird angesichts des rasanten Wachstums und der immer schnelleren Veränderung des urbanen Lebens sowie diverser katastrophaler Szenarien für die Umwelt immer drängender. Mit welcher Intention – von wem und für wen – Stadt eigentlich ent­wickelt wird und wie eine zukunftsfähige Stadtentwicklung jenseits neoliberaler Dogmen aussehen könnte, sind dabei zentrale Fragen. Die englischsprachige Publikation City Linkage –
Autor*innen
Andre Krammer

Ausgabe
N°65 (Seite 53-54)

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Arna Mackic (geb. 1988), Autorin von Mortal Cities. Forgotton Monuments wurde wie viele andere ihrer Generation in ihrer Kindheit vom Bürgerkrieg in Jugoslawien geprägt. Ihre Familie floh in den 1990er Jahren von Bosnien nach Holland. 1999 kehrte die heute in Amsterdam lebende Architektin das erste Mal zurück nach Mostar und fand eine zerstörte mortal city vor, die sie nicht mehr vergessen konnte. Mackic begann daraufhin ein anhaltendes Interesse für das Verhältnis von Architektur, Stadt und
Autor*innen
Andre Krammer

Ausgabe
N°65 (Seite 51)

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Jan Turnovsky´ (1942-1995) war ein tschechisch-­österreichischer Architekt, Hochschullehrer und Theoretiker. Er studierte in Prag, emigrierte 1966 nach Österreich und wurde schließlich Assistent und Professor am Wohnbauinstitut der TU Wien. Über das akademische Umfeld hinaus – er war ein ebenso beliebter wie unkonventioneller Architekturlehrer – wurde Turnovsky´ vor allem durch seine Dissertation Die Poetik eines Mauervorsprungs bekannt. Der Text schaffte es in die berühmte Bauwelt
Autor*innen
Barbara Holub, Maria Hahnenkamp, Paul Rajakovics

Ausgabe
N°65 (Seite 32-36)

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Anlass für dieses Insert war die im Juli zu Ende gegangene umfassende Werkschau von Maria Hahnenkamp in der Fotogalerie Wien im WUK. »Ihr zentrales Thema ist die Auseinandersetzung mit Fotografie als mediale Macht, die den (vor allem weiblichen) Körper in den Medien und der Werbung in einen engen Bildraum zwingt. In ihrer (Anm.: fotografischen) Arbeit verweigert Hahnenkamp diese Schaulust, sie führt hinter die ›schöne‹ Bildoberfläche und versucht die unsicht­bare Gewalt in den Medien und in
Illustration:
Autor*innen
Christian Schöningh, Claudia Hummel, Florian Schmidt, Maria Munoz Duyos

Ausgabe
N°65 (Seite 18-22)

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Die Initiative Haus der Statistik ist bestrebt das sechs Gebäude umfassende Haus der Statistik am Alexanderplatz in Berlin als ein Zentrum für Geflüchtete, Soziales, Kunst und Kreative zu entwickeln. Das Gebäude gehört dem Bund, die anliegen­den Freiflächen sind im Eigentum des Landes Berlin. Ein Verkauf des Gebäudes an das Land Berlin ist sehr wahrscheinlich. Einer Aufforderung des Berliner Finanzsenators folge­nd hat die Initiative ein Angebot entwickelt, welches Szenarien der Umsetzung
Autor*innen
Monika Streule

Ausgabe
N°64 (Seite 57-58)

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2015 – siebzig Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs läuft die Erinnerungsforschung auf Hochtouren. In der Fülle deutschsprachiger Publikationen zum Gedenkjahr lädt das Buch Risse im Raum. Erinnerung, Gewalt und städtisches Leben in Lateinamerika zu einem in mehrfacher Hinsicht ungewöhnlichen Nachdenken über Erinnerungsräume ein. Die Kulturwissenschaftlerin und Lateinamerika-Spezialistin Anne Huffschmid fragt darin nach der Räumlichkeit des Erinnerns und verbindet dadurch Ansätze der
Autor*innen
Barbara Feller

Ausgabe
N°64 (Seite 56-57)

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Ein Buch für ein Haus, das jetzt noch steht. Mit der Publikation Hilmteichstraße 24 legen die ExpertInnen für Herbert Eichholzer, Antje Senarclens de Grancy und Heimo Halbrainer, zusammen mit Eva Klein, eine Publikation vor, die wie in einem Brennglas Aspekte von Architektur, Geschichte und Kunst bündelt. Anhand des Hauses wird dabei ein Blick sowohl auf das moderne Bauen und die moderne Kunst geworfen als auch die Geschichte von Widerstand, Verfolgung und Ermordung erzählt. Diese
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°64 (Seite 01)

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Wer mit halbwegs wachem Geist in Europa lebt, weiß, dass Roma diskriminiert werden, ihnen mit rassistischem Hass und Gewalt begegnet wird; und doch scheint die Verdrängungsleistung in Bezug auf die untragbare Situation groß. Im Februar 1995 wurden Josef Simon, Peter Sarközi, Karl und Erwin Horvath im burgenländischen Oberwart durch einen rassistisch motivierten Bombenanschlag getötet. 2008/09 wurden in Ungarn sechs Roma von Rechtsextremisten heimtückisch ermordet, 55 weitere teils schwer
Autor*innen
Klaus Ronneberger

Ausgabe
N°64 (Seite 55-56)

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Im letzten Jahrzehnt hat die Forderung Recht auf die Stadt eine Renaissance erlebt. Unter dieser eingängigen Parole werden so unterschiedliche Themen wie Gentrifizierung, Privatisierung öffentlicher Güter oder Migrations- und Flüchtlingsbewegungen angesprochen. Im März 1968 – also kurz vor der Pariser Mai-Revolte – fordert der Philosoph Henri Lefebvre im Manifest Le droit à la ville erstmals das Recht auf Stadt ein. Diese Kampfschrift ist nun mit einem Vorwort vom Hamburger Künstler und
Autor*innen
Thomas Ballhausen

Ausgabe
N°64 (Seite 60)

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Nick Cave ist richtigerweise nicht nur als Musiker eine fixe Größe des kulturellen Geschehens – seine Prosaarbeiten und insbesondere seine Lyrics machen immer wieder die literarischen Qualitäten seines Wirkens deutlich. Für die nun auch in deutscher Sprache vorliegende jüngste Veröffentlichung, The Sick Bag Song, hat er sich auf eine Zwischenform verlegt, die in mehrfacher Hinsicht von der Kategorie des Raums, sei es in geografischer oder in poetischer Hinsicht, geprägt ist. Als lyrischer
Autor*innen
Angelika Krinzinger, Barbara Holub, Paul Rajakovics

Ausgabe
N°64 (Seite 32-36)

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Die Geste ist eine Bewegung des Körpers oder eines mit ihm verbundenen Werkzeuges, für die es keine zufriedenstellende kausale Erklärung gibt. Vilém Flusser Angelika Krinzinger beschäftigt sich seit vielen Jahren mit oft (makro-)fotografischen Zugängen zu Objekten und Körperausschnitten. Vielfach entstehen dabei Fotoarbeiten und Serien von groß dargestellten Teilbereichen des Körpers, die unprätentiös den sinnlichen Charakter fokussieren und über das Detail die Frage nach dem Ganzen
Autor*innen
Iris Meder

Ausgabe
N°64 (Seite 58-60)

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Erst ein dünnes, dann ein dickes, nun ein noch dickeres Buch: Italomodern 2, herausgegeben von AUT.Architektur und Tirol und dem Vorarlberger Architektur Institut, erschienen bei Park Books, in bewährtem solidem Paperback, diesmal anders als der beigefarbene erste Band in samtigem Chianti-Rot gehalten, mit himmelblauen und sonnengelben Text-Insert-Seiten. Und wieder sitzt man mit offenem Mund vor den Fundstücken der Brüder Martin und Werner Feiersinger und kann ihnen nicht genug dankbar sein
Werkstätte
Autor*innen
Michael Zinganel

Ausgabe
N°63 (Seite 04-07)

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Im Mobilitätskontinuum In einer sich zunehmend globalisierenden Welt sind immer mehr Menschen gezwungen, immer mehr Zeit unterwegs zu verbringen. Die Distanzen von Transportrouten, die Wege, die ArbeitsmigrantInnen und PendlerInnen zurücklegen müssen, wachsen, Fahrzeuge werden daher zunehmend zum Arbeitsort oder sogar zum persönlichen Behausungsersatz. Für die vielen mobilen Subjekte sind Orte, an denen der Verkehrsfluss aus unterschiedlichen Ursachen anhält oder abgehalten wird – wie
Autor*innen
Robert Temel

Ausgabe
N°63 (Seite 57-58)

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Das Thema gemeinschaftliches Wohnen ist im Deutschen Architekturmuseum (DAM) angekommen: Der vorgestellte Band ist der begleitende Katalog zur Ausstellung Daheim. Bauen und Wohnen in Gemeinschaft und thematisiert einen Aspekt solcher Projekte, der bisher nicht oft im Zentrum des Interesses stand. Während gemeinschaftliche Wohnformen meist aus stadtplanerischen und wohnpoliti- schen Perspektiven – neben individuellen Wohn- und Gemeinschaftswünschen – diskutiert werden, ist architektonische
Autor*innen
Robert Temel

Ausgabe
N°63 (Seite 56-57)

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Im Jahr 1989 brachte der deutsche Wohnbund erstmals eine Publikation heraus, die »neue Wohnformen in Europa« verglich. Der Wohnbund entstand Anfang der 1980er Jahre aus dem Werkbund mit dem Ziel, neue Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Wohnen zu thematisieren: Es ging um Alternativen zum üblichen Wohnbau des Bauwirtschaftsfunktionalismus, ob nun in sozialer oder ökologischer Hinsicht. Deshalb waren von Beginn an gemeinschaftliche Wohnformen ein zentrales Thema. Anlass für die Publikation
Autor*innen
Erik Meinharter

Ausgabe
N°63 (Seite 55)

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Es gibt in der Landschaftsarchitektur einen Wendepunkt im Umgang mit städtischen Parks. Die IBA Emscher Park hat in den 1990er Jahren mit dem richtungweisenden Entwurf von Peter Latz für den Landschaftspark Duisburg Nord, der auf einem ehemaligen Stahlproduktionsgelände entstand, einen neuen Zugang zu Transformationsflächen geprägt. Ganz im Gegensatz zu den herrschaftlichen Gärten, welche im 19. Jahrhundert für die Bevölkerung geöffnet wurden, und den Volksparks des 20. Jahr- hunderts begann hier die Diskussion um den Park der Zukunft, geschaffen aus den urbanen Relikten der Vergangenheit.

Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°63 (Seite 01)

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Als wir mit den beiden Schwerpunktredakteuren Michael Hieslmair und Michael Zinganel vor gut einem Jahr erstmals über dieses Heft gesprochen haben, war nicht absehbar, wie aktuell sich das Thema der paneuropäischen Korridore nur ein paar Monate später zeigen würde. Niemand konnte ahnen, dass die längst außer Dienst gestellte österreichisch-ungarische Grenzstation Nickelsdorf zu einem Hotspot für Flüchtlinge werden würde. Genauso wenig war absehbar, dass Österreichs völlig außer Rand und Band
Josef
Autor*innen
Andre Krammer

Ausgabe
N°63 (Seite 53-54)

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Im Wiener MAK ist dem österreichisch- schwedischen Architekten Josef Frank (1885- 1967) derzeit eine umfangreiche Ausstellung gewidmet. Gezeigt werden neben den architektonischen und städtebau- lichen Arbeiten auch unzählige Möbel- und Stoffentwürfe – großteils durch Originale repräsentiert. Josef Frank wird oft als Bindeglied zwischen dem Gedankenarchitekten Adolf Loos und dem Gesamtkün- stler Josef Hoffmann wahrgenommen. Doch weist sein Werk in vielen Aspekten über das seiner etwas älteren
Autor*innen
Otto Hochreiter

Ausgabe
N°63 (Seite 58-59)

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Mit der Wahl der Architektur- und Urbanismustheoretikerin Angelika Fitz zur Direktorin des Architekturzentrums Wien liegt das von Dietmar Steiner in mehr als zwei Jahrzehnten aufgebaute Az W nun in den Händen einer international agierenden Persönlichkeit, welche um die gesellschaft- liche und ökonomische Komplexität von Architektur-entstehung weiß und diese auch vermitteln kann. Während ihres langwierigen Auswahlverfahrens ist im Birkhäuser Verlag Vom Nutzen der Architektur-. fotografie.
Autor*innen
Monika Platzer

Ausgabe
N°63 (Seite 52-53)

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Die Charta von Athen, 1943 von der französischen CIAM-Gruppe publiziert, gilt als Manifest der Funktionalen Stadt. Die darin festgeschriebene Funktionstrennung in Verkehr, Wohnen, Arbeiten und Freizeit, wird bis heute für die Fehlplanungen der Nachkriegszeit verantwortlich gemacht. Es ist das große Verdienst der HerausgeberInnen Evelien van Es, Gregor Harbusch, Bruno Maurer, Muriel Pérez, Kees Somer und Daniel Weiss, den Fragestellungen und Diskursen des 1933 stattfindenden legendären vierten
Autor*innen
deleteme

Ausgabe
N°63 (Seite 54-55)

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Urbane Landwirtschaft ist ein zentraler Bestandteil von Europas Städten, und das nicht erst seit Urban Gardening in Stadtentwicklungsplänen auftaucht. Lebensmittel- produktion in der Stadt weder als ländliches Überbleibsel noch als aktuellen Trend darzustellen, sondern die lange Geschichte sowie die Vielfalt an Formen und Motivationen sichtbar zu machen, ist ein wichtiger Beitrag dieses Sammelbandes. Als Ergebnis eines vierjährigen transdisziplinären COST- Forschungsprojekts (European
Willy_Fred,
Autor*innen
Elisabeth Ertl, Florian Humer

Ausgabe
N°63 (Seite 42-44)

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»Machs dir doch selbst!« ist der Slogan eines syndikalistisch organisierten Kollektivs, welches in Österreich seit jüngster Zeit selbstermächtigt Nutzungseigentum schafft. Das sogenannte habiTAT will sich gegen die – gerade auf dem Wohnungsmarkt massiv auswirkende – Profitorientierung von Wohnbaukonzernen und global agierenden Immobilieninvestoren wehren, indem es die Fäden jetzt selbst in die Hand nimmt.

Foto:
Autor*innen
Jonas König

Ausgabe
N°62 (Seite 04-08)

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Zwischen Januar und Juni 2015 haben 30.970 BürgerInnen des Kosovo in Deutschland Asyl beantragt (vgl. BAMF 2015); in Österreich waren es im selben Zeitraum 2.298 (vgl. BMI 2015). Zusammengenommen wurden also allein in dieser Kategorie der Migrationsstatistik 30.970 Personen erfasst, die den Kosovo verlassen wollten. 30.970 Personen – das sind in etwa 1,7 Prozent der kosovarischen Bevölkerung. In nur einem Halbjahr, in Richtung nur zweier Zielländer.

Autor*innen
Iris Meder

Ausgabe
N°62 (Seite 53-54)

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Nikola Dobrović zählt noch immer zu den großen Unterschätzten der Moderne. Selbst wem er kein Begriff ist, dem mögen Dobrovićs dalmatinische Bauten vor Ort auffallen als irritierend innerhalb der Tourismus- und Villeggiaturenarchitektur der östlichen Adria, eigenwillig, sperrig, sichtbar unter dem Einfluss Le Corbusiers entstanden, dabei fast unsichtbar hinter üppiger Vegetation, die schmale Sichtfenster freigibt auf rauhe Betonmauern, Flachdächer, offene Loggien. Eigenwillige Symmetrien,
Autor*innen
Elisabeth Haid

Ausgabe
N°62 (Seite 52-53)

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Welche Rolle können künstlerische Praktiken im urbanen Kontext einnehmen? Welche Bedeutung kommt ihnen im Kontext einer verstärkt investorenorientierten (Stadt-)Planung, vor dem Hintergrund von Deindustrialisierung, Deregulierung und Privatisierung zu? Das künstlerisch-wissenschaftliche Forschungsprojekt Planning Unplanned – Towards a New Positioning of Art in the Context of Urban Development, das die Künstlerin Barbara Holub von 2010 bis 2013 am Institut für Kunst und Gestaltung der TU Wien
Autor*innen
Iris Meder

Ausgabe
N°62 (Seite 51-52)

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Town hall, 1961, Foto: Pierre Jeanneret, Sector 17 »Der Begriff Redux (engl. wiederbelebt) bezeichnet die Neufassung eines Musikalbums (…) oder eines Films (…), bei der nicht verwendetes Material berücksichtigt wird«, lehrt Wikipedia. Wiederbelebt bzw. ergänzt wird vom Künstler und Fotografen Werner Feiersinger, so lehrt ihrerseits die Rückseite des Buches, eine vor rund 60 Jahren entstandene Fotostrecke des Schweizers Ernst Scheidegger, der die als neue Kapitale der indischen
Autor*innen
Christoph Laimer, Elke Rauth

Ausgabe
N°62 (Seite 01)

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Vielfältig starten wir ins neue Jahr mit einem dérive-Sampler, also einer weitreichend global herumschweifenden Sammlung von Beiträgen der Stadtforschung – á la dérive eben. Wie immer sind die versammelten Themen nicht voneinander isoliert, sondern zeichnen sich durch viele Querverbindungen aus, in dieser Ausgabe verstärkt durch jeweils zwei Artikel zu Shenzhen und Kairo. Denn obwohl die gesellschaftspolitischen Entwicklungen von Ägypten und China in der Vergangenheit durchaus unterschiedlich
Filmstill:
Autor*innen
Ursula Maria Probst

Ausgabe
N°62 (Seite 54-55)

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Über welche Mittel verfügt der Film, das Kino in Situationen des Ausnahmezustandes, im Dokumentieren von urbanem Leben unter der Bedrohung durch Krieg und Bombardierung? Welche Möglichkeiten der Artikulierung finden sich, um aufzuzeigen, wie sehr dem individuellen Schicksal Einzelner durch politische Fehlentscheidungen oder Unterlassungen bzw. korrupten Systemen eine Warteposition mit ungewisser Zukunft und ungewissem Aus-gang aufgezwungen wird. Viele von uns fragen sich aufgrund der
Autor*innen
Andre Krammer

Ausgabe
N°62 (Seite 50-51)

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Paris railway stations, development covering the railway lines, 1964, Foto: Yona Friedman,courtesy Marianne Homiridis The Dilution of architecture ist der erste große Überblick über das umfangreiche Lebenswerk des 1923 in Ungarn gebo-renen Architekten, Visionärs und Künstlers Yona Friedman, der später die französische Staatsbürgerschaft annahm. Friedman wurde in erster Linie auf Grund der utopischen Stadtentwürfe seiner Ville Spatiale bekannt. Sie wurden gemeinhin als Beitrag zur
Autor*innen
Andreas Fogarasi, Ludmila Rampáková, Peter Bartoš

Ausgabe
N°62 (Seite 32-36)

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Peter Bartoš (geboren 1938 in Prag) ist ein unermüdlicher Chronist der Veränderungen, die die slowakische Hauptstadt Bratislava in den letzten Jahrzehnten erfahren hat. Als einer der wesentlichen Protagonisten der slowakischen Konzept- und Aktionskunst seit den 1960er Jahren hat er sich immer wieder mit dem Einfluss des Menschen auf Landschaft und Natur beschäftigt. Lange Jahre war er beim Zoo von Bratislava angestellt und entwickelte dort räumliche Konzepte, die von großem ökologischen
Campo
Autor*innen
Christoph Laimer, Elke Rauth

Ausgabe
N°61 (Seite 04-06)

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Als »elementaren Kommunismus« bezeichnet der Anthropologe David Graeber in seinem Buch Schulden – die ersten 5000 Jahre gegenseitige Hilfeleistungen im Alltag wie Informationen zur Verfügung stellen, Dinge verborgen, mit Rat und Tat zur Seite stehen oder Feste gemeinsam feiern. Diese nichtkommerziellen Formen der Kooperation bilden die Basis des menschlichen Zusammenlebens. Viele Bereiche des gesellschaftlichen Lebens würden ohne diesen elementaren Kommunismus nicht funktionieren. Das gilt
Autor*innen
Anja Schwanhäußer

Ausgabe
N°61 (Seite 58-60)

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Im Chicago der 1920er Jahren schickte der Soziologe und ehemalige Journalist Robert E. Park seine Studierenden auf eine sehr ungewöhnliche Reise zur verborgenen Seite der Stadt. In seinen Vorträgen an der University of Chicago vermittelte er einen Sinn für den gesellschaftlichen Wandel, der rund um sie herum geschah: der Zuzug einer hohen Zahl an Migrantinnen und Migranten, neue Vergemeinschaftungsformen, die Entstehung der Populärkultur, die Befreiung aus überkommenen Bindungen und die
Autor*innen
Paula Pfoser

Ausgabe
N°61 (Seite 57-58)

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Der ehemalige Autoteileproduzent Ri-Maflow in Florenz, die Officine Zero Fabrik in Rom oder die griechische Bioputzmittelfabrik Vio.me: Sie alle sind – seit 2012 – Betriebe unter ArbeiterInnenselbstverwaltung und zählen damit in Europa zu unternehmerischen Ausnahmeerscheinungen: trotz der langjährigen Krise gibt es nur sehr wenige, oft prekäre Produktionsstätten, die von ArbeiterInnen übernommen wurden –, wie etwa die von Vio.me, der die Räumung droht. Anders die lage in Argentinien, zwei
Zeichnung
Autor*innen
Christina Röthig, Christoph Schäfer, Lisa-Marie Zander, Margit Czenki, Patricia Wedler, Renée Tribble, Team PlanBude

Ausgabe
N°61 (Seite 37-40)

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[...] die PlanBude entsteht in einer dramatischen Situation. Hypergentrifizierung, Disneyfizierung und Standardisierung der Reeperbahn, Evakuierung der Esso-Häuser, Neubauten denen die Anschlussfähigkeit an die Eigenlogik von St.Pauli fehlt: Das Vertrauen in die Stadtplanung von Investoren und Behörden ist an einem Tiefpunkt angelangt. »Wir nennen es PlanBude«, Konzept, Sommer 2014

Autor*innen
Maja Debska

Ausgabe
N°61 (Seite 60-61)

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Städte klingen – das ist nichts Neues für die Welt der Musik. Deutlich wurde dies bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als die industrielle Revolution ihren höchsten Pegel erreicht hatte. In den Metropolen polterte und lärmte es von ungewohnten Geräuschen. Diese fanden Resonanz in der Filmkunst, in der Großstadtliteratur und auch in der Musik. Partituren der Städte ist ein gut gewählter Titel für ein Buch über das Phänomen Klang, das mit der Stadt wie eine Partitur mit ihren Noten
Autor*innen
Christoph Laimer, Elke Rauth

Ausgabe
N°61 (Seite 01)

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»We want every adult in the country to be an active member of an active neighbourhood group. […] Neighbourhoods will be given the power to engage in genuine local planning through collaborative democracy – designing a local plan from the ›bottom up‹«. Kooperatives Schlaraffenland?! Nein – nur ein Auszug aus der 2010 veröffentlichten Broschüre Big Society Not Big Government der britischen Conservative Party. Immerhin, so könnte man anmerken, wissen die britischen Konservativen mittlerweile
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°61 (Seite 56-57)

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Beim urbanize-Festival 2012 hat Klaus Ronneberger im Wiener Filmmuseum einen höchst interessanten Vortrag zur Urbanismuskritik von Guy Debord, Henri Lefebvre und Jacques Tati gehalten. Vor kurzem ist eine Publikation von ihm erschienen, in der er das tTema wieder aufgreift, nur dass er Guy debord durch Pier Paolo Pasolini ersetzt. Die drei Zeitgenossen, die persönlich nicht miteinander in Kontakt standen, werden in jeweils einem eigenen Kapitel »als Kritiker des fordistischen Alltags«
Georg
Autor*innen
Niloufar Tajeri

Ausgabe
N°60 (Seite 54)

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Wenn man durch die Ausstellung Radikal Modern – Planen und Bauen im Berlin der 1960er Jahre geht, gibt es zwei für ihren Kontext relevante Aspekte. Der Prolog thematisiert zum einen die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs sowie den Bau der Berliner Mauer 1961 als wichtigste Rahmenbedingungen für die architektonischen und stadträumlichen Konzepte der 1960er Jahre, auf die in den sechs Kapiteln der Ausstellung näher eingegangen wird. Der schlechte Zustand der alten Bausubstanz als Auslöser für
Foto:
Autor*innen
Elke Rauth

Ausgabe
N°60 (Seite 61)

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117.000 EinwohnerInnen zählt die belgische Stadt Brügge, 22.000 davon leben in der zum UNESCO Weltkulturerbe erhobenen Innenstadt. Dazu gesellen sich 5,3 Millionen TouristInnen jährlich. Wer Brügge besucht, schiebt sich gemeinsam mit Heerscharen von betagten Besuchern und Besucherinnen durch eine pittoreske Szenerie an mittelalterlichem Bestand, perfekt gepflegt und wie es scheint komplett widerspruchsfrei. Keine Tags, keine Sticker, keine Graffiti stören die touristische Vermarktung. Nur die
Autor*innen
Barbara Holub, Paul Rajakovics, Pia Lanzinger

Ausgabe
N°60 (Seite 32-36)

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Pia Lanzinger (Berlin) ist auch in Österreich keine Unbekannte. So hat sie hier diverse Kunstprojekte im öffentlichen Raum realisiert, wie Greifen Sie zum Telefon: Erlauf ist dran (KÖR Niederösterreich, 2000), Playstation Vienna (Künstlerhaus Wien, 2002/03), Ein Stück vom besten Österreich. (Made in USA). Folge II (Salzburg, 2005), Global Village 4560 (Festival der Regionen, 2007) oder zuletzt 2013 in Graz Prendre la Parole. Dabei greift die Künstlerin meist brisante politische und soziale
Autor*innen
Christoph Laimer, Elke Rauth

Ausgabe
N°60 (Seite 01)

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15 Jahre dérive wären ein würdiger Anlass, einen Blick zurückzu­werfen und sich die Entwicklung unserer Arbeit vor Augen zu führen. Schließlich war es ein weiter Weg von der Idee, unserem in den 1990er Jahren in einer Mini-Auflage erschienenen Fanzine IWI, eine Edition IWI Heavy Stuff beizustellen, bis zur heutigen Zeitschrift für Stadtforschung, die internationale Anerkennung genießt und u.a. von der Bibliothek der Princeton University oder der Architectural Association in London abonniert
Autor*innen
Ernst Gruber

Ausgabe
N°60 (Seite 57)

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Lösungsansätze für erschwingliches Wohnen für alle zu finden – diese Aufgabe nimmt in Theorie und Praxis von Architektur und Städtebau einen zunehmend wichtigen Stellenwert ein. Mit dem ständig wachsenden Anteil der in Städten lebenden Weltbevölkerung ist dieser Anspruch zu einem globalen geworden. Wie lassen sich aber internationale Ansätze mit ihren regionalen Spezifika in ihren Unterschiedlichkeiten bewerten und miteinander vergleichen? Das Buch Affordable Living – Housing for Everyone
Autor*innen
Thomas Ballhausen

Ausgabe
N°60 (Seite 56)

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In den letzten Jahren zeichnet sich mit zahlreichen Neu- und Wiederveröffentlichungen eine Renaissance des französischen Kultschriftstellers Georges Perec (1936-1982) im deutschen Sprachraum ab. Neben den Verlagen Hanser und Ritter hat sich vor allem der Diaphanes Verlag um die Zugänglichmachung seines Werks verdient gemacht. Mit Träume von Räumen liegt nun ein zentraler Text aus dem umfangreichen Œuvre Perecs vor, der zuletzt 1990 als Übersetzung greifbar war. Der ursprünglich 1974 als
Autor*innen
Julia Splitt

Ausgabe
N°60 (Seite 60)

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»Migration bewegt und bildet die Gesellschaft« lautet das Motto des Sammelbandes Nach der Migration. Postmigrantische Perspektiven jenseits der Parallelgesellschaft von Erol Yildiz und Marc Hill. Ausgangspunkt der Herausgeber ist dabei die Beobachtung »Seit es Menschen gibt, gibt es auch Wanderungen.« Mobilität gab und gibt es zu allen Zeiten und in verschiedene Richtungen – keineswegs erst seit dem 20. Jahrhundert und nur in die europäischen Industriestaaten. Mobilität, nicht dauerhafte
Margarete
Autor*innen
Iris Meder

Ausgabe
N°59 (Seite 59)

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Die MAK-Ausstellung Wege der Moderne ist das Resultat langjähriger Forschungen der beiden Kuratoren Christian Witt-Dörring und Matthias Boeckl, die als ausgewiesene Experten für die Geschichte der Architektur und Gestaltung in Österreich seit dem 19. Jahrhundert gelten können. Entsprechend fundiert ist das Ergebnis – aber auch entsprechend umfangreich. Je größer das Fachwissen und je intensiver und leidenschaftlicher die wissenschaftliche Forschung, desto schwieriger wird es ja, Ergebnisse so
Teppichhandel,
Autor*innen
Elke Rauth

Ausgabe
N°59 (Seite 56)

Tags
Roma, Sinti, Wien
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Schon der Titel stemmt sich gegen nach wie vor geläufige Stereotype vom fahrenden Volk: Romane Thana — Orte der Roma und Sinti nennt sich die aktuelle Ausstellung des Wien Museums zur weit zurück reichenden Geschichte der Roma in Österreich, im Speziellen jener in Wien und dem Burgenland. 20 Jahre nach dem verheerendem Bombenanschlag gegen die Volksgruppe der Roma im burgenländischen Oberwart, öffnet sich das Wien Museum dieser »überfälligen Ausstellung« wie Direktor Wolfgang Kos im Vorwort
Flakturm
Autor*innen
Gerhard Rauscher

Ausgabe
N°59 (Seite 58)

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Nach 1945 war die Auseinandersetzung mit NS-Planung und -Architektur in Österreich (wie bei vielen anderen Themen auch) von Verdrängung gekennzeichnet. Eine Aufarbeitung begann im Verhältnis zu anderen Bereichen sehr spät. Im September 2007 fand im Wiener Architekturzentrum (Az W) das erste Symposium zum Thema statt (»Erbe verweigert, Österreich und NS-Architektur«). Mit der Ausstellung zu den Hitlerbauten in Linz wurde 2012 im Linzer Nordico ein weiterer Schritt zur Aufarbeitung geleistet.
Autor*innen
Elisabeth Haid

Ausgabe
N°59 (Seite 60)

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Der Berliner Schlossplatz ist geprägt durch zahlreiche Überlagerungen und Umwertungen, durch die sichtbare wie auch heute scheinbar unsichtbare Vergangenheit. Nicht zuletzt ist die Wahrnehmung dieses Ortes auch durch die sehr kontroversiell geführte, ideologisch aufgeladene Rekonstruktionsdebatte um das Berliner Schloss bestimmt. Voraussichtlich 2019 soll nun der Wiederaufbau des Stadtschlosses nach Plänen des italienischen Architekturbüros Francesco Stella, die die Nachbildung dreier barocker Fassaden und des Schlüterhofes beinhalten, abgeschlossen sein und das Humboldt-Forum als Ort der Kulturen und Wissenschaften eröffnet werden.

Autor*innen
Barbara Holub, Eva Engelbert, Paul Rajakovics

Ausgabe
N°59 (Seite 32-36)

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In Stilllegung befindliche Eisenbahnareale sind seit einiger Zeit zum wesentlichen Thema in den Arbeiten von Eva Engelbert geworden. Waren es vor einem Jahr im Rahmen der Ausstellung in der Startgalerie im MUSA (Wien) Fotoarbeiten über den ehemaligen Wiener Nordbahnhof (Tokyo Blue und Congo Blue) die durch das blau gefilterte Licht gleichermaßen Ausblick und Rückblick für das derzeit brach liegende Areal freigeben,1 so widmet sich dieses Kunstinsert dem benachbarten Nordwestbahnhof. Es ist
Autor*innen
Udo W. Häberlin

Ausgabe
N°59 (Seite 62)

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Die Stadtaktivistin und Autorin Jane Jacobs und vor allem ihr Anfang der 1960er-Jahre erschienener Bestseller Tod und Leben großer amerikanischer Städte sind weit über die urbanistischen Disziplinen hinaus einem interessierten Publikum bekannt. Nach ihrem Tod 2006 wurden die sogenannten Jane’s Walks gegründet, die mittlerweile in zahlreichen Städten einmal pro Jahr stattfinden. Von Dirk Schubert, Professor an der HCU Hamburg, der seit vielen Jahren zu Leben und Werk von Jane Jacobs forscht
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°59 (Nur online)

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Die Bauten des österreichischen Architekten Harry Glück, dem die vorliegende Publikation gewidmet ist, sind schwer zu fassen. Sie lassen sich in die üblichen Kategorien nur schwer einordnen. Mit vorschnellen Urteilen liegt man deswegen auf jeden Fall falsch. In Wien ist Harry Glück in erster Linie durch den Wohnpark Alt Erlaa bekannt und – so meinten viele vor allem ArchitektInnen lange Zeit – berüchtigt. Alt Erlaa ist eine Großsiedlung mit 3.200 Wohnungen im Süden von Wien, gebaut in den
Autor*innen
Sarah Mendelsohn

Ausgabe
N°59 (Nur online)

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Last summer as the violence in Gaza escalated, the mediatization of conflict in Palestine and Israel escalated, and its global audience grew. The already well-established international Boycott, Divestment, and Sanctions (BDS) movement grew in visibility, with new calls for petitions and actions initiated by BDS activists in different parts of the world. First formed in response to a 2005 call endorsed by more than 170 Palestinian political organizations for international »non-violent punitive
Autor*innen
Ferdinand Redl

Ausgabe
N°59 (Seite 16-21)

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Ähnlich wie andere innerstädtische Wohnquartiere durchläuft auch das Stuwerviertel in Wien gerade eine bemerkenswerte Transformation,[1] die für seine BewohnerInnen durchaus Anlass zur Besorgnis ist: Einst ein Sorgenkind der Bezirkspolitik hat es in den letzten Jahren den Weg von den Chronik-Seiten der Boulevardzeitungen, auf denen jahrelang reißerische Berichte über Schwarzmarkt, Prostitution und Polizeieinsätze zu lesen waren, hin zum Grätzel mit Zukunft[2] zurückgelegt. Aus deviant wird
Autor*innen
Anne Moirier, Theresa Dietl

Ausgabe
N°59 (Nur online)

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„Die Dorfsirene heult auf, unter Martinshorn und Blaulicht rückt in Rekordzeit die komplette Feuerwehrmannschaft an und sperrt die Kunsthalle großräumig ab. Wer bisher noch nicht vor Ort ist, kommt spätestens jetzt.“ (S. 34), so berichtet Rolf Wicker von den Erlebnissen seines künstlerischen Schaffens in einem norddeutschen Dorf. Es ist ein Beispiel von vielen für Kunstprojekte in ländlichen Räumen, die nun erstmals in einer zusammenfassenden Publikation vorgestellt werden. Die Herausgeberin
Autor*innen
Christoph Laimer, Elke Rauth

Ausgabe
N°59 (Seite 01)

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2014 auf dem INURA-Kongress in Belgrad hörten wir das erste Mal von Belgrade on Water. In Savamala, jenem zentral gelegenen Stadtteil an der Save, der durch donnernden Schwer­-verkehr ebenso gekennzeichnet ist wie durch hippes Partyvolk, internationale AufwertungsstrategInnen und die Armut der lokalen Bevölkerung, wurden in diesem Sommer 2014 quasi über Nacht einzelne Straßen hochpoliert und dutzende Fahnenmasten aufgestellt. Diese verkündeten lautstark von einem imposanten
Autor*innen
Iris Meder

Ausgabe
N°59 (Nur online)

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Die Verwirrung beginnt schon außen: Das Buch widmet sich dem slowakischen Architekten Friedrich Weinwurm. Auf dem Cover ist ein Grundriss abgebildet, deutsch beschriftet mit Vorzimmer, Zimmer, Halle, Bad, Passage, Küche und »Magd«, ergänzt durch Angaben zu den Bodenbelägen: Parkett, Schiffb., Terrazzo, Kunststein, klar. Was aber ist »Esslingener« im Gegensatz zum »Glas« der Wohnzimmertüren, und zwar Fenster und Balkontüren bezeichnend? Ein besonderes Fensterglas? Die unweit von Esslingen
Siedlung
Autor*innen
Iris Meder

Ausgabe
N°59 (Seite 57)

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In der Ausstellung zur Architektur der Moderne in Serbien, die der Ringturm der Wiener Städtischen Versicherung im Rahmen seiner Südost-/Ost-/Ostmitteleuropa-Reihe zeigt, wird erfreulicherweise von Serbien als Schauplatz, nicht als geistigem Ursprungsort von Architektur ausgegangen. Gerade in Belgrad, dem vor einiger Zeit bereits eine eigene Ringturm-Ausstellung gewidmet war, waren natürlich immer auch Architekten aus anderen Gegenden tätig: Das jugoslawische Parlament bauten die in Kroatien
Autor*innen
Bernd Hüttner

Ausgabe
N°58 (Seite 62)

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Hausbesetzungen dürften neben Demonstrationen die bekanntesten wie wirkungsvollsten Praktiken linksradikaler Politik sein. Die Herausgeber postulieren einleitend, es gebe seit 1968 eine Kontinuität radikaler jugendlicher städtischer Bewegungen, in denen sich radikale Politik mit Untergrundkultur und libertären Prinzipien verbinde und in der die Methode der direkten Aktion weit verbreitet sei. Hinzu komme, so die Herausgeber später, eine ausgesprochen lokale Situierung des diesbezüglichen
Autor*innen
Niloufar Tajeri

Ausgabe
N°58 (Seite 58)

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Das Buch Team 10 East. Revisionist Architecture in Real Existing Modernism, herausgegeben von Lukasz Stanek, weist gleich in der Einführung darauf hin, dass es sich bei der Bezeichnung »Team 10 East« um ein fiktives Konzept und nicht etwa um einen osteuropäischen Zweig des Team 10 handelt. Im Unterschied zur CIAM, die in nationalen und regionalen Gruppen organisiert war – österreichische, tschechoslowakische, ungarische, polnische und jugoslawische ArchitektInnen riefen sogar kurzzeitig das
Autor*innen
Christoph Laimer, Elke Rauth

Ausgabe
N°58 (Seite 01)

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Das Ruhrgebiet nimmt in vielen Aspekten eine Sonderstellung ein: »Nimmt man Kriterien wie die absolute Größe und Bevölkerung des Ballungsraums, seine politische und ökonomische Funktion und Bedeutung für das jeweilige Land insgesamt, seine administrative und ökonomische Struktur (monozentrisch oder polyzentrisch), sowie – bei polyzentrischen Räumen – die relative Größe der einzelnen Städte zueinander oder ihren Grad der Vernetzung untereinander, so ist das Ruhrgebiet unter den urbanen
Autor*innen


dérive bedankt sich bei allen FestivalpartnerInnen für die Unterstützung und Kooperation: BKA Kunst, Wien! voraus, Wien Kultur, BIG art, Conrad Fürst & Söhne, Schremser, Alles Apfel, Hornig Kaffee, Wienerberger, TU Wien future.lab, Stadtkino, Architekturzentrum Wien, Wien Museum, Polnisches Institut Wien, artistic bokeh, Architektur und Bauforum, Radio Orange 94.0, AKKU – Magazin für Architektur und Stadt. Fotos — Maja De¸bska, Johannes Hloch, Lukas Schaup, Smarter Than Cars, Conny Zenk,
Foto
Autor*innen
Elke Rauth

Ausgabe
N°58 (Seite 40-44)

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Das Geschäft mit der Stadt: Die Smart City Industrie erprobt mit dem digitalen Strom- und Gaszähler Smart Meter ihren ersten globalen Produkt-Rollout. Ein Testfall für die Intelligenz von Verwaltung und StadtbewohnerInnen.

Autor*innen
Barbara Holub, Paul Rajakovics, Tanja Boukal

Ausgabe
N°58 (Seite 32-36)

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Freude, schöner Götterfunken, Tochter aus Elysium! Wir betreten feuertrunken, Himmlische, dein Heiligtum; Deine Zauber binden wieder, Was die Mode streng geteilt; Alle Menschen werden Brüder, Wo dein sanfter Flügel weilt. (…) Wem der große Wurf gelungen, Eines Freundes Freund zu sein, Wer ein holdes Weib errungen, Mische seinen Jubel ein! Ja, wer auch nur eine Seele Sein nennt auf dem Erdenrund’ – Und wer’s nie gekonnt, der stehle Weinend sich aus diesem Bund. Friedrich Schillers Libretto zum
Autor*innen
Thomas Ballhausen

Ausgabe
N°58 (Seite 62)

Tags
Comic
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Ein Kanaldeckel hebt sich, ein Glatzköpfiger mit überdimensionalen Sonnenbrillen und Trenchcoat entsteigt der geheimnisvollen Welt unter einer futuristisch anmutenden Metropole. Die sich vor ihm ausbreitende Stadt ist Somnopolis, ein urbanes Geflecht aus riesigen Wolkenkratzern, lang gezogenen Boulevards und finsteren Ecken. Von der Utopie, die hier stehen sollte, der vielversprechenden »Radiant City«, ist nur eine Schwundstufe geblieben, ein großstädtischer Alptraum, der seine Bewohner nach
54.
Autor*innen
Gesa Ziemer, Vanessa Weber

Ausgabe
N°58 (Seite 04-09)

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Metropole Ruhr ist das Stichwort für eine Region aus 53 Städten, die gezwungen sind, die Zeit von Kohle, Stahl und Schwerindustrie hinter sich zu lassen und eine Verwandlung zu vollziehen. Die Idee von der einen gemeinsamen Identität dieses diversifizierten Raumes scheint wie ein dichter Nebel über der Region zu liegen.

Autor*innen
Manfred Russo

Ausgabe
N°58 (Seite 60)

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A Manuscript found in Saragossa lautet der Titel des Einleitungsessays von Lukasz Stanek, der damit auf einen klassischen Roman von Jan Potocki rekurriert, weil es dort mit dem Auffinden des Manuskriptes eine ähnliche Bewandtnis hatte wie mit Henri Lefebvres Text Vers une architecture de la jouissance. Beim Manuskript, das in Saragossa gefunden wurde, handelte es sich um eine gothic novel von Jan Potocki, einem polnischen Aristokraten aus sehr bekannter Familie, der darin die Geschichte des
Autor*innen
Florian Huber

Ausgabe
N°58 (Seite 59)

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Mit der Schließung der Tabakfabrik 2009 endete die seit 1850 bestehende Tabakproduktion in Linz. Es ist eine Ironie der Geschichte, dass dies ausgerechnet in jenem Jahr stattfand, in dem sich Linz als Kulturhauptstadt Europas präsentierte und die Stadt am Höhepunkt ihrer langjährigen Positionierungsbemühungen als Kulturstadt stand. Nach der Schließung der Fabrik, eine Folge der Privatisierungspolitik ab Mitte der 1990er Jahre, kaufte die Stadt Linz das Gebäude. Ziel war es ein Cluster der
Autor*innen
Britta Grell

Ausgabe
N°57 (Seite 57)

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Viele kluge Köpfe haben sich in den letzten Jahren Gedanken über die neue Qualität und die Verbindungen zwischen Massenaufständen und -protesten in so unterschiedlichen Städten wie Kairo, Tel Aviv, Istanbul, New York oder Madrid gemacht. Mit den zahlreichen, zum Teil Monate anhaltenden Mobilisierungen und Platzbesetzungen (Tahrir-Platz, Gezi-Park, Zucotti-Park, Puerta del Sol etc.) hatten sich weltweit Millionen von Unzufriedenen und Empörten urbane Räume – zumindest symbolisch – wieder als
Autor*innen
Christoph Laimer, Elke Rauth

Ausgabe
N°57 (Seite 01)

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Sicherheit ist eines der Themen, das uns bei dérive von Beginn an beschäftigt hat und seither nicht mehr verlässt. Bereits in Heft 1 schrieb Michael Zinganel, der auch in dieser Ausgabe vertreten ist, über die Diffusion angloamerikanischer Sicherheitsdiskurse durch frauengerechte Stadtplanung, der Schwerpunkt in Heft 12 war dem Thema Angst gewidmet und dérive 24 trägt den Titel Sicherheit: Ideologie und Ware. Obwohl wir also seit Jahren gegen die überbordende Sicherheitspolitik in unseren
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°57 (Seite 59)

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Für die dérive-Leser und -Leserinnen außerhalb Österreichs sei zu Beginn kurz erwähnt, dass eine geplante Umwidmung der Wiener Mariahilfer Straße von einer normalen Einkaufsstraße zu einer Mischung aus Fußgängerzone und Shared Space 2013/14 zu einer Diskussion geführt hat, deren Heftigkeit durch den eigentlichen Anlass nicht zu begründen ist. In Wien und teils sogar in ganz Österreich herrschte ob dieser (medialen) Dauererregung eine gewisse Gereiztheit vor, die sich erst gelegt hat, als eine
Autor*innen
Maja Debska

Ausgabe
N°57 (Seite 60)

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Die Identität einer Stadt kann auf vielfältige Arten analysiert und beschrieben werden. Eine davon ist der Versuch, die Relation zwischen der Stadt und der Kunst, die in ihr entsteht, zu betrachten. In einer kritischen Auseinandersetzung mit der Stadtidentität spielt Musik eine tragende Rolle. Ein Ausgangspunkt dafür sind Sound-scapes. Als Geräuschkulisse kommunizieren Soundscapes den Charakter einer Stadt, definieren ihren Rhythmus, erzählen von den BewohnerInnen und informieren über
Autor*innen
Stavros Stavrides

Ausgabe
N°57 (Seite 46-47)

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In contemporary urban theory the city of enclaves represents a concrete tendency of partitioning urban space (Marcuse 1995, Marcuse/Van Kempen 2002). It is not only differentiations in terms of culture, race or ethnicity that are regulated and spatially imposed in the city of enclaves. It is also differences in income and status (and therefore power), that are made effective. Space does not simply express these differentiations. Space co-produces them by giving ground to situated experiences
Autor*innen
Barbara Holub, Martin Osterider, Paul Rajakovics

Ausgabe
N°57 (Seite 32-36)

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Die Idee zu diesem dérive-Insert entstand vor knapp einem Jahr anlässlich der Buchpräsentation TRIESTER in der Grazer Triestersiedlung. Das Projekt TRIESTER von Martin Behr und Martin Osterider läuft nun schon seit über zehn Jahren. Die beiden Künstler begleiten photographisch konsequent die sozialen und gesellschaftspolitischen Entwicklungen der Triestersiedlung und haben so mittlerweile ein riesiges Archiv aufgebaut, welches in einer Auswahl in acht kleinen Künstlerbüchern 2013 im Rahmen
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°57 (Seite 04-07)

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5Der Begriff der Sicherheit ist ebenso weit verbreitet wie vieldeutig.[1] Der Soziologe Zygmunt Bauman hat darauf hingewiesen, dass die deutsche Sprache im Vergleich zur englischen beim Thema Sicherheit »untypisch sparsam« ist. Das Englische kennt security, safety und certainty und erlaubt damit eine weitaus höhere Präzession in der Beschreibung unterschiedlicher Facetten der Thematik. Trotz oder gerade wegen seiner Uneindeutigkeit hat der Begriff der Sicherheit im politischen und medialen
Autor*innen
Anna Vukan

Ausgabe
N°57 (Seite 61)

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Es sind nicht mehr nur Stadtverwaltungen, die Städte und Räume planen, in denen wir leben, sondern Bürger und Bürgerinnen selbst, die vermehrt zur Gestaltung ihrer Umwelt beitragen. So begegnet man immer häufiger Projekten im öffentlichen Raum, die aus lokalen Initiativen heraus entstanden sind und sich häufig durch scheinbar improvisierte Ästhetik auszeichnen; mit dem Ziel, einen Ort bestmöglich an die Bedürfnisse der NutzerInnen anzupassen und eine Stärkung der Gemeinschaft herbeizuführen.
Autor*innen
Iris Meder

Ausgabe
N°57 (Seite 58)

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Vielfach bearbeitet in Essay- und Bildbänden zu Infrastruktur, Architektur und Kulturgeschichte, ist das Semmeringgebiet dennoch ein vergessenes, aus der Welt gefallenes Habitat langsamer Zugfahrten, leerstehender Hotelbauten und verstaubter Ferienimmobilien geblieben. Während die Semmering-Aufenthalte der Wiener Intellektuellen als zumindest teilweise erforscht gelten können, lässt sich dies überraschenderweise von der Infrastruktur der Semmeringbahn nur bedingt sagen. Das zeigt das vor
Autor*innen
Robert Temel

Ausgabe
N°57 (Seite 56)

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»Wenn wir hören, daß in einer Stadt durchschnittlich 6 bis 14 Kinder auf eine Familie entfallen, dann ist es nicht wahrscheinlich, daß in dieser Stadt ein erheblicher Teil der Bevölkerung Stahlrohrmöbel verwendet.« – So schreibt Otto Neurath 1930 in der Zeitschrift Die Form über das Programm der geplanten Kölner Ausstellung des Werkbunds Die Neue Zeit und stellt der seiner Ansicht nach metaphysisch-einheitsorientierten Ausstellungskonzeption einen Zugang gegenüber, der auf Diversität,
Autor*innen
Christoph Laimer

Ausgabe
N°56 (Seite 04-09)

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The smart city vision tends to focus on infrastructure, buildings, vehicles, looking for a client amidst the city governments that procure or plan such things. But the city is something else. The city is its people. We don´t make cities in order to make buildings and infrastructure. We make cities in order to come together, to create wealth, culture, more people. As social animals, we create the city to be with other people, to work, live, play. Buildings, vehicles and infrastructure are mere
Autor*innen
Christoph Laimer, Elke Rauth

Ausgabe
N°56 (Seite 01)

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Immer wieder kommt es in dérive-Heften vor, dass sich neben dem offiziellen Schwerpunkt, dessen Titel auf dem Cover prangt, durch thematische Querverbindungen netzwerkartig ein zweiter, quasi inoffizieller focal point ungeplant und trotzdem nicht zufällig ergibt. In der vorliegenden Ausgabe zu Smart Cities hat sich Rio de Janeiro informell ins Zentrum gerückt. Es beginnt mit Rios so genanntem Operation Center (siehe Foto S. 23), in dem die öffentlichen Räume der Stadt zentral überwacht und
Autor*innen
Thomas Ballhausen

Ausgabe
N°56 (Nur online)

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Ein Mann steht in einem Kinosaal, wir sehen nur ihn, nicht was er betrachtet. Wir beobachten, wie er Gemüse zerhackt, wie ein Berserker mit Messern arbeitet, immer auf der Suche nach dem noch perfekteren Ton für den auf die Leinwand projizierten Schrecken – ist der Protagonist von Peter Stricklands hochreflexivem Berberian Sound Studio doch ein Soundspezialist, der einen italienischen Thriller nachvertont. Wir bekommen (im mehrfachen Wortsinn) deutlich vorgeführt, wie der schüchterne
Autor*innen
Anna Jermolaewa, Barbara Holub, Paul Rajakovics

Ausgabe
N°56 (Seite 32-36)

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»Ein morgendliches Ritual in Havanna: Ein Brotverkäufer schiebt laut rufend seinen Wagen durch die Straßen. Sofort werden von links und rechts Körbe und Plastiktaschen abgeseilt. Er nimmt das abgezählte Geld aus diesen und legt seine Brote hinein. Schon geht es wieder für die Taschen und Körbe hinauf.« So lautet die Kurzbeschreibung auf Anna Jermolaewas Webseite, wo dieser Film, Basis für das Kunstinsert dieser Ausgabe, zu sehen ist (http://www.jermolaewa.com/works/video/untitled.html). Anna
Autor*innen
Udo W. Häberlin

Ausgabe
N°56 (Seite 64-65)

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Von New York lernen ist eine leicht lesbare, erfrischend unprätentiöse (Bilder-)Geschichte über New Yorker Plätze und Parks und ambitionierte AkteurInnen, die ihre Handschrift darin hinterließen. Die Beiträge von Susanne Lehmann-Reupert lesen sich wie ein unterhaltsames Tagebuch und beinhalten dennoch wertvolle Informationen für die Stadtentwicklung(-spolitik). Jahrzehntelange Vorurteile gegenüber Amerikanern und ihrer Global City mit der einstigen Wolkenkratzer-Ära habe ich beim Lesen dieses
Autor*innen
Erik Meinharter

Ausgabe
N°56 (Seite 61)

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Ein Park, ein Raum. Aus Anlass ihres 50-jährigen Geburtstags wird der Wiener Internationalen Gartenschau 1964 eine Ausstellung im Wien Museum gewidmet. Die Geschichte und Gegenwart der WIG 64, welche mit dem Donaupark einen der größten Parks Wiens hinterlassen hat, wurde in einem Raum verdichtet. Aufgrund der Vielfältigkeit der Exponate und Medien erschließt sich jedoch selbst in diesem kleinen Raum die vielschichtige Vergangenheit eines der größten Freiräume Wiens. Die Runde im Uhrzeigersinn
Autor*innen
Christian Hlavac

Ausgabe
N°56 (Seite 60-61)

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Wer heute durch den großen Donaupark im Norden Wiens spaziert, wird an einigen wenigen Stellen an die erste international ausgerichtete Gartenschau in Österreich nach dem Zweiten Weltkrieg erinnert. Dieser Park ist – im Vorhinein geplant – der im positiven Sinne verstandene Rest der 1964 gezeigten Wiener Internationale Gartenschau, kurz »WIG 64«. Die unterschiedliche Rezeption der WIG 64 bringt der Direktor des Wien Museums, Wolfgang Kos, treffend in seinem Vorwort auf den Punkt: »Als wir im
Autor*innen
Erik Meinharter

Ausgabe
N°57 (Seite 62)

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Neue virtuelle Öffentlichkeiten, eine Ökonomisierung der Öffentlichkeit, die Transformation der Produktion, die europäische Integration und die gleichzeitige »Wiederentdeckung des öffentlichen Raumes«. Viele urbane Transformationsprozesse der letzten Jahre hatten Auswirkung auf die Wahrnehmung und den Gebrauch des öffentlichen Raumes in der europäischen Stadt. Schon der 2010 von SKuOR (Interdisciplinary Centre for Urban Culture and Public Space) veranstaltete Kongress, welcher den gleichen
TYIN
Autor*innen
Michael Dieminger

Ausgabe
N°55 (Seite 57)

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Spätestens im Zuge der Finanz- und Immobilienkrise von 2007 gewann die Frage nach den NutznießerInnen architektonischer Planungsleistungen erheblich an Bedeutung, trat dabei doch deutlich hervor, was schon lange Realität war: Die Konzentration eines gewichtigen Teils der Architektur auf die Konstruktion von repräsentativen und kostspieligen Bauten auf der einen Seite und Bauprojekte, deren Prämisse vom möglichst kostengünstigen Gebäude sich meist nur zu Lasten der Qualität realisieren lässt,
Parlamentsmodelle
Autor*innen
Christian Kühn, Christoph Laimer, Elke Rauth

Ausgabe
N°55 (Seite 52-54)

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Christian Kühn, Kommissär der Architekturbiennale 2014 in Venedig, im Gespräch mit Christoph Laimer und Elke Rauth über den Österreichbeitrag Plenum. Orte der Macht. Die Ausstellung im österreichischen Pavillon präsentiert 200 nationale Parlamentsgebäude weltweit und thematisiert Fragen zu Demokratie, Legitimität, Symbolik, Identität und natürlich dem Stellenwert sowie der Rolle von Architektur.

Autor*innen
Andre Krammer

Ausgabe
N°55 (Seite 56)

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Walter Zschokke, der 2009 verstarb, war ein Schweizer Architekt und Architekturkritiker. Er lebte und arbeitete seit 1985 in Wien. Insbesondere durch seine Texte und Kritiken – die er auch in Tageszeitungen wie der Presse veröffentlichte – prägte er den Architekturdiskurs in Österreich entscheidend mit. Der vorliegende Band versammelt ausgewählte Texte von 1980 bis 2008, die das weitgefächerte Spektrum des Autors repräsentieren. Das Verhältnis von Straße und Landschaft – sei es am Beispiel